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Banken und Finanzmärkte

Die Struktur der internationalen Finanzmärkte beeinflußt ebenso wie der regulatorische Rahmen die Entwicklung von Finanzdienstleistern und Volkswirtschaften. Szenarien für die zukünftige Entwicklung des globalen Finanzmarkts, die damit verbundenen Chancen und Risiken sind ein Schwerpunkt der Arbeit von Deutsche Bank Research.

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8. März 2016
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige legte zum Jahresende 2015 einen starken Schlussspurt hin. Im Gesamtjahr ergab sich damit ein Plus von 1,4%. Gut lief in Q4 insbesondere das Geschäft mit der Autoindustrie und den unternehmensnahen Dienstleistern, wovon v.a. Auslands- und Genossenschaftsbanken sowie Sparkassen profitierten. Die Kreditnachfrage stieg dank niedrigerer Zinsen an, doch auch das Einlagenvolumen kletterte auf einen Rekordwert. Bei den Finanzierungsalternativen enttäuschten die Anleiheemissionen erneut. Die deutsche Volkswirtschaft setzte ihren Wachstumskurs auch zum Jahresabschluss unverändert fort (BIP +0,3% ggü. Vq.). Zwar dämpften rückläufige Unternehmensinvestitionen und der Außenhandel angesichts des ersten Exportrückgangs seit 2012. Ein starker privater und staatlicher Konsum sowie anziehende Bauinvestitionen überwogen jedoch. Weder an den Wachstumstreibern noch am -tempo (+1,7% ggü. Vj.) dürfte sich in diesem Jahr viel ändern. [mehr]
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29. Februar 2016
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Trotz eines geringfügigen Rückgangs im 3. Quartal 2015 liegt die Bilanzsumme aller Finanzinstitute im Euroraum im Großen und Ganzen weiterhin auf einem Rekordniveau von ca. EUR 66 Bill. Die Größe des Finanzsektors – der aus Banken, Versicherungsgesellschaften und Pensionsfonds sowie sogenannten „Schattenbanken“ besteht – hat sich in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt. Schattenbanken verzeichneten dabei das größte Wachstum und machen heute mit einer geschätzten Bilanzsumme von EUR 26 Bill. 40% des Finanzsektors aus. [mehr]
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12. Februar 2016
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2014 hat sich die Anzahl der bargeldlosen Zahlungen im Euroraum laut Angaben der EZB erstmals nicht erhöht. Die Zahl der Transaktionen blieb mit 68 Mrd. unverändert. Dies ist jedoch auf eine Anpassung der statistischen Erfassungsmethode zurückzuführen, die zu einem Bruch in zahlreichen Datenreihen führte. Bereinigt um diesen Effekt war tatsächlich eine starke Entwicklung des Marktes zu verzeichnen: die bargeldlosen Zahlungen stiegen um ca. 7% gg. Vj. bzw. knapp 5 Mrd. Transaktionen. Dieser Zuwachs liegt sogar im oberen Bereich der Wachstumsraten der letzten Jahre. [mehr]
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8. Februar 2016
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Die Schaffung einer europäischen Kapitalmarktunion (CMU) zielt darauf ab, einen einheitlichen Binnenmarkt für Kapital zu schaffen, um die Finanzierung der Realwirtschaft durch Banken zu ergänzen. Diese Studie unternimmt eine quantitative Analyse der europäischen Aktien-, Anleihe- und Verbriefungsmärkte, um das Potenzial der CMU zu eruieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Liquiditäts- und IPO-Trends an den europäischen Aktienmärkten ähnlich zu denen in den USA sind. Die Marktintegration in Europa hat sich jedoch in den letzten Jahren verlangsamt – hier könnte die CMU durch eine Harmonisierung der Unternehmens-, Wertpapier- und Insolvenzgesetzgebung entgegenwirken. Die europäischen Märkte für Unternehmensanleihen sind zu einer relevanten Alternative zur Kreditvergabe der Banken geworden, die Investorenbasis ist aber weiterhin begrenzt. Hier sollte die CMU ansetzen. Der europäische Verbriefungsmarkt konnte selbst während der Finanz- und Schuldenkrise eine gute Performance vorweisen und seine Wiederbelebung ist Voraussetzung dafür, dass auch die Kreditvergabe, besonders an kleine und mittelständische Unternehmen, wieder in Schwung kommt. Die CMU sollte deshalb eine weniger drastische Regulierung dieses Marktsegments anstreben. [mehr]
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5. Januar 2016
Der digitale Strukturwandel zeigt einen ökonomisch wertvollen Effekt: Das sich beschleunigende Erscheinen neuer Technologien. Freilich befinden sich viele dieser Technologien noch in den Kinderschuhen, besitzen teils auch eher visionären Status, bergen aber durchaus ungeahntes und lukratives Potenzial. Insbesondere bei den großen Internetplattformen ist der Wettstreit um digitale Technologien und den damit einhergehenden Monetarisierungsstrategien längst entfacht. Künftig werden digitale Technologien ihren Weg aber auch in traditionelle Unternehmen finden und sich dort Schritt für Schritt zum komparativen Wettbewerbsvorteil entfalten. Das birgt Vor- und Nachteile, über deren Auswirkungen wir jetzt zwingend diskutieren sollten. [mehr]
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23. Dezember 2015
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The financial and economic crisis brought development banks back in the spotlight. They are seen as part of the economic policy toolkit for overcoming cyclical and structural difficulties in economies, complementing financial systems by improving their functioning and bolstering economic resilience. Interest in development banking to promote growth and boost investment has increased especially in Europe of late. Given the current economic environment and changes in Europe’s banking and financial markets, development banks are bound to continue playing an important role in the coming years. Rather than crisis relief, their focus is shifting (back) to supporting structural change in economies. Here, they can play a useful complementary role, focusing on areas of market failure but risks lie with potential “overburdening” of development banks and setting expectations too high for what they can achieve. [mehr]
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22. Dezember 2015
OTC-Derivate werden primär zur Absicherung geschäftlicher Risiken genutzt. Darauf deuten die verfügbaren Daten hin. Die Annahme, dass es sich beim Markt für OTC-Derivate um einen Inter-Dealer-Markt handelt, scheint übertrieben; im Gegenteil, bei der Mehrheit der Transaktionen sind Investoren beteiligt, die keine Händler sind. Derivate dürften damit helfen, die Risiken an den Finanzmärkten effizient zu managen. [mehr]
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18. Dezember 2015
Die Bauzinsen waren 2015 außergewöhnlich niedrig. Obwohl gegenüber dem Tiefststand im Mai (1,6%) in H2 ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist (Q3: 1,9%), bleibt Baugeld billiger als im Vorjahr. Seit 2009 wächst die Zahl der Baugenehmigungen wieder. Auch 2015 hat sich dieser positive Trend fortgesetzt: In den ersten drei Quartalen wurden Baugenehmigungen für rund 223.000 Wohnungen erteilt, ein Zuwachs von knapp +5% gg. Vorjahreszeitraum. [mehr]
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18. Dezember 2015
Region:
Kurz vor Beginn des neuen Jahres 2016 sieht der Ausblick für die europäische Bankenbranche so gut aus wie seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr. Das Geschäft wächst in vielen Bereichen und Regionen wieder, wenn auch nur mäßig. Trotz anhaltenden Drucks auf die Zinsmarge steigen die Gesamterträge. Die Kreditverluste sinken und die Gewinne dürften 2015 den höchsten Stand seit 2007 erreichen. Die beiden wichtigsten offenen Fragen sind nun a) in welche Richtung sich die Regulierung weiterentwickeln wird (eine nochmalige wesentliche Verschärfung könnte paradoxerweise die gerade mühsam erarbeitete Stabilität wieder aufs Spiel setzen) und b) wie die europäische und die Weltwirtschaft 2016 abschneiden wird (die in den letzten Jahren den Erwartungen wiederholt nicht gerecht werden konnte) (nur auf Englisch verfügbar). [mehr]
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17. Dezember 2015
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige stagnierte in Q3. Das Volumen mit den meisten Industrie- und Dienstleistungsbranchen war leicht rückläufig – mit Landwirtschaft, Versorgern und dem Handel dagegen im Plus. Genossenschaftsbanken und Sparkassen legten weiter zu, während Landesbanken und Kreditbanken an Boden verloren. Auch die Finanzierungsalternativen blieben blass, dafür expandierte das Einlagenvolumen deutlich. Die deutsche Volkswirtschaft behielt ihr robustes Wachstumstempo in Q3 bei (+0,3% ggü. Vq.). Privater und staatlicher Konsum waren neben dem Lageraufbau die einzigen Treiber, denn die Investitionen gingen zurück und der Außenbeitrag war negativ. Der Ausblick für nächstes Jahr bleibt weitgehend unverändert (Wachstumsprognose: 1,9%), mit dem privaten Konsum und den Bauinvestitionen als den wichtigsten positiven Faktoren. [mehr]
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