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Stefan Schneider

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93 (73-84)
4. August 2014
73
Der Wachstumsrückschlag im zweiten Quartal ist wohl kräftiger ausgefallen, als zunächst vermutet. Wir erwarten nunmehr lediglich eine Stagnation, schließen aber auch einen minimalen Rückgang nicht mehr aus. Insgesamt deuten die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht auf eine dynamische Konjunktur in H2 hin. Insbesondere die verschärften Sanktionen gegen Russland und das Risiko einer weiteren Eskalation des Konfliktes sollten trotz des geringen Anteils Russlands an den deutschen Exporten die Stimmung und Investitionstätigkeit dämpfen. Aufgrund der Unsicherheiten bzgl. der Q2-Daten haben wir zunächst noch von einer Abwärtsrevision unser BIP-Prognose von 1,8% für das Gesamtjahr abgesehen. [mehr]
30. Juni 2014
74
Die deutsche Industrieproduktion dürfte im Gesamtjahr um real etwa 4% wachsen. Zwar haben sich am aktuellen Rand die Geschäftserwartungen eingetrübt, sie befinden sich aber nach wie vor im positiven Bereich. Trotz der guten Arbeitsmarktlage in Deutschland hat sich die Inflation spürbar verlangsamt. Die Erholung der Weltwirtschaft, der abwertende Euro sowie die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland führen in unserer Prognose dazu, dass der Tiefpunkt der Inflation erreicht ist. Nach 1,1% im laufenden Jahr könnte sie 2015 auf 1,6% steigen. Die EZB hat am 5. Juni ein umfangreiches Maßnahmenpaket aufgelegt. Dabei handelte sie aus Sorge über die niedrige Inflation sowie ein Absinken der langfristigen Inflationserwartungen, was sich negativ auf die Kreditvergabe und die Schuldentragfähigkeit auswirken würde. Wir erwarten dass die EZB im ersten Halbjahr 2015 mit einem auf private Kreditforderungen abzielenden quantitativen Lockerungsprogramm nachlegen wird. Vorsichtige Zinserhöhungen sehen wir erst gegen Ende 2016. [mehr]
4. Juni 2014
75
Angesichts des exzellenten Starts der deutschen Wirtschaft ins Jahr 2014 haben wir unsere BIP-Prognose auf 1,8% angehoben (von zuvor 1,5%). Für 2015 bleiben wir bei unserer BIP-Prognose von 2%, da wir erwarten, dass der nur temporäre Anstieg der Bruttolöhne in Folge der Einführung des Mindestlohns durch geringere Investitionsausgaben kompensiert wird. [mehr]
19. Mai 2014
76
Bis jetzt war der Westen in seinem Versuch, Russlands Übergriffe auf die Ukraine einzudämmen, relativ zurückhaltend und hat von ökonomisch bzw. finanziell schmerzhaften Sanktionen abgesehen. Die Ukrainekrise und weitere Sanktionen sind nicht unerheblich für das Profil der europäischen Konjunkturerholung. Aber angesichts der Verteilung der Kosten, sollte sich der Westen ein härteres Vorgehen gegenüber Moskau leisten können. Die ökonomischen Kosten wären zweifelsohne höher, wenn die russischen Energielieferungen an den Westen gefährdet wären. Dies hätte jedoch einen sehr hohen Preis für Russland selbst. [mehr]
28. Februar 2014
77
Die diese Woche veröffentlichten Details zum Wachstum im vierten Quartal des letzten Jahres (0,4% gg. Vq.) haben unsere Prognose für das Wachstum im laufenden Jahr nicht verändert (1,5%). Wenn überhaupt, haben sie unsere Skepsis bestärkt, dass die aktuellen Umfragen bei Unternehmen und Konsumenten ein zu optimistisches Bild zeichnen. Allerdings schätzen wir den Ausblick für 2015 jetzt etwas günstiger ein. Wir haben unsere BIP-Prognose von 1,4% auf 2% angehoben. [mehr]
24. Februar 2014
Region:
78
Es war ein neuer Hollande, der sich Mitte Januar an die Presse wandte und ankündigte, ein neues Frankreich zu schaffen. Allerdings waren die meisten seiner Ankündigungen nicht mehr als eine Bestätigung des Kurswechsels, den er bereits im letzten Jahr eingeleitet hatte. François Hollande versprach, Wirtschaftsreformen entschlossener auf die politische Tagesordnung zu rücken. Die Reformen werden aber nur langsam vorangehen, und die Anpassung wird das Wirtschaftswachstum spürbar bremsen. Dies wird die politische Energie des Landes für eine Reform der Europäischen Union auf Jahre hinaus erschöpfen. Die strukturellen Hürden für Reformen sind in Frankreich höher als vor gut 10 Jahren in Deutschland. Es dürfte länger dauern als seinerzeit in Deutschland, bis sich die Anpassungen spürbar im Potenzialwachstum niederschlagen, und die strukturelle Konvergenz der beiden Länder wird nur langsam voranschreiten. [mehr]
27. Januar 2014
79
Wir erwarten im laufenden Jahr ein reales BIP-Wachstum von 1,5%. Ein erneut kräftiger privater Konsum sowie erstmals seit zwei Jahren wieder steigende Ausrüstungsinvestitionen sollten dafür den Grundstein legen. Zudem rechnen wir angesichts einer weltwirtschaftlichen Erholung auch mit einem leicht positiven Außenbeitrag. Fundamentale Stütze der Binnenwirtschaft bleibt auch im laufenden Jahr der Arbeitsmarkt. Bei weiter relativ stabilen Ölpreisen sowie einem ruhigen binnenwirtschaftlichen Preisklima dürfte die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2014 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (1,5%) verharren. Der öffentliche Haushalt wird einen leichten Überschuss ausweisen und die öffentliche Verschuldung wird in Richtung 76% des BIP fallen. [mehr]
12. Dezember 2013
80
Die internationale Kritik an der deutschen Leistungsbilanz hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die anhaltend hohen Leistungsbilanzüberschüsse verschlimmern die Eurokrise, oder haben sie sogar verursacht, weil sie die Exportmöglichkeiten der Peripherieländer beeinträchtigen, so die Kritiker. Allerdings sind die meisten ihrer Argumente nicht stichhaltig. Da es kaum Anzeichen dafür gibt, dass Deutschland relevante Parameter manipuliert, ist davon auszugehen, dass die Überschüsse das Ergebnis individueller Entscheidungen weitgehend privater Akteure in Deutschland und im Ausland sind. Politiker und Kommentatoren können unzufrieden mit dem Ergebnis sein, sollten aber nicht Deutschland beschuldigen, sondern betonen, dass die Peripherieländer ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern müssen. Die höheren Mindestlöhne und steigenden Sozialversicherungsbeiträge werden mittelfristig eine Belastung für die inländische Wirtschaft darstellen und sich damit negativ auf das deutsche Importwachstum auswirken. [mehr]
29. November 2013
81
Die Koalition will die Rentenleistungen massiv ausweiten, einen Mindestlohn einführen und die Staatsausgaben leicht erhöhen. Steuererhöhungen (SPD-Petiten) sind ebenso wenig vorgesehen wie Steuerentlastungen (CDU/CSU-Vorhaben). Das Trendwachstum – insbesondere das Arbeitsangebot – wird belastet. Ineffizienzen in der Energiepolitik werden unzureichend adressiert. Die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen wird substantiell reduziert.Weitere Themen: Deutschland, USA und China: Tango zu Dritt? Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr – oder doch? Bund, Länder und Kommunen – alle in einem Boot.Schuldenquote in Deutschland weiter rückläufig. [mehr]
4. November 2013
82
Bei den Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD zeichnet sich die Einigung auf einen Mindestlohn von schon bald bundesweit EUR 8,50 pro Stunde ab. Empirische Analysen zeigen, dass die Folgen eines Mindestlohns besonders schädlich sind, wenn dessen Niveau nahe am Medianlohn liegt. Infolge des Mindestlohns müssten die Löhne von rd. 6 Millionen Beschäftigten angehoben werden. Ein Mindestlohn würde vor allem die Beschäftigungsperspektiven von Problemgruppen trüben, die schon heute überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Wenn Gesellschaft und Politik die aus Marktprozessen resultierende Einkommensverteilung korrigieren wollen, sollte dies mittels Steuern und Transferzahlungen geschehen, statt durch Eingriffe in die Tarifautonomie. [mehr]
2. September 2013
83
Wir haben unsere Prognose für das deutsche BIP-Wachstum in 2013 von 0,1% auf 0,5% angehoben. Das deutsche BIP ist im 2. Quartal mit 0,7% gg. Vq. (0,9% gg. Vj.) etwas stärker als erwartet gestiegen. Die Wachstumsimpulse kamen überwiegend von der inländischen Verwendung, die 0,5 Prozentpunkte zum Wachstum beitrug. Diese verteilte sich gleichmäßig auf den privaten Konsum und die Anlageinvestitionen, die beide jeweils 0,3 Prozentpunkte beitrugen. [mehr]
1. Juli 2013
84
Deutsche Unternehmen haben insbesondere die Öffnung Osteuropas und der Schwellenländer genutzt, um globale Produktionsketten aufzubauen, und damit ihre Wettbewerbsposition gestärkt. Die Politik sollte daher alles daran setzen, Hemmnisse für die internationale Arbeitsteilung zu reduzieren. [mehr]
2.4.6