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Banken und Finanzmärkte

Die Struktur der internationalen Finanzmärkte beeinflußt ebenso wie der regulatorische Rahmen die Entwicklung von Finanzdienstleistern und Volkswirtschaften. Szenarien für die zukünftige Entwicklung des globalen Finanzmarkts, die damit verbundenen Chancen und Risiken sind ein Schwerpunkt der Arbeit von Deutsche Bank Research.

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19. Oktober 2015
Entgegen kritischen Stimmen sind traditionelle Banken gut beraten, jetzt digitale und algorithmenbasierte Datenanalyse-Instrumente einzusetzen. Nur so können sie ihren Kunden künftig personalisierte Finanzdienste und Empfehlungen anbieten und ihre internen Prozesse permanent optimieren. Sollten sie dagegen zögern, werden die neu in den Markt eintretenden technologiegetriebenen Nicht-Banken ihren Informationsvorsprung weiter ausbauen und mittelfristig auch außerhalb des Retailbankings mehr leicht zu standardisierende sowie automatisierende Finanzdienste anbieten. Letzteres würde den Verdrängungswettbewerb in der Finanzbranche weiter verstärken und könnte traditionelle Banken bei einigen ihrer Finanzdienste zu einem reinen Infrastrukturprovider mit sinkendem Kundenkontakt reduzieren. Die Einführung von sogenannten Empfehlungsalgorithmen sollte einhergehen mit der zwingend erforderlichen Einwilligung des Kunden und einer transparenten Kommunikation zur Funktionsweise. [mehr]
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21. September 2015
In German corporate lending business, the role played by the different banking groups varies considerably between individual industries. For instance, a relatively large share of loans to the manufacturing sector – and particularly the "core" of German industry, mechanical engineering and automotives – is provided by commercial banks. Lending to construction and agricultural firms, on the other hand, is dominated by savings banks and cooperative banks. The retail banks have also gained significant ground in the services sector over the past 10 years. Landesbanks have only two strongholds, utilities/mining and transport. [mehr]
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16. September 2015
Region:
Die Reform der Einlagensicherungssysteme (ESS) in der EU verfolgt einen graduellen Ansatz. Während die jüngste Reform einheitliche Regeln für die Finanzierung nationaler Systeme etablierte, bleiben die Fonds separat. Zuletzt hat die Diskussion über die Zukunft der ESS sich jedoch wieder belebt. Vor allem der Bericht der fünf Präsidenten zur Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion brachte das Thema zurück auf die Agenda und identifizierte die Einlagensicherung als einen der Bereiche der Bankenunion, die noch der Vervollständigung harren. Auch bettete der Bericht die Zukunft der ESS in die breitere Reformdebatte ein. Obwohl eine gemeinsame europäische Einlagensicherung eine eher langfristige Option scheint, sind mehrere Vorschläge zur kurz- und mittelfristigen Ergänzung der ESS momentan in der Diskussion. Sie zielen darauf ab, die Finanzierungskapazität der nationalen ESS zu stärken. Zu den Ideen zählen u.a. a) die Stärkung des ESS-Netzes und der Möglichkeiten zur bilateralen Kreditvergabe, b) die Schaffung eines Rückversicherungssystems und c) der Zugang der nationalen ESS zu einem gemeinsamen staatlichen Rettungsschirm. [mehr]
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10. September 2015
Der Renditeanstieg bei den Bundesanleihen im zweiten Quartal zeigte sich mit Verzögerung auch beim Baugeld. Während im Mai Tiefststände bei den Bauzinsen erreicht wurden, haben diese seitdem leicht angezogen. Baugeld ist historisch und im Jahresvergleich jedoch nach wie vor sehr günstig. Die positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen hat sich währenddessen im ersten Halbjahr fortgesetzt. Von Januar bis Juni wurde der Bau von rund 140.000 Wohnungen genehmigt, was einem Zuwachs von 2,6% gg. Vorjahr entspricht. [mehr]
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2. September 2015
Nach einem starken Jahresauftakt legte die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige in Q2 nur noch um 0,2% zu. Die meisten industriellen Kernbranchen schnitten gut ab; Kredite an die Metallindustrie, Handel und Verkehr enttäuschten dagegen. Das stärkste Wachstum verzeichneten die inländischen Kreditbanken, auf der anderen Seite erlebten die Landesbanken einen Rückschlag. Die Finanzierungsalternativen überzeugten. Plus: Finanzmarkt Spezial zu Marktanteilen von Bankengruppen in einzelnen Branchen. Die deutsche Volkswirtschaft setzte ihren Wachstumskurs in Q2 fort (+0,4% gg. Vq.). Die Binnennachfrage schwächelte jedoch, denn sowohl die Investitionen als auch der private Konsum blieben unter den Erwartungen. Dafür sprang dieses Mal der Außenhandel in die Bresche. Der Ausblick für H2 trübte sich etwas ein, wobei sich die Wachstumstreiber wieder umkehren dürften. [mehr]
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21. August 2015
Region:
Nach buchstäblich sieben mageren Jahren ist die Erholung der europäischen Bankenbranche von der Finanzkrise mittlerweile in vollem Gange. Die Gewinne liegen auf dem höchsten Stand seit 2007, die Erträge steigen durch die Bank weg (auch aufgrund günstiger Wechselkursentwicklungen) und die Kreditverluste gehen zurück. Auch die Bilanzsummen der Banken wachsen. Die Kapitalquoten sind im Durchschnitt deutlich höher als die Anforderungen unter Basel III. Allerdings hat die Unsicherheit angesichts möglicher weiterer regulatorischer Verschärfungen („Basel IV“) zuletzt zugenommen (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
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17. August 2015
Das Thema Big Data genießt eine hohe Aufmerksamkeit. Insbesondere die großen digitalen Plattformbetreiber haben das wirtschaftliche Potenzial der algorithmischen Datenanalyse längst erkannt. Täglich stellen sie es Milliarden von Kunden auf professionelle Art unter Beweis. Mit ihren Analysetechnologien generieren sie hohe Umsätze und binden uns loyale Kunden durch bequeme und vor allem individualisierte Dienste immer stärker an ihre Plattformen. Diesen lukrativen Lock-In-Effekt wollen immer mehr Unternehmen nachahmen, um ebenfalls Nutzen aus Big Data ziehen zu können. Gleichwohl schreitet die Implementierung moderner Datenanalyse-Tools in vielen Sektoren nur schleppend voran. Entgegen der Erwartungen mancher Akteure läuft Big Data nämlich nicht einfach so nebenher. [mehr]
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7. August 2015
Region:
Es ist das klassische Dilemma jeder Währungsunion, dass eine gemeinsame Geldpolitik unmöglich allen Ansprüchen gerecht werden kann, wenn die Mitglieder sehr unterschiedlichen Konjunkturzyklen unterworfen sind. Um ein Gefühl für das Ausmaß der geldpolitischen Verwerfungen zu bekommen, berechnen wir Zentralbankzinsen nach einer modifizierten Taylor-Regel*. Für die Eurozone insgesamt ist der so berechnete Zinssatz (die gelbgestrichelte Linie) sehr nah bei dem tatsächlichen Hauptrefinanzierungssatz der EZB. Das legt nahe, dass die Geldpolitik im Allgemeinen angemessen war. Das Bild ändert sich aber, wenn man die verschiedenen Regionen der EWU einzeln betrachtet. [mehr]
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30. Juli 2015
Region:
Nach zwei tiefgreifenden Rezessionen infolge der Finanz- und Staatsschuldenkrise haben sich die Volkswirtschaften der europäischen Peripherie im Jahr 2014 stabilisiert und teilweise sogar wieder Wachstum verzeichnet. Für das laufende Jahr sind die Konjunkturaussichten noch erfreulicher. Vor diesem Hintergrund haben sich auch die Aussichten für die Bankenbranche aufgehellt, was nicht zuletzt auf eine Erholung in den Kreditbüchern zurückzuführen ist. [mehr]
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7.4.5