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Auf dem Weg in die Rezession

19. Juli 2022
Auf dem Weg in die Rezession. In unserem Baseline-Szenario wird die Gas-Krise – auch ohne umfassende Rationierung – zusammen mit der US-Rezession und weiteren Hemmnissen zu moderaten BIP-Rückgängen in den kommenden Quartalen führen. Nach einer Expansion um 1 ¼% im Jahr 2022 dürfte das deutsche BIP 2023 um rund 1% schrumpfen. In einem „der Gashahn bleibt zu“-Szenario, könnte das BIP im Jahr 2023 um 5 - 6% einbrechen. [mehr]

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436 Dokumente
7. Dezember 2022
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Das Risiko einer physischen Gasknappheit in Deutschland ist in den letzten Wochen weiter gesunken. Die Gasspeicher in Deutschland sind noch immer zu mehr als 96% gefüllt. Dies ist jedoch nur eine Momentaufnahme. Es gibt kaum Spielraum für einen höheren Gasverbrauch im Lauf von 2023, wenn vor der Wintersaison 2023/24 die Gasspeicher wieder weitgehend gefüllt werden sollen. Auch die Preise dürften auf hohem Niveau bleiben. Der jüngste Anstieg dürfte auch mit den erwarteten niedrigeren Temperaturen zusammenhängen. Derweil überraschte der Auftragseingang im deutschen Verarbeitenden Gewerbe mit einem leichten Plus im Oktober. Dieser ist vor allem durch einen Anstieg in der Automobilindustrie zu erklären. Der Abwärtstrend in den energieintensiven Branchen setzte sich dagegen fort. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe sank im Oktober um 0,5% gg. Vormonat. Auch hier waren die energieintensiven Sektoren besonders betroffen (-3,6%). [mehr]
30. November 2022
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Wir haben einen neuen World Outlook publiziert; er enthält eine ganze Reihe von Prognose-Updates. Die Rezession in der Eurozone und in Deutschland dürfte im Winter 2022/23 schwächer ausfallen als noch vor einigen Wochen erwartet. In den USA könnte die „Terminal Rate“ der Leitzinsen in 2023 nun höher liegen. Die Straffung der Geldpolitik dürfte dort Mitte des kommenden Jahres in eine zumindest leichte Rezession führen. Sowohl bei der Fed als auch für die EZB steht jeweils Mitte Dezember noch eine Zinsentscheidung an. Daher liegt der Datenfokus in dieser Woche vor allem auf dem US-Arbeitsmarktbericht für November und der Erstmeldung zur Inflation in der Eurozone. Mit Blick auf Deutschland zeigen die jüngsten Daten zum Verbrauchervertrauen eine vorsichtige Verbesserung, allerdings auf niedrigem Niveau. [mehr]
25. November 2022
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Deutsche Konjunktur: Gasrationierung im Winter unwahrscheinlich, aber Realeinkommensschock. Während sich die deutsche Wirtschaft im Sommerhalbjahr überraschend robust hielt, deuten aktuelle Stimmungsindikatoren auf eine Kontraktion im Winterhalbjahr hin. Aufgrund der nahezu vollständig aufgefüllten Gasspeicher und der stärker als erwartet ausgefallenen fiskalischen Unterstützung dürfte die Rezession nicht so tief ausfallen, wie noch vor einigen Wochen erwartet. [mehr]
23. November 2022
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Semiconductors rank first as the most traded goods in global trade statistics in 2020, representing 15% of total global trade in goods. Before 2015, they were surpassed by computers and crude oil, based on the HS4 categorization by the World Customs Organization (WCO). Prices for semiconductors have fallen dramatically and steadily since 1995, both in real and nominal terms. Our new Trade Chain Complexity Index (TCC Index) allows for a comparison of the ratio of global trade with sales of various goods. For semiconductors, the TCC Index shows a peak of 7.2 for 2008. Since then, the complexity value has steadily decreased with a value of 5.9 for 2020. This trend might be the first sign of more cautious supply chain strategies in a challenging macro environment - and a downward trend for semiconductor globalization in a new era of digital sovereignty. [mehr]
13. Oktober 2022
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In der sich abzeichnenden Rezession dürfte der Beschäftigungsaufbau in Deutschland einen vorübergehenden Dämpfer erfahren. Während die Entwicklung der Arbeitslosigkeit vorerst hauptsächlich noch durch die Registrierung ukrainischer Flüchtlinge bestimmt sein wird, dürfte die Kurzarbeit im Winterhalbjahr wieder spürbar zunehmen. Der enge Arbeitsmarkt erschwert den Abstimmungsprozess von angebotenen und gesuchten Qualifikationen und vor den angelaufenen Tarifverhandlungen türmen sich die Rezessionssorgen. [mehr]
13. Oktober 2022
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Trotz des neuen Fiskalpakets der Bundesregierung erwarten wir aufgrund der extremen Energiepreise für H2 2022 und H1 2023 in Deutschland ein rückläufiges BIP. Im Jahresdurchschnitt 2022 dürfte das BIP-Wachstum noch bei rund 1% liegen. Im Jahr 2023 erwarten wir einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 2%. Aufgrund hoher Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise sowie Zweitrundeneffekten dürfte der Preisdruck hoch bleiben. Die Preise für Wohnimmobilien stiegen in Q2 2022 um 10,2% gegenüber Q2 2021. Dies impliziert für die letzten Monate wohl bereits fallende Preise. Für das Jahresende 2022 erwarten wir für die 5-10jährigen Hypothekenzinsen 2,9% und bis zum Jahresende 2023 eine weitere Erhöhung auf 3,2%. Angesichts weiter anziehender Zinsen dürfte die Erschwinglichkeit von Wohneigentum in Deutschland weiter nachgeben. [mehr]
5. Oktober 2022
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Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland dürfte 2022 um 2,5% und im Jahr 2023 um rd. 5% schrumpfen. Die größten Rückgänge sind in den energieintensiven Industrien zu erwarten. Wenn wir in etwa zehn Jahren auf die aktuelle Energiekrise zurückblicken werden, könnten wir diese Zeit als Ausgangspunkt für eine beschleunigte Deindustrialisierung in Deutschland betrachten. Wir sind pessimistischer für den Industriestandort Deutschland als für die großen deutschen Industrieunternehmen, die ihre Aktivitäten besser internationalisieren und Produktionsstandorte nach ihren individuellen Kosten- und Kundenstrukturen wählen können. Für den deutschen Mittelstand, insbesondere in den energieintensiven Branchen, wird die Anpassung an eine neue Energiewelt eine größere Herausforderung, an der manche Unternehmen scheitern werden. [mehr]
27. September 2022
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German economy: Out in the cold. The real income and confidence shock resulting from the NS1 shutoff as well as the negative real wealth shock of some EUR 1.5 tn will likely send private consumption into a tailspin in 2023. Surging uncertainty and the energy shock causing a slump in competitiveness and profits will put a brake on corporate investment spending, in our opinion. The three fiscal packages and a probable additional one will likely not prevent a GDP slump. Together with a weaker global outlook, we expect the loss in final domestic demand to result in a GDP drop of 3% to 4% in 2023, after an increase of around 1% in 2022. [mehr]
13. September 2022
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Steigende Kosten und hohe Unsicherheit haben im zweiten Quartal zu einem rekordhohen Anstieg des Kreditvolumens mit Unternehmen und Selbstständigen geführt (EUR +35,4 Mrd.; +7,6% ggü. Vj.). Treiber waren kurzfristige Kredite an die Industrie. Alle Bankengruppen profitierten. Beispiellos auch das Plus der Kreditzinsen von 0,7-0,8 %-Punkten. Das Einlagenwachstum blieb klar zurück. Zum Ende der EZB-Käufe schnitten Anleiheemissionen (anders als Aktien-) nochmals gut ab. Die deutsche Konjunktur hat sich im zweiten Quartal spürbar verlangsamt (BIP +0,1% ggü. Vq.). Zwar kamen v.a. vom privaten und staatlichen Konsum positive Wachstumsbeiträge, diese wurden jedoch von Bau und Außenhandel großteils aufgezehrt. Ab H2 ist eine Rezession wahrscheinlich, da die Privathaushalte unter dem inflationsbedingt starken Kaufkraftverlust leiden und die Nettoexporte negativ bleiben dürften. Wir haben unsere BIP-Prognose für 2023 deutlich nach unten angepasst. [mehr]
32.1.3