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Deutschland: Konjunktur kurzgefasst

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501 Dokumente
28. September 2022
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Der hohe Preisdruck steht weiterhin im Fokus der Finanzmärkte, der Unternehmer und der Wirtschaftspolitik. Diese Woche werden die Inflationsdaten für den Monat September veröffentlicht. Die Inflation in Deutschland dürfte kräftig angestiegen sein. Angesichts fallender Rohstoffpreise und der bevorstehenden Rezession dürfte - zumindest, wenn weitere Angebotschocks ausbleiben - der Preisdruck im Laufe des Jahres 2023 aber abebben. Aufgrund der hohen Inflationsraten und des schwachen wirtschaftlichen Umfeldes wird aktuell ein weiteres Entlastungspaket diskutiert. [mehr]
27. September 2022
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German economy: Out in the cold. The real income and confidence shock resulting from the NS1 shutoff as well as the negative real wealth shock of some EUR 1.5 tn will likely send private consumption into a tailspin in 2023. Surging uncertainty and the energy shock causing a slump in competitiveness and profits will put a brake on corporate investment spending, in our opinion. The three fiscal packages and a probable additional one will likely not prevent a GDP slump. Together with a weaker global outlook, we expect the loss in final domestic demand to result in a GDP drop of 3% to 4% in 2023, after an increase of around 1% in 2022. [mehr]
21. September 2022
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In der laufenden Woche werden u.a. die Fed, die Bank of England und die Schweizer Nationalbank ihre Zinsen erhöhen, um die hohen Inflationsraten und Inflationserwartungen einzudämmen. Lediglich in Japan dürfte die Zentralbank weiter zurückhaltend bleiben, obwohl die Inflation im August bei 3% lag. In Deutschland expandierten die Erzeugerpreise im August um 45,8% gg. Vorjahr (+7,9% gg. Vormonat). Das war der mit Abstand höchste Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1949. Energie (+139% gg. Vj.) war wieder einmal der wichtigste Treiber für den Preisanstieg. Der hohe Anstieg bei den Erzeugerpreisen wird mit Zeitverzögerung auch auf die Konsumentenpreise durchschlagen. Am kommenden Freitag werden die PMI-Daten für Deutschland (und andere Länder) veröffentlicht. Am Montag folgen die ifo-Daten. Bei beiden Indikatoren erwarten wir und der Markt deutliche Rückgänge. Auch die Bundesbank hat ausgeführt, dass Deutschland vor einer Rezession steht. [mehr]
14. September 2022
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Energiekrise lässt Deutschland in tiefe Rezession stürzen: Trotz des jüngst verkündeten dritten Entlastungspakets dürfte die deutsche Volkswirtschaft kaum mehr an einer scharfen Rezession vorbeikommen. Denn die Komplettabschaltung von Nord Stream 1 dürfte die Gas- und Strompreise weiter hochhalten/-treiben und somit den privaten Haushalten und Unternehmen über noch höhere Energierechnungen und einen massiven Vertrauensschock schwer zusetzen. Die geplanten fiskalpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung dürften insgesamt nur einen Teil der Mehrkosten für Energie ausgleichen und damit die Talfahrt der Wirtschaft lediglich begrenzen. Insgesamt rechnen wir für 2023 mit einer Schrumpfung der Wirtschaft um 3-4%. [mehr]
13. September 2022
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Steigende Kosten und hohe Unsicherheit haben im zweiten Quartal zu einem rekordhohen Anstieg des Kreditvolumens mit Unternehmen und Selbstständigen geführt (EUR +35,4 Mrd.; +7,6% ggü. Vj.). Treiber waren kurzfristige Kredite an die Industrie. Alle Bankengruppen profitierten. Beispiellos auch das Plus der Kreditzinsen von 0,7-0,8 %-Punkten. Das Einlagenwachstum blieb klar zurück. Zum Ende der EZB-Käufe schnitten Anleiheemissionen (anders als Aktien-) nochmals gut ab. Die deutsche Konjunktur hat sich im zweiten Quartal spürbar verlangsamt (BIP +0,1% ggü. Vq.). Zwar kamen v.a. vom privaten und staatlichen Konsum positive Wachstumsbeiträge, diese wurden jedoch von Bau und Außenhandel großteils aufgezehrt. Ab H2 ist eine Rezession wahrscheinlich, da die Privathaushalte unter dem inflationsbedingt starken Kaufkraftverlust leiden und die Nettoexporte negativ bleiben dürften. Wir haben unsere BIP-Prognose für 2023 deutlich nach unten angepasst. [mehr]
13. September 2022
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Am 21. Juli verkündete die EZB die Anhebung des Zinssatzes für die Einlagenfazilität von -0,5% auf 0%, gültig ab dem 27. Juli. Noch bis Ende desselben Monats haben die Banken in Deutschland ihren Kassenbestand an Banknoten und Münzen um rekordverdächtige EUR 11 Mrd. abgebaut. Es spricht viel dafür, dass sie ihren unverzinsten Barbestand weiter zurückfahren werden, da der EZB-Zinssatz ab Mitte September sogar bei 0,75% liegen wird. [mehr]
7. September 2022
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Während unserer Sommerpause haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Deutschland zusehends eingetrübt. Als Reaktion auf die kräftig gestiegenen Energiepreise hat die deutsche Bundesregierung ein drittes Entlastungspaket im Umfang von EUR 65 Mrd. beschlossen. Im August war die Inflation in der Eurozone erneut überraschend kräftig. Die Unterbrechung der Gaslieferungen via NS1 sorgt zudem für weiteren Preisdruck. Daher haben wir unsere Prognose für den Leitzinspfad der EZB deutlich angepasst. Am kommenden Donnerstag erwarten wir nun eine Zinsanhebung um 75 Basispunkte. Ende der Woche beraten die EU-Energieminister über Maßnahmen zur Abfederung der hohen Energiepreise. Auf der Tageordnung dürften Preisobergrenzen für Gas stehen oder gar eine temporäre Herauslösung von Gaskraftwerken aus dem Strompreissetzungssystem der EU. Auch die in Deutschland geplante Abschöpfung von „Zufallsgewinnen“ dürfte diskutiert werden. [mehr]
2. August 2022
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Der Corona-bedingte Rückgang der Zuwanderung nach Deutschland im ersten Halbjahr 2021 wurde insbesondere durch Fluchtbewegungen in der zweiten Jahreshälfte ausgeglichen. Dabei gründet sich der Zuzug von außerhalb Europas nicht nur auf Krieg und Vertreibung. Die Zuwanderung wird internationaler, die EU-Binnenwanderung ist dagegen tendenziell rückläufig. Die Einwohnerzahl Deutschlands dürfte sich unserer Prognose nach auf 85,4 Mio. im Jahr 2023 erhöhen, auch in der Folgezeit weiter zulegen und könnte im Jahr 2030 rund 86 Mio. erreichen. Dies hat bedeutende ökonomische Folgen. [mehr]
31.2.1