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Wohnungspolitik in Deutschland: Linke und rechte Parteien mit nur kleiner Schnittmenge

6. September 2021
Beim Thema Wohnungspolitik haben die aktuellen Wahlprogramme der Parteien wenig Schnittmengen. Union, FDP und AfD schlagen weiterhin eine eher angebots- und SPD, Grüne und Linke eine eher nachfrageorientierte Wohnungspolitik vor. Union und FDP versprechen, den Preis- und Mietdruck über zusätzliches Angebot zu beseitigen und Anreize für Renovierungen zu bieten. Wer zur Miete wohnt und nie wieder umziehen möchte, dürfte sich durch die Programme der SPD, der Linken oder der Grünen angesprochen fühlen. Für private Haushalte dürfte die Belastung durch die Grunderwerbsteuer nach der Wahl womöglich sinken, für große Investoren dürfte sie dagegen eher zulegen. Keine Partei bietet ein Gesamtkonzept. Keine Partei schätzt die Folgen ihrer Forderungen im Hinblick auf benötigte Arbeitskräfte, Finanzmittel oder Flächen ab. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Deutschland"

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19. Juli 2022
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Auf dem Weg in die Rezession. In unserem Baseline-Szenario wird die Gas-Krise – auch ohne umfassende Rationierung – zusammen mit der US-Rezession und weiteren Hemmnissen zu moderaten BIP-Rückgängen in den kommenden Quartalen führen. Nach einer Expansion um 1 ¼% im Jahr 2022 dürfte das deutsche BIP 2023 um rund 1% schrumpfen. In einem „der Gashahn bleibt zu“-Szenario, könnte das BIP im Jahr 2023 um 5 - 6% einbrechen. [mehr]
1. Juli 2022
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Ab 2035 sollen in der EU nur noch klimaneutrale Pkw zugelassen werden dürfen. Grundsätzlich werden alle Weichen Richtung batterieelektrische Mobilität gestellt. Allerdings ist die Option, sogenannte E-Fuels einzusetzen, nicht gänzlich vom Tisch. Die Marktanteile von Elektroautos an den gesamten Neuzulassungen fallen innerhalb der EU aktuell sehr unterschiedlich aus. Süd- und osteuropäische Länder sind hier die Nachzügler. Um Akzeptanz der E-Mobilität zu erhöhen, muss der Ausbau der Ladeinfrastruktur massiv beschleunigt werden. Dies ist eine große Herausforderung, bei der auch der Staat gefragt ist. Der Trend in Richtung Elektromobilität hat am Automobilstandort Deutschland bereits einen spürbaren Strukturwandel ausgelöst. Die Netto-Bilanz dieses Strukturwandels für die Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland wird negativ ausfallen. [mehr]
22. Juni 2022
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After two years in the virtual world Deutsche Bank Research returned to Paris to host another highly successful Global Consumer Conference. Around 700 people and including 90 companies, attended over the three days of the conference. Company and investor engagement was extremely high with more than 7,000 meeting requests. Tom Sykes, Head of European Consumer Staples and Stephen Powers, Head of US Consumer Staples, co-hosts of the event, said: “Feedback has been very positive from the companies and investment communities and we look forward to seeing everybody again in Paris in 2023 for our celebratory 20th year!” [mehr]
15. Juni 2022
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Steigende Kosten und hohe Unsicherheit haben den Liquiditätsbedarf der Unternehmen und Selbstständigen in Q1 kriegsbedingt in die Höhe getrieben. Das Rekordplus der Kredite von 2,2% zu Beginn der Corona-Pandemie wurde eingestellt (ggü. Vj.: +4,9%). Es profitierten v.a. kurzfristige Kredite; das Wachstum der Bankengruppen konvergierte. Die Kreditzinsen legten um 0,25-0,5% zu, so kräftig wie zuletzt 2011. Anleiheemissionen liefen (noch) rund, im Gegensatz zum Aktiengeschäft. Die deutsche Volkswirtschaft ist im ersten Quartal mit einer leichten BIP-Zunahme von 0,2% ggü. Vq. knapp an einer technischen Rezession vorbeigeschrammt, den Unternehmensinvestitionen (inkl. Bau) und Lageraufbau sei Dank. Der private Konsum blieb dagegen schwach, der Außenbeitrag zum Wachstum war stark negativ. Die galoppierende Inflation trübt den Ausblick deutlich: direkt über die geringere Kaufkraft, indirekt über die Zinswende der EZB und höhere Finanzierungskosten. [mehr]
31. Mai 2022
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Deutsche Bank Research last week hosted its annual dbAccess German Corporate Conference for the 25th time. Joining the event this year were 300 participants, 70 of them attendees from top German blue-chip companies, representing around two thirds of the DAX index. There were more than 1,000 meeting requests between corporates and investors at the conference. [mehr]
30. Mai 2022
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Der weltweite Umsatz der Halbleiterindustrie erreichte mit USD 556 Mrd. für 2021 ein Allzeithoch. Trotzdem steht die Branche derzeit vor großen Herausforderungen, denn der aktuelle Halbleiterzyklus ist gekennzeichnet durch drei außergewöhnliche Entwicklungen: eine enorme Nachfrage aufgrund des Digitalisierungsschubs, Lieferengpässe und geopolitische Spannungen. Wegen des starken Anstiegs der Chipnachfrage werden derzeit in den USA, Asien und Europa neue Chipfabriken gebaut, um die Nachfrage zu decken. Wir gehen davon aus, dass der gegenwärtige Zyklus mindestens bis Ende 2023 andauern könnte. Wenn das globale Wachstum 2023/24 zurückgeht, dann dürfte auch die Nachfrage nach Halbleitern sinken, da die Halbleiterindustrie stark konjunkturabhängig ist. Es besteht das Risiko, dass sich die Interessenkonflikte zwischen China und anderen Ländern zu einem kalten Krieg im Technologiebereich ausweiten. Neue Chip-Architekturen und Chip-Designs werden die Leistung von Halbleitern weiter verbessern – und im nächsten Jahrzehnt wird die Branche in eine Post-Silizium-Ära eintreten. [mehr]
25. Mai 2022
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Im zweiten Pandemiejahr erhöhten die Privathaushalte ihre Bankeinlagen „nur“ noch um EUR 84,6 Mrd., denn negative Nominalzinsen und steigende Inflationsraten machten Einlagen zunehmend unattraktiv. Stattdessen investierten die Haushalte eine Höchstsumme von EUR 287,5 Mrd. in andere Finanzanlagen. Die Kreditvergabe erreichte mit EUR 76 Mrd. einen neuen Rekord, getragen vom Baukreditboom. Konsumentenkredite wurden hingegen netto zurückgezahlt (EUR -1,4 Mrd.). Im laufenden Jahr dürfte sich das Wachstum leicht abschwächen – sowohl bei Einlagen und anderen Finanzanlagen als auch bei Krediten. [mehr]
24. Mai 2022
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In dieser Ausgabe des Ausblicks Deutschland befassen wir uns mit den kurzfristigen konjunkturellen Herausforderungen, die der Ukraine-Krieg in Bezug auf Wachstum, Inflation und öffentliche Finanzen mit sich bringt. Wir analysieren auch die längerfristigen strukturellen Herausforderungen, wie die Verringerung der Energieabhängigkeit des Landes von Russland und die Bemühungen der Regierungskoalition, neue Prioritäten, die durch die Zeitenwende ausgelöst wurden, in ihre bereits sehr ehrgeizige Agenda zu integrieren. [mehr]
26. April 2022
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Oftmals wird das aktuelle Wirtschaftsumfeld mit den 1970er Jahren verglichen. Es gibt viele Parallelen: Hohe Rohstoffpreise, lockere Fiskalpolitik, eine lockere Geldpolitik und Kriege. Damals konnte die hohe Inflation – in Deutschland von durchschnittlich 5% pro Jahr – erst mit dem Zinsschock Anfang der 1980er Jahre eingefangen werden. Auch jetzt könnte die in Aussicht gestellte Geldpolitik, die die Zinsen wohl nur leicht über ihr neutrales Niveau bringen dürfte, eventuell nicht ausreichen, die Inflation unter Kontrolle zu bringen. Für Kapitalanleger drohen damit deutlich höhere Zinsen und eine Neubewertung. [mehr]
7. April 2022
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Nach technischer Rezession im Winterhalbjahr erwarten wir trotz des Krieges in der Ukraine und der hohen Inflation eine verhaltene wirtschaftliche Erholung ab dem Frühjahr. Für das Gesamtjahr 2022 rechnen wir mit einem BIP-Wachstum von 2,3%. Aufgrund der aktuell hohen Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise dürften die Konsumentenpreise deutlich anziehen. Wir erwarten eine Inflationsrate von fast 7,0% im Jahr 2022. Für das Jahresende 2022 gehen wir von 5-10-jährigen Hypothekenzinsen von 2,45% aus und bis zum Jahresende 2023 von einer weiteren Erhöhung auf 2,95%. Die Angebotsknappheit am Wohnungsmarkt dürfte perspektivisch abnehmen, die Erschwinglichkeit dürfte im Jahr 2022 wegen höherer Zinsen und höherer Hauspreise sinken. [mehr]
30.5.0