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Verstärkte Binnendynamik im Jahr 2016

16. Dezember 2015
Die deutsche Konjunktur war im Jahresverlauf 2015 äußerst stabil, obwohl der volatile Nachrichtenfluss von Ölpreisschock, Euro-Wechselkursabwertung, „Dieselgate“ bis hin zur Flüchtlingskrise anderes vermuten lassen könnte. Gestützt auf ein 15-Jahreshoch beim privaten Konsumwachstum legte die Wirtschaftsleistung auf Jahressicht wie bereits im Jahr 2014 um gut 1 ½% zu. Die Konjunktur dürfte sich im Jahr 2016 bei recht stabilem Jahresverlauf auf knapp 2% beschleunigen. Der private Konsum sollte der wichtigste Wachstumspfeiler bleiben. Der Staatsverbrauch wird angesichts des fortgesetzten Flüchtlingszustroms und der daraus resultierenden Ausgaben expansiv bleiben. Wenn die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt gelingt, bietet die Flüchtlingskrise auf mittlere Sicht für das alternde Deutschland eine Chance. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Immobilien"

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12. Mai 2016
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Bei vielen ökologischen Teilzielen der deutschen Energiewende bleibt die tatsächliche Entwicklung hinter dem eigentlich notwendigen Zeitplan zurück – zum Teil deutlich. Fortschritte werden vor allem dort erzielt, wo über ein Förderinstrument hohe Subventionen gewährt werden. Wo ein solches Instrument fehlt oder Zuschüsse und Anreize (zu) gering ausfallen, zeichnen sich Zielverfehlungen ab. Zu bemängeln ist, dass für die Bereiche Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit keine quantifizierbaren Zielgrößen formuliert sind. Wenn man den Zwischenstand der Energiewende mit einem Satz beurteilen müsste, könnte dieser lauten: Deutschland hat sich wohl zu viel in zu kurzer Zeit vorgenommen. Wir sehen vor allem vier limitierende Faktoren: Kosten, physikalische Grenzen, das verfügbare Zeitbudget sowie die politische Machbarkeit. [mehr]
5. April 2016
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Gemäß unseren und Konsensus-Erwartungen wird Deutschland voraussichtlich 4 Jahre (2014-2017) ein BIP-Wachstum über der Potentialrate und innerhalb einer extrem engen Bandbreite von 1,5% bis 1,7% verzeichnen. Falls doch eine Konjunkturwende ansteht, scheint eine Abwärtsbewegung wahrscheinlicher als eine Beschleunigung. Der tiefe Ölpreiseinbruch, der die Wirtschaft der Ölproduzenten erheblich unter Druck setzt, dämpft auch 2016 das deutsche Exportwachstum, selbst wenn der Gesamteffekt niedriger Ölpreise für die deutsche Konjunktur positiv ist. Die Wohnbauinvestitionen stiegen in den letzten Jahren nur träge an. Die wichtigsten Gründe sind ein Mangel an Bauland, gestiegene regulatorische Hürden, hohe Baukosten und ein Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft. [mehr]
11. März 2016
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Mit 1,8% Zinsen im Jahresdurchschnitt (5-10 jährige Zinsbindung) war Baugeld 2015 außergewöhnlich günstig. Zum Jahresstart verharrten die Bauzinsen bei 1,8%. Aufgrund der weiterhin sehr lockeren Geldpolitik der EZB dürfte Baugeld auch im Frühjahr günstig bleiben. 2015 legte die Zahl der Baugenehmigungen erneut zu: In den ersten elf Monaten wurden rund 276.000 Baugenehmigungen erteilt, was einem Zuwachs von rund 6% entspricht. Auch angesichts weiterer positiver Frühindikatoren könnte 2016 zudem die 300.000er Marke bei den Fertigstellungen „geknackt“ werden – erstmals seit mehr als 15 Jahren. [mehr]
3. März 2016
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Während die deutschen Exporteure 2015 trotz des schwierigen Umfelds noch Weltmarktanteile hinzugewannen, stand der Start ins Jahr 2016 unter keinem guten Stern. Unser „Exportindikator“, der sich aus dem Nachfrage- und dem Wechselkursimpuls zusammensetzt, zeigt, dass die deutschen Exporte 2016 doppelt unter Beschuss stehen dürften. Die ungünstigere Konstellation beim Nachfrage- und insb. beim Preisimpuls dürfte 2016 nur noch für ein Exportwachstum von 3% sorgen. Der Blick auf einzelne Industriesektoren zeigt, dass die gesamtwirtschaftlichen Impulse durch branchenspezifische Faktoren überkompensiert werden können. Insgesamt wird das Exportjahr 2016 für die deutsche Industrie herausfordernd. Weitere Themen: Hauspreise in Deutschland, BIP-Wachstum und Geldpolitik der EZB. [mehr]
18. Dezember 2015
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Die Bauzinsen waren 2015 außergewöhnlich niedrig. Obwohl gegenüber dem Tiefststand im Mai (1,6%) in H2 ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist (Q3: 1,9%), bleibt Baugeld billiger als im Vorjahr. Seit 2009 wächst die Zahl der Baugenehmigungen wieder. Auch 2015 hat sich dieser positive Trend fortgesetzt: In den ersten drei Quartalen wurden Baugenehmigungen für rund 223.000 Wohnungen erteilt, ein Zuwachs von knapp +5% gg. Vorjahreszeitraum. [mehr]
5. Oktober 2015
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Der Abbau des Nachfrageüberhangs im Wohnungsmarkt wird ohne massive Ausweitung der Bauaktivität viele Jahre dauern. Dadurch droht die bisherige Preisnormalisierung erst zu Preisübertreibungen zu führen und dann in einer Marktkorrektur zu enden. Die volkswirtschaftlichen Kosten dieses Szenarios sind hoch. Diese könnten durch verbesserte Abschreibungsbedingungen auf Neubauten in den Großstädten und Metropolregionen vermieden werden. [mehr]
2. Oktober 2015
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Trotz der Eintrübung des externen und des Finanzmarktumfeldes haben wir unsere Prognose für das BIP-Wachstum in 2016 von 1,7% auf 1,9% angehoben. Unsere Prognose für 2015 bleibt unverändert bei 1,7%. Die Treiber sind ein höheres reales Konsumwachstum, das vom niedrigeren Ölpreis und einer hohen Zuwanderung gestützt wird. Letzteres sollte den Konsum (staatlich und privat) um ½%-Punkt und das BIP um ¼%-Punkt erhöhen. Dagegen haben wir unsere Exportprognose angesichts der sich abzeichnenden Schwäche in den Emerging Markets und der bislang schwächer als erwartet ausgefallenen Abwertung des Euro moderat gesenkt. Der höhere Konsum treibt zudem das Importwachstum. Dies dämpft den Außenbeitrag. Beim Außenhandel bestehen unseres Erachtens vor allem wegen der Emerging Markets Abwärtsrisiken. [mehr]
10. September 2015
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Der Renditeanstieg bei den Bundesanleihen im zweiten Quartal zeigte sich mit Verzögerung auch beim Baugeld. Während im Mai Tiefststände bei den Bauzinsen erreicht wurden, haben diese seitdem leicht angezogen. Baugeld ist historisch und im Jahresvergleich jedoch nach wie vor sehr günstig. Die positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen hat sich währenddessen im ersten Halbjahr fortgesetzt. Von Januar bis Juni wurde der Bau von rund 140.000 Wohnungen genehmigt, was einem Zuwachs von 2,6% gg. Vorjahr entspricht. [mehr]
22. Juni 2015
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In Q1 wuchs die deutsche Wirtschaft um 0,3% ggü. Vorquartal, wobei der Zuwachs damit etwas geringer als erwartet ausfiel. Daher sehen wir aktuell eine Zunahme des BIP um 1,6% für 2015. Die Bauinvestitionen dürften in diesem Jahr um rd. 2,7% zulegen, weiter vor allem getragen durch den Wohnungsbau. Historisch und im Jahresvergleich ist Baugeld weiterhin sehr günstig. Aufgrund der nun wieder höheren Renditen für Bundesanleihen könnte der Tiefpunkt jedoch in Q2 erreicht worden sein. [mehr]
1. Juni 2015
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Im ersten Quartal wuchs die deutsche Wirtschaft mit nur 0,3% gg. Vq. schwächer als erwartet. Die Details waren aber weit weniger enttäuschend als das BIP-Aggregat vermuten ließ. Die Binnennachfrage stieg um 0,8% gg. Vq., lediglich die Nettoexporte sowie ein Lagerabbau dämpften. Damit bleibt unsere Erwartung des kräftigen binnenwirtschaftlich getriebenen Wachstums im Jahr 2015 intakt. Hauptsächlich durch diesen schwachen Start ins Jahr revidieren wir unsere BIP-Prognose für 2015 von 2,0% auf 1,6%. Die Quartalswachstumsraten dürften im Durchschnitt aber immer noch bei kräftigen 0,4% gg. Vq. liegen. Weitere Themen in dieser Ausgabe: Bauinvestitionen: Kräftiges Plus erwartet, aber Abwärtsrisiken stehen im Blickpunkt, Europäische Zentralbank (EZB) steht voll hinter dem Quantitativen Easing (QE) [mehr]
28. Mai 2015
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Die Politik sollte sich auf die Ausweitung der Bauaktivität in den Großstädten und Ballungsräumen konzentrieren, um den Preisdruck auf Wohnimmobilien zu reduzieren. In den letzten Monaten deutete sich eine nachlassende Baudynamik an. Falls sich diese Entwicklung manifestiert, steigt der Druck auf die Hauspreise abermals. Eine mögliche Ursache sind Kapazitätsrestriktionen, insbesondere ein Mangel an geeigneten Arbeitskräften im Ausbaugewerbe. Ein Zuwanderungsgesetz, welches gezielt auf Engpässe im Arbeitsmarkt ausgerichtet ist, könnte hier Abhilfe schaffen. Wird in den nächsten Monaten offensichtlich, dass die Baudynamik dauerhaft träge bleibt, sollte die Mietpreisbremse in den Ballungszentren nicht implementiert werden. [mehr]
8. April 2015
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In Europa sind die Schweiz und Deutschland traditionell „Schlusslichter“ bei der Wohneigentumsquote, trotz Anstiegen ggü. den 1990er Jahren. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig: Beide Länder verfügen über einen vergleichsweise gut entwickelten Mietmarkt – gewissermaßen Ursache und Folge des geringeren Eigentümeranteils. Hinzu kommen jeweils spezielle historische Gründe, wie die Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg, der zur Stärkung des Mietangebots beitrug, und die Auswirkungen der deutschen Teilung (nach wie vor niedrigere Eigentumsquoten in den neuen Bundesländern). [mehr]
2.6.7