1. Research

Jochen Möbert

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197 (121-132)
21. Dezember 2017
121
House prices and rents have risen considerably during the current house price cycle. Rents are the component of the consumer price basket which has the biggest impact on overall inflation. While recent newspaper reports and market figures reflect the uptrend in rents, the official statistics are suspiciously free of it. This holds especially for Berlin. Consequently, official figures for the capital – and probably for Germany as a whole, if to a smaller extent – probably underestimate actual inflation. [mehr]
21. Dezember 2017
122
Im aktuellen Hauspreiszyklus haben wir kräftige Preis- und Mietsteigerungen beobachtet. Von allen Warengruppen haben die Mieten den größten Einfluss auf die Inflation. Während die aktuellen Zeitungsberichte und die Marktmiete die Mietdynamik widerspiegeln, findet sie in der amtlichen Statistik anscheinend nicht statt. Dies gilt insbesondere für Berlin. Folglich dürfte dort, und weniger ausgeprägt auch bundesweit, die offiziell gemessene Preisentwicklung die tatsächliche Inflation insgesamt unterschätzen. [mehr]
15. Dezember 2017
123
With a growth rate of probably 2.3% in 2017, Germany delivered the main positive surprise in the industrial world. In 2018, German GDP looks set to expand by 2.3% again. If this forecast materialises, Germany will grow at an above-potential rate for the fifth year in a row. The upcoming wage round and resilient demand combined with the global decline in free capacities might, however, push up prices more strongly than currently expected. We already voiced concerns ahead of the Bundestag elections that the new government (just like its predecessor) might not pay sufficient attention to urgent challenges such as digitalisation, demographics and globalisation as the labour market situation is favourable. Now that forming a government has turned out to be unexpectedly difficult our concerns have increased. [mehr]
14. Dezember 2017
124
Die deutsche Wirtschaft ist in 2017 um rund 2,3% gewachsen und lieferte damit die positive Überraschung unter den Industrieländern. In 2018 dürfte das BIP nochmals um 2,3% steigen. Dies wäre das fünfte Jahr in Folge, in dem Deutschland über Potenzial wächst. Die anstehende Lohnrunde, insbesondere aber die hohe Nachfrage bei global abschmelzenden freien Kapazitäten, könnten zu einer stärkeren zugrundeliegenden Preisdynamik führen, als von uns derzeit prognostiziert. Wir haben schon im Vorfeld der Bundestagswahl unsere Sorge geäußert, dass eine neue Regierung aufgrund der aktuellen (vorübergehenden!) Idealkonstellationen am Arbeitsmarkt und im Staatsaushalt den immer drängenderen Herausforderungen durch Digitalisierung, Demografie und Globalisierung – ähnlich wie ihre Vorgängerin – nicht genügend Aufmerksamkeit schenken wird. Die unerwarteten Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung haben diese Sorgen nochmals erhöht. [mehr]
3. November 2017
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Envisaged Jamaica coalition: After the exploratory talks is before the negotiations. It would not come as a surprise, if the coalition formation were to take longer than ever before in the Federal Republic and if the chancellor were not until January. Given that in many areas critical details remained unresolved in the first round of the exploratory talks, further challenging rounds will follow in the next few weeks. Only after that will the official coalition talks begin - provided the Greens sound the all-clear at their party convention. The search for compromises is aggravated, as many of the partners’ requests have to remain unfulfilled despite buoyant tax revenues. Initially, i.e. in 2018, the economic impulse of a "black-yellow-green" fiscal policy is likely to be very limited. But steps in the right direction of strengthening Germany are on the horizon. Another positive is the clear commitment to a united and strong Europe. (Also included in this issue: November tax estimate, German current account surplus, trends in the EU industry) [mehr]
3. November 2017
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Angestrebte Jamaika-Koalition: Nach der Sondierung ist vor den Verhandlungen. Es zeichnet sich ab, dass die Kanzlerwahl erst im Januar erfolgen könnte. Nachdem in der ersten Runde der Sondierungsgespräche bei vielen Themen entscheidende Details offen geblieben sind, stehen in den nächsten Wochen weitere herausfordernde Runden an. Erst danach sollen die eigentlichen Koalitionsverhandlungen erfolgen. Der gesamtwirtschaftliche Impuls einer schwarz-gelb-grünen Fiskalpolitik dürfte anfänglich, d.h. im Jahr 2018, eher begrenzt sein. Gleichwohl sind Schritte in die richtige Richtung einer Stärkung des Standortes Deutschland zu erwarten. (Weitere Themen in dieser Ausgabe: November-Steuerschätzung, deutscher Leistungsbilanzüberschuss, Industrie in der EU, EZB-Politik) [mehr]
9. Oktober 2017
127
Wohneigentum bleibt erschwinglich. Aktuell könnte jedoch aufgrund der hohen Preisdynamik (9,0% gg. Vj.) die bundesweite Erschwinglichkeit erstmals wieder auf über 50 Indexpunkte steigen (zuletzt Ende 2014, 2005=100). Angesichts unserer Zinsprognosen und des voraussichtlich anhaltend hohen Preisdrucks dürfte die Erschwinglichkeit auch im Jahr 2018 abnehmen. [mehr]
6. Oktober 2017
128
Jamaika dürfte keinen fundamentalen Politikwechsel bringen. Der zusätzliche fiskalische Impuls der Steuer- und Ausgabenpolitik dürfte unserer Erwartung nach 2018 in der Größenordnung von 15 Mrd. EUR und 20 Mrd. EUR liegen. Dieser Betrag liegt nur geringfügig über den 15 Mrd. EUR, die vom scheidenden Finanzminister in Aussicht gestellt wurden und die wir schon in unserer BIP-Prognose von 1,8% für 2018 berücksichtigt hatten. Vorschläge im Wahlprogramm der FDP wie beispielweise eine Rückführung des ESM oder die Schaffung einer geregelten Austrittsprozedur für die Eurozone haben bei einigen EU-Politikern die Alarmglocken läuten lassen. Wir glauben allerdings nicht, dass sich diese Forderungen im Koalitionsvertrag wiederfinden werden. Trotz der FDP-Forderungen nach mehr markt- und regelbasierten Prozeduren innerhalb der EWU dürfte Deutschland im Fall einer krisenhaften Zuspitzung in einem Mitgliedsland die notwendige Unterstützung gewähren. (Weitere Themen in dieser Ausgabe: Fiskalischer Spielraum der neuen Bundesregierung, Welthandel, Unkonventionelle EZB-Politik) [mehr]
6. Oktober 2017
129
The view from Berlin: Jamaica unlikely to trigger fundamental policy changes. The total additional fiscal impulse provided by a Jamaica coalition could in our view amount to between EUR 15 bn and EUR 20 bn in 2018. This would be only marginally more than the EUR 15 bn tax cuts "promised" by the outgoing Minister of Finance, which we had already taken into account in our 1.8% GDP forecast for 2018. Proposals in the FDP's election platform to scale back the ESM and to install an orderly EMU exit procedure have raised concerns among some EU politicians. We doubt that these two proposals will make it into the coalition treaty. Despite the FDP's insistence on more market- and rule-based procedure within EMU, it is very unlikely that Germany would not provide the necessary support if another EMU country slipped into acute crisis. (Also included in this issue: Public finances after the election, World trade) [mehr]
6. September 2017
131
Deutsche Konjunktur boomt, Lohninflation bleibt derzeit noch aus. Wir haben unsere Wachstumsprognose für 2017 von 1,6% auf 1,9% angehoben. Die Prognose für 2018 haben wir nur leicht erhöht (von 1,7% auf 1,8%), da wir erwarten, dass der robusten Binnenkonjunktur wechselkursbedingte zunehmende Gegenwinde beim Export gegenüberstehen. Da sich die Aufwertung des Euro nur allmählich bemerkbar machen wird und die Investitionen anziehen, dürfte sich die BIP-Expansion in H2 nur geringfügig verlangsamen. Anfang 2018 stehen Tarifverhandlungen in wichtigen Sektoren an. Angesichts der günstigen Arbeitsmarktsituation sind eigentlich Abschlüsse von über 3% zu erwarten. Allerdings ist die (klassische) Phillips-Kurven-Relation nur schwach ausgeprägt und andere Faktoren könnten ein größeres Gewicht haben. (Weitere Themen in dieser Ausgabe: Lohnrunde 2018, deutsche Industrieprognose, unser EZB-Szenario) [mehr]
6. September 2017
132
Germany booming but wage-inflation still missing. We have lifted our 2017 GDP forecast from 1.6% to 1.9%. 2018 we revised only marginally up (from 1.7% to 1.8%) as we expect euro-induced export headwinds to counteract domestic strength. In H1 the economy expanded with an annualized rate of 2.6%. With EUR appreciation feeding through only gradually and capex picking up, GDP growth should slow only marginally in H2. 2018 kicks off with wage negotiation in key sectors. The strong labour market suggests wage settlements north of 3%, but the (classic) Phillips curve nexus is only weak and other factors could weigh. (Also included in this issue: German wage round in 2018, industry output forecast, The view from Berlin) [mehr]
19.5.0