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Deutsche Industrie: Wenige Sektoren tragen Investitionswachstum

21. Januar 2019
Das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland erhöhte im seit 2010 anhaltenden Konjunkturaufschwung seine realen Bruttoanlageinvestitionen um gut 3% pro Jahr. Der Anteil der Industrie an den gesamten sonstigen Anlageinvestitionen (geistiges Eigentum) in Deutschland lag 2017 bei 51%. Dieser Investitionsanteil verdeutlicht, dass das Verarbeitende Gewerbe der wichtigste Motor für Forschung und Entwicklung und damit für technischen Fortschritt ist. In sektoraler Betrachtung ragen die Automobilindustrie sowie die Pharmaindustrie in vielerlei Hinsicht heraus. Anlass zur Sorge gibt weiterhin der seit Jahren zu beobachtende Trend eines schrumpfenden Kapitalstocks in den energieintensiven Industrien in Deutschland. Die deutsche Industrie steht vor langfristigen Herausforderungen; dennoch halten wir es für wahrscheinlich, dass sie anpassungsfähig genug ist, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. [mehr]

Weitere Dokumente der Reihe "Deutschland-Monitor,Deutschland-Monitor Baufinanzierung,Deutschland-Monitor Unternehmensfinanzierung,Deutschland-Monitor Finanzen der privaten Haushalte"

137 (109-120)
18. September 2013
109
Die Derivatemärkte sind ein wichtiger Punkt auf der Reformagenda der Regulierungsbehörden. Wesentliche Eckpunkte der Reformen sind bereits festgelegt, aber einige wichtige Fragen sind noch offen: Wie sind standardisierte Derivatekontrakte genau definiert? Wie ist mit grenzüberschreitenden Transaktionen zu verfahren? Und inwieweit erhalten CCPs Zugang zu Zentralbankliquidität? Der Rückgang des Handelsvolumens am Derivatemarkt lässt sich weitgehend durch die „Trade Compression“ erklären. Wir beobachten zwar eine Verschiebung der Kontraktabwicklung von Dealern hin zu CCPs – in deutlichem Umfang bei Zinsderivaten und in geringerem Umfang bei Kreditderivaten – aber die tatsächliche Kapazität des Clearing-Marktes ist deutlich größer. Der regulatorische Druck in Richtung einer stärkeren Standardisierung scheint bislang kaum zu wirken, und die Inanspruchnahme von Börsenplattformen bleibt vorerst überschaubar. Durch die neuen Sicherheitenanforderungen würde sich der Handel wohl für alle Marktteilnehmer verteuern, ganz besonders aber für nichtfinanzielle Gegenparteien. Einige wenige CCPs beherrschen den Markt, was Konzentrationsrisiken mit sich bringen könnte. [mehr]
8. August 2013
110
Die Ankündigung der Fed, Anleihekäufe zukünftig einzuschränken (Tapering), hat zu neuer Volatilität an den Finanzmärkten und steigenden High-Yield-Spreads geführt – eine bedeutende Entwicklung für Private Equity, denn Kredit ist einer der wichtigsten Treiber für diese Anlageklasse. Der Anstieg mag ein kurzlebiges Phänomen sein, bis die Marktteilnehmer von der Liquiditätsschwemme entwöhnt sind. Auf mittlere Sicht sollte eine geldpolitische Normalisierung mit einem besseren Ausblick für Private Equity einhergehen. Das liegt freilich nicht daran, dass die Marktteilnehmer ein knapperes Liquiditätsangebot bejubeln würden. Vielmehr dürften sie die graduelle wirtschaftliche Erholung begrüßen, die eine Normalisierung der Geldpolitik überhaupt erst möglich macht. [mehr]
16. Juli 2013
111
Die Studie analysiert, wie japanische Banken auf das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld der vergangenen 20 Jahre reagiert haben. Dabei könnten die japanischen Erfahrungen wertvolle Aufschlüsse darüber geben, wie sich langanhaltend niedrige Zinsen auf die Bilanzen und die Profitabilität von Banken auswirken. So zeigt die Studie auf, wie die japanischen Finanzinstitute sowohl auf der Kosten- als auch auf der Ertragsseite ihre Geschäftsmodelle entsprechend angepasst haben. Die Rentabilitäts- und Effizienzsteigerungen waren allerdings begrenzt. Während der Abbau von Problemkrediten und die Konsolidierung halfen, haben die japanischen Banken mit dem stark zugenommenen Engagement bei heimischen Staatsanleihen neue Risiken erworben. [mehr]
12. Juli 2013
112
Das fortentwickelte Fernsehen greift verstärkt personalisierte, mobile und interaktive Elemente auf. Dabei legt es seinen ursprünglichen Charakter aber nicht völlig ab und wird somit Leitmedium bleiben. Um bei der mit diesem Wandel verbundenen Neuausrichtung des Geschäftsmodells schnell voranzukommen, setzen viele Medien-Unternehmen auf Kooperationen und Übernahmen. Damit wird sich der Medienmarkt weiter äußerst dynamisch entwickeln: Es wird Marktzutritte, neue Geschäftsmodelle, aber auch Übernahmen und Marktaustritte geben. In einer solchen Situation sind langfristig konzipierte und mit hinreichenden Kapitalreserven ausgestattete Strategien besonders aussichtsreich - umso mehr, wenn diese zusätzlich mit einem positiv konnotierten Markennamen verbunden sind. Demnach dürfte nach einer Phase der Segmentierung auch die Konzentration im Medienmarkt wieder steigen – freilich dann mit einer neuen Gruppe von Akteuren und Namen, die man heute bereits teilweise aus verwandten Branchen kennt. [mehr]
25. Juni 2013
113
2013 begann für die deutsche Wirtschaft verhalten (BIP Q1: -0,3% ggü. Vj.), und eine deutlichere Belebung der Konjunktur dürfte erst zum Jahresende spürbar werden. Für das Gesamtjahr erwarten wir daher lediglich eine Zunahme des BIP um 0,1%. Bei den Baugenehmigungen zeigte sich das erste Quartal solide im Jahresvergleich (+13% gg. Vj.). Im Jahresverlauf erwarten wir weiterhin rege Bautätigkeit, die mittelfristig auch zur Entspannung bei regional konzentrierten Preisanstiegen beitragen kann. [mehr]
31. Mai 2013
114
Der traditionelle, globale Kraftwerkspark befindet sich aus vielerlei Gründen im Wandel. Fraglos war es in den Tagen nach Fukushima vorschnell, ein rasches Ende der friedlichen Nutzung der Kernenergie vorauszusagen. In den kommenden beiden Dekaden wird der frisch entbrannte Gas/Kohle-Wettbewerb auf dem Strommarkt nicht zu dem einen, dem „globalen Gewinner“ führen. Während in den USA das Erdgas seinen Siegeszug fortsetzt, bleibt Kohle in Asien die Nr. 1. In Europa gewinnt das Stromerzeugungsbild an Farbe: Während Deutschland auf Erneuerbare setzt, bleibt Frankreich bei Kernenergie und andere Länder präferieren weiter die Kohle. Der in den beiden kommenden Dekaden weiter expandierende „Stromhunger“ bietet ausreichend Platz für die Koexistenz der unterschiedlichsten Stromerzeugungsalternativen. [mehr]
19. April 2013
115
Die nominalen Umsätze der deutschen Dienstleistungsunternehmen dürften 2013 um bestenfalls 1% steigen, nach einem Zuwachs um 2,2% im Jahr 2012. Ein höheres Wachstum wird u.a. durch die stagnierende Industrieproduktion in Deutschland verhindert. Den stärksten Zuwachs dürften die freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen erzielen. Auch für den Bereich Verkehr und Lagerei rechnen wir mit steigenden Umsätzen. [mehr]
25. März 2013
116
Der demografische Wandel ist als Thema im Mittelstand weithin angekommen. Bei den notwendigen Investitionen, etwa in Weiterbildung, sind die großen Familienunternehmen weiter vorangeschritten als kleine und mittlere Unternehmen. Auch wenn in absehbarer Zeit keine generelle Nachfolgerlücke droht, gebühren Nachfolgeregelungen in vielen Unternehmen Priorität, denn die Zahl übergabereifer Firmen wird steigen. Ob familieninterne Übergabe oder externe Lösung: Übergaben sind nicht selten mit erheblichen Risiken verbunden. Die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens, das Marktumfeld und Finanzierungsbedingungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Motivation, Interessen und Werthaltungen der Beteiligten. Angesichts der Komplexität des Übergabegeschehens und seiner herausragenden Bedeutung in der Unternehmenshistorie empfehlen Experten ein Übergabemanagement, bei dem frühzeitig alle erforderlichen Schritte geplant und umgesetzt werden. [mehr]
25. März 2013
117
Wir erwarten für das laufende Jahr lediglich ein Wirtschaftswachstums von 0,3% (2012: +0,7 %). Nach verhaltenem Start deuten Frühindikatoren allerdings auf leichte Belebung im Jahresverlauf hin. Insgesamt haben die Baugenehmigungen für Wohnungen in 2012 ein solides Wachstum gezeigt, vor allem getrieben von starken Quartalen im Sommer. Auch für 2013 erwarten wir Zuwächse. Eine anziehende Bautätigkeit kann mittelfristig zur Entspannung bei regional konzentrierten Preisanstiegen beitragen. [mehr]
7. März 2013
118
Preispolitik ist insbesondere in der gegenwärtigen Situation, in der Banken nach Ertragsquellen und Wachstumsmöglichkeiten suchen und sich gleichzeitig das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Bank neu definiert, von besonderer Wichtigkeit. Preissetzungskalküle für Retailfinanzprodukte sind komplex; ein entscheidender Erfolgsfaktor für Preisgestaltung ist die Kapazität, die hierfür notwendigen Informationen zu identifizieren, zusammenzuführen und auf dieser Basis Entscheidungen zu treffen. Die technischen Möglichkeiten zur Analyse sind in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen. Die Herausforderung für Retailbanken besteht darin, diese klug zu nutzen, um kundenorientierte Angebote zu entwickeln. Auch steigt für Banken die Notwendigkeit, Preisgestaltung und die mit ihrem Angebot verbundenen Leistungen überzeugend zu vermitteln. [mehr]
5. Februar 2013
119
Die Entwicklung und die Etablierung neuer webbasierter Bezahlverfahren bieten neue Chancen, natürlich aber auch neue Risiken für Finanzdienstleister. Derzeit werden beispielsweise die (Walled-Garden-)Strategien großer Internetunternehmen wie Google, Apple, Facebook und Amazon kontrovers diskutiert. Besagte Unternehmen strecken ihre Fühler branchen- und ebenenübergreifend auf den Märkten für digitale Bezahlverfahren und mobile Finanzdienstleistungen aus. Die Finanzdienstleister, die ihre vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen nicht modernisieren bzw. einem für die digitale Netz-Architektur notwendigen Transformationsprozess unterziehen, könnten mittelfristig schmerzhafte Verluste verzeichnen. Vier Szenarien zeigen mögliche Entwicklungen im Bereich digitaler mobiler Finanzdienstleistungen in den nächsten drei bis fünf Jahren. [mehr]
19. Dezember 2012
120
Die politische Stimmung hat in Europa in den letzten Monaten gegen Universal-banken gedreht. Diese Entwicklung ist gefährlich, denn sie bedroht die wichtige Funktion, die solche Banken in modernen Volkswirtschaften ausfüllen, und ris-kiert eine Benachteiligung europäischer Banken gegenüber ihren Wettbewer-bern aus den USA und Asien. [mehr]
2.8.0