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Wenige Krisenherde im Häusermarkt der Eurozone

22. Mai 2017
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Der Wohnimmobilienmarkt der Eurozone hat seine massiven Überbewertungen, gemessen am Verhältnis Preise zu Einkommen der Jahre 2007 und 2008, abgebaut. Aktuell liegen nur noch in wenigen kleineren Ländern Überbewertungen vor. Dies dürfte sich gegen Ende des Jahrzehntes wieder ändern, wenn die Hauspreisdynamik in Deutschland wie erwartet hoch bleibt. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Europa"

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29. September 2017
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1
Die Geldmarktfonds im Euroraum verwalteten Mitte 2017 ein Vermögen von EUR 1,16 Billionen. Trotz niedriger Zinssätze bedeutet dies ein deutliches Wachstum um EUR 260 Mrd. in den vergangenen drei Jahren. Allerdings werden 2018 neue, strengere Regeln für die Branche in Kraft treten. Anders als nach der Reform der US-Geldmarktfonds ist in Europa jedoch keine tief greifende Umstrukturierung des Marktes zu erwarten. Zukünftig könnte durch den Brexit ein Wettbewerb zwischen der EU und Großbritannien um das Geschäft mit solchen Geldmarktfonds entstehen, die nicht in Euro denominiert sind. [mehr]
30. August 2017
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2
Es ist bemerkenswert, was und wie viel sich im europäischen Bankensektor geändert hat seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise vor fast genau zehn Jahren. Der Vergleich des ersten Halbjahres 2017 mit dem Höhepunkt des Booms im ersten Halbjahr 2007 zeigt, wie sich die Zusammensetzung der Erträge hin zu stabileren Komponenten verschoben hat. Der Anteil des Zinsüberschusses ist auf mehr als die Hälfte der gesamten Erträge gestiegen, während das Handelsergebnis deutlich an Bedeutung eingebüßt hat. Der Verwaltungsaufwand ist gesunken, aber nur moderat, sodass sich der Nettogewinn auf lediglich die Hälfte des Vorkrisenergebnisses verringert hat. Sowohl die absolute Höhe des Eigenkapitals als auch die Kapitalquoten sind enorm gestiegen. Andererseits ist die Bilanzsumme über das letzte Jahrzehnt erheblich gesunken, was zu einem massiven Abbau von Risiken in der Branche beigetragen hat. [mehr]
26. Mai 2017
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3
Die europäischen Banken haben einen guten Jahresauftakt verzeichnet. Die Erträge sind gestiegen, und zwar deutlich stärker als die Kosten. Die Kreditrisikovorsorge blieb niedrig. Unter dem Strich legte der Gewinn kräftig zu, um mehr als 40% verglichen mit dem Wert vor 12 Monaten. Die Zuwächse wurden allerdings gegenüber einem schwachen Vorjahreszeitraum erzielt – genaugenommen ist die Branche in vielerlei Hinsicht nur wieder dort, wo sie in Q1 2015 war. Mehr noch: Bei einer reinen Betrachtung der GuV hat sich seit dem Ausbruch der europäischen Schuldenkrise in Griechenland vor sieben Jahren ziemlich wenig verändert. Die Bankenbranche ist seitdem mehr oder weniger auf der Stelle getreten – eine frustrierende Erfahrung nach Jahrzehnten starken Wachstums und erheblichen Restrukturierungsanstrengungen in den letzten Jahren. Zumindest bei anderen Indikatoren sind deutliche Verbesserungen klar erkennbar, nicht zuletzt mit Blick auf den Risikoab- und Kapitalaufbau der Banken (nur in Englisch verfügbar). [mehr]
2. März 2017
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4
Die europäische Bankenindustrie hat im Jahr 2016 einen herben Rückschlag erlebt. Alle wichtigen Ertragskomponenten waren rückläufig, die Kostensenkungen konnten damit nicht Schritt halten und die Risikovorsorge stieg an. In der Folge halbierte sich der Nettogewinn fast. Die Banken reagierten mit aggressivem Risikoabbau, aber aufgrund einer schrumpfenden Eigenkapitalbasis stagnierten Kapital- und Leverage-Quoten zum ersten Mal seit der Finanzkrise. Im Gegensatz dazu setzten die US-Banken ihr Wachstum fort und steigerten ihren nominalen Gewinn auf ein neues Rekordhoch. Sie konnten damit den Abstand zu den europäischen Wettbewerbern weiter vergrößern (nur in Englisch verfügbar). [mehr]
18. November 2016
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5
Die Ergebnisse der europäischen Bankenbranche haben sich im dritten Quartal nach einem schwachen ersten Halbjahr verbessert. Trotzdem liegen sämtliche Ertragskomponenten gegenüber dem Vorjahr im Minus, was nur zum Teil durch sinkende Kosten und geringere Kreditverluste ausgeglichen wurde. Während es jedoch weiterhin praktisch kein Kreditwachstum gibt, gewinnt das Einlagenwachstum sogar noch an Fahrt und ist mittlerweile so kräftig wie seit 2009 nicht mehr. Und das, obwohl die Kreditzinsen für Kunden auf einem Rekordtief und die Einlagenzinsen faktisch bei Null liegen. Eine der größten Unbekannten, die den Ausblick bestimmen, ist nach der US-Wahl der zukünftige Kurs der Bankenregulierung auf globaler Ebene. Änderungen hierbei könnten beträchtliche Auswirkungen auf die europäischen Banken haben (nur in Englisch verfügbar). [mehr]
29. September 2016
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7
Ein wichtiges Ziel der geplanten europäischen Kapitalmarktunion (Capital Markets Union, CMU) ist es, genügend Finanzmittel für Start-ups in Europa sicherzustellen. Kosteneffiziente Lösungen sind erforderlich, damit der in den vergangenen Jahren verzeichnete 40-prozentige Rückgang bei Börsengängen kleiner Unternehmen wieder umgekehrt werden kann. Um die Vergabe von Bankkrediten an Start-ups zu fördern, ist es nötig, den Verbriefungsmarkt zu beleben und nach Möglichkeit einen Markt für KMU-Pfandbriefe zu schaffen. Geringe Venture-Capital-Investitionen sind ein weiteres Problem in Europa – zuletzt entsprachen sie nur einem Zehntel der Investitionen in den USA. Um sie zu steigern, sollte institutionellen Anlegern mehr Flexibilität bei ihrer Portfolioallokation eingeräumt werden. Außerdem gibt es in der EU über 500 Crowdfunding-Plattformen. Ein einheitlicher rechtlicher und regulatorischer Rahmen könnte zu einer Konsolidierung führen und dadurch Suchkosten für Anleger sowie Kreditnehmer senken. (nur auf Englisch verfügbar) [mehr]
29. August 2016
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8
Vor knapp vier Jahren hatte sich die EU-Kommission das Ziel gesetzt, den Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der gesamten Bruttowertschöpfung von damals 15,5% auf 20% bis 2020 zu erhöhen. Dieses Ziel wird voraussichtlich verfehlt. Denn 2015 lag der Industrieanteil erst bei 15,6% und damit kaum höher als 2012. Aber: Der Industrieanteil in der EU ist seit 2012 zumindest nicht mehr weiter gesunken. Ferner nahm die industrielle Bruttowertschöpfung in der EU in den letzten Jahren sowohl in nominaler als auch in realer Betrachtung (leicht) zu. In einzelnen EU-Staaten hat sich die Bedeutung der Industrie sehr unterschiedlich entwickelt. Auffällig ist, dass der Industrieanteil in den drei großen osteuropäischen EU-Ländern seit 2012 stark zugenommen hat. Leichte Zugewinne verzeichnen Spanien und Italien. In Deutschland ist der Industrieanteil 2015 leicht gesunken, er liegt mit 22,8% aber noch immer weit über dem EU-Durchschnitt. [mehr]
18. August 2016
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Während sie 2014 und 2015 beträchtliche Fortschritte erzielen konnte, hat die europäische Bankenbranche in diesem Jahr bislang den Rückwärtsgang eingelegt. Erträge und Gewinne schrumpfen wieder und die Möglichkeiten, dies durch eine geringere Kreditrisikovorsorge zu kompensieren, scheinen ausgeschöpft. Einmal mehr haben Kosteneinsparungen mit dem Einnahmerückgang nicht Schritt halten können. In einem anhaltend schwierigen Umfeld dürften die Banken nicht umhin kommen, noch einschneidendere Maßnahmen zu ergreifen, um sich langfristig wieder robust und tragfähig aufzustellen (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
16. August 2016
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10
Die Debatte, ob negative Leitzinsen (Negative Interest Rate Policy, NIRP) den geldpolitischen Transmissionsmechanismus unterstützen oder ihn belasten, wogt weiter. Nachdem die BIZ und viele andere – unter anderem auch wir* – schon lange vor der ungebremsten Öffnung der geldpolitischen Schleusen und den Nebenwirkungen negativer Notenbankzinsen warnen, hat jetzt auch der Chef der englischen Zentralbank, Mark Carney, negativen Zinsen eine klare Absage erteilt, obwohl er nach dem Brexit-Schock mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, ein Abgleiten der britischen Wirtschaft in die Rezession zu verhindern. Sein im August auf den Weg gebrachtes Maßnahmenpaket hat die Markterwartungen deutlich übertroffen, Minuszinsen hat Carney aber mit Hinweis auf die negativen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte ausgeschlossen. [mehr]
26. Juli 2016
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Das Thema künftiger Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU hat viele Facetten. Zu den kaum beachteten gehört die Frage nach sozialrechtlichen Konsequenzen. Gelten in Großbritannien arbeitsrechtliche EU-Standards nach einem Brexit weiter? Können britische Rentner auch danach noch in Frankreich oder Spanien Rente beziehen? Wie steht es künftig um den Zugang von EU-Bürgern zu Leistungen des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes (NHS)? Erhalten nach Frankfurt abgewanderte Londoner Banker für ihre in der Heimat gebliebenen Kinder weiterhin Kindergeld vom deutschen Staat? [mehr]
13. Juli 2016
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In dieser Woche hat der Rat der Finanzminister festgestellt, dass sowohl Spanien als auch Portugal keine hinreichend effektiven Maßnahmen unternommen haben, um ihre Haushaltsdefizite wie vereinbart innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens zu reduzieren. Der Ministerrat folgt hierbei einer Empfehlung der Europäischen Kommission, die einige Tage zuvor einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt hatte. Mit dieser Entscheidung wird das laufende Defizitverfahren für beide Länder - erstmals - um eine weitere Stufe eskaliert. Inwieweit und in welcher Form diesem Schritt nun Sanktionen folgen, dürfte in den kommenden Wochen weiter debattiert werden. [mehr]