1. Research

Jochen Möbert

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12. Oktober 2021
1
Das zuletzt kräftige Wachstum während der Sommermonate dürfte sich über den Winter abschwächen. Bis Frühling 2022 dürften die dämpfenden Einflussfaktoren nachgelassen haben und Nachholeffekte sollten das Wachstum erneut ankurbeln. Für die Jahre 2021 und 2022 erwarten wir ein BIP-Wachstum von 3,1% und 4,3%. Im Jahresdurchschnitt 2021 erwarten wir eine Inflation von 3,0%. Steigende Kapitalmarktzinsen erhöhen tendenziell die Hypothekenzinsen; für das Jahresende 2021 erwarten wir 1,25% und einen weiteren Anstieg auf 1,45% bis Ende 2022. Wohneigentum bleibt zinsseitig weiterhin erschwinglich. [mehr]
8. Oktober 2021
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Never since reunification have industrial companies in Germany complained as much about material bottlenecks as they do at present. In addition to physical shortages of intermediate products, rising prices are also currently problematic for companies. This is reflected in producer prices. In August 2021, they were around 12% higher than a year earlier – the biggest increase since December 1974. The latest development is not a German phenomenon. In many countries around the world, the current economic recovery is being dampened by supply bottlenecks and higher prices. Supply bottlenecks and rising prices for intermediate goods are hampering the economic recovery in the manufacturing sector. Here, new orders in August 2021 exceeded the production level by close to 22%. Overall, we expect supply chain disruptions to keep us busy into 2022, although the low point in the supply crisis may be behind us. [mehr]
28. September 2021
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Noch nie seit der Wiedervereinigung haben Industrieunternehmen in Deutschland so sehr über Materialengpässe geklagt wie aktuell. Neben den physischen Knappheiten von Vorprodukten sind für die Unternehmen aktuell auch steigende Preise problematisch. Dies spiegelt sich in den Erzeugerpreisen wider, die im August 2021 um etwa 12% über dem Vorjahreswert lagen – der kräftigste Anstieg seit Dezember 1974. Die jüngste Entwicklung ist kein deutsches Phänomen. In vielen Ländern der Welt wird die aktuelle Konjunkturerholung durch Lieferengpässe und höhere Preise gedämpft. Lieferengpässe und steigende Preise für Vorleistungsgüter beeinträchtigen die konjunkturelle Erholung im Verarbeitenden Gewerbe. Hier übertraf der Auftragseingang im Juli 2021 das Produktionsniveau um 24%. Insgesamt erwarten wir, dass uns die Störungen der Lieferkette noch ins Jahr 2022 beschäftigen werden, auch wenn der Tiefpunkt in der Lieferkrise hinter uns liegen könnte. [mehr]
15. September 2021
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In terms of housing policy concepts in Germany, there are only minor overlaps between the plans of left-wing and right-wing parties. The CDU/CSU, the FDP, and the AfD continue to support supply-oriented housing policies. The SPD, the Greens, and the Left prefer demand-oriented approaches. The CDU and the FDP promise to reduce price and rent pressure by providing additional supply and to offer incentives for renovation and retrofitting. People who are living in a rented home and do not want to move will probably find the plans of the SPD, the Left or the Greens attractive. Private households might see the ancillary costs of buying a home decline after the elections, as opposed to large-scale investors. Overall, none of the parties has prepared a comprehensive concept. And none of them has paid attention to what their demands may mean in terms of necessary labour, funds, space, etc. [mehr]
6. September 2021
5
Beim Thema Wohnungspolitik haben die aktuellen Wahlprogramme der Parteien wenig Schnittmengen. Union, FDP und AfD schlagen weiterhin eine eher angebots- und SPD, Grüne und Linke eine eher nachfrageorientierte Wohnungspolitik vor. Union und FDP versprechen, den Preis- und Mietdruck über zusätzliches Angebot zu beseitigen und Anreize für Renovierungen zu bieten. Wer zur Miete wohnt und nie wieder umziehen möchte, dürfte sich durch die Programme der SPD, der Linken oder der Grünen angesprochen fühlen. Für private Haushalte dürfte die Belastung durch die Grunderwerbsteuer nach der Wahl womöglich sinken, für große Investoren dürfte sie dagegen eher zulegen. Keine Partei bietet ein Gesamtkonzept. Keine Partei schätzt die Folgen ihrer Forderungen im Hinblick auf benötigte Arbeitskräfte, Finanzmittel oder Flächen ab. [mehr]
30. Juli 2021
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Net migration towards Germany was much lower in 2020 than pre-COVID. The migration flows from outside of the EU were particularly hampered whereas migration within the EU fell by 'only' 5% compared to 2019. As a consequence, the new demand for housing was much lower than in previous years which helped to reduce the housing shortage. By contrast, the lack of qualified and non-qualified workers in the labour market has become more severe through the pandemic. [mehr]
27. Juli 2021
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The recent flood caused by heavy rain was among the most severe natural disasters hitting Germany since reunification. More than 170 people lost their lives and many private homes and public buildings, roads and municipal infrastructure were destroyed. Since the flooding occurred in regions with low industrial density, the expected negative impact on overall economic activity, in particular on industrial production, should be relatively limited. Still, the regional impact on agricultural production (such as wine-growing) might be significant. Some of the most recent polls already fully capture post-flood views. As expected, there is no big shift in voter preferences. The events will likely confirm voters' previous choices. [mehr]
22. Juli 2021
8
Rund 220.000 Personen zogen netto im Jahr 2020 nach Deutschland. Die Lockdown-Monate verhinderten eine stärkere Zuwanderung und insbesondere der Zuzug von außerhalb der EU ist im Vergleich zum Vorjahr kräftig eingebrochen. Unsere Berechnungen legen nahe, dass die Zuwanderung auch im Jahr 2021 gegenüber 2020 nur leicht ansteigt. Da die Corona-Krise den Wohnungsneubau kaum beeinträchtigt, dürfte der geringere Zuzug den Wohnungsmangel erneut reduzieren. Für den Arbeitsmarkt könnte der verstärkte Arbeits- und Fachkräftemangel den Lohndruck über das gesamte Jahrzehnt erhöhen. [mehr]
2. Juli 2021
9
Im ersten Quartal 2021 schrumpfte die deutsche Wirtschaft aufgrund des anhaltenden Lockdowns um 1,8% ggü. Vorquartal. Vorlaufindikatoren für die Binnen- und die Exportwirtschaft deuten einen kräftigen Aufschwung im zweiten und dritten Quartal an. Für die Jahre 2021 und 2022 erwarten wir BIP-Zuwächse von 4,0% und 4,2%. Leicht fallende Inflationsraten im Jahr 2022 dürften für die 5-10-jährigen Hypothekenzinsen eine Seitwärtsbewegung auf dem Niveau von 1,25% einläuten. Im Vergleich mit dem Zinsniveau von 5% im Jahr 2008 bleibt Wohneigentum erschwinglich. Im Jahr 2021 wird die Erschwinglichkeit wohl etwas sinken wegen höherer Hypothekenzinsen, schwacher Einkommensentwicklung und vermutlich weiter steigender Hauspreise. [mehr]
21. Juni 2021
10
Berlin ist wohl eine der lebenswertesten Städte der westlichen Welt. Doch der Berliner Wohnungsmarkt steht zurzeit vor großen Herausforderungen. Angesichts der gesellschaftlichen Spannungen in Berlin ist es dringend nötig, einen Kurswechsel in der Berliner Wohnungspolitik einzuleiten und angebotsorientierte Politikansätze mit dem Mieterschutz zu versöhnen. Der Neubau muss angekurbelt werden und es bedarf einer langfristigen Baubedarfsplanung sowohl auf Makro- als auch auf Mikroebene. Die Personaldecke der öffentlichen Verwaltung sollte gestärkt werden. Ein weiterer Eckpfeiler ist die Koordination der Baubedarfspläne in Berlin und Brandenburg. Der Mieterschutz sollte weiter gestärkt werden. Mit diesen und weiteren Maßnahmen könnte der Mangel an Wohnraum in Berlin im Laufe der Dekade sukzessive reduziert und vielleicht sogar beseitigt werden. [mehr]
17. Juni 2021
11
The demand for office space will be largely shaped by the development of home office over the decade. There is no doubt that remote work has the potential to reduce demand for office space substantially and uncertainty remains unusually high. But our projections show that even with a strong expansion of home office, demand for office space could remain high. We continue to expect that the traditional office will remain the hub of economic life. [mehr]
14. Juni 2021
12
Q2-BIP sollte trotz des holprigen Aprils deutlich zulegen. Die harten Daten für April waren eher schwach. Die starke Auslandsnachfrage und die geringen Bestände in den Fertigwarenlagern deuten jedoch auf einen starken Aufschwung hin, sobald die angebotsseitigen Behinderungen nachlassen. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Verbraucher verbessern sich. Zusammen mit einer erwarteten Normalisierung der Sparquote sollte dies eine starke Stütze für das Wachstum des privaten Verbrauchs darstellen. Trotz des schleppenden Starts senken wir unsere BIP-Prognose für das zweite Quartal von knapp 2% gg. Vq. nicht. Seit Jahresanfang hat die deutsche Inflationsrate kräftig angezogen. Aufgrund der nach wie vor über den Erwartungen liegenden Preisdynamik und der Aussicht auf eine deutliche(re) Konjunkturbelebung in den Sommermonaten rechnen wir nunmehr damit, dass die VPI-Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2021 auf rund 2,8% steigen dürfte. In einzelnen Monaten könnte die Jahresteuerungsrate sogar auf bis zu 4% klettern. [mehr]
21.0.2