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Eine Double-Dip-Rezession

17. Oktober 2023
Harte und weiche Daten deuten auf eine Schrumpfung des BIP um etwa 0,3% im dritten Quartal hin. Trotz des Rückgangs der Inflation erwarten wir, dass der private Verbrauch nur allmählich aus seiner Flaute herauskommt, da das Verbrauchervertrauen nach wie vor gedämpft ist. Auch wenn der Gesamtrückgang des BIP im Verlauf der Double-Dip-Rezession (4. Quartal 22/ 1. Quartal 23 und 3. Quartal 23) wahrscheinlich weniger als 1 Prozentpunkt betragen wird, bedeutet ein erneuter Rückgang des BIP einen weiteren Schlag für das ohnehin schon angeschlagene deutsche Vertrauen. Diese negative Rückkopplungsschleife wird die Wirtschaft 2024 wahrscheinlich belasten. Vor allem strukturelle Versorgungsengpässe dürften die Wachstumschancen beeinträchtigen und die Energiewende dürfte das Potenzialwachstum in Deutschland in Richtung 0,5% abbremsen und die Inflationsrate über 2% halten. [mehr]

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475 Dokumente
21. Februar 2024
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Sollten sich die deutschen Stimmungsdaten Ende der Woche gemäß den Erwartungen zeigen, würden sie unserer Ansicht nach immer noch auf ein leicht negatives Wachstum in Q1 hindeuten. Auch die Bundesbank erwartet nun für den Jahresbeginn einen geringen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Im Gegensatz dazu zeigt sich die Konjunktur in vielen EWU-Ländern so robust, dass wir die Wachstumsprognose für das laufende Jahr leicht angehoben haben. Mit Blick auf die EZB halten wir weiterhin eine erste Zinssenkung im April für plausibel, rechnen allerdings nur noch mit 25 Basispunkten. Die US-Fed dürfte hingegen erst im Juni folgen. [mehr]
19. Februar 2024
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Deutschland hinkt bei der Digitalisierung hinterher. Ein Beispiel dafür ist das E-Government. Innerhalb Deutschlands gibt es signifikante Unterschiede zwischen Kreisen und Bundesländern. Interessanterweise schneidet Bayern besser ab und scheint einen zentraleren Ansatz als andere Bundesländer zu verfolgen. Erfolgreiche IT-Projekte in der öffentlichen Verwaltung beruhen wohl generell auf einer klaren zentralen Steuerung. Wir denken, auch Deutschland muss diesen Weg beschreiten, um eine öffentliche Cloud zu implementieren, die Registermodernisierung erfolgreich umzusetzen und umfassend digitale Dienste für Bürger und Unternehmen anzubieten. [mehr]
14. Februar 2024
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Die Spannung steigt. Wann werden EZB und Fed die Leitzinsen senken? In der Eurozone und insbesondere Deutschland stottert der Konjunkturmotor. Die traditionellen und energieintensiven Industrien stehen weiterhin unter Druck. Das könnte auch die Inflation dämpfen und die EZB könnte die Zinsen bereits im April senken. Nachdem diese Woche die US-Inflation etwas stärker zulegte als erwartet, erscheint eine Zinssenkung der Fed im März unwahrscheinlich. Die EZB könnte die Leitzinsen also vor der Fed senken. [mehr]
12. Februar 2024
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In early February, the German parliament approved the 2024 budget, ending a prolonged period of uncertainty and provisional budget management. But, torn between the intensifying consolidation requirements under the debt brake and the need to solve the economy's cyclical and structural challenges, the coalition government has already started to debate the upcoming 2025 budget. This fiscal policy debate appears unlikely to be settled anytime soon. In this note we discuss three possible scenarios for how the budget 2025 process might play out. [mehr]
7. Februar 2024
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Regierung ringt weiter um künftigen finanzpolitischen Kurs. Nach vier krisenbedingten Ausnahmejahren will die Bundesregierung in diesem Jahr wieder die reguläre Grenze der Schuldenregel einhalten. Auch wenn sie im nun erzielten Haushaltskompromiss die „Balance zwischen Zukunftsinvestitionen, sozialer Sicherung, steuerlicher Entlastung und Konsolidierung“ gewahrt sieht, geht die Debatte über die weitere finanzpolitische Ausrichtung unvermindert weiter. Und angesichts der Tatsache, dass bereits zwei Drittel des Bundeshaushaltes für Sozial-, Personal- und Zinsausgaben gebunden sind – und das Wachstumspotenzial weiter absinken dürfte –, dürften sich die Ausgabenspielräume auf absehbare Zeit in sehr engen (grundgesetzlichen) Grenzen halten. [mehr]
31. Januar 2024
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FED-Sitzung am Mittwoch: Nachdem die EZB ihre Leitzinsen letzte Woche unverändert ließ, aber mit insgesamt taubenhafteren Einschätzungen zur weiteren Konjunktur- und Preisentwicklung unsere Erwartungen einer ersten Zinssenkung im April gestützt hat, dürfte die Fed heute einen ähnlichen Kurs einschlagen. Auch sie wird die Zinsen unverändert lassen und ebenfalls den Weg für eine Zinssenkung (spätestens) in Q2 bereiten. In der Pressekonferenz dürfte Powell herausstellen, dass über Zeitpunkt und Ausmaß datenabhängig, von Sitzung zu Sitzung entschieden wird. Damit hält er einerseits die Tür für einen Zinsschritt schon im März offen, würde aber andererseits die Spekulation wohl nicht weiter befeuern. [mehr]
5. Januar 2024
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Deutschland steckt in einer Rezession. Nach dem Rückgang des BIP um 0,3% im Jahr 2023 erwarten wir ein weiteres Minus um 0,2% im Jahr 2024. Wir erwarten, dass die strukturellen Faktoren die Inflation über 2% halten werden, weshalb Bundrenditen als auch Hypothekenzinsen im Laufe des Jahres 2024 wieder anziehen sollten. Bis zum Jahresende 2024 erwarten wir, dass die 5-10-jährigen Hypothekenzinsen wieder auf 3,8% anziehen werden. Das Wohnungsangebot dürfte wohl über Jahre, wenn nicht sogar die ganze Dekade, knapp bleiben. In Q1 2024 dürfte aufgrund des Zinsrückgangs der Erschwinglichkeitsindex fallen und damit die Erschwinglichkeit zulegen. [mehr]
19. Dezember 2023
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Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige hat im dritten Quartal weiter an Tempo verloren (Volumen EUR -2,6 Mrd.; +0,8% ggü. Vj.). Betroffen waren in der Breite fast alle Branchen, Laufzeiten und Bankengruppen. Hauptursachen blieben die gestiegenen Zinsen und eine geringe Investitionsneigung. Die Einlagen schrumpften zum ersten Mal seit 2014 (-1,3% ggü. Vj.). Anleiheemissionen schnitten so schwach ab wie zuletzt 2008, während es im Leasing sehr gut lief. Die deutsche Volkswirtschaft dürfte aktuell in einer leichten Rezession stecken, nachdem das BIP in Q3 um 0,1% gesunken war und zum Jahresende keine Besserung erwartet wird. Im Sommer wirkten privater Konsum und Lagerabbau negativ, was höhere Unternehmensinvestitionen und Nettoexporte nicht kompensieren konnten. 2024 ist angesichts von Gegenwind aus Fiskal- und Geldpolitik sowie dem Außenhandel erneut mit einem milden Rückgang der Wirtschaftsleistung zu rechnen (-0,2%). [mehr]
13. Dezember 2023
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Das externe Umfeld sowie die Geld- und Finanzpolitik dürften für starken Gegenwind sorgen. Die Stimmung dürfte durch die immer deutlicher werdenden strukturellen Probleme belastet werden. Wir rechnen mit einer leichten Rezession im Winterhalbjahr, auf die ab dem Frühjahr eine allmähliche Erholung folgen wird. Wir gehen davon aus, dass die Regierung die internen Querelen um den Haushalt 2024 nach dem Urteil des Verfassungsgerichts überstehen wird. Eine Reform der Schuldenbremse ist auf kurze Sicht unwahrscheinlich. Ein parteiübergreifender Konsens für einen Transformationsfonds 2.0 könnte vor den Landtagswahlen im September zustande kommen. [mehr]
37.4.8