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Banken und Finanzmärkte

Die Struktur der internationalen Finanzmärkte beeinflußt ebenso wie der regulatorische Rahmen die Entwicklung von Finanzdienstleistern und Volkswirtschaften. Szenarien für die zukünftige Entwicklung des globalen Finanzmarkts, die damit verbundenen Chancen und Risiken sind ein Schwerpunkt der Arbeit von Deutsche Bank Research.

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16. Juli 2015
Die Blockchain-Technologie wird derzeit in vielen On- und Offlinemedien kontrovers diskutiert. Im Prinzip handelt es sich bei dieser Technologie um ein dezentrales Buchungssystem, welches über Peer to Peer(P2P)-Netzwerke koordiniert werden kann. Aufkommende Eigentums- und Sicherheitsfragen bei den über das Buchungssystem dezentral geleiteten Transaktionen werden ebenfalls über P2P-Mechanismen, also auch ohne zentrale Instanz geregelt. Eigentumsverhältnisse werden durch den digitalen Austausch von kryptographischen Schlüsseln (öffentlich vs. privat) geklärt, während Fälschungen mit Hilfe des kryptographischen „Proof of Work“-Systems weitgehend ausgeschlossen werden können. Somit ermöglicht die Blockchain-Technologie beispielsweise den schnellen und kostengünstigen Transfer von Vermögenswerten und Finanzprodukten zwischen Individuen, die sich weder kennen noch vertrauen, ohne dass ein Intermediär zur Reduzierung vorhandener Informationsasymmetrien dazwischengeschaltet werden muss. [mehr]
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1. Juli 2015
Die derzeit vorgestellten Digitalisierungsstrategien traditioneller Banken greifen zu kurz und bieten oft nur fragmentierte Insellösungen. Isoliert nach Geschäftsbereichen, gemäß dem kaum innovationsfreundlichen Siloprinzip, werden viele (digitale) Finanzinnovationen vor allem am Kunden-Frontend erlebbar gemacht und auch gerne angenommen. Aber der große Wurf wird den Banken damit nicht gelingen. [mehr]
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24. Juni 2015
Anleger mit Migrationshintergrund werden im Privatkundengeschäft von Banken immer wichtiger. In Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth haben wir die Risikoeinstellungen dieser Kundengruppe mit Hilfe von Daten des Sozio-Ökonomischen Panels untersucht. Aus den Ergebnissen lassen sich Implikationen für die passgenaue Beratung von Kunden mit Migrationshintergrund ableiten. Banken können so die Qualität der Beratung zum Vorteil des Kunden erhöhen - und zugleich einen wichtigen Wachstumsmarkt erschließen. [mehr]
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22. Juni 2015
In Q1 wuchs die deutsche Wirtschaft um 0,3% ggü. Vorquartal, wobei der Zuwachs damit etwas geringer als erwartet ausfiel. Daher sehen wir aktuell eine Zunahme des BIP um 1,6% für 2015. Die Bauinvestitionen dürften in diesem Jahr um rd. 2,7% zulegen, weiter vor allem getragen durch den Wohnungsbau. Historisch und im Jahresvergleich ist Baugeld weiterhin sehr günstig. Aufgrund der nun wieder höheren Renditen für Bundesanleihen könnte der Tiefpunkt jedoch in Q2 erreicht worden sein. [mehr]
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11. Juni 2015
Region:
Den europäischen Banken ist ein guter Start ins Jahr 2015 geglückt. Die Geschäftsvolumina haben angezogen, auch die Qualität der Aktiva hat zugenommen und die Profitabilität ist dank des fortschreitenden Umbaus in der Branche gestiegen. Die neuen, umfangreichen Interventionen der EZB haben die Stimmung an den Kapitalmärkten aufgehellt und zum anhaltenden Rückgang des Euro-Wechselkurses beigetragen – was unter dem Strich für die Banken von Vorteil gewesen sein dürfte (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
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5. Juni 2015
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige legte im ersten Quartal des Jahres einen starken Auftakt hin (+0,8% gg. Vq.). Kredite an die Industrie machten verlorenen Boden gut, aber auch das Geschäft mit dem Dienstleistungssektor und den Selbstständigen entwickelte sich robust. Die Konvergenz unter den Bankengruppen setzte sich mit Ausnahme der Landesbanken fort. Bei den Finanzierungsalternativen enttäuschten sowohl Anleihe- als auch Aktienemissionen. Die deutsche Volkswirtschaft wuchs in Q1 schwächer als erwartet (+0,3% gg. Vq.), jedoch bleibt die zugrundeliegende Dynamik solide. Alleiniger Wachstumstreiber war die Binnenwirtschaft, insbesondere der private Konsum. Höhere Investitionen kompensierten nur den Lagerabbau. Die Wachstumsprognose für 2015 wurde auf 1,6% gesenkt. [mehr]
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18. Mai 2015
Region:
Autor:
Geldmarktfonds sind in Europa und den USA ein wichtiger Akteur an den Finanzmärkten. Sie bieten einerseits den Anlegern Kapitalschutz und tägliche Liquidität und stellen andererseits kurzfristige Finanzierungen an den Geldmärkten zur Verfügung. Allerdings unterscheiden sich die Struktur und die wirtschaftliche Funktion der Märkte in Europa und den USA. In Europa, wo der Markt aus zwei klar unterscheidbaren Segmenten besteht, sind Geldmarktfonds vor allem als Intermediäre innerhalb des Finanzsektors tätig und konzentrieren sich bei ihren Investitionen in hohem Maße auf Bankschuldverschreibungen. In den USA dagegen bestehen einheitliche Standards für den Sektor, und das Geschäft der Geldmarktfonds ist stärker auf die direkte Intermediation zwischen den Nichtfinanzsektoren ausgerichtet. [mehr]
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28. April 2015
Etablierte Banken sollten sich jetzt zu einem digitalen plattformbasierten Banken-Ökosystem wandeln. Mit den bestehenden Digitalisierungsstrategien wird den Banken der große Wurf nicht gelingen, um sich mittel- bis langfristig im Wettbewerb behaupten zu können. Einige Geschäftsmodelle, Vertriebs- und Kommunikationskanäle, Produkte, Dienste sowie Prozesse, vor allem aber der Umgang mit Daten, müssen neu gedacht und reformiert werden. Eine grundlegende, dem digitalen Zeitalter angemessene Reform bietet jetzt die Chance, dass sich traditionelle Banken die Stärken und insbesondere die Monetarisierungsstrategien (Walled Garden) der erfolgreichen digitalen Ökosysteme bewusst und zu eigen zu machen. [mehr]
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8. April 2015
In Europa sind die Schweiz und Deutschland traditionell „Schlusslichter“ bei der Wohneigentumsquote, trotz Anstiegen ggü. den 1990er Jahren. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig: Beide Länder verfügen über einen vergleichsweise gut entwickelten Mietmarkt – gewissermaßen Ursache und Folge des geringeren Eigentümeranteils. Hinzu kommen jeweils spezielle historische Gründe, wie die Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg, der zur Stärkung des Mietangebots beitrug, und die Auswirkungen der deutschen Teilung (nach wie vor niedrigere Eigentumsquoten in den neuen Bundesländern). [mehr]
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30. März 2015
Das Zusammenspiel von strukturell langsamerem Wachstum des Welthandels, zunehmender Lokalisierung der Produktion, demografischem Wandel, den von politischer Seite veränderten Rahmenbedingungen und einem sich weiter verschärfenden internationalen Wettbewerb dürfte auf mittlere Sicht eine erhebliche Herausforderung für die deutsche Exportwirtschaft darstellen. Die Binnenwirtschaft dürfte daher künftig wieder eine größere Rolle spielen. Die Politik kann helfen, diesen Wandel zu gestalten. Die deutschen Exporteure könnten dadurch mittelfristig noch stärker zu global agierenden Unternehmen werden, wobei die Reaktion auf Branchenebene unterschiedlich ausfallen dürfte. Die generierten Gewinne könnten für eine alternde, stärker binnenorientierte Volkswirtschaft in den nächsten Dekaden ein Segen sein. [mehr]
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