1. Research
  2. Produkte & Themen
  3. Regionen
  4. Deutschland

Deutschland: Konjunktur kurzgefasst

Weitere Dokumente zum Thema "Deutschland"

507 (13-24)
13. September 2022
13
Steigende Kosten und hohe Unsicherheit haben im zweiten Quartal zu einem rekordhohen Anstieg des Kreditvolumens mit Unternehmen und Selbstständigen geführt (EUR +35,4 Mrd.; +7,6% ggü. Vj.). Treiber waren kurzfristige Kredite an die Industrie. Alle Bankengruppen profitierten. Beispiellos auch das Plus der Kreditzinsen von 0,7-0,8 %-Punkten. Das Einlagenwachstum blieb klar zurück. Zum Ende der EZB-Käufe schnitten Anleiheemissionen (anders als Aktien-) nochmals gut ab. Die deutsche Konjunktur hat sich im zweiten Quartal spürbar verlangsamt (BIP +0,1% ggü. Vq.). Zwar kamen v.a. vom privaten und staatlichen Konsum positive Wachstumsbeiträge, diese wurden jedoch von Bau und Außenhandel großteils aufgezehrt. Ab H2 ist eine Rezession wahrscheinlich, da die Privathaushalte unter dem inflationsbedingt starken Kaufkraftverlust leiden und die Nettoexporte negativ bleiben dürften. Wir haben unsere BIP-Prognose für 2023 deutlich nach unten angepasst. [mehr]
2. August 2022
17
Der Corona-bedingte Rückgang der Zuwanderung nach Deutschland im ersten Halbjahr 2021 wurde insbesondere durch Fluchtbewegungen in der zweiten Jahreshälfte ausgeglichen. Dabei gründet sich der Zuzug von außerhalb Europas nicht nur auf Krieg und Vertreibung. Die Zuwanderung wird internationaler, die EU-Binnenwanderung ist dagegen tendenziell rückläufig. Die Einwohnerzahl Deutschlands dürfte sich unserer Prognose nach auf 85,4 Mio. im Jahr 2023 erhöhen, auch in der Folgezeit weiter zulegen und könnte im Jahr 2030 rund 86 Mio. erreichen. Dies hat bedeutende ökonomische Folgen. [mehr]
21. Juli 2022
20
Deutschlands Leistungsbilanz verändert sich. Aktuell reduziert der „Terms of Trade“-Schock den Überschuss in der Güterbilanz. Aber auch strukturelle Faktoren wie eine geringere Bedeutung der Industrie und die Demografie deuten geringere Überschüsse an. Zudem erwarten wir ein weiteres Abschmelzen der Defizite in der Dienstleistungsbilanz. Die Überschüsse aus der Primär- und Sekundärbilanz dagegen dürften weiter zulegen. In Summe wird insbesondere gemessen am BIP die Leistungsbilanzquote im Jahr 2022 kräftig fallen und auch danach tendenziell deutlich niedriger liegen als in der Vergangenheit. Entsprechend dürfte die Kritik an Deutschlands Überschüssen zunehmend verstummen. [mehr]
20. Juli 2022
21
Im Gesamtjahr 2022 dürfte das BIP-Wachstum nur noch 1,2% erreichen und im Jahr 2023 dürfte das BIP um 1% schrumpfen, da die negativen Effekte der Gas-Krise fortbestehen und zudem die US-Wirtschaft in eine Rezession rutschen könnte. Wir erwarten eine jahresdurchschnittliche Inflationsrate von 8% im Jahr 2022 und 6% im Jahr 2023. Für das Jahresende 2022 rechnen wir mit 5-10-jährigen Hypothekenzinsen von 2,45% und bis zum Jahresende 2023 mit einer weiteren Erhöhung auf 2,95%. Die Angebotsknappheit dürfte später beseitigt sein, als wir es im Wohnungsmarktausblick 2022 berechnet hatten. Angesichts der seit Dezember deutlich gestiegenen Hypothekenzinsen ist die Erschwinglichkeit kräftig gefallen. [mehr]
19. Juli 2022
22
Auf dem Weg in die Rezession. In unserem Baseline-Szenario wird die Gas-Krise – auch ohne umfassende Rationierung – zusammen mit der US-Rezession und weiteren Hemmnissen zu moderaten BIP-Rückgängen in den kommenden Quartalen führen. Nach einer Expansion um 1 ¼% im Jahr 2022 dürfte das deutsche BIP 2023 um rund 1% schrumpfen. In einem „der Gashahn bleibt zu“-Szenario, könnte das BIP im Jahr 2023 um 5 - 6% einbrechen. [mehr]
1. Juli 2022
23
Ab 2035 sollen in der EU nur noch klimaneutrale Pkw zugelassen werden dürfen. Grundsätzlich werden alle Weichen Richtung batterieelektrische Mobilität gestellt. Allerdings ist die Option, sogenannte E-Fuels einzusetzen, nicht gänzlich vom Tisch. Die Marktanteile von Elektroautos an den gesamten Neuzulassungen fallen innerhalb der EU aktuell sehr unterschiedlich aus. Süd- und osteuropäische Länder sind hier die Nachzügler. Um Akzeptanz der E-Mobilität zu erhöhen, muss der Ausbau der Ladeinfrastruktur massiv beschleunigt werden. Dies ist eine große Herausforderung, bei der auch der Staat gefragt ist. Der Trend in Richtung Elektromobilität hat am Automobilstandort Deutschland bereits einen spürbaren Strukturwandel ausgelöst. Die Netto-Bilanz dieses Strukturwandels für die Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland wird negativ ausfallen. [mehr]
32.1.3