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Halbzeitbilanz: Realwirtschaft auf Kurs, aber höhere Inflation

14. Juni 2021
Q2-BIP sollte trotz des holprigen Aprils deutlich zulegen. Die harten Daten für April waren eher schwach. Die starke Auslandsnachfrage und die geringen Bestände in den Fertigwarenlagern deuten jedoch auf einen starken Aufschwung hin, sobald die angebotsseitigen Behinderungen nachlassen. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Verbraucher verbessern sich. Zusammen mit einer erwarteten Normalisierung der Sparquote sollte dies eine starke Stütze für das Wachstum des privaten Verbrauchs darstellen. Trotz des schleppenden Starts senken wir unsere BIP-Prognose für das zweite Quartal von knapp 2% gg. Vq. nicht. Seit Jahresanfang hat die deutsche Inflationsrate kräftig angezogen. Aufgrund der nach wie vor über den Erwartungen liegenden Preisdynamik und der Aussicht auf eine deutliche(re) Konjunkturbelebung in den Sommermonaten rechnen wir nunmehr damit, dass die VPI-Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2021 auf rund 2,8% steigen dürfte. In einzelnen Monaten könnte die Jahresteuerungsrate sogar auf bis zu 4% klettern. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Branchen und Ressourcen"

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29. Mai 2018
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Die digitale Transformation von Gesellschaft und Arbeitswelt erfordert dringend eine Aufwertung der Bildungspolitik. Sie beugt einer digitalen Spaltung der Gesellschaft vor, indem sie den Nutzen des digitalen Fortschritts für alle spürbar macht, also für jeden Einzelnen, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Dafür sind rasch höhere Bildungsinvestitionen auf allen Ebenen nötig. Mittelfristig dürfte sich wohl kaum ein Investment für alle Teilnehmer so gut verzinsen wie Bildungsengagements. [mehr]
24. Mai 2018
Region:
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Der soeben gestartete Bau des dritten und vierten Pipelinestrangs für russische Gaslieferungen durch die Ostsee nach Greifswald/Deutschland, unter dem Terminus „Nord Stream 2“ bekannt, verdoppelt die bisherige Transitkapazität von Nord Stream 1. Noch immer ist das Projekt äußerst umstritten, gilt als möglicher Spaltpilz in Europa, findet Ablehnung seitens der USA und stellt eine ernste Herausforderung für das Zieldreieck der Energie-, Umwelt- und Sicherheitspolitik dar. Der sich – auch aufgrund deutscher Initiative – abzeichnende Weitertransport russischer Gasmengen nach Auslaufen der Altverträge 2019 durch die Ukraine ist ein Fortschritt, der die Akzeptanz von Nord Stream 2 fördern könnte. Angesichts der zuletzt neuformierten globalen Gashandelswelt läge das im Interesse (fast) aller Beteiligten. [mehr]
23. Mai 2018
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Das BIP-Wachstum in Deutschland fiel im 1. Quartal 2018 mit einem Plus von 0,3% gg. Vq. deutlich geringer aus als 2017, als das BIP im Durchschnitt um 0,7% pro Quartal zulegte. Dies lag zum Teil an temporären Einflüssen, aber die hohe Zahl nicht besetzter Stellen entwickelt sich zunehmend zu einem Hemmschuh für das Wirtschaftswachstum. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Situation zuletzt besonders verschärft. Hier lag die Zahl der offenen Stellen im 1. Quartal 2018 um 38% über Vorjahresniveau. [mehr]
22. Mai 2018
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Entwicklungen in den Bereichen künstlicher Intelligenz und Robotik haben weitreichende wirtschaftliche und soziopolitische Folgen, von denen einige bereits heute spürbar sind. Dennoch ist bislang schwer abzusehen, wohin uns der weitere Fortschritt in diesen Bereichen führen wird. In den Volkswirtschaften rund um den Globus wird sich die Ausbreitung von KI-Technologien und Robotik wahrscheinlich in unterschiedlicher Weise auswirken. Beispielsweise könnten wohlhabende Industrienationen ihre Produktion zunehmend wieder aus dem Ausland zurückholen. Um in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht einen möglichst großen Nutzen zu erzielen, muss ein globaler Kompromiss zwischen dem erfolgreichen Fördern zentraler Technologien und Branchen sowie dem Vermeiden von zunehmendem Protektionismus und „Wissenskriegen“ gefunden werden. Da sich der technologische Wandel und das damit verbundene Entstehen neuer Geschäftsmodelle kaum verlangsamen dürften, ist offen, ob Regierungen und Regulierungsbehörden mit diesem Tempo Schritt halten können. [mehr]
17. April 2018
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Deutschland erzielte gegenüber den USA 2017 einen Handelsbilanzüberschuss in Höhe von gut EUR 50 Mrd. Die Exporte beliefen sich auf gut EUR 111 Mrd. Dem standen Importe von rd. EUR 61 Mrd. gegenüber. Dies war der zweithöchste Überschuss im deutsch-amerikanischen Warenhandel. Gegenüber 2011 hat sich der deutsche Überschuss im Handel mit den USA in etwa verdoppelt. [mehr]
14. März 2018
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Die Stickoxidemissionen (NOx) in Deutschland sind zwischen 1995 und 2016 um 44% gesunken. Besonders starke Rückgänge (-62%) verzeichnete der Straßenverkehr. Dennoch drohen nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig innerstädtische Fahrverbote für bestimmte Diesel-Pkw. Es gibt offenkundig einen Zielkonflikt zwischen dem Anspruch der Menschen auf saubere Umgebungsluft und dem Schutz der Besitzer von Diesel-Pkw vor einer Entwertung ihrer Fahrzeuge. Diesen Zielkonflikt könnte man über die Zeitschiene lösen. So könnte die Politik eine Blaue Plakette für emissionsarme Diesel-Pkw einführen, dies aber zugleich mit einer Übergangsfrist für ältere Autos begleiten. [mehr]
23. Februar 2018
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Der aktuelle Tarifabschluss der Metall- und Elektroindustrie stellt vor allem den Kern des Maschinenbaus, die vielen Mittelstandsunternehmen, vor große Herausforderungen und birgt Risiken. Da die seit Jahren günstige Entwicklung des sehr zyklischen Maschinenbaus keineswegs ad infinitum fortgeschrieben werden kann, sollten im Zuge künftiger Tarifverhandlungen die Spezifika der Mittelständler stärker als zuletzt gewichtet werden. [mehr]
12. Februar 2018
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Die deutsche Industrie dürfte sich auf dem Höhepunkt im aktuellen Konjunkturzyklus befinden. Die inländische Produktion stieg 2017 preisbereinigt um 3%. Dies war der stärkste Zuwachs seit 2011. Auch die Erzeugerpreise (+2,3%) nahmen im letzten Jahr so stark zu wie seit 2011 nicht mehr. Zwar entwickelten sich die Auftragseingänge in der Industrie bis zuletzt sehr positiv. Gleichwohl sprechen einige Faktoren dafür, dass die Wachstumsdynamik im Verlauf 2018 nachlassen dürfte. Dazu zählen der starke Euro sowie die zuletzt leicht rückläufigen Geschäftserwartungen. 2018 dürfte die deutsche Industrieproduktion um 2,5% zunehmen. Die hohen Lohnabschlüsse sowie die beabsichtigten Einschränkungen bei befristeten Arbeitsverträgen dürften dämpfend auf die Neueinstellungen der Unternehmen wirken. [mehr]
1. Dezember 2017
Region:
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Die EU-Kommission hat neue CO₂-Grenzwerte für Pkw vorgeschlagen. Diese können allein mit Verbrennungsmotoren nicht erreicht werden. Insofern erzwingt die Regulierung eine Elektrifizierung des Antriebstrangs. Bislang spielt der durchschnittliche Autokäufer jedoch nicht mit und lässt Autos mit alternativen Antriebstechnologien weitgehend links liegen. Insgesamt gibt es klimapolitische Instrumente, die ökologisch treffsicherer und ökonomisch effizienter sind als CO₂-Grenzwerte für Pkw. [mehr]
20. November 2017
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Deutschland hat seine Emissionen von Treibhausgasen (THG) zwischen 1990 und 2016 um 27,6% reduziert. Lässt man die Effekte der ersten Jahre nach der Wiedervereinigung außer Acht, ergibt sich zwischen 1995 und 2016 immerhin eine Reduktion um gut 19%. Das ist beachtlich, gerade im internationalen Vergleich. Denn auf globaler Ebene sind im gleichen Zeitraum die energiebedingten CO₂-Emissionen um mehr als 50% gestiegen. [mehr]
27. September 2017
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Soeben hat der deutsche Einzelhandel seine Umsatzprognose für 2017 spürbar von 2% auf 3% angehoben. Haupttreiber ist neben dem in Deutschland derzeit überaus konsumfreundlichen gesamtwirtschaftlichen Umfeld, das die Kaufkraft der Kunden stärkt, der Online-Handel. Die Digitalisierung im Einzelhandel fordert die etablierten stationären Anbieter auf vielfältige Weise. Gleichzeitig bieten sich Einzelhändlern neue Chancen, auf verändernde Kundenwünsche einzugehen. Der Supermarkt ist per se keineswegs der Verlierer; dies zeigt der aktuelle Erfolg der Multichannelhändler, die ihren Kunden noch mehr Flexibilität ermöglichen und damit ein völlig neues Einkaufserlebnis offerieren. [mehr]
21. September 2017
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Die deutschen Automobilhersteller haben in Westeuropa und den USA zuletzt Marktanteile verloren. Dies hängt auch, aber nicht nur mit der Diesel-Debatte zusammen. In China nahm der Marktanteil der deutschen Hersteller im 1. Halbjahr von 2017 gegenüber den beiden Vorjahren wieder zu. Die deutsche Automobilindustrie hat grundsätzlich gute Chancen, auch künftig ihre Marktposition in den wichtigen Automärkten der Welt mindestens zu halten. [mehr]
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