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Deutschland: Konjunktur kurzgefasst

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440 Dokumente
1. Februar 2023
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Fed and EZB fallen aus dem Takt! Nach anfänglichem Zögern der Europäischen Zentralbank haben Fed und EZB seit Sommer letzten Jahres einen perfekten Pas de deux hingelegt. Wir gehen davon aus, dass die Fed heute ihren Leitzins lediglich um 25 Basispunkte (Bp.) anheben wird; die EZB dürfte dagegen am Donnerstag einen weiteren 50 Bp-Schritt machen. Wir erwarten 50 Bp. im März und einen weiteren Schritt um 25 Bp. im Mai. Zudem attestieren wir, dass angesichts einer Kernrate, die wohl zumindest in H1 um die 5% schwanken dürfte, bei dieser Prognose die Aufwärtsrisiken überwiegen. [mehr]
25. Januar 2023
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Wir haben für die Eurozone eine Prognoserevision vorgenommen. Wir erwarten nun für 2023 ein BIP-Wachstum von +0,5% (zuvor: -0,6%). Auch die Inflationsrate haben wir von 7,1% auf 5,8% angepasst (2024: von 2,2% auf 1,8%). Bezüglich der Geldpolitik bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass die Zielrate für den Einlagenzins bei 3,25% liegen wird, betonen aber die Aufwärtsrisiken. In den USA hatte die Häufung negativer Konjunkturnachrichten in der letzten Woche für Turbulenzen an den Aktien- und Anleihemärkten gesorgt. Es wird darüber diskutiert, wie stark die Fed in den kommenden Monaten noch auf die geldpolitische Bremse treten muss. Wir erwarten für die Fed-Sitzungen im Februar, März und Mai jeweils eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte, sodass die Zielrate bei 5,1% liegen wird. Die gestrigen PMI-Daten lieferten für Deutschland ein gemischtes Bild. Insgesamt hat sich die Stimmung aufgehellt. Der Gesamtindex liegt im Januar nur noch leicht unter der Expansionsschwelle. Für positive Impulse sorgte die Dienstleistungskomponente. Der PMI für das Verarbeitende Gewerbe (47 Punkte; -0,1 gg. Vm.) signalisiert hingegen weiterhin eine Kontraktion. [mehr]
11. Januar 2023
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Aufgrund verbesserter Vorlaufindikatoren, umfangreicher Fiskalpakete und des weiterhin robusten Arbeitsmarkts erwarten wir in Deutschland nun eine milde Rezession im Winterhalbjahr 2022/23. Nach -1% im Jahr 2023 erwarten wir einen BIP-Zuwachs von rund 1% im Jahr 2024. Basiseffekte bei Energie- und Rohstoffen dürften die Inflation noch etwas weiter fallen lassen, doch könnten sie Zweitrundeneffekte über dem EZB-Zielwert von 2% halten. Wir erwarten eine jahresdurchschnittliche Inflationsrate von rund 7% im Jahr 2023 und fast 4% im Jahr 2024. Die Preise für Wohnimmobilien stiegen in Q3 2022 um 4,9% gegenüber Q3 2021. Dies impliziert für die letzten Monate wohl bereits fallende Preise. Für das Jahresende 2023 erwarten wir für die 5-10-jährigen Hypothekenzinsen einen Anstieg auf 3,6%. Angesichts noch etwas höherer Zinsen im Laufe des Jahres dürfte die Erschwinglichkeit von Wohneigentum in Deutschland weiter nachgeben. [mehr]
21. Dezember 2022
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Der massive Anstieg der wirtschaftlichen Unsicherheit und die Energiepreisexplosion dürften im Winterhalbjahr zu einer Rezession führen, die aber dank umfangreicher Fiskalpakete nicht so stark ausfallen dürfte, wie zunächst befürchtet. Erneute kräftige Kaufkraftverluste werden zu einem Rückgang des privaten Verbrauchs im Jahr 2023 führen. Investitionen werden schrumpfen – die Bauinvestitionen deutlich. Der Export leidet unter der schwachen Weltkonjunktur, den Anpassungserfordernissen in der Industrie sowie der Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit. Diese Faktoren werden auch die Erholung in der zweiten Jahreshälfte und im Jahr 2024 begrenzen. [mehr]
25. November 2022
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Deutsche Konjunktur: Gasrationierung im Winter unwahrscheinlich, aber Realeinkommensschock. Während sich die deutsche Wirtschaft im Sommerhalbjahr überraschend robust hielt, deuten aktuelle Stimmungsindikatoren auf eine Kontraktion im Winterhalbjahr hin. Aufgrund der nahezu vollständig aufgefüllten Gasspeicher und der stärker als erwartet ausgefallenen fiskalischen Unterstützung dürfte die Rezession nicht so tief ausfallen, wie noch vor einigen Wochen erwartet. [mehr]
23. November 2022
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Semiconductors rank first as the most traded goods in global trade statistics in 2020, representing 15% of total global trade in goods. Before 2015, they were surpassed by computers and crude oil, based on the HS4 categorization by the World Customs Organization (WCO). Prices for semiconductors have fallen dramatically and steadily since 1995, both in real and nominal terms. Our new Trade Chain Complexity Index (TCC Index) allows for a comparison of the ratio of global trade with sales of various goods. For semiconductors, the TCC Index shows a peak of 7.2 for 2008. Since then, the complexity value has steadily decreased with a value of 5.9 for 2020. This trend might be the first sign of more cautious supply chain strategies in a challenging macro environment - and a downward trend for semiconductor globalization in a new era of digital sovereignty. [mehr]
13. Oktober 2022
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Trotz des neuen Fiskalpakets der Bundesregierung erwarten wir aufgrund der extremen Energiepreise für H2 2022 und H1 2023 in Deutschland ein rückläufiges BIP. Im Jahresdurchschnitt 2022 dürfte das BIP-Wachstum noch bei rund 1% liegen. Im Jahr 2023 erwarten wir einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 2%. Aufgrund hoher Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise sowie Zweitrundeneffekten dürfte der Preisdruck hoch bleiben. Die Preise für Wohnimmobilien stiegen in Q2 2022 um 10,2% gegenüber Q2 2021. Dies impliziert für die letzten Monate wohl bereits fallende Preise. Für das Jahresende 2022 erwarten wir für die 5-10jährigen Hypothekenzinsen 2,9% und bis zum Jahresende 2023 eine weitere Erhöhung auf 3,2%. Angesichts weiter anziehender Zinsen dürfte die Erschwinglichkeit von Wohneigentum in Deutschland weiter nachgeben. [mehr]
13. Oktober 2022
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In der sich abzeichnenden Rezession dürfte der Beschäftigungsaufbau in Deutschland einen vorübergehenden Dämpfer erfahren. Während die Entwicklung der Arbeitslosigkeit vorerst hauptsächlich noch durch die Registrierung ukrainischer Flüchtlinge bestimmt sein wird, dürfte die Kurzarbeit im Winterhalbjahr wieder spürbar zunehmen. Der enge Arbeitsmarkt erschwert den Abstimmungsprozess von angebotenen und gesuchten Qualifikationen und vor den angelaufenen Tarifverhandlungen türmen sich die Rezessionssorgen. [mehr]
5. Oktober 2022
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Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland dürfte 2022 um 2,5% und im Jahr 2023 um rd. 5% schrumpfen. Die größten Rückgänge sind in den energieintensiven Industrien zu erwarten. Wenn wir in etwa zehn Jahren auf die aktuelle Energiekrise zurückblicken werden, könnten wir diese Zeit als Ausgangspunkt für eine beschleunigte Deindustrialisierung in Deutschland betrachten. Wir sind pessimistischer für den Industriestandort Deutschland als für die großen deutschen Industrieunternehmen, die ihre Aktivitäten besser internationalisieren und Produktionsstandorte nach ihren individuellen Kosten- und Kundenstrukturen wählen können. Für den deutschen Mittelstand, insbesondere in den energieintensiven Branchen, wird die Anpassung an eine neue Energiewelt eine größere Herausforderung, an der manche Unternehmen scheitern werden. [mehr]
27. September 2022
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German economy: Out in the cold. The real income and confidence shock resulting from the NS1 shutoff as well as the negative real wealth shock of some EUR 1.5 tn will likely send private consumption into a tailspin in 2023. Surging uncertainty and the energy shock causing a slump in competitiveness and profits will put a brake on corporate investment spending, in our opinion. The three fiscal packages and a probable additional one will likely not prevent a GDP slump. Together with a weaker global outlook, we expect the loss in final domestic demand to result in a GDP drop of 3% to 4% in 2023, after an increase of around 1% in 2022. [mehr]
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