1. Research

Jochen Möbert

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10. September 2020
37
Die Corona-Krise dürfte das Nachfrage-Angebots-Gleichgewicht am Münchner Wohnungsmarkt nur marginal und temporär verändern. Zwar erwarten wir für das Jahr 2020 krisenbedingt ein sehr verhaltenes Einwohnerwachstum, die Gesundheitskrise dürfte aber auch Bremsspuren am Bau hinterlassen haben. Bei einer dauerhaft höheren Homeoffice-Quote dürfte ein weiterer Nachfrageschub für den Wohnungsmarkt drohen. Unserer Einschätzung nach wird sich das Ungleichgewicht erst einmal eher weiter verschärfen als entspannen. [mehr]
9. September 2020
38
The corona crisis has forced many employees to work from home. A consensus seems to be emerging that this is becoming the new normal. Many companies have already offered their employees the option to work from home for several days per week, even post-COVID. An enforceable right for employees to work from home would imply that employers must compensate employees for the additional living space required for home offices. In this paper we analyse the long-term implications of such legislation. We find serious side effects, in particular for the real estate market and the labour market. [mehr]
20. Juli 2020
39
Die deutsche Exportindustrie kämpfte die letzten Jahre mit vielen Herausforderungen. „Hausgemachte“ Probleme insbesondere im Autosektor gehörten hier ebenso dazu wie die Neuausrichtung der US-Handelspolitik. Auch die immer stärker in den Blickpunkt rückende Klimakrise implizierte massive Veränderungen. Entsprechend war die langfristige Ausrichtung vieler Sektoren des Verarbeitenden Gewerbes mit etlichen Fragezeichen versehen. Die Corona-Krise erhöht die Unsicherheit nun um ein Vielfaches. Wir denken, eine Reihe von Entwicklungen sprechen für unsere These, dass kontinentale Wertschöpfungsketten an Bedeutung gewinnen. [mehr]
20. Juli 2020
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The German export sector has had to cope with numerous challenges over the last few years. These include “homemade” problems, above all in the auto industry, but also the shift in US trade policy. Climate change has become an increasingly important issue, too; in fact, it implies massive changes. That is why the long-term trend in many manufacturing sectors appeared unclear even ahead of the coronavirus pandemic. Now, COVID-19 has compounded already existing uncertainties. From our vantage point, a number of reasons support our hypothesis that continental value chains are likely to gain importance. [mehr]
16. Juli 2020
41
Stuttgart baut weniger als andere Metropolen. Die Angebotsknappheit wird auch perspektivisch zumindest für einige Jahre bestehen bleiben. Positive Impulse von der Inbetriebnahme des neuen unterirdischen Hauptbahnhofs werden im aktuellen Jahrzehnt womöglich auch ausbleiben. Daher erwarten wir weitere Preissteigerungen. Die Mieten dagegen dürften nicht nur Corona-bedingt deutlich verhaltener zulegen. Die relativ hohen anfänglichen Mietrenditen dürften also weiter fallen. [mehr]
14. Juli 2020
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The unemployment rates of teenagers and young adults were already attracting attention during the financial and euro crisis. The corona crisis has again led to massive distortions on the labour markets in many countries. However, the initial development of the official youth unemployment rate was fairly diverse internationally. In some countries the unemployment rate has even fallen sharply. [mehr]
13. Juli 2020
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In 2019, net migration to Germany amounted to +327,100, a significant decrease compared to the previous years. Particularly striking is the sharp decline in immigration from Poland and the sharp increase in the number of immigrants from India. In 2020, immigration is likely to collapse due to the COVID-19 crisis. Subsequently, we expect higher number again. The migration over the coming years might be driven by the skilled worker immigration law which came into force in March 2020. Also, the very good epidemiological situation in Germany compared with many other countries might be a pull factor. If net migration then returns to more than 300,000 people per year, the population is likely to rise from 83.2 million today to over 84 million by the early 2030s. [mehr]
10. Juli 2020
44
Im Jahr 2019 erhöhte sich in Berlin die Zahl der fertiggestellten Wohnungen auf fast 19.000 und die Zuwanderung brach temporär ein. Voraussichtlich sinkt auch im Jahr 2020 der Nachfrageüberhang aufgrund eines Corona-bedingten Rückgangs der Zuwanderung. Um die Entwicklungen bis zum Jahr 2030 abzuschätzen, analysieren wir zwei Szenarien: Ein Positivszenario mit einer dynamischen Bauaktivität und einem graduell fallenden Bevölkerungswachstum sowie ein zweites Szenario mit geringerer Bauaktivität und einem konstanten Bevölkerungswachstum. [mehr]
10. Juli 2020
45
Die Arbeitslosenquoten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen standen bereits während der Finanz- und Eurokrise im Fokus. Nun hat die Corona-Krise in vielen Ländern zu massiven Verwerfungen an den Arbeitsmärkten geführt. Allerdings entwickelte sich die offizielle Jugendarbeitslosigkeit international sehr divers. In einigen Ländern ist die Arbeitslosenquote sogar kräftig gefallen. [mehr]
7. Juli 2020
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Im Jahr 2019 betrug die Nettozuwanderung nach Deutschland +327.100, ein deutlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren. Auffallend ist vor allem der starke Rückgang der Zuwanderung aus Polen und der starke Anstieg der Zahl indischer Zuwanderer. Im Jahr 2020 dürfte die Zuwanderung Corona-bedingt einbrechen. Anschließend erwarten wir wegen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes und womöglich auch aufgrund der sehr guten epidemiologischen Lage in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern wieder eine höhere Zuwanderung. Liegt der Nettozuwachs dann bei mehr als 300.000 Personen pro Jahr, dürfte die Bevölkerung Deutschlands bis Anfang der 2030er Jahre auf über 84 Mio. Einwohner steigen. [mehr]
2. Juli 2020
47
Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2019 nur 293.002 neue Wohnungen fertiggestellt. Dies war ein Plus von nur mageren 2% ggü. Vj. Wegen der seitwärts laufenden Hypothekenzinsen und vermutlich weiter steigender Hauspreise dürfte die Erschwinglichkeit im Jahr 2020 abnehmen. Nach unserer Einschätzung wird der Hauspreiszyklus wenigstens bis zum Jahr 2022 dauern. [mehr]
1. Juli 2020
48
Wie tief war der Konjunkturabsturz in Q2? Hochfrequenzdaten zeigen, dass mit der Rückführung der Lockdown-Maßnahmen eine Trendwende in der Wirtschaft stattgefunden hat. Überraschend starke Einzelhandelsumsätze (Mai) haben die Chance erhöht, dass der BIP-Rückgang in Q2 „nur“ einstellig ausgefallen sein könnte. Wir halten bis zu unserem Prognose-Update Anfang August trotz gestiegener Aufwärtsrisiken an der BIP-Prognose von -9% für 2020 fest. (Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe: Öffentliche Finanzen, Welthandel, Reisen in Zeiten von Corona, Arbeitsmarkt, Autoindustrie, die deutsche EU-Präsidentschaft, EZB-Geldpolitik) [mehr]
19.5.0