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Staatliche Förderung der Batteriezellenfertigung: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie nicht Politiker oder Subventionsempfänger

18. April 2019
Nicht zuletzt weil die Politik durch den Trend zur Elektromobilität den Verlust von Wertschöpfung und Arbeitskräften in Deutschland befürchtet, erwägt sie die Subventionierung einer nationalen Batteriezellenfertigung. Dies wäre aus ordnungspolitischer Sicht fragwürdig und birgt hohe wirtschaftliche Risiken. Grundsätzlich sollte die deutsche Automobilindustrie am besten beurteilen können, ob eine Batteriezellenfertigung in Deutschland notwendig und dauerhaft wirtschaftlich ist. Den Staat bräuchte sie dafür nicht, zumindest nicht als Subventionsgeber. [mehr]

Weitere Dokumente von Eric Heymann

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27. Oktober 2015
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Der Logistikstandort Deutschland ist geprägt von innovativen und diversifizierten Unternehmen sowie von sehr guten Standortfaktoren. Konjunkturelle und strukturelle Gründe sprechen jedoch dafür, dass das Umsatzwachstum in den nächsten Jahren relativ moderat ausfällt. So konnte der Sektor zwischen 2003 und 2008 seinen nominalen Umsatz um 4,6% pro Jahr steigern. Im Anschluss an die Rezession, also von 2009 bis 2014, sank die Zuwachsrate auf 3,4% p.a. (bei etwas niedrigerer Inflationsrate). In den nächsten fünf Jahren dürfte das jahresdurchschnittliche nominale Umsatzwachstum eher zwischen 2 und 3% liegen. Damit würde der Sektor die Umsatzschwelle von EUR 300 Mrd. überschreiten. Die Logistikwirtschaft wird weiterhin im Fokus staatlicher Regulierung stehen; dies gilt vor allem für die bedeutende Transportsparte. [mehr]
1. September 2015
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Freihandel verleiht allen beteiligten Handelspartnern wirtschaftliche Impulse. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea ist hierfür ein relativ junges Beispiel. Im 1. Halbjahr 2015 lagen die deutschen Warenausfuhren nach Südkorea um mehr als 50% über dem Niveau vor Inkrafttreten des Abkommens im Juli 2011; die gesamten deutschen Exporte nahmen im gleichen Zeitraum dagegen lediglich um 13% zu. Die deutschen Einfuhren aus Südkorea sanken zwar im gleichen Zeitraum. Dies ist jedoch auf zwei branchenspezifische Sondereffekte zurückzuführen. Ohne diese Effekte stiegen die deutschen Einfuhren aus Südkorea überdurchschnittlich stark an. Die positiven wirtschaftlichen Impulse sollten auch bei den aktuellen TTIP-Verhandlungen ein starkes Argument sein. [mehr]
24. August 2015
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Was ist dran an der Carbon Bubble? Wie groß ist das Risiko, dass die Bewertung traditioneller Energiekonzerne aufgrund einer ambitionierten Klimaschutzpolitik stark sinkt? Es mag viele Gründe für Investoren geben, weniger als bislang oder nicht mehr in „fossile Energiekonzerne“ zu investieren und stattdessen andere Anlageformen zu präferieren. Auf eine ambitionierte, verlässliche und international umfassende Klimaschutzpolitik sowie eine global sinkende Nachfrage nach fossilen Energieträgern sollte man als Begründung dabei jedoch nicht allzu sehr vertrauen. Eine Carbon Bubble ist in einem solchen Umfeld unwahrscheinlich, zumal der evolutionäre Charakter der Klimaschutzpolitik und der technologischen Veränderungen in der Energiewirtschaft den betreffenden Unternehmen Anpassungsmöglichkeiten eröffnen. [mehr]
14. August 2015
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Zwischen 2000 und 2014 wuchs der Pkw-Absatz in China um durchschnittlich 27,5% – pro Jahr. Seit einigen Monaten zeichnet sich jedoch ein Ende der hohen Dynamik ab; von Mai bis Juli 2015 lagen die Pkw-Verkäufe sogar um 1,3% unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Autonachfrage in China dürfte in den nächsten Jahren deutlich auf ein einstelliges Niveau fallen. Dies ist ein Schritt in Richtung „Normalität“. Die erwartete geringere Dynamik bei der Pkw-Nachfrage – gepaart mit vorerst wachsenden Produktionskapazitäten vor Ort – sollte dazu führen, dass der Preis- und Wettbewerbsdruck im chinesischen Automarkt weiter zunimmt. Einer solchen Entwicklung werden sich die deutschen Hersteller im Premium-Segment nicht vollständig entziehen können. [mehr]
7. August 2015
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Die deutsche Industrie konnte ihre Produktion im 2. Quartal 2015 um real 0,2% gegenüber dem Vorquartal steigern. Im 2. Halbjahr dürfte die Dynamik jedoch geringer ausfallen als bislang erwartet. Daher revidieren wir unsere Produktionsprognose für 2015 nach unten – von bislang real 1,5% auf 1%. 2016 dürfte sich die moderate Aufwärtstendenz in etwa fortsetzen. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe könnte im nächsten Jahr abermals um 1% steigen. Damit bliebe die Wachstumsrate unter dem langfristigen Durchschnitt. Ferner würde der Anteil der Industrie an der gesamten deutschen Bruttowertschöpfung sinken. [mehr]
3. Juli 2015
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2015Die Chinesen gaben 2014 im Ausland knapp USD 170 Mrd. für Tourismusdienstleistungen aus. Damit führen sie diese Statistik weit vor den USA (USD 112 Mrd.) und Deutschland (USD 92 Mrd.) an. Besonders beeindruckend ist die Wachstumsrate, die China in den letzten Jahren verzeichnen konnte: Von 2000 bis 2014 nahmen die internationalen Tourismusausgaben der Chinesen durchschnittlich um 20% pro Jahr zu. [mehr]
2. Juli 2015
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Das gesamte Passagieraufkommen an den deutschen Regionalflughäfen sank von 2010 bis 2014 stetig. Im längerfristigen Vergleich lag es 2014 nur um knapp 5% über dem Niveau von 2005. Bei den größeren deutschen Flughäfen war im gleichen Zeitraum ein Zuwachs um 25,6% zu verzeichnen. Das Angebot an Flugverbindungen ist an den meisten Regionalflughäfen klein. Daher sind die erhofften positiven Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft sowie der verkehrswirtschaftliche Nutzen gering. Mit wenigen Ausnahmen waren die Jahresergebnisse der Regionalflughäfen in den letzten rd. zehn Jahren negativ. So konnte 2013 keiner der hier betrachteten Airports einen Gewinn erzielen. Wir bleiben hinsichtlich der Erfolgsaussichten von umfangreichen Ausbaumaßnahmen an Regionalflughäfen skeptisch. Wünschenswert wäre es nach wie vor, wenn die Kompetenz über die grundsätzliche Frage, ob und wo Flughafenkapazitäten ausgebaut würden, beim Bund läge. [mehr]
22. Juni 2015
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Das Durchschnittsalter der Autos auf Deutschlands Straßen erreichte Anfang 2015 mit neun Jahren einen neuen Rekordwert. Hierfür ist vor allem die verbesserte Fahrzeugqualität maßgeblich. Obwohl der Anteil der Diesel-Pkw an den Pkw-Neuzulassungen im Durchschnitt der letzten Jahre weit über 40% liegt, kommen sie in Deutschland zuletzt lediglich auf einen Anteil am Pkw-Bestand von 31%. Die Langlebigkeit von Autos führt dazu, dass sich die Strukturen im Fahrzeugbestand nur langsam ändern. Das Beispiel der Diesel-Pkw lässt erahnen, dass es viele Jahre dauern wird, bis Autos mit alternativen Antriebstechnologien eine nennenswerte Rolle im deutschen Pkw-Bestand spielen werden. Die Zukunftsvision eines weitgehend klimaneutralen oder lokal emissionsfreien deutschen Straßenverkehrs bis 2050 ist aus heutiger Sicht kaum erreichbar. [mehr]
8. Mai 2015
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Trotz des nur marginalen Produktionsplus im deutschen Verarbeitenden Gewerbe im 1. Quartal 2015 halten wir unsere Produktionsprognose für das Gesamtjahr (real +1,5%) aufrecht. Die aktuelle Euroschwäche begünstigt die deutschen Exportbranchen. Gleichwohl wird von den Industrieunternehmen die aktuelle Lage sehr viel besser eingeschätzt als die erwartete Entwicklung in den kommenden Monaten. Dies dürfte z.B. auf anhaltende geopolitische Risiken und verschlechterte wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen in Deutschland zurückzuführen sein. Klar ist also, dass bei den Unternehmen nicht eitel Sonnenschein herrscht. [mehr]
4. Mai 2015
Region:
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Die positiven Effekte der aktuellen Euroschwäche überwiegen auf Branchenebene klar deren Nachteile. Vor allem Investitionsgüterhersteller profitieren von der steigenden preislichen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. 2014 erwirtschaftete z.B. die Automobilindustrie 45,5% ihres gesamten Umsatzes mit den Nicht-EWU-Ländern. Im Maschinenbau waren es knapp 43%. Auch Teile der Elektrotechnik sowie die Chemie- und Pharmaindustrie profitieren überdurchschnittlich von der jüngsten Abwertung des Euros. [mehr]
30. März 2015
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Das Zusammenspiel von strukturell langsamerem Wachstum des Welthandels, zunehmender Lokalisierung der Produktion, demografischem Wandel, den von politischer Seite veränderten Rahmenbedingungen und einem sich weiter verschärfenden internationalen Wettbewerb dürfte auf mittlere Sicht eine erhebliche Herausforderung für die deutsche Exportwirtschaft darstellen. Die Binnenwirtschaft dürfte daher künftig wieder eine größere Rolle spielen. Die Politik kann helfen, diesen Wandel zu gestalten. Die deutschen Exporteure könnten dadurch mittelfristig noch stärker zu global agierenden Unternehmen werden, wobei die Reaktion auf Branchenebene unterschiedlich ausfallen dürfte. Die generierten Gewinne könnten für eine alternde, stärker binnenorientierte Volkswirtschaft in den nächsten Dekaden ein Segen sein. [mehr]
2.7.1