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Zeitenwende für die Autoindustrie

16. September 2019
Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen. Global schrumpft derzeit die Pkw-Nachfrage. Hinzu kommen die technologischen Mega-Trends, nämlich vernetztes Fahren sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. Großen Einfluss auf die Mobilität der Zukunft wird staatliche Regulierung haben, denn die ehrgeizigen Klimaschutzziele passen nicht zum heutigen Mobilitätsverhalten der Menschen. [mehr]

Weitere Dokumente von Eric Heymann

123 (109-120)
18. Dezember 2013
109
Deutschland verfolgt ambitionierte energie- und klimapolitische Ziele und ist damit international Vorreiter. Der stockende UN-Klimaschutzprozess zeigt aber, dass andere Länder nicht nachreiten oder ein langsameres Tempo anschlagen. In Deutschland hat bei energieintensiven Branchen bereits ein schleichender Prozess der De-Industrialisierung begonnen. Er führt zu Verlagerungen von CO<sub>2</sub>-Emissionen von Deutschland in andere Länder. Um diesen schleichenden Prozess zu stoppen, sollte sich Deutschland zusammen mit Europa entweder für ein schnelleres Vorankommen und strengere Ziele im internationalen Klimaschutz einsetzen oder das eigene Tempo drosseln. Als Minimalziel muss die Energiewende in Deutschland effizienter gestaltet werden. Zudem benötigen energieintensive Unternehmen auch künftig Ausnahmeregelungen. [mehr]
4. November 2013
Region:
110
Das Ziel der EU-Kommission, den Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung in der EU bis 2020 auf 20% zu erhöhen, ist äußerst ambitioniert und aus unserer Sicht auf absehbare Zeit nicht zu erreichen. Es ist aber ein richtiges politisches Signal, dass der Industriestandort Europa gestärkt werden soll. Letztlich sind nicht allein industriespezifische Maßnahmen gefragt, sondern gute Bedingungen für Unternehmen – aus der Industrie ebenso wie dem Dienstleistungssektor –, um gegen außereuropäische Konkurrenten bestehen zu können. Dafür sind neben Investitionen in Bildung, Forschung und Infrastruktur auch ein offenes Investitionsklima, bezahlbare Energiepreise und eine intelligente Regulierung nötig. [mehr]
2. Oktober 2013
111
Die deutsche Industrie zeigt erste Anzeichen einer Erholung. Angesichts des großen Unterhangs von 1,6% aus dem Jahr 2012 erwarten wir aber, dass die Industrieproduktion im laufenden Jahr lediglich stagniert. 2014 zieht die Industriekonjunktur weiter an (+4%). Die Belebung geht mit einem stärkeren Wachstum in den USA und – in geringerem Maße – in China einher. Auch die EWU-Länder verzeichnen wieder ein positives BIP-Wachstum, sodass die Exporte der Konjunktur Schwung verleihen. Dies hilft z.B. der Automobilindustrie, der Elektrotechnik und dem Maschinenbau. [mehr]
23. August 2013
Region:
112
Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa haben sich die Möglichkeiten zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten verschlechtert. Den verschlechterten Finanzierungsbedingungen steht ein enormer Investitionsbedarf im Bereich Infrastruktur gegenüber. Mit der Project Bond Initiative (PBI) haben EU-Kommission und EIB ein Instrument entwickelt, das dazu beitragen soll, den Investitionsstau aufzulösen. Das primäre Ziel der PBI ist es, institutionelle private Investoren für die Finanzierung von Infrastrukturprojekten zu gewinnen. [mehr]
22. Juli 2013
113
Der Anteil der unter 30-Jährigen an den Pkw-Neuzulassungen sinkt seit Jahren; heute spielt diese Bevölkerungsgruppe für den deutschen Automarkt nur noch eine kleine Rolle. Maßgeblich hierfür sind viele sozio-ökonomische und demografische Trends, die sich auch künftig fortsetzen dürften. Die Möglichkeiten der Autohersteller, diesen Trends entgegenzuwirken, sind begrenzt. Gleichwohl ist die Entwicklung für die Branche nicht existenzbedrohend. [mehr]
19. April 2013
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Die nominalen Umsätze der deutschen Dienstleistungsunternehmen dürften 2013 um bestenfalls 1% steigen, nach einem Zuwachs um 2,2% im Jahr 2012. Ein höheres Wachstum wird u.a. durch die stagnierende Industrieproduktion in Deutschland verhindert. Den stärksten Zuwachs dürften die freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen erzielen. Auch für den Bereich Verkehr und Lagerei rechnen wir mit steigenden Umsätzen. [mehr]
11. Juli 2012
115
Die deutsche Energiewende zielt weit über den verordneten, beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergieerzeugung hinaus. Sie eröffnet Kommunen und Stadtwerken neue Handlungsfelder für die Energiebereitstellung, im Wärmemarkt sowie im Verkehrssektor. Angesichts des sehr hohen Investitionsbedarfs wird deutlich, dass die begrenzten Budgets der Kommunen und Stadtwerke der wichtigste Engpass für die regional unverzichtbare Energiewende sind. Für die Mittelverwendung sollte daher entscheidend sein, welche Maßnahmen die Energiewende insgesamt am meisten forcieren. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass ökologische, ökonomische und soziale Ziele nicht per se miteinander vereinbar sind. [mehr]
29. Februar 2012
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Aktuell wird eine Debatte über Tempo, Ausmaß und Schadenspotenzial des Klimawandels sowie über den Einfluss des Menschen auf den Klimawandel geführt. Dies mag für den unbedarften Beobachter der Klimawandeldiskussion überraschend kommen, denn in den vergangenen Jahren wurde überwiegend der Eindruck erweckt, die Naturwissenschaft stimme darin überein, dass der Klimawandel erstens schnell voranschreitet, dass zweitens der Mensch durch die von ihm verursachten Treibhausgasemissionen wesentlich hierzu beiträgt und dass der Klimawandel drittens mit großen Schäden verbunden sein wird. Dabei ist dieser „Klimastreit“ nicht neu, sondern so alt wie die Klimadebatte selbst. [mehr]
20. Dezember 2011
117
Der US-Automarkt erholt sich von seiner tiefen Krise. 2012 und 2013 dürften Absatz und Produktion weiter steigen. Mittelfristig werden die früheren Rekordwerte wieder erreicht und sogar überschritten. Deutsche Hersteller dürften von dieser Entwicklung profitieren. Ihr Marktanteil am LV-Absatz wird weiter wachsen. Gründe sind die attraktive Produktpalette und die Stärkung der Produktionsstätten vor Ort. Diesel- und Hybrid-Fahrzeuge werden in den kommenden Jahren ihren Marktanteil in den USA ausbauen. Gerade ein Wachstum des Diesel-Marktes würde deutsche Unternehmen begünstigen. [mehr]
12. Dezember 2011
118
Die niedrigen Erwartungen an die Klimaschutzkonferenz von Durban waren gerechtfertigt. Ein rechtlich verbindliches Klimaschutzabkommen mit substanziellen Emissionsreduktionszielen wurde nicht nur nicht beschlossen, sondern es scheint auf absehbare Zeit unrealistisch zu sein. Trotz vielfältiger Investitionen in Energieeffizienz oder erneuerbare Energien wird es immer unwahrscheinlicher, das 2°C-Ziel zu erreichen. Faktisch entscheidet sich die Welt also für mehr Anpassung an den Klimawandel. [mehr]
6. Juli 2011
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Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie durchlebte in den letzten Jahrzehnten einen dramatischen Strukturwandel. Der Wettbewerbsdruck führte auf der einen Seite zu Fertigungsrückgängen im Inland und Produktionsverlagerungen ins Ausland gerade bei arbeitsintensiven Erzeugnissen. Auf der anderen Seite konzentrierten sich die Unternehmen stärker auf technisch anspruchsvolle Textilien, innovative Produkte und starke Marken und richteten sich internationaler aus. Im Bereich der technischen Textilien sind deutsche Unternehmen weltweit führend. Eine weitere Liberalisierung des Welthandels mit Textilien und Bekleidung würde die Absatzchancen deutscher Unternehmen in den globalen Wachstumsmärkten erhöhen. [mehr]
2.6.7