1. Research

Verschuldung der Unternehmen: in den Schwellenländern weist große Unterschiede auf

Autor
Deutsche Bank Research Management
Stefan Schneider
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat vor Kurzem ihre Bedenken bezüglich der hohen Verschuldung des Privatsektors in Fremdwährung in den Emerging Markets (EM) zum Ausdruck gebracht. Die Krisen in den Emerging Markets der 1990er und frühen 2000er Jahre waren weitgehend auf eine Kombination hoher währungsbedingter Ungleichgewichte zurückzuführen. Seitdem haben die Emerging Markets-Länder gewaltige Devisenreserven angehäuft und die Schuldenaufnahme in ausländischer Währung gesenkt.
Die gesamten währungsbedingten Ungleichgewichte können deshalb jetzt viel besser bewältigt werden. Die niedrigen internationalen Zinsen haben die Unternehmen der Emerging Markets-Länder jedoch ermutigt, die Kreditaufnahme sowohl in ausländischer als auch in inländischer Währung wieder zu erhöhen. Dies spiegelt sich in höheren Leverage Ratios und höheren Schuldendienstquoten wider.
Die Quoten sind in China, Brasilien, Russland und der Türkei seit 2010 deutlich gestiegen, haben sich in den anderen großen Emerging Markets jedoch nicht stark verändert. Die Unternehmenssektoren Chinas, Koreas, Brasiliens und Russlands scheinen am anfälligsten für steigende US-Zinsen zu sein.













 

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