1. Research

Jochen Möbert

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204 (169-180)
27. Juli 2016
169
EZB-Präsident Draghi zeigte sich bei der letzten Pressekonferenz zuversichtlich darüber was seine Geldpolitik erreicht hat und noch erreichen kann – falls nötig. Er forderte mehr Aktivitäten im strukturellen Bereich. Beispielsweise würde ein Markt für notleidende Kredite (NPLs) helfen, dass NPL-Problem zu lösen, auch staatliche Kapitalspritzen könnten hier hilfreich sein. Unsere Erwartungen sind unverändert. Nach dem Brexit-Referendum sind die Abwärtsrisiken für die konjunkturelle Erholung und die Normalisierung der Inflation zwar gestiegen. Eine Absenkung des Einlagezinssatzes würde den Druck auf die Gewinnmargen der Banken aber weiter erhöhen. Das Vertrauen der EZB in ihr QE-Programm ist unerschüttert. Für September erwarten wir eine Ausweitung des Programms um 9-12 Monate sowie Maßnahmen zur Erweiterung des Pools berechtigter Wertpapiere. Weitere Themen in dieser Ausgabe: Insolvenzen in Deutschland, Hypothekenkredite und der deutsche Wohnungsmarkt. [mehr]
27. Juli 2016
170
There is a high level of excess demand in the housing market and it has grown in recent years. Demand for credit is also growing at a correspondingly rapid pace. The supply of credit could be boosted by further monetary stimulus. In the medium term, more buoyant lending is likely to increase interest rate risk. However, if lending growth remains low, there will be increased risk of overvaluations and a house price bubble. This is particularly true when little new housing is financed and lending is largely for existing property. Given the high level of excess demand in the housing market and the fact that office buildings are being converted to residential buildings, office space is also likely to be in short supply in the coming years. As a result, rents in the office market can be expected to rise more strongly, and could – for a time – outstrip the rise in rents in the housing market. Since Chancellor Merkel assumed office in 2005 her term has been dominated by crisis management, which often required leadership and moderation of differing interests in Europe. Managing the UK’s departure from the EU will have top priority for the time being. Nonetheless, Merkel is likely to focus her attention on domestic topics as much as on European ones in the upcoming months given the looming federal elections in autumn 2017. Also in this issue: Fewer insolvencies in German industry. [mehr]
24. Juni 2016
171
Mit 1,7% im März 2016 sind die Bauzinsen (5-10-jährige Zinsbindung) niedrig. Aufgrund der lockeren Geldpolitik der EZB ist mit leicht fallenden Zinsen zu rechnen. 2015 wurden 247.700 Wohnungen fertiggestellt. Dies ist ein Plus von 1% gegenüber dem Vorjahr. Angesichts eines geschätzten jährlichen Baubedarfs von 400.000 Wohnungen wuchs der Nachfrageüberhang. Die zahlreichen Hindernisse – knappes Bauland, striktere regulatorische Vorgaben, Fachkräftemangel und steigende Baukosten – lassen keine schnelle Ausweitung des Wohnangebots erwarten. So dürfte der Abbau des Nachfrageüberhangs noch Jahre dauern. [mehr]
17. Juni 2016
172
Ein radikaler Kurswechsel in der Wohnungspolitik ist dringend erforderlich. Es bedarf eines Gesamtpakets auf Bundesebene, um den Wohnungsmangel abzubauen. Eine Fortsetzung der aktuellen Politik erhöht die makroprudenziellen Risiken im Finanzsektor und schürt Widerstände mit Blick auf die Integration der Flüchtlinge. [mehr]
3. Juni 2016
173
Wir korrigieren unsere BIP-Wachstumsprognose für Q2 von 0,3% auf 0,1% nach unten, da wir mit einer erheblichen Gegenbewegung nach dem starken Q1 rechnen. Während wir im Hinblick auf den Arbeitsmarkt optimistisch bleiben, glauben wir, dass der Einfluss der niedrigen Ölpreise auf das Realeinkommen langsam abklingt. Weiterhin hat der milde Winter in der Bauindustrie zu Vorzieheffekten geführt, wobei die Stärke der zugrunde liegenden Nachfrage nach Bauleistungen die Q2-Gegenbewegung begrenzen könnte. Unsere BIP-Prognose für 2016 lassen wir dennoch unverändert bei 1,7%. Trotz Flüchtlingsausgaben erzielte der Staatshaushalt 2015 ein Plus von 0,7% des BIPs und damit den höchsten Überschuss seit dem Jahr 2000. Der gute kurz- und mittelfristige Fiskalausblick reduziert allerdings die Reformnotwendigkeit der öffentlichen Haushalte nur geringfügig. [mehr]
3. Juni 2016
174
We revise down our Q2 GDP growth forecast from 0.3% to 0.1% as we expect material payback for Q1 strength. While we remain optimistic with regards to the labour market, we think that the impetus from low oil prices to real incomes is fading. In addition, the mild winter has allowed construction work to be brought forward, albeit the payback might be limited by the strength of underlying construction demand. Given weak export sentiment, falling investment goods orders and lower capacity utilisation, we think investment in machinery & equipment is going to weigh on Q2 growth. We maintain our 2016 GDP forecast (1.7%), though. Despite spending on refugees, the German national budget generated a surplus of 0.7% of GDP in 2015, the largest since 2000. However, the healthy short and medium-term fiscal outlook only marginally reduces the need for the reform of public finances. [mehr]
5. April 2016
175
Gemäß unseren und Konsensus-Erwartungen wird Deutschland voraussichtlich 4 Jahre (2014-2017) ein BIP-Wachstum über der Potentialrate und innerhalb einer extrem engen Bandbreite von 1,5% bis 1,7% verzeichnen. Falls doch eine Konjunkturwende ansteht, scheint eine Abwärtsbewegung wahrscheinlicher als eine Beschleunigung. Der tiefe Ölpreiseinbruch, der die Wirtschaft der Ölproduzenten erheblich unter Druck setzt, dämpft auch 2016 das deutsche Exportwachstum, selbst wenn der Gesamteffekt niedriger Ölpreise für die deutsche Konjunktur positiv ist. Die Wohnbauinvestitionen stiegen in den letzten Jahren nur träge an. Die wichtigsten Gründe sind ein Mangel an Bauland, gestiegene regulatorische Hürden, hohe Baukosten und ein Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft. [mehr]
4. April 2016
176
According to our and consensus expectations Germany will record 4 years (2014-2017) of above potential GDP growth in an extremely narrow range of 1.5% to 1.7%, despite substantial shocks and massive swings in growth drivers. If growth breaks out, a downside move seems more likely than higher growth. The economic slowdown in the oil-producing countries due to the falling oil price also carries implications for the German economy in terms of its foreign trade. Although the overall effect is positive for the German economy, German exports to oil-producing countries remain under pressure. Capital spending on residential construction has been growing sluggishly in recent years. The main reasons are: a shortage of building land, increased regulatory hurdles in virtually all construction sectors, high construction costs and a lack of skilled workers in the construction industry. [mehr]
3. März 2016
177
Während die deutschen Exporteure 2015 trotz des schwierigen Umfelds noch Weltmarktanteile hinzugewannen, stand der Start ins Jahr 2016 unter keinem guten Stern. Unser „Exportindikator“, der sich aus dem Nachfrage- und dem Wechselkursimpuls zusammensetzt, zeigt, dass die deutschen Exporte 2016 doppelt unter Beschuss stehen dürften. Die ungünstigere Konstellation beim Nachfrage- und insb. beim Preisimpuls dürfte 2016 nur noch für ein Exportwachstum von 3% sorgen. Der Blick auf einzelne Industriesektoren zeigt, dass die gesamtwirtschaftlichen Impulse durch branchenspezifische Faktoren überkompensiert werden können. Insgesamt wird das Exportjahr 2016 für die deutsche Industrie herausfordernd. Weitere Themen: Hauspreise in Deutschland, BIP-Wachstum und Geldpolitik der EZB. [mehr]
3. März 2016
178
Despite the challenging environment German exporters gained global market share in 2015. The year 2016 has not got off to an auspicious start, however. Our new “Export Indicator” points to a double whammy for German exports in 2016. The less favourable outlook for the demand and especially for the exchange rate impact looks set to slow export growth to around 3% in 2016. When analysing German exports, it is worth looking at sector-specific factors as they can play an even more important role than the macroeconomic environment. Overall, German industry faces a challenging year for exports. Further topics in this issue: House prices: Imminent return to normal, overvaluation likely; GDP growth 2016: More domestically driven & facing more downside risks; Merkel likely to weather even weak state election results. [mehr]
16. Dezember 2015
179
Die deutsche Konjunktur war im Jahresverlauf 2015 äußerst stabil, obwohl der volatile Nachrichtenfluss von Ölpreisschock, Euro-Wechselkursabwertung, „Dieselgate“ bis hin zur Flüchtlingskrise anderes vermuten lassen könnte. Gestützt auf ein 15-Jahreshoch beim privaten Konsumwachstum legte die Wirtschaftsleistung auf Jahressicht wie bereits im Jahr 2014 um gut 1 ½% zu. Die Konjunktur dürfte sich im Jahr 2016 bei recht stabilem Jahresverlauf auf knapp 2% beschleunigen. Der private Konsum sollte der wichtigste Wachstumspfeiler bleiben. Der Staatsverbrauch wird angesichts des fortgesetzten Flüchtlingszustroms und der daraus resultierenden Ausgaben expansiv bleiben. Wenn die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt gelingt, bietet die Flüchtlingskrise auf mittlere Sicht für das alternde Deutschland eine Chance. [mehr]
16. Dezember 2015
180
The German economy was extremely stable over the course of 2015, although the volatile newsflow that ranged from the oil price shock, material euro exchange rate depreciation, “Dieselgate” right through to the refugee crisis could make one think otherwise. Driven by a 15-year high in private consumption growth economic output rose by more than 1 ½% in 2015, as already achieved in 2014. Economic growth is set to accelerate to nearly 2% in 2016, following a pretty stable trend over the course of the year. Private consumption should remain the most important growth driver. Public consumption will remain expansionary given the continued influx of refugees and resulting public spending. If refugees can be successfully integrated into the labour market, the refugee crisis will provide Germany's ageing society with a medium-term opportunity. [mehr]
21.0.2