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EU-Haushalt nach dem Brexit: Streit ist vorprogrammiert

5. März 2018
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2018/19 wird für die Zukunft der EU-Finanzen von entscheidender Bedeutung sein. Im Vergleich zu früheren Haushaltsverhandlungen steht die EU dieses Mal vor deutlich größeren Herausforderungen, zumal durch den Austritt Großbritanniens aus der Union jedes Jahr eine Lücke von über 10 Mrd. Euro im EU-Haushalt klaffen wird. Würde zur Deckung der Brexit-Lücke und der zusätzlichen Ausgaben der EU-Haushalt deutlich aufgestockt, hätte dies – wie unsere Szenarioanalyse zeigt – vor allem negative Auswirkungen für die Nettozahler in West- und Nordeuropa. Unter schmerzhaften Einschnitten im EU-Haushalt hingegen würden insbesondere die Mitgliedstaaten in Osteuropa leiden. Zusätzlich erschwert wird die Lage durch den Wegfall des Britenrabatts und die zu erwartende Streichung jeglicher „Rabatte auf den Rabatt“. Prioritätensetzung, Effizienz, Subsidiarität und Kostenverteilung gehören folglich zu den zentralen Diskussionspunkten um den zukünftigen EU-Haushalt. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Europa"

182 (169-180)
17. Oktober 2011
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169
Die Weltwirtschaftskrise hat das wirtschaftliche Wachstumspotenzial in vielen Industrieländern für die nächsten Jahre deutlich geschwächt. Auch neue regulatorische Anforderungen in der Finanzbranche dürften es weiter beeinträchtigen. Daher sind insbesondere in den großen Industrieländern wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Stimulierung des wirtschaftlichen Wachstums im Zuge struktureller Reformen in Ergänzung zu makroökonomischen Maßnahmen vordringlich geworden. Dies gilt auch in Zeiten, in denen die Spielräume für finanzpolitisches Handeln kleiner geworden sind. Gerade in Konsolidierungsphasen sind strukturelle Reformen eine Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. [mehr]
28. Juni 2011
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170
Europa auf dem Weg in die Transferunion? Die Euro-Rettungspakete, aber auch das Krisenengagement der EZB gelten als Vorboten einer Transferunion zwischen den Euroländern. Vorerst handelt es sich jedoch im Wesentlichen um staatliche Garantien, deren Ausfall nicht selbstverständlich angenommen werden kann. Von einem systematischen Euroländerfinanzausgleich ist die EU noch weiter entfernt. Doch anhaltende makroökonomische Spannungen könnten erforderliche Transfers erhöhen - und politische Spannungen weiter befeuern. [mehr]
30. November 2010
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172
Größe der Finanzmärkte: Traditionelle Zentren verlieren Marktanteile, Schwellenländer im Aufwind. An den Finanzmärkten in den USA und der EU werden weiterhin rund drei Viertel aller Finanzdienstleistungen weltweit erbracht, wobei sich nach der Krise die Aktivitäten in einigen Marktsegmenten deutlich abgeschwächt haben. Die Finanzmärkte der Schwellenländer sind in den vergangenen Jahren merklich gewachsen, vor allem in Asien, und der Aufholprozess dürfte sich beschleunigen. [mehr]
23. November 2010
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173
Die Gründe für die aktuellen Probleme einiger Euro-Staaten an den Kapitalmärkten sind von Land zu Land verschieden. Den Vertrauensverlust bei Investoren verursachte im Fall Griechenlands vor allem eine über Jahre unsolide Haushaltspolitik, in Irland dagegen eine Kreditblase, die zu einem überdimensionierten Finanzsektor führte. [mehr]
12. November 2010
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174
Die Verantwortung für das Management der Volatilität im Agrarsektor liegt zunehmend bei den Landwirten, die künftig stärker auf marktbasierte Instrumente zurückgreifen müssen. Insgesamt kann die Politik eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Risikomanagementfähigkeiten der Landwirte zu verbessern. Eine Ausweitung des öffentlichen Sicherheitsnetzes verringert die Anreize für Landwirte und andere Akteure entlang der Lebensmittelkette, ihre Risiken effizient über Derivate, private Versicherungen oder betriebsinterne Strategien, wie z.B. eine Diversifizierung der Produktion, zu verringern. Die Politik muss die Landwirte dazu in die Lage versetzen, ihre eigenen Risikomanagement-Entscheidungen zu treffen, und ihnen Zugang zu verschiedenen Instrumenten und Strategien verschaffen. Direktere Interventionen sollten nur im Notfall eingesetzt werden und nur dann, wenn sie nicht auf Kosten der übrigen Welt oder der ökologischen Nachhaltigkeit gehen. [mehr]
19. Mai 2010
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175
Die Euroländer müssen ihre Staatsverschuldung drastisch senken und dabei neue Wege gehen. Die deutsche Schuldenbremse ist ein intelligentes Konzept zur langfristigen Senkung der Staatsverschuldung, das auch an die Bedingungen anderer Euroländer angepasst werden könnte. Nationale Schuldenbremsen könnten die Staatsverschuldung langfristig senken, ohne die Wachstumsperspektiven der Euro-Volkswirtschaften zu gefährden. [mehr]
7. Mai 2009
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176
Am 1. Mai 2004 wurde die Europäische Union um zehn neue Mitgliedstaaten erweitert. Die politische und wirtschaftliche Integration dieser neuen Mitglieder brachte Zuwächse im Handel, in der Wirtschaftsleistung und Beschäftigung, aber auch in der Wirtschaftsverflechtung und der wechselseitigen Abhängigkeit. So löste die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise erhebliche wirtschaftliche Einbrüche in einigen der neuen Mitgliedstaaten aus. Es ist an der Zeit, eine erste Zwischenbilanz der Integration zu ziehen und den Blick auf die noch ausstehenden Aufgaben zu richten. [mehr]
29. April 2009
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177
Fünf Jahre nach der Einigung über die EU-Zinsbesteuerungsrichtlinie im ECOFIN hat die Europäische Kommission Ende 2008 einen Vorschlag zur Erweiterung dieser Richtlinie vorgelegt. Seit Anfang dieses Jahres hat sich gleichzeitig die politische „Stimmungslage“ bezüglich mehr Kooperation und Informationsaustausch zwischen den Staaten weltweit signifikant verbessert. Zahlreiche neue Initiativen, z.B. auf EU- und G20-Ebene, sowie neue Abkommen verdeutlichen die enorme Dynamik, die entstanden ist. Die Verhandlungen über vorliegende Änderungsvorschläge der Europäischen Kommission dürften sich daher nicht erneut über Jahrzehnte hinziehen. [mehr]
25. Juni 2008
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Die europäischen Banken sind in den vergangenen Jahren deutlich internationaler geworden, sowohl im Hinblick auf ihre Ertrags- als auch ihre Aktionärsstruktur. Einen besonderen Fokus legten Banken dabei auf den Ausbau des europäischen Geschäfts außerhalb ihres jeweiligen Heimatmarktes, dessen Anteil an den Erträgen dementsprechend sank – bei den 20 größten europäischen Banken z.B. seit 2001 um 4 %-Punkte auf knapp unter die Hälfte. Dagegen wurden im übrigen Europa 2007 schon ein Viertel aller Erträge erzielt (2001: 18%). [mehr]
17. Juni 2008
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180
Der Euro startete 1999 mit großen Erwartungen und ist heute eine Erfolgsgeschichte. Diese basiert auf einem hohen Grad an Preisstabilität, der Stimulierung von Handel und Investitionen in Europa, guten Fortschritten bei der Finanzmarktintegration und einer zunehmenden internationalen Rolle des Euro. Es gab aber auch Enttäuschungen, vor allem beim Wachstum und der Erweiterung der EWU. Die Währungsunion steht zu Beginn ihrer zweiten Dekade vor großen Herausforderungen. So müssen die Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EWU korrigiert werden. Auch steht der Test des reformierten Stabilitätspaktes bei schwachem Wachstum noch aus. [mehr]
2.8.0