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11. Januar 2021
Die Nachwahlen in Georgia haben den Demokraten eine hochdünne Mehrheit im Senat beschert. Dies eröffnet Joe Biden die Möglichkeit, eine noch expansivere Fiskalpolitik zu betreiben. Unsere Kollegen haben die BIP-Prognose für 2021 entsprechend angehoben und erwarten nun, dass die Fed bereits zum Jahresende ihre Anleihekäufe zurückführen wird. [mehr]
6. Januar 2021
Nach dem historischen BIP-Einbruch von 5,4% im Jahr 2020 erwarten wir für 2021 ein Plus von 4,5% und eine Inflation von 1,4%. Für die 5-10-jährigen Hypothekenzinsen rechnen wir mit einer Seitwärtsbewegung bis mindestens zum Jahresende 2021. Im Jahr 2019 wurden 293.002 neue Wohnungen fertiggestellt, ein Plus von nur 2% ggü. Vorjahr. Wohneigentum bleibt von der Zinsseite her erschwinglich. Im Jahr 2021 dürfte die Erschwinglichkeit voraussichtlich wegen seitwärts laufender Hypothekenzinsen, schwacher Einkommensentwicklung, aber vermutlich weiter steigender Hauspreise etwas sinken. Der Trend von nun seit über zehn Jahren fallenden Mietrenditen dürfte noch einige Zeit bestehen bleiben. [mehr]
4. Januar 2021
Auch zum Jahresbeginn 2021 bleibt die Corona-Pandemie bestimmend. In dieser Woche wird über das weitere Vorgehen über den 10. Januar hinaus beraten. Eine Verlängerung des Lockdowns um zwei bis drei Wochen erscheint plausibel. Zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich wurde nun ein Handels- und Kooperationsabkommen geschlossen; wir erörtern einzelne Aspekte. Im US-Bundesstaat Georgia finden am 5. Januar Nachwahlen für zwei Senatssitze statt. Gewinnen die Demokraten beide Sitze, würde im US-Senat eine Pattsituation entstehen und die künftige Vizepräsidentin Kamala Harris hätte die entscheidende Stimme für die Demokraten. In diesem Fall könnten unter anderem die Konjunkturhilfen höher ausfallen als bislang geplant. [mehr]
4. Januar 2021
Even prior to the pandemic, there was an inevitable shift to online purchasing. But how do we ensure this widening acceptance of online buying does not backfire on the planet in the form of unsustainable delivery levels? We propose a system to bring all parties in the delivery value chain to the table, and suggest an incentive system that grades rewards with the intention of sending non-urgent deliveries to specific areas on specific days. [mehr]
18. Dezember 2020
Das Kreditvolumen mit Unternehmen und Selbstständigen hat im dritten Quartal stagniert, erstmals seit 2015 (nur noch +4,2% ggü. Vj.). Vor allem in Industriebranchen, die zuletzt starkes Wachstum verzeichnet hatten, gab es eine Gegenbewegung. Förderbanken und die Verbünde schnitten gut ab, anders als Auslandsbanken und Landesbanken. Die Unternehmen schichteten weiter von kurz- in langfristige Kredite um; die Einlagen stiegen stark. Bei Anleihe- & Aktienemissionen lief es sehr gut. Die deutsche Volkswirtschaft hat in Q3 einen Großteil des vorherigen Konjunktureinbruchs wettgemacht (BIP +8,5% ggü. Vq.). Dabei erholten sich sowohl der private Konsum als auch die Investitionen der Unternehmen und der Außenhandel. Angesichts des neuerlichen Lockdowns dürfte das Wirtschaftswachstum im Winterhalbjahr nochmals leicht negativ sein, bevor es mit breit angelegten Impfungen ab dem Frühjahr stark anziehen sollte (Prognose 2021: +4,5%; 2020: -5,4%). [mehr]
17. Dezember 2020
Die Corona-Pandemie hat die Koordinaten in der Arbeitswelt nachhaltig verschoben, ein Großteil der Büroarbeit wird nun im Homeoffice geleistet. Auch für die Zukunft zeigen sich Unternehmen offen für mehr Homeoffice, viele Arbeitnehmer wünschen sich hybride Arbeitsmodelle. Die neue Flexibilität bietet Spielraum zur Effizienzverbesserung, doch Produktivitätsgewinne sind kein Selbstläufer. Räumliche Distanz hemmt den Wissensaustausch – die Serendipität leidet. Bei anhaltend mehr Homeoffice könnte die Nachfrage nach traditionellen Büroflächen zwar zurückgehen, aber nicht so stark wie die erste Homeoffice-Euphorie vermuten ließ. Die deutsche Erwerbsbevölkerung wird durch den demografischen Wandel spürbar schrumpfen. Hier bietet Homeoffice eine Möglichkeit zur Sicherung der Erwerbsbeteiligung. Das berufliche Arbeiten in den heimischen vier Wänden dürfte in hybrider Form beibehalten werden – Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben. [mehr]
16. Dezember 2020
The COVID-19 crisis has intensified the lack of profitable low-risk investments, which is why numerous investors probably regard the German residential market as an attractive alternative to the bond markets. Rental returns have been trending downwards for ten years now, and the development looks set to continue until the spread between rental returns and low-risk bond yields has narrowed significantly further. [mehr]
16. Dezember 2020
Angesichts des durch die Corona-Krise nochmals verschärften, globalen Mangels an rentierlichen risikoarmen Kapitalanlagen dürften viele Investoren den deutschen Wohnungsmarkt als interessante Alternative zu den Anleihemärkten betrachten. Der Trend von nun über zehn Jahre sukzessiv fallenden Mietrenditen dürfte daher noch einige Zeit eine Fortsetzung finden. Er dürfte erst enden, wenn der Spread zwischen Mietrenditen und Renditen auf risikoarmen Anleihen noch deutlich kleiner geworden ist. [mehr]
15. Dezember 2020
Die Menschheit hat bisher offensichtlich eine Vielzahl an Epidemien überlebt. Allerdings ist der Mensch ausgesprochen schlecht darauf vorbereitet, mit unsichtbaren Gefahren umzugehen. Die COVID-19-Pandemie weist darüber hinaus vier Eigenschaften auf, die die menschliche Analysefähigkeit wohl überfordern: Zeitverzögerungen, externe Effekte, Nichtlinearitäten und Komplexität. Bei der Auseinandersetzung mit diesem Phänomen unterliegen wir erheblichen Wahrnehmungsverzerrungen, die unseren individuellen und gesellschaftlichen Umgang mit COVID-19 so schwierig machen. Aber die Einsicht in diese Probleme könnte zu etwas vorsichtigeren und weniger apodiktischen Ansichten führen. Unser evolutionärer Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass wir zu „sozialen Lebewesen“ geworden sind, wobei gerade unsere intuitiven und häufig wenig rationalen Wahrnehmungen und Verhalten ein reibungsloseres Zusammenleben ermöglicht haben. Nun liegt es an der Gesellschaft und ihren Institutionen zu verhindern, dass die Menschen sich nicht durch ihre Wahrnehmungsprobleme dazu verleiten lassen, sich gegen die Gesellschaft zu wenden. [mehr]
13.6.0