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Kreditvergabe und Konjunktur in Zeiten des Krieges

28. März 2022
Aufgrund des Krieges in der Ukraine dürften die Unternehmen ihre kurzfristige Liquidität weiter erhöhen, v.a. die Industrie (mehr als die Dienstleister). 2021 stiegen die Kredite an Unternehmen und Selbstständige dank eines kräftigen Schlussspurts um 4,6% ggü. Vj. Kreditgenossenschaften und Großbanken profitierten, Auslandsbanken verloren Marktanteile. Aktienemissionen stellten einen neuen Rekord auf, das Anleihegeschäft normalisierte sich. Die Zinsen dürften 2022 steigen. Der Krieg belastet den wirtschaftlichen Ausblick und drängt die Verbesserung der Pandemielage vorerst in den Hintergrund. 2022 ist ein BIP-Wachstum von 2,7% zu erwarten, in einem pessimistischen Szenario wären es allerdings nur 1-1½%. Im Winterhalbjahr dämpften Corona-Einschränkungen, Lieferengpässe und hohe Energiepreise. In Q4 schrumpfte das BIP um 0,3% ggü. Vq. und dürfte auch in Q1 leicht zurückgehen. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Makroökonomie"

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11. Mai 2021
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Die Voraussetzungen für eine kräftige Expansion der deutschen Wirtschaft im Sommerhalbjahr manifestieren sich: Die weltweite Nachfrage belebt sich deutlich und die Impfkampagne nimmt endlich Fahrt auf. Angesichts des schwächer als erwartet ausgefallenen Rückgangs des BIP in Q1 (-1,7%) und der Aufwärtsrevisionen für H2 2020 haben wir unsere BIP-Prognose für 2021 von 3,7% auf 4,0% angehoben. Derweil hängen die Wahlumfragen in der Schwebe. Die Nominierungen von Annalena Baerbock und Armin Laschet als Kanzlerkandidaten haben den Grünen klar zu einem Aufschwung verholfen. Der aktuelle Stimmungsumschwung in der Wählerschaft lässt eine ganze Reihe von Koalitionsoptionen zu. [mehr]
22. April 2021
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Wir vergleichen die aktuelle Debatte mit der Diskussion rund um die Einführung der Computer in den 1980er Jahren. Damals wie heute könnten sich positive und negative Effekte gesamtwirtschaftlich zunächst nahezu egalisieren. Wir erwarten daher, dass die Produktivitätsfrage erst in einigen Jahren geklärt werden dürfte. [mehr]
31. März 2021
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Das Kreditgeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen ist 2020 abgeflaut (+4% ggü. Vj.; Q4: +0,3% ggü. Vq.). Kredite an die Industrie stagnierten; bei Dienstleistern und im Verkehr gab es auch dank staatlicher Hilfskredite ein kräftiges Plus. Förderbanken und Verbünde hängten Landesbanken und private Kreditbanken ab. Die Unternehmen schichteten von kurz- in langfristige Kredite um. Die Einlagen stiegen stark, trotz rekordtiefer Zinsen. Anleiheemissionen brachen alle Rekorde. Die deutsche Wirtschaft zeigte sich in Q4 mit einem BIP-Wachstum von 0,3% ggü. Vq. überraschend stabil. Zwar ließ der Lockdown den privaten Verbrauch einbrechen. Dessen negativer Wachstumsbeitrag wurde jedoch vom Außenhandel und dem Lageraufbau mehr als kompensiert. Der Industrie gelang ein kräftiger Jahresendspurt. Infolge der im Frühjahr weiter bestehenden Einschränkungen erwarten wir nun für das Gesamtjahr 2021 ein Wachstum von 3,7%. [mehr]
31. März 2021
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Die vom Lockdown verursachten Einschränkungen beim privaten Verbrauch dürften im ersten Quartal 2021 noch kräftiger als im vierten Quartal des letzten Jahres ausgefallen sein. Wir rechnen mit einer BIP-Kontraktion um 2%. Mit einem Temperaturanstieg und ersten Impferfolgen dürfte im Anschluss die Konjunktur kräftig zulegen. Für das Jahr 2021 erwarten wir ein Plus von 3,7%. Im Vergleich mit den hohen Zinsen zu Beginn des Zyklus bleibt Wohneigentum von der Zinsseite her erschwinglich. Die Erschwinglichkeit wird 2021 voraussichtlich etwas sinken aufgrund seitwärts laufender Hypothekenzinsen, schwacher Einkommensentwicklung und vermutlich weiter steigender Hauspreise. [mehr]
29. März 2021
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Mit dem nahenden Ende der Ära Merkel steht Deutschland ganz besonders im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. Und somit auch die Frage nach der zukünftigen Rolle, die Deutschland politisch und ökonomisch in der EU, aber auch global spielen wird. Marion Mühlberger erklärt in dieser neuen Ausgabe von Podzept, auf was es für Deutschland in diesem Jahrzehnt ankommt. [mehr]
24. März 2021
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Zum Beginn dieses wichtigen Wahljahres sieht sich Deutschland mit einer zunehmend multipolaren Welt, einer geschwächten liberalen, regelbasierten Weltordnung und raschem technologischen Wandel konfrontiert. Mihilfe einer SWOT-Analyse und vier Szenarien wollen wir eine Diskussion darüber anstoßen, wie sich Deutschlands Wirtschaft in der Ära nach Merkel entwickeln könnte. Für Deutschlands „Geschäftsmodell“ (eine auf den Export gestützte Wirtschaft mit einer starken, innovativen industriellen Basis) bestehen zwei Hauptrisiken: die anhaltende Erosion der liberalen, regelbasierten Handelsordnung und ein Zurückfallen im globalen Wettlauf um die Technologieführerschaft bezüglich KI, grüne Technologie und IoT. Selbstzufriedenheit oder reaktive Politik sind keine Optionen für die neue Regierung – „High-Tech Made in Germany“ könnte sich als ein zu optimistisches Szenario erweisen. Sowohl die Regierung als auch die Unternehmen müssen umfangreiche Reformanstrengungen unternehmen, damit Deutschland sich bestmöglich platzieren kann. Dazu gehören die richtige Allokation von F&E-Mitteln, das Nutzen des Potenzials der Industriedaten und die breite Durchdringung branchenübergreifender Technologien wie KI. [mehr]
23. März 2021
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The federal government will present a supplementary budget for 2021, which would be the third supplementary budget over the past year. The volume could reach as much as EUR 60 bn (1.7% of GDP). As a result, 2021 net federal borrowing could possibly rise to as much as EUR 240 bn (6.8% of GDP), an all-time high in German history. We still stick with our 5.9% headline deficit forecast for the general government level as we doubt that all the money will be spent. This implies a structural deficit of nearly 5% of GDP this year (2020: -1.8% of GDP). [mehr]
10. März 2021
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Marc Schattenberg widmet sich der Frage, wieviel wirtschaftlicher Schwung entsteht, wenn sich der Konsumstau im Jahresverlauf auflöst und zusätzliche Ersparnisse zurück in den privaten Konsum fließen. Hören Sie in dieser Podzept-Ausgabe außerdem, welchen Preisanstieg DB Research im Jahresdurchschnitt erwartet und wie sich der deutsche Arbeitsmarkt in der Pandemie geschlagen hat. [mehr]
3. März 2021
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Die Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland haben auch im Winterhalbjahr 2020/21 die Konsummöglichkeiten der privaten Haushalte spürbar eingeschränkt. Die Auflösung des damit verbundenen Konsumstaus wird entscheidend für die konjunkturelle Erholung sein. Aber wie viel Schwung kann von einem Abschmelzen des Konsumstaus erwartet werden? In unserem Basisszenario gehen wir davon aus, dass etwa 30% der zusätzlichen Ersparnisse im Jahr 2021 in den privaten Konsum zurückfließen, während fast 70% in Einlagen oder Vermögenswerten verbleiben. In unserem optimistischen Szenario, in dem 40% der zusätzlichen Ersparnisse bereits 2021 zurückfließen, würde unsere Prognose für den privaten Konsum um gut 1 %-Punkt angehoben, was zusätzlich einen ½ %-Punkt für das deutsche BIP im Jahr 2021 bedeutet. [mehr]
26. Februar 2021
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Im Januar ist die deutsche VPI-Inflationsrate deutlich angestiegen, was auch durch Sondereffekte verursacht wurde. Aufgrund des kräftigen Preisanstiegs bei Waren (ohne Energie) stellt sich dennoch die Frage, ob – trotz weiterhin wirkender preisdämpfender Faktoren – eine höhere Inflationsdynamik aufgrund von Angebotsengpässen ins Haus steht. Insgesamt rechnen wir jetzt mit einer (durchschnittlichen) Jahresinflationsrate von 2,0% im Jahr 2021. Zum Jahresende könnte die Inflationsrate sogar vorübergehend auf bis zu 3% in die Höhe schnellen, ehe sie dann wieder zum ersten Quartal 2022 auf rund 1 ½% zurückfallen dürfte. Angesichts der überraschend hohen Januar-Inflationszahlen sehen wir aber für die Zukunft inzwischen mehr Aufwärts- als Abwärtsrisiken. Insbesondere eine über die Angebotsseite in Gang kommende Inflationsdynamik – gepaart mit einer zu zögerlichen bzw. verspäteten Abkehr von der ultra-expansiven Geld- und Fiskalpolitik – stellt unserer Einschätzung nach ein Hauptrisiko für eine künftig höhere Inflationsdynamik dar. [mehr]
25. Februar 2021
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The Jan print of 1% yoy surprised massively to the upside, in part due to one-offs. But the strong rise in core goods prices begs the question whether the Jan readings could herald stronger underlying inflation dynamics. There are still strong arguments for a continuation of structurally low inflation dynamics. However, we see risk that price dynamics could strengthen more strongly through impaired supply conditions. Overall, we now project the inflation rate to average 2.0% in 2021. Towards the end of 2021 the headline rate could spike to as much as 3% before easing to 1 ½% in Q1 2022. [mehr]
24. Februar 2021
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Der Abwärtstrend bei der 7-Tage-Inzidenz hat sich in Deutschland zuletzt nicht fortgesetzt. Ein Grund hierfür dürfte darin liegen, dass sich die ansteckenderen Virusmutationen in Deutschland zunehmend verbreiten. Auch der schleppende Impfprozess drückt auf die Stimmung. Gleichwohl gibt es Gründe für vorsichtigen Optimismus. So sinken die Todesfallzahlen im Zusammenhang mit Corona, die Zahl der Intensivpatienten sowie die Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen als Folge der Impfungen. Zudem sind viele Gesundheitsämter wieder besser in der Lage, Infektionsketten nachzuverfolgen. Auch bei der Behandlung von COVID-19 wird es Fortschritte geben. Die Politik dürfte angesichts der Risiken durch Virusmutationen weiterhin vorsichtig agieren, aber verstärkt auch andere Corona-Indikatoren als die 7-Tage-Inzididenz berücksichtigen. [mehr]
31.2.1