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Wirtschafts- und Europapolitik

In diesem Bereich geht es um Analysen von und Kommentaren zur europäischen (und insbesondere deutschen) Wirtschafts- und Finanzpolitik. Ein Schwerpunkt bildet die institutionelle Entwicklung der EU, vor allem der Währungsunion, sowie ihrer einzelnen Politikbereiche.

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11. Juli 2016
Region:
Die demografische Verteilung der Wählerstimmen im britischen Referendum über den EU-Austritt ist bereits vielfach diskutiert worden. Ältere Briten haben eher für einen EU-Austritt gestimmt, laut einigen Analysen war die Wahrscheinlichkeit hierfür in der Altersgruppe über 65 mehr als doppelt so hoch wie bei den unter 25-Jährigen.* Dass Europa in unterschiedlichen Altersgruppen anders wahrgenommen wird, ist allerdings nicht nur in Großbritannien zu beobachten. [mehr]
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4. Juli 2016
Die politischen und wirtschaftlichen Implikationen sowie der Ablauf des Brexit sind derzeit äußerst schwer zu greifen. Wir gehen davon aus, dass sich Europa – wie zuletzt immer – „durchwursteln“ wird. Die EZB wird nicht panisch reagieren, sondern zunächst die ersten Brexit-Folgen abwarten. Aufgrund des Brexit senken wir unsere BIP-Wachstumsprognose für Deutschland für das Jahr 2017 auf 1,3% von zuvor 1,6%. Etwa die Hälfte der Anpassung geht auf eine geringere Exportprognose zurück. Die andere Hälfte entfällt auf eine gesenkte Erwartung für das Plus bei den Ausrüstungsinvestitionen. Die Binnennachfrage dürfte kaum beeinträchtigt werden, da die Treiber – Arbeitsmarkt und Bauinvestitionen – intakt sind. Weitere Themen dieser Ausgabe: deutsche Verbraucher, Arbeitsmarktlage in Deutschland. [mehr]
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28. Juni 2016
Region:
Der nach dem UK-Referendum anstehende Brexit wird sich auch auf die deutsche Industrie auswirken. Immerhin gingen 2015 7,5% aller deutschen Warenausfuhren nach UK. Damit war UK – hinter den USA und Frankreich – der drittwichtigste Exportmarkt für Deutschland. Die Automobil- und Pharmaindustrie dürften den Brexit am stärksten zu spüren bekommen. Hier ist der Anteil von UK an den gesamten Ausfuhren der jeweiligen Sektoren mit 12,8% bzw. 10,5% besonders hoch. Zudem verzeichnen beide Sektoren insgesamt eine überdurchschnittlich hohe Exportquote. Auf Unternehmensebene dürfte das UK-Referendum schon kurzfristig Einfluss auf Investitionsentscheidungen und die Preisgestaltung deutscher Unternehmen in UK haben. [mehr]
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23. Juni 2016
Region:
Man kann darüber streiten, was der Erfolg der Austritts-Befürworter für Großbritannien bedeutet. Aber Europa wird ohne seinen hellsten Stern auf jeden Fall ein dunklerer Ort sein. Das wäre vermeidbar gewesen. Dass Großbritannien nun seinen eigenen Weg geht, spiegelt ein verbreitetes Misstrauen in das europäische Projekt wider. Dies ist wiederum eine Folge des schwachen Wirtschaftswachstums. [mehr]
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17. Juni 2016
Region:
The Juncker Plan set out to boost investment in Europe and can show some progress so far. After operating for about a year, a total of EUR 12.8 bn financing of the European Fund for Strategic Investments (EFSI) has been approved by the European Investment Bank and the European Investment Fund. This is expected to trigger EUR 100 bn of total investment according to estimates by the institutions. The European Commission has already called for extension of EFSI beyond the initial three year period ideally increasing its scale and scope. However, considerations about EFSI’s future need to be based on thorough evaluation of effectiveness and demonstrated added value. After the first year, there is -quite naturally- more information on activity than evidence on impact. To that effect, continuous monitoring and mid-term stock-taking are key to inform the debate about EFSI's future. [mehr]
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17. Juni 2016
Ein radikaler Kurswechsel in der Wohnungspolitik ist dringend erforderlich. Es bedarf eines Gesamtpakets auf Bundesebene, um den Wohnungsmangel abzubauen. Eine Fortsetzung der aktuellen Politik erhöht die makroprudenziellen Risiken im Finanzsektor und schürt Widerstände mit Blick auf die Integration der Flüchtlinge. [mehr]
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3. Juni 2016
Wir korrigieren unsere BIP-Wachstumsprognose für Q2 von 0,3% auf 0,1% nach unten, da wir mit einer erheblichen Gegenbewegung nach dem starken Q1 rechnen. Während wir im Hinblick auf den Arbeitsmarkt optimistisch bleiben, glauben wir, dass der Einfluss der niedrigen Ölpreise auf das Realeinkommen langsam abklingt. Weiterhin hat der milde Winter in der Bauindustrie zu Vorzieheffekten geführt, wobei die Stärke der zugrunde liegenden Nachfrage nach Bauleistungen die Q2-Gegenbewegung begrenzen könnte. Unsere BIP-Prognose für 2016 lassen wir dennoch unverändert bei 1,7%. Trotz Flüchtlingsausgaben erzielte der Staatshaushalt 2015 ein Plus von 0,7% des BIPs und damit den höchsten Überschuss seit dem Jahr 2000. Der gute kurz- und mittelfristige Fiskalausblick reduziert allerdings die Reformnotwendigkeit der öffentlichen Haushalte nur geringfügig. [mehr]
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12. Mai 2016
Bei vielen ökologischen Teilzielen der deutschen Energiewende bleibt die tatsächliche Entwicklung hinter dem eigentlich notwendigen Zeitplan zurück – zum Teil deutlich. Fortschritte werden vor allem dort erzielt, wo über ein Förderinstrument hohe Subventionen gewährt werden. Wo ein solches Instrument fehlt oder Zuschüsse und Anreize (zu) gering ausfallen, zeichnen sich Zielverfehlungen ab. Zu bemängeln ist, dass für die Bereiche Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit keine quantifizierbaren Zielgrößen formuliert sind. Wenn man den Zwischenstand der Energiewende mit einem Satz beurteilen müsste, könnte dieser lauten: Deutschland hat sich wohl zu viel in zu kurzer Zeit vorgenommen. Wir sehen vor allem vier limitierende Faktoren: Kosten, physikalische Grenzen, das verfügbare Zeitbudget sowie die politische Machbarkeit. [mehr]
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12. Mai 2016
Deutschlands Auslandsvermögen und -schulden nehmen weder in Relation zur Wirtschaftskraft noch von ihrer jeweiligen Struktur her eine internationale Sonderstellung ein. Zwar ist die Nettoauslandsposition sehr groß, aber sie ist immer noch geringer als in dem ebenfalls mit dem demografischen Wandel konfrontierten Japan und den Niederlanden. Das Auslandsvermögen stellte eine lohnende Anlage dar. Seit 2004 betrug die durchschnittliche Rendite auf das Auslandsvermögen 3,2% und übertraf damit konsistent die gezahlte Rendite auf die Auslandsschulden (2,7%). Dies gilt über Anlageklassen hinweg. Insbesondere Direktinvestitionen trugen dank hoher Renditen stabil zur Gesamtrendite bei. Weiteres Thema in dieser Ausgabe: Gedämpftes Welthandelswachstum hält an. [mehr]
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4. April 2016
Region:
Der Anteil der Diesel-Autos an den Pkw-Neuzulassungen sank im letzten Jahr in der EU-15 um 1,5%-Punkte auf gut 52%. Dies war der vierte Rückgang in Folge. Besonders stark nahm der Diesel-Anteil in Frankreich ab, wo die Regierung den Steuervorteil von Diesel gegenüber Benzin verringern will. In Deutschland nahm der Diesel-Anteil im letzten Jahr dagegen leicht zu. Maßgeblich hierfür war u.a. der hohe Anteil an gewerblichen Neuzulassungen. In den nächsten Jahren rechnen wir mit einem weiteren Rückgang des Diesel-Anteils im europäischen Automarkt. Höhere Kosten für die Diesel-Technologie spielen dabei eine Rolle. Allerdings bleiben gerade für Vielfahrer der geringere Verbrauch und die hohe Reichweite von Diesel-Pkw sowie die niedrigeren Diesel-Preise als wichtige Kaufargumente erhalten. Sofern gravierende staatliche Belastungen für den Diesel-Pkw ausbleiben, ist ein regelrechter Einbruch des Diesel-Anteils im europäischen Automarkt also unwahrscheinlich. [mehr]
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2.1.7