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Arbeitswelt der Zukunft: Ist das Homeoffice wirklich das Ei des Kolumbus?

17. September 2020
Aktuell wird vielfach gefordert, Arbeitnehmern ein Recht auf Homeoffice zu gewähren. Dies könnte implizieren, dass Arbeitgeber den Arbeitnehmern die Homeoffice-Kosten erstatten müssen. Die langfristigen Auswirkungen eines solchen Gesetzes könnten beträchtliche Nebenwirkungen insbesondere für den Immobilien- und den Arbeitsmarkt haben. Potenziell könnte die Arbeitsnachfrage sinken und die Finanzstabilität gefährdet sein. [mehr]

Weitere Dokumente der Reihe "Deutschland-Monitor,Deutschland-Monitor Baufinanzierung,Deutschland-Monitor Unternehmensfinanzierung,Deutschland-Monitor Finanzen der privaten Haushalte"

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2. Juni 2021
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Bis zum Ende der Dekade dürfte die Zahl der Bürobeschäftigten auf deutlich über 8 Mio. steigen und die Nachfrage nach Büroflächen wird wesentlich von der Entwicklung des Homeoffice geprägt sein. Zweifellos hat Homeoffice das Potenzial, die Nachfrage nach Büroflächen kräftig zu reduzieren und die Unsicherheit bleibt ungewöhnlich hoch. Doch unsere Projektionen zeigen, dass auch bei einer kräftigen Ausweitung des Homeoffice die Nachfrage nach Büroflächen hoch bleiben könnte. Wir gehen weiterhin davon aus, dass das traditionelle Büro der Dreh- und Angelpunkt des Wirtschaftslebens bleibt. [mehr]
12. Mai 2021
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Im Jahr 2020 legten die privaten Haushalte in Deutschland mit EUR 149 Mrd. mehr Geld denn je auf ihre Bankkonten – trotz 0%-Verzinsung. Außerdem investierten sie eine Rekordsumme in Kapitalmarktprodukte. Eingeschränkte Konsummöglichkeiten und das Vorsorgemotiv waren die Triebfedern. Auch die Kreditvergabe erreichte einen Höchstwert von EUR 65,3 Mrd. – fast ausschließlich durch Immobiliendarlehen. Die Corona-Krise hat den langjährigen Wachstumstrend bei Bankeinlagen und -krediten der Haushalte nicht gebrochen, aber die Wellen der Pandemie prägten deren Verhalten im Jahresverlauf. In diesem Jahr dürfte sich die Dynamik bei Einlagen etwas abschwächen, bei Krediten könnte sie weiter zunehmen. [mehr]
7. Mai 2021
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Der jüngst starke Anstieg/Fall der Umfragewerte der Grünen und der CDU/CSU wirft die Frage auf, ob dies ein einmaliger Ausschlag ist und ob die Umfragewerte innerhalb kurzer Zeit zum langfristigen Trend zurückkehren werden. Unsere Analyse starker Ausschläge in der Vergangenheit zeigt, dass diese meistens innerhalb weniger Wochen (zumindest teilweise) zum Mittelwert zurückkehren. Trotzdem fallen die Grünen insofern auf, als vier der fünf jüngsten Ausschläge zu ihren Gunsten waren (Hitzesommer 2018 & 2019, Fridays for Future-Bewegung, Enttäuschung über das Management der Pandemie). Welche Schlüsse lassen sich hieraus für das Kopf-an-Kopf-Rennen im September ziehen? [mehr]
31. März 2021
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Das Kreditgeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen ist 2020 abgeflaut (+4% ggü. Vj.; Q4: +0,3% ggü. Vq.). Kredite an die Industrie stagnierten; bei Dienstleistern und im Verkehr gab es auch dank staatlicher Hilfskredite ein kräftiges Plus. Förderbanken und Verbünde hängten Landesbanken und private Kreditbanken ab. Die Unternehmen schichteten von kurz- in langfristige Kredite um. Die Einlagen stiegen stark, trotz rekordtiefer Zinsen. Anleiheemissionen brachen alle Rekorde. Die deutsche Wirtschaft zeigte sich in Q4 mit einem BIP-Wachstum von 0,3% ggü. Vq. überraschend stabil. Zwar ließ der Lockdown den privaten Verbrauch einbrechen. Dessen negativer Wachstumsbeitrag wurde jedoch vom Außenhandel und dem Lageraufbau mehr als kompensiert. Der Industrie gelang ein kräftiger Jahresendspurt. Infolge der im Frühjahr weiter bestehenden Einschränkungen erwarten wir nun für das Gesamtjahr 2021 ein Wachstum von 3,7%. [mehr]
31. März 2021
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Die vom Lockdown verursachten Einschränkungen beim privaten Verbrauch dürften im ersten Quartal 2021 noch kräftiger als im vierten Quartal des letzten Jahres ausgefallen sein. Wir rechnen mit einer BIP-Kontraktion um 2%. Mit einem Temperaturanstieg und ersten Impferfolgen dürfte im Anschluss die Konjunktur kräftig zulegen. Für das Jahr 2021 erwarten wir ein Plus von 3,7%. Im Vergleich mit den hohen Zinsen zu Beginn des Zyklus bleibt Wohneigentum von der Zinsseite her erschwinglich. Die Erschwinglichkeit wird 2021 voraussichtlich etwas sinken aufgrund seitwärts laufender Hypothekenzinsen, schwacher Einkommensentwicklung und vermutlich weiter steigender Hauspreise. [mehr]
24. März 2021
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Zum Beginn dieses wichtigen Wahljahres sieht sich Deutschland mit einer zunehmend multipolaren Welt, einer geschwächten liberalen, regelbasierten Weltordnung und raschem technologischen Wandel konfrontiert. Mihilfe einer SWOT-Analyse und vier Szenarien wollen wir eine Diskussion darüber anstoßen, wie sich Deutschlands Wirtschaft in der Ära nach Merkel entwickeln könnte. Für Deutschlands „Geschäftsmodell“ (eine auf den Export gestützte Wirtschaft mit einer starken, innovativen industriellen Basis) bestehen zwei Hauptrisiken: die anhaltende Erosion der liberalen, regelbasierten Handelsordnung und ein Zurückfallen im globalen Wettlauf um die Technologieführerschaft bezüglich KI, grüne Technologie und IoT. Selbstzufriedenheit oder reaktive Politik sind keine Optionen für die neue Regierung – „High-Tech Made in Germany“ könnte sich als ein zu optimistisches Szenario erweisen. Sowohl die Regierung als auch die Unternehmen müssen umfangreiche Reformanstrengungen unternehmen, damit Deutschland sich bestmöglich platzieren kann. Dazu gehören die richtige Allokation von F&E-Mitteln, das Nutzen des Potenzials der Industriedaten und die breite Durchdringung branchenübergreifender Technologien wie KI. [mehr]
8. März 2021
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Unsere Analysen legen nahe, dass der bundesweite Preiszyklus in dieser Dekade zu Ende gehen wird. Trotz aller Unsicherheit halten wir ein Zyklusende im Jahr 2024 für wahrscheinlich. Die Angebotsknappheit lässt in den kommenden Jahren nach, dazu trägt u.a. die geringere Zuwanderung während der Pandemie bei. Endet der Zyklus tatsächlich im Jahr 2024, dann erwarten wir aufgrund historischer Vergleichsdaten für kurze Zeit rückläufige nominale Hauspreise. Steigen die Hauspreise im Anschluss an die Korrekturphase wieder mit dem historischen Durchschnitt von rund 2,5% pro Jahr, dann können Investoren über die Dekade trotz zwischenzeitlicher Preisdelle mit einem Plus von rund 24% kalkulieren. Dieser Ausblick enthält auch einen Blick auf die elf deutschen Metropolregionen. [mehr]
3. März 2021
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Die Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland haben auch im Winterhalbjahr 2020/21 die Konsummöglichkeiten der privaten Haushalte spürbar eingeschränkt. Die Auflösung des damit verbundenen Konsumstaus wird entscheidend für die konjunkturelle Erholung sein. Aber wie viel Schwung kann von einem Abschmelzen des Konsumstaus erwartet werden? In unserem Basisszenario gehen wir davon aus, dass etwa 30% der zusätzlichen Ersparnisse im Jahr 2021 in den privaten Konsum zurückfließen, während fast 70% in Einlagen oder Vermögenswerten verbleiben. In unserem optimistischen Szenario, in dem 40% der zusätzlichen Ersparnisse bereits 2021 zurückfließen, würde unsere Prognose für den privaten Konsum um gut 1 %-Punkt angehoben, was zusätzlich einen ½ %-Punkt für das deutsche BIP im Jahr 2021 bedeutet. [mehr]
19. Januar 2021
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Die Corona-Pandemie löst extreme konjunkturelle Schwankungen in der deutschen Automobilindustrie aus. Dennoch bleiben strukturelle Herausforderungen sehr viel relevanter – manche durch regulatorische Rahmenbedingungen ausgelöst (z.B. CO2-Grenzwerte für Pkw), andere basierend auf Marktentwicklungen. Bei klassischen Standortfaktoren wie der Steuerbelastung von Kapitalgesellschaften, Lohnhöhe oder der Flexibilität bei Arbeitszeiten hat sich Deutschlands Position im internationalen Vergleich zuletzt eher verschlechtert. Der Anteil Deutschlands an der globalen, aber auch an der europäischen Automobilproduktion könnte in den kommenden Jahren sinken. Die deutsche Autoindustrie ist besser für die elektromobile Zukunft und andere strukturelle Herausforderungen der Branche gerüstet als der Automobilstandort Deutschland. [mehr]
6. Januar 2021
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Nach dem historischen BIP-Einbruch von 5,4% im Jahr 2020 erwarten wir für 2021 ein Plus von 4,5% und eine Inflation von 1,4%. Für die 5-10-jährigen Hypothekenzinsen rechnen wir mit einer Seitwärtsbewegung bis mindestens zum Jahresende 2021. Im Jahr 2019 wurden 293.002 neue Wohnungen fertiggestellt, ein Plus von nur 2% ggü. Vorjahr. Wohneigentum bleibt von der Zinsseite her erschwinglich. Im Jahr 2021 dürfte die Erschwinglichkeit voraussichtlich wegen seitwärts laufender Hypothekenzinsen, schwacher Einkommensentwicklung, aber vermutlich weiter steigender Hauspreise etwas sinken. Der Trend von nun seit über zehn Jahren fallenden Mietrenditen dürfte noch einige Zeit bestehen bleiben. [mehr]
18. Dezember 2020
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Das Kreditvolumen mit Unternehmen und Selbstständigen hat im dritten Quartal stagniert, erstmals seit 2015 (nur noch +4,2% ggü. Vj.). Vor allem in Industriebranchen, die zuletzt starkes Wachstum verzeichnet hatten, gab es eine Gegenbewegung. Förderbanken und die Verbünde schnitten gut ab, anders als Auslandsbanken und Landesbanken. Die Unternehmen schichteten weiter von kurz- in langfristige Kredite um; die Einlagen stiegen stark. Bei Anleihe- & Aktienemissionen lief es sehr gut. Die deutsche Volkswirtschaft hat in Q3 einen Großteil des vorherigen Konjunktureinbruchs wettgemacht (BIP +8,5% ggü. Vq.). Dabei erholten sich sowohl der private Konsum als auch die Investitionen der Unternehmen und der Außenhandel. Angesichts des neuerlichen Lockdowns dürfte das Wirtschaftswachstum im Winterhalbjahr nochmals leicht negativ sein, bevor es mit breit angelegten Impfungen ab dem Frühjahr stark anziehen sollte (Prognose 2021: +4,5%; 2020: -5,4%). [mehr]
17. Dezember 2020
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Die Corona-Pandemie hat die Koordinaten in der Arbeitswelt nachhaltig verschoben, ein Großteil der Büroarbeit wird nun im Homeoffice geleistet. Auch für die Zukunft zeigen sich Unternehmen offen für mehr Homeoffice, viele Arbeitnehmer wünschen sich hybride Arbeitsmodelle. Die neue Flexibilität bietet Spielraum zur Effizienzverbesserung, doch Produktivitätsgewinne sind kein Selbstläufer. Räumliche Distanz hemmt den Wissensaustausch – die Serendipität leidet. Bei anhaltend mehr Homeoffice könnte die Nachfrage nach traditionellen Büroflächen zwar zurückgehen, aber nicht so stark wie die erste Homeoffice-Euphorie vermuten ließ. Die deutsche Erwerbsbevölkerung wird durch den demografischen Wandel spürbar schrumpfen. Hier bietet Homeoffice eine Möglichkeit zur Sicherung der Erwerbsbeteiligung. Das berufliche Arbeiten in den heimischen vier Wänden dürfte in hybrider Form beibehalten werden – Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben. [mehr]
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