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Deutschland

Deutschland ist gut durch die globale Finanz- und Eurokrise gekommen. Um auch die künftigen Herausforderungen zu meistern, bedarf es eines nachhaltigen Ausgleichs von Wirtschaftswachstum und gesellschaftlicher Teilhabe. Das Erreichen dieser Ziele erfordert weitere Reformen und eine Verbesserung der makroökonomischen Rahmenbedingungen. Hier sind Politik, Wirtschaft und Bürger gefordert. DB Research analysiert die ökonomischen und politischen Zielkonflikte und zeigt Lösungswege sowie Perspektiven für Wirtschaft und Politik auf. Diese basieren auf nationalen Branchenanalysen, globalen Finanzmarkt- und Konjunkturprognosen bis hin zur Einschätzung internationaler politischer Entscheidungen.

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17. Dezember 2021
4% BIP-Wachstum im Jahr 2022, trotz technischer Rezession im Winterhalbjahr. Eine synchrone Beschleunigung dürfte zu einem jährlichen BIP-Wachstum von 4% führen. In 2023 werden sich die Quartalsraten auf Trendwachstum verlangsamen. In der Fiskalpolitik führen ehrgeizige Ausgabenpläne und Festhalten an der Schuldenbremse zu offenen Finanzierungsfragen. Auf Basis des bisherigen fiskalischen Regimes wird das Haushaltsdefizit deutlich zurückgehen. Die großen, aber noch nicht bezifferten Ausgabenpläne der neuen Regierung bergen Aufwärtsrisken. Abschwächung der Inflationsraten von über 5%, aber Kernrate wegen Kostenexplosion und großen Preisüberwälzungsspielräumen dauerhaft höher. Gesamt- und Kerninflationsraten dürften auch im Jahr 2023 nicht unter 2% fallen. Neue Bundesregierung: „Team Scholz“ wird Klimaschutz und umfangreiche Steuererleichterungen für grüne und digitale Investitionen in den Mittelpunkt stellen. Die deutsche EU-Politik mit weniger fiskalischem Dogma offener für vorsichtige Reform der EU-Defizitregeln. [mehr]
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9. Dezember 2021
Quantum 2.0 wird neue Supertechnologien hervorbringen, die unser Leben und unsere Arbeit massiv verändern und ein neues Zeitalter prägen werden. Bereits heute existiert ein Quanten-Ökosystem aus Start-ups und großen Unternehmen unter Beteiligung von mehr als 60 Ländern. Quantentechnologien werden die Wirkung von digitalen Transformationsprozessen nochmals beschleunigen und können sich disruptiv in vielen Bereichen auswirken. Der Wettbewerb zwischen Unternehmen wird sich durch Quantum 2.0 verschärfen mit der Vision eines neuen sicheren Quantum-Internet mit Höchstgeschwindigkeit. Auf internationaler und diplomatischer Ebene hat Quantum das Potenzial, einen nachhaltigen ökologischen Umbau zu unterstützen. Die Quantum 2.0-Revolution wirft neue wirtschaftliche und soziale Fragen auf, die diese Veröffentlichung aufgreift und Unternehmen dazu aufruft, „Quantum ready“ zu werden. [mehr]
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19. November 2021
Die Kredite an Unternehmen und Selbstständige sanken in Q2 erstmals seit 2014, bevor sie sich in Q3 wieder etwas erholten (EUR +11,8 Mrd., +2,8% ggü. Vj.). Das Kreditvolumen mit der Industrie schrumpft deutlich, aber mit Dienstleistern und Selbstständigen wächst es stark. Auslandsbanken und Landesbanken liegen im Minus, Sparkassen und Genossenschaftsbanken profitieren. Anleiheemissionen laufen weiter schwungvoll; Aktien, Commercial Paper & Leasing haben sich normalisiert. Die deutsche Volkswirtschaft ist in Q3, wie schon im Vorquartal, solide gewachsen (+1,8% ggü. Vq.). Hauptstütze war der anziehende private Verbrauch. In Q4 werden vor allem die Industrie und der Bau weiter von Lieferengpässen und steigenden Preisen gebremst. Zudem dürften die kräftig gestiegenen Corona-Infektionen den privaten Verbrauch dämpfen. Die Prognose für das BIP-Wachstum 2021 liegt daher nur noch bei 2,5%; für 2022 dagegen bei 4,5%. [mehr]
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19. November 2021
In the face of rapidly rising COVID-19 infection rates causing regional bottlenecks in intensive care units, the current caretaker federal government and heads of federal states agreed on further restrictions yesterday. From now on, the hospitalisation ratio in federal states will be the new single most important indicator to watch. It measures how many COVID-19 patients per 100,000 people have been hospitalised during the last 7 days. As soon as certain thresholds are exceeded, new restrictions will come into effect. In this Germany Blog, we explain the new thresholds and measures in detail and provide an economic assessment to illustrate the impact. [mehr]
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10. November 2021
Ein weiterer Corona-Winter. Das BIP-Wachstum hat sich in Q3 nicht weiter beschleunigt, da Lieferengpässe die Industrieproduktion zusehends dämpften. Im Winterhalbjahr werden die angebotsseitigen Engpässe weiter anhalten und erst im Jahr 2022 ganz allmählich abklingen. Angesichts des kräftigen Anstiegs der Corona-Fallzahlen dürfte sich der private Verbrauch abschwächen, nachdem er noch im Sommer die Wachstumslokomotive war. Zum Frühjahr hin könnte er jedoch wieder anziehen. Wir erwarten nun eine BIP-Stagnation im Winterhalbjahr, wenngleich die Risiken für eine Kontraktion zunehmen. Angesichts der Aufwärtskorrekturen für H1 liegt die durchschnittliche BIP-Wachstumsrate für 2021 immer noch bei 2,5% gg. Vj. Der Preisauftrieb hat die Erwartungen in vielen Bereichen weiterhin übertroffen. Trotz zunehmender Engpässe am Arbeitsmarkt hat dies jedoch (noch) nicht zu einer Lohn-Preis-Spirale geführt. Außerdem in dieser Ausgabe: Regierungsbildung in Deutschland schreitet voran. [mehr]
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14. Oktober 2021
Deutschlands Potenzialwachstum wird in den kommenden Jahren zunehmend unter demografischen Druck geraten, es dürfte auf knapp ein ¾% absinken. Nachlassendes Potenzialwachstum beeinträchtigt die konjunkturelle Resilienz und schwächt tendenziell die Schuldentragfähigkeit. Daher sollte das Potenzialwachstum noch stärker in den Mittelpunkt politischer Debatten rücken. Es ist das große bindende Thema zwischen effizientem und zugleich klimagerechtem Wirtschaften, dem demografischen Wandel und dem Megatrend der Digitalisierung. Kurzfristig wirken steigende Energiekosten und die regulatorische Verkürzung der Nutzungszeiten von Anlagen wie ein negativer Angebotsschock. Das gilt umso mehr, wenn es mittelfristig nicht gelingt, die Chancen für Neuinvestitionen zu nutzen und adäquaten Ersatz zu installieren. [mehr]
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12. Oktober 2021
Das zuletzt kräftige Wachstum während der Sommermonate dürfte sich über den Winter abschwächen. Bis Frühling 2022 dürften die dämpfenden Einflussfaktoren nachgelassen haben und Nachholeffekte sollten das Wachstum erneut ankurbeln. Für die Jahre 2021 und 2022 erwarten wir ein BIP-Wachstum von 3,1% und 4,3%. Im Jahresdurchschnitt 2021 erwarten wir eine Inflation von 3,0%. Steigende Kapitalmarktzinsen erhöhen tendenziell die Hypothekenzinsen; für das Jahresende 2021 erwarten wir 1,25% und einen weiteren Anstieg auf 1,45% bis Ende 2022. Wohneigentum bleibt zinsseitig weiterhin erschwinglich. [mehr]
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28. September 2021
Noch nie seit der Wiedervereinigung haben Industrieunternehmen in Deutschland so sehr über Materialengpässe geklagt wie aktuell. Neben den physischen Knappheiten von Vorprodukten sind für die Unternehmen aktuell auch steigende Preise problematisch. Dies spiegelt sich in den Erzeugerpreisen wider, die im August 2021 um etwa 12% über dem Vorjahreswert lagen – der kräftigste Anstieg seit Dezember 1974. Die jüngste Entwicklung ist kein deutsches Phänomen. In vielen Ländern der Welt wird die aktuelle Konjunkturerholung durch Lieferengpässe und höhere Preise gedämpft. Lieferengpässe und steigende Preise für Vorleistungsgüter beeinträchtigen die konjunkturelle Erholung im Verarbeitenden Gewerbe. Hier übertraf der Auftragseingang im Juli 2021 das Produktionsniveau um 24%. Insgesamt erwarten wir, dass uns die Störungen der Lieferkette noch ins Jahr 2022 beschäftigen werden, auch wenn der Tiefpunkt in der Lieferkrise hinter uns liegen könnte. [mehr]
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8. September 2021
Wegen der anhaltenden Knappheit an Halbleitern wird 2021 erneut ein schwaches Jahr für den Automobilstandort Deutschland. Zwar könnte in der aktuellen Konjunktur- und Lieferkrise der Tiefpunkt erreicht sein, eine Rückkehr zu früheren Höchstständen ist jedoch – auch mittelfristig – unwahrscheinlich. Die deutschen Autohersteller dagegen legen positive Ergebnisse vor und gewinnen Anteile in wichtigen Märkten. Die Diskrepanz zwischen Automobilstandort Deutschland und deutscher Automobilindustrie wird offenkundig. [mehr]
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8. September 2021
Due to the continuing shortage of semiconductors, 2021 will be another weak year for Germany as an automotive location. Although the current economic and supply crisis may have reached its low point, a return to earlier highs is unlikely – even in the medium term. By contrast, German auto manufacturers are reporting positive results and gaining share in important markets. The discrepancy between Germany as an automotive location and the German auto industry is becoming apparent. [mehr]
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29.10.8