1. Research
  2. Produkte & Themen
  3. Publikationsreihen
  4. EU-Monitor

Deutsche Fassung von ˮLarge or small? How to measure bank sizeˮ

14. Juni 2017
Entscheidungsträger, Kunden und Banker selbst wollen wissen, was eigentlich eine „große“ Bank ausmacht. Auf welchen Indikator sollten Aufseher schauen, die sich für Systemrelevanz und Risiken für die Finanzstabilität interessieren? Woran sollte sich ein Unternehmen orientieren, das eine Bank braucht, die große Finanzierungen bereitstellen und beträchtliche Risiken aus Absicherungsgeschäften übernehmen kann? Es gibt verschiedene Kennzahlen für die Größe einer Bank, die alle ihre Stärken und Schwächen haben. Regulierer und Wissenschaftler verwenden meistens die Bilanzsumme, einen auf Bilanzierungsregeln beruhenden Wert. Andere Beobachter ziehen das Kernkapital oder die Marktkapitalisierung heran, zwei auf Regulierungsvorgaben beziehungsweise Marktwerten beruhende Kriterien. Die Studie analysiert diese und andere Maße und vergleicht Banken in verschiedenen Ländern und Finanzsystemen. Am Ende empfiehlt die Studie einen Indikator, der am besten geeignet ist, die Größe einer Bank zu messen. [mehr]

Weitere Dokumente der Reihe "EU-Monitor"

66 (13-24)
8. März 2018
Autor:
13
Der Aufstieg von Bitcoin und anderen Kryptowährungen bei gleichzeitigem Rückgang der Barzahlungen bildet den Hintergrund für ein neues Konzept: digitales, von der Zentralbank ausgegebenes Bargeld. Die alte wissenschaftliche Debatte darüber, durch wen und auf welche Weise Geld geschöpft wird, lebt wieder auf. Doch wie sieht das aus der Perspektive der Nutzer aus? Warum sollten wir den Krypto-Euro verwenden? Digitales Bargeld würde in den Bereichen Bezahlen und Sparen mit Bankeinlagen, physischem Bargeld und privaten Kryptowährungen um die Gunst der Verbraucher konkurrieren. [mehr]
5. März 2018
Region:
14
2018/19 wird für die Zukunft der EU-Finanzen von entscheidender Bedeutung sein. Im Vergleich zu früheren Haushaltsverhandlungen steht die EU dieses Mal vor deutlich größeren Herausforderungen, zumal durch den Austritt Großbritanniens aus der Union jedes Jahr eine Lücke von über 10 Mrd. Euro im EU-Haushalt klaffen wird. Würde zur Deckung der Brexit-Lücke und der zusätzlichen Ausgaben der EU-Haushalt deutlich aufgestockt, hätte dies – wie unsere Szenarioanalyse zeigt – vor allem negative Auswirkungen für die Nettozahler in West- und Nordeuropa. Unter schmerzhaften Einschnitten im EU-Haushalt hingegen würden insbesondere die Mitgliedstaaten in Osteuropa leiden. Zusätzlich erschwert wird die Lage durch den Wegfall des Britenrabatts und die zu erwartende Streichung jeglicher „Rabatte auf den Rabatt“. Prioritätensetzung, Effizienz, Subsidiarität und Kostenverteilung gehören folglich zu den zentralen Diskussionspunkten um den zukünftigen EU-Haushalt. [mehr]
29. Januar 2018
15
Bei Bitcoin gehen die Meinungen auseinander: Die Diskussion entzündet sich hauptsächlich an den übermäßigen Kurssteigerungen und ist wenig differenziert. In diesem Beitrag greifen wir Standardaussagen über die Kryptowährung auf und versuchen, diese einzuordnen und gegebenenfalls zu korrigieren. Damit hoffen wir, dem Leser einen Einstieg in das Thema zu ermöglichen. [mehr]
29. September 2017
Region:
Autor:
16
Die Geldmarktfonds im Euroraum verwalteten Mitte 2017 ein Vermögen von EUR 1,16 Billionen. Trotz niedriger Zinssätze bedeutet dies ein deutliches Wachstum um EUR 260 Mrd. in den vergangenen drei Jahren. Allerdings werden 2018 neue, strengere Regeln für die Branche in Kraft treten. Anders als nach der Reform der US-Geldmarktfonds ist in Europa jedoch keine tief greifende Umstrukturierung des Marktes zu erwarten. Zukünftig könnte durch den Brexit ein Wettbewerb zwischen der EU und Großbritannien um das Geschäft mit solchen Geldmarktfonds entstehen, die nicht in Euro denominiert sind. [mehr]
12. Januar 2017
Autor:
17
Obwohl der Zahlungsverkehr zunehmend digital wird, wächst in Europa die Nachfrage nach Bargeld. Der Euro-Bargeldumlauf ist mittlerweile auf 1,1 Billionen Euro gestiegen – eine Verdreifachung im Vergleich zu 2003. Bargeld setzt der Macht der Zentralbanken Grenzen, es gewährleistet Datenschutz und kann somit dazu beitragen, Bürgerrechte zu sichern. Andererseits geht eine intensive Nutzung von Bargeld häufig mit einer stärkeren Schattenwirtschaft einher. Der Wechsel zu bargeldlosen Zahlungen scheint dagegen zu einem Anstieg des Kartenbetrugs zu führen. [mehr]
29. September 2016
Region:
18
Ein wichtiges Ziel der geplanten europäischen Kapitalmarktunion (Capital Markets Union, CMU) ist es, genügend Finanzmittel für Start-ups in Europa sicherzustellen. Kosteneffiziente Lösungen sind erforderlich, damit der in den vergangenen Jahren verzeichnete 40-prozentige Rückgang bei Börsengängen kleiner Unternehmen wieder umgekehrt werden kann. Um die Vergabe von Bankkrediten an Start-ups zu fördern, ist es nötig, den Verbriefungsmarkt zu beleben und nach Möglichkeit einen Markt für KMU-Pfandbriefe zu schaffen. Geringe Venture-Capital-Investitionen sind ein weiteres Problem in Europa – zuletzt entsprachen sie nur einem Zehntel der Investitionen in den USA. Um sie zu steigern, sollte institutionellen Anlegern mehr Flexibilität bei ihrer Portfolioallokation eingeräumt werden. Außerdem gibt es in der EU über 500 Crowdfunding-Plattformen. Ein einheitlicher rechtlicher und regulatorischer Rahmen könnte zu einer Konsolidierung führen und dadurch Suchkosten für Anleger sowie Kreditnehmer senken. (nur auf Englisch verfügbar) [mehr]
3. Juni 2016
Region:
19
Mit dem zu Jahresbeginn endgültig in Kraft getretenen Einheitlichen Abwicklungsmechanismus ist es realistischer denn je, dass gescheiterte Banken in Europa tatsächlich abgewickelt werden. Ein Kernelement der Bankenabwicklung wird der Bail-in sein. Er soll dafür sorgen, dass sich Investoren wieder darüber bewusst sind, dass höhere Renditen mit höheren Risiken einhergehen, und zu größerer Marktdisziplin beitragen. Unsere Analyse zeigt, dass Marktteilnehmer das neue Bail-in-Regime tatsächlich als glaubwürdig wahrnehmen, was Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwendung ist. Die Markttiefe für bail-in-fähige Schuldverschreibungen sowie rechtliche Klarheit in Bezug auf die Bail-in-Hierarchien bleiben jedoch noch wichtige Fragen, die es zu klären gilt. Die Refinanzierungskosten der Banken dürften insbesondere auf mittlere Sicht steigen. [mehr]
9. Mai 2016
Region:
20
Die Finanzkrise hat Förderbanken wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Sie sind Teil des wirtschaftspolitischen Instrumentariums, um zyklische und strukturelle Schwierigkeiten in Volkswirtschaften zu überwinden, und ergänzen Finanzsysteme, indem sie deren Funktions- und Widerstandsfähigkeit erhöhen. Besonders in Europa hat zuletzt das Interesse an Förderbanken als Instrument zur Steigerung von Wachstum und Investitionen zugenommen. Angesichts des ökonomischen Umfelds und der Veränderungen auf den europäischen Banken- und Finanzmärkten dürften Förderbanken auch in den kommenden Jahren weiter eine wichtige Rolle spielen. Allerdings verlagert sich ihr Fokus von Krisenbewältigung (zurück) zur Unterstützung struktureller Veränderungsprozesse in Volkswirtschaften. Hierbei können Förderbanken eine nützliche flankierende Rolle spielen, indem sie Marktversagen adressieren. Risiken sind eine mögliche “Über(be)lastung” von Förderbanken sowie überzogene Erwartungen an deren Leistungsfähigkeit. [mehr]
8. Februar 2016
Region:
21
Die Schaffung einer europäischen Kapitalmarktunion (CMU) zielt darauf ab, einen einheitlichen Binnenmarkt für Kapital zu schaffen, um die Finanzierung der Realwirtschaft durch Banken zu ergänzen. Diese Studie unternimmt eine quantitative Analyse der europäischen Aktien-, Anleihe- und Verbriefungsmärkte, um das Potenzial der CMU zu eruieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Liquiditäts- und IPO-Trends an den europäischen Aktienmärkten ähnlich zu denen in den USA sind. Die Marktintegration in Europa hat sich jedoch in den letzten Jahren verlangsamt – hier könnte die CMU durch eine Harmonisierung der Unternehmens-, Wertpapier- und Insolvenzgesetzgebung entgegenwirken. Die europäischen Märkte für Unternehmensanleihen sind zu einer relevanten Alternative zur Kreditvergabe der Banken geworden, die Investorenbasis ist aber weiterhin begrenzt. Hier sollte die CMU ansetzen. Der europäische Verbriefungsmarkt konnte selbst während der Finanz- und Schuldenkrise eine gute Performance vorweisen und seine Wiederbelebung ist Voraussetzung dafür, dass auch die Kreditvergabe, besonders an kleine und mittelständische Unternehmen, wieder in Schwung kommt. Die CMU sollte deshalb eine weniger drastische Regulierung dieses Marktsegments anstreben. [mehr]
16. September 2015
Region:
22
Die Reform der Einlagensicherungssysteme (ESS) in der EU verfolgt einen graduellen Ansatz. Während die jüngste Reform einheitliche Regeln für die Finanzierung nationaler Systeme etablierte, bleiben die Fonds separat. Zuletzt hat die Diskussion über die Zukunft der ESS sich jedoch wieder belebt. Vor allem der Bericht der fünf Präsidenten zur Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion brachte das Thema zurück auf die Agenda und identifizierte die Einlagensicherung als einen der Bereiche der Bankenunion, die noch der Vervollständigung harren. Auch bettete der Bericht die Zukunft der ESS in die breitere Reformdebatte ein. Obwohl eine gemeinsame europäische Einlagensicherung eine eher langfristige Option scheint, sind mehrere Vorschläge zur kurz- und mittelfristigen Ergänzung der ESS momentan in der Diskussion. Sie zielen darauf ab, die Finanzierungskapazität der nationalen ESS zu stärken. Zu den Ideen zählen u.a. a) die Stärkung des ESS-Netzes und der Möglichkeiten zur bilateralen Kreditvergabe, b) die Schaffung eines Rückversicherungssystems und c) der Zugang der nationalen ESS zu einem gemeinsamen staatlichen Rettungsschirm. [mehr]
18. Mai 2015
Region:
Autor:
23
Geldmarktfonds sind in Europa und den USA ein wichtiger Akteur an den Finanzmärkten. Sie bieten einerseits den Anlegern Kapitalschutz und tägliche Liquidität und stellen andererseits kurzfristige Finanzierungen an den Geldmärkten zur Verfügung. Allerdings unterscheiden sich die Struktur und die wirtschaftliche Funktion der Märkte in Europa und den USA. In Europa, wo der Markt aus zwei klar unterscheidbaren Segmenten besteht, sind Geldmarktfonds vor allem als Intermediäre innerhalb des Finanzsektors tätig und konzentrieren sich bei ihren Investitionen in hohem Maße auf Bankschuldverschreibungen. In den USA dagegen bestehen einheitliche Standards für den Sektor, und das Geschäft der Geldmarktfonds ist stärker auf die direkte Intermediation zwischen den Nichtfinanzsektoren ausgerichtet. [mehr]
7. April 2015
Region:
24
Populistische Parteien gewinnen in den Ländern Europas an Bedeutung. Ihre Profile sind zwar grundverschieden, Einigkeit besteht jedoch in der Ablehnung weiterer Schritte der europäischen Integration. Trotz der Erfolge auf nationaler Ebene ist auf europäischer Ebene bislang kein nennenswerter Einfluss EU-skeptischer Parteien zu verzeichnen. Dennoch könnten populistische Kräfte mit ihrer Blockadehaltung insbesondere in Politikfeldern, die einen breiten Konsens erfordern, künftig Europapolitik gestalten: Etablierte Parteien könnten sich nämlich gezwungen sehen, einen Kurs einzuschlagen, der stärker auf vermeintlich nationale Interessen ausgerichtet ist. Dies könnte dazu führen, dass Reformen nicht rechtzeitig und in vollem Umfang umgesetzt werden und die notwendige institutionelle Weiterentwicklung der Eurozone blockiert wird. [mehr]
2.6.3