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29. Juni 2022
Die deutliche Drosselung der russischen Gasexporte hat Politik und Wirtschaft in Alarmbereitschaft versetzt und zu heftigen Preisausschlägen an den Gasmärkten geführt. Auch wenn die Füllstände der deutschen Gasspeicher mit derzeit rund 60% noch im Soll liegen, gilt Gas nach Ausrufung der Alarmstufe des „Notfallplans Gas“ fortan als knappes Gut. Sollten die russischen Erdgaslieferungen nach Abschluss der planmäßigen Wartungsarbeiten von Nord Stream 1 im Juli nochmals deutlich sinken oder schlimmstenfalls sogar versiegen, würde Deutschland unweigerlich in eine tiefe Rezession stürzen. In einem solchen Schock-Szenario dürfte das reale BIP bereits im Jahresdurchschnitt 2022 sinken. Ebenso dürfte die Verbraucherpreisinflation (VPI) regelrecht durch die Decke gehen. [mehr]
27. Juni 2022
Vor dem Hintergrund der gedrosselten russischen Gaslieferungen nach Deutschland – und in Anbetracht der unerwartet deutlichen Rückgänge bei den Juni-Einkaufsmanagerzahlen in der letzten Woche – haben die europäischen Konjunktursorgen weiter zugenommen. Die Energiekrise und die damit drastisch gestiegene Teuerung scheinen die privaten Haushalte und die Unternehmen zunehmend stärker zu belasten. Während in dieser Woche in Deutschland und der Eurozone vor allem die neuen Inflationszahlen (Juni) im Fokus stehen, dürften sich die Marktblicke in den USA unter anderem auf die zur Veröffentlichung anstehenden Juni-Stimmungsindikatoren für das Verbrauchervertrauen, das Verarbeitende Gewerbe (CB Consumer Confidence, Chicago PMI, ISM Manufacturing) und die Mai-Inflation (PCE Price Index) richten. Ebenso dürften die Märkte auf neue Signale zur weiteren Ausrichtung der Geldpolitik hoffen, die im Rahmen des dieswöchigen ECB Forums on Central Banking in Sintra ausgesendet werden könnten. [mehr]
22. Juni 2022
After two years in the virtual world Deutsche Bank Research returned to Paris to host another highly successful Global Consumer Conference. Around 700 people and including 90 companies, attended over the three days of the conference. Company and investor engagement was extremely high with more than 7,000 meeting requests. Tom Sykes, Head of European Consumer Staples and Stephen Powers, Head of US Consumer Staples, co-hosts of the event, said: “Feedback has been very positive from the companies and investment communities and we look forward to seeing everybody again in Paris in 2023 for our celebratory 20th year!” [mehr]
22. Juni 2022
In der Sondersitzung der EZB in der letzten Woche ging es vor allem darum, wie angesichts demnächst steigender Notenbankzinsen Verkäufe von Anleihen südeuropäischer Länder und in der Folge ein Anstieg der Spreads begrenzt werden können. Wie bereits angekündigt soll die Flexibilität bei der Wiederanlage von auslaufenden Anleihen im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms genutzt, aber das Tempo bei der Entwicklung eines Instruments erhöht werden, das eine Spread-Ausweitung verhindern soll, welche die Transmission geldpolitischer Impulse in der Eurozone gefährden würde. Damit soll die EZB entschlossener die immer weiter steigende Inflation bekämpfen können. Wir erwarten weiterhin eine Zinserhöhung um 25 Bp. im Juli, rechnen aber für den Rest des Jahres nun mit drei weiteren Erhöhungen um jeweils 50 Bp im September, Oktober und Dezember. Anfang 2023 sollten dann drei weitere Zinserhöhungen um jeweils 25 Bp. folgen. [mehr]
20. Juni 2022
Bei der Sondersitzung der EZB in der letzten Woche ging es vor allem darum, eine Fragmentierung innerhalb der Eurozone zu verhindern. Zum einen soll es mehr Flexibilität bei der Wiederanlage von auslaufenden Anleihen im Rahmen des PEPP-Programms geben. Dies soll vor allem höher verschuldete Staaten unterstützen. Zum anderen soll das Tempo bei der Einführung eines Instruments gegen ein zu starkes Auseinanderdriften der Zinsen auf Staatsanleihen in der Eurozone erhöht werden. Dies sollte der EZB mehr Flexibilität für Zinserhöhungen verschaffen. Wir rechnen daher damit, dass sie nach einer Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte im Juli die Zinsen im September, Oktober und Dezember um jeweils 50 Basispunkte anheben wird. Russland hat die Gaslieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 auf 40% der Maximalkapazität gesenkt. In der Folge sind die Gaspreise deutlich gestiegen. Minister Habeck spricht von einer angespannten Lage, wenngleich derzeit die Versorgungssicherheit gewährleistet sei. Die PMI-Daten am Donnerstag sowie das ifo-Geschäftsklima am Freitag sind die wichtigsten Datenpunkte in dieser Woche. [mehr]
20. Juni 2022
With a tumultuous first half of 2022 almost over, we are making a contrarian call for the second half. Specifically, we believe that although M&A will slow compared with last year, it will be more resilient than the drop so far in 2022 would suggest. To support this, we have identified several post-covid themes that are motivating corporates and private capital to make acquisitions. [mehr]
15. Juni 2022
Notenbanken – Fit for 75? Nach den deutlich über den Erwartungen liegenden US-Verbraucherpreisen für Mai und dem Anstieg der mittelfristigen Inflationserwartungen der US-Verbraucher auf 3,3% hat ein Bericht im Wall Street Journal die Zinsspekulationen vor der heutigen Fed-Entscheidung weiter befeuert. Unsere US-Kollegen erwarten von der Fed jetzt 75 Bp-Schritte heute und im Juli, gefolgt von jeweils 50 Bp im September und November. Die EZB hat letzte Woche ebenfalls einen deutlich „hawkishen“ Ton angeschlagen. Wir haben zwei EZB-Zinsschritte à 50 Bp für September und Oktober prognostiziert. Wir würden aber auch bei einer weiterhin aufwärtsgerichteten Konjunkturentwicklung und weiteren „Überraschungen“ bei der Inflationsentwicklung einen größeren Schritt nicht ausschließen. Der EZB-Rat wird heute zu einem Sondertreffen zusammenkommen, um die aktuellen Marktbedingungen zu diskutieren. Hintergrund dürfte der Anstieg der 10-jährigen BTP-Zinsen auf über 4% sein. Es dürften auch die Möglichkeiten einer Nutzung der PEPP-Wiederanlagen zur Vermeidung vom Marktfragmentierung diskutiert werden. [mehr]
30.3.4