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Branchen und Ressourcen

Der Bereich Branchen und Ressourcen analysiert konjunkturelle und strukturelle Entwicklungen und leitet daraus wirtschaftspolitische Empfehlungen für die wichtigsten Branchen ab. Dazu zählen die bedeutenden Industriesektoren, sowie die Bereiche Handel, Dienstleistungen, Energie, Verkehr und Umwelt

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10. November 2015
Afrika zieht zahlreiche unterschiedliche Investoren an, die sich zum einen für die Rohstoffe, zum anderen für die rasch wachsenden Märkte des Kontinents interessieren. Sie wollen von Wachstumsraten profitieren, die zu den höchsten der Welt gehören – zwei Drittel der afrikanischen Länder werden in den kommenden Jahren mit Raten von über 5% expandieren –, und die günstige demografische Entwicklung nutzen. Afrikas Bevölkerung wächst rasch, ist sehr jung und lebt zunehmend in den Städten. Derzeit leben schätzungsweise 1,2 Milliarden Menschen auf dem Kontinent, und ihre Zahl dürfte bis zum Jahr 2100 auf über vier Milliarden ansteigen. Projektionen der UN zufolge werden dann rund 40% der Weltbevölkerung in Afrika beheimatet sein. Zwar sind die EU und China weiterhin Afrikas wichtigste Handels- und Investitionspartner und Präsident Obama hat der Partnerschaft zwischen den USA und Afrika neues Leben eingehaucht, aber Indien engagiert sich zunehmend auf dem Kontinent. Und die Beziehungen dürften sich angesichts der ähnlichen Bedürfnisse und Interessen Indiens bzw. Afrikas weiter intensivieren. [mehr]
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10. November 2015
Die Industrieproduktion in Deutschland dürfte 2015 real um rd. 0,5% steigen. Für 2016 rechnen wir in etwa mit einer „schwarzen Null“. Damit würde sich die seit 2012 anhaltende Phase mit relativ geringen konjunkturellen Ausschlägen bei der Industrieproduktion fortsetzen. Die in den letzten Monaten recht stabile Entwicklung der Erzeugerpreise spricht ebenfalls für eine ruhige Industriekonjunktur. Unsere Prognose zur Industrieproduktion impliziert, dass der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung 2015 und 2016 sinkt. [mehr]
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27. Oktober 2015
Der Logistikstandort Deutschland ist geprägt von innovativen und diversifizierten Unternehmen sowie von sehr guten Standortfaktoren. Konjunkturelle und strukturelle Gründe sprechen jedoch dafür, dass das Umsatzwachstum in den nächsten Jahren relativ moderat ausfällt. So konnte der Sektor zwischen 2003 und 2008 seinen nominalen Umsatz um 4,6% pro Jahr steigern. Im Anschluss an die Rezession, also von 2009 bis 2014, sank die Zuwachsrate auf 3,4% p.a. (bei etwas niedrigerer Inflationsrate). In den nächsten fünf Jahren dürfte das jahresdurchschnittliche nominale Umsatzwachstum eher zwischen 2 und 3% liegen. Damit würde der Sektor die Umsatzschwelle von EUR 300 Mrd. überschreiten. Die Logistikwirtschaft wird weiterhin im Fokus staatlicher Regulierung stehen; dies gilt vor allem für die bedeutende Transportsparte. [mehr]
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19. Oktober 2015
Entgegen kritischen Stimmen sind traditionelle Banken gut beraten, jetzt digitale und algorithmenbasierte Datenanalyse-Instrumente einzusetzen. Nur so können sie ihren Kunden künftig personalisierte Finanzdienste und Empfehlungen anbieten und ihre internen Prozesse permanent optimieren. Sollten sie dagegen zögern, werden die neu in den Markt eintretenden technologiegetriebenen Nicht-Banken ihren Informationsvorsprung weiter ausbauen und mittelfristig auch außerhalb des Retailbankings mehr leicht zu standardisierende sowie automatisierende Finanzdienste anbieten. Letzteres würde den Verdrängungswettbewerb in der Finanzbranche weiter verstärken und könnte traditionelle Banken bei einigen ihrer Finanzdienste zu einem reinen Infrastrukturprovider mit sinkendem Kundenkontakt reduzieren. Die Einführung von sogenannten Empfehlungsalgorithmen sollte einhergehen mit der zwingend erforderlichen Einwilligung des Kunden und einer transparenten Kommunikation zur Funktionsweise. [mehr]
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8. Oktober 2015
Region:
Als Dumping wird typischerweise der Fall bezeichnet, in dem ein Unternehmen ein Produkt im Ausland billiger anbietet als im Heimatmarkt. Um unfairen Wettbewerb zu vermeiden, können Mitglieder der WTO hier reagieren, indem sie (vermeintliches) Dumping genauer untersuchen und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen verhängen, um die Importe aus betreffenden Ländern zu begrenzen.* Anti-dumping bildet damit eine der wenigen Ausnahmen vom most-favoured nation-Prinzip, einem Grundelement der Welthandelsorganisation. [mehr]
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7. Oktober 2015
Der deutsche Maschinenbau durchlebt derzeit eine Stagnationsphase. Der heimische Maschinenbau erlitt im Zuge der globalen Wirtschaftskrise 2008/09 einen Fertigungseinbruch (2009: real -26%). 2010 und 2011 folgten zweistellige Produktionszuwächse. Seitdem geht es mit der eigentlich recht zyklischen Industriebranche nur noch seitwärts. Anfang 2015 überwog unter den deutschen Maschinenbauern noch der Optimismus. Infolge der allmählichen globalen Wachstumseintrübung blieb die Entwicklung der Aufträge 2015 allerdings hinter den hohen Erwartungen zurück. Die Fertigung wird deshalb nach unserer Prognose auch 2015 nicht wachsen. Das Produktionsergebnis in einzelnen Sparten des Maschinenbaus fällt jedoch durchaus unterschiedlich aus. [mehr]
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5. Oktober 2015
Der Abbau des Nachfrageüberhangs im Wohnungsmarkt wird ohne massive Ausweitung der Bauaktivität viele Jahre dauern. Dadurch droht die bisherige Preisnormalisierung erst zu Preisübertreibungen zu führen und dann in einer Marktkorrektur zu enden. Die volkswirtschaftlichen Kosten dieses Szenarios sind hoch. Diese könnten durch verbesserte Abschreibungsbedingungen auf Neubauten in den Großstädten und Metropolregionen vermieden werden. [mehr]
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21. September 2015
In German corporate lending business, the role played by the different banking groups varies considerably between individual industries. For instance, a relatively large share of loans to the manufacturing sector – and particularly the "core" of German industry, mechanical engineering and automotives – is provided by commercial banks. Lending to construction and agricultural firms, on the other hand, is dominated by savings banks and cooperative banks. The retail banks have also gained significant ground in the services sector over the past 10 years. Landesbanks have only two strongholds, utilities/mining and transport. [mehr]
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9. September 2015
In der Gesundheitswirtschaft sind modernste digitale Geräte im Einsatz, die den medizinischen Fortschritt voran treiben und dabei ebenfalls die Wirtschaftlichkeit gewährleisten sollen. Äußerst bedenklich sind allerdings die vorhandenen Lücken. In vielen hoch entwickelten Industriestaaten, insbesondere aber in Deutschland, zeichnen sich die kommenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der absehbaren Überalterung der Bevölkerung sowie dem damit verbundenen Ärztemangel und Kostendruck im Gesundheitssystem heute bereits ab. Hier kann der technische Fortschritt in all seinen Facetten, vom Telekonsil bis hin zum 3D-Bio-Print, die Kostensteigerung im Gesundheitssystem bremsen ohne dass Qualitätseinbußen damit einher gehen. Doch bevor diese volkswirtschaftlichen Effizienzpotenziale auch realisiert werden, müssen Hürden im ökonomischen, juristischen und gesellschaftspolitischen Bereich genommen werden (z.B. hinsichtlich Datenschutz, Vergütungssystem, Bildung, Netzausbau). Erste Schritte in die richtige Richtung wurden hier bereits unternommen – dies teilweise aber auch nur äußerst vorsichtig und bedächtig. Hier kann der Blick hinüber zur Industrie sicherlich helfen. Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 hat die Digitalisierung dort nämlich bereits Fahrt aufgenommen. [mehr]
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2. September 2015
Nach einem starken Jahresauftakt legte die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige in Q2 nur noch um 0,2% zu. Die meisten industriellen Kernbranchen schnitten gut ab; Kredite an die Metallindustrie, Handel und Verkehr enttäuschten dagegen. Das stärkste Wachstum verzeichneten die inländischen Kreditbanken, auf der anderen Seite erlebten die Landesbanken einen Rückschlag. Die Finanzierungsalternativen überzeugten. Plus: Finanzmarkt Spezial zu Marktanteilen von Bankengruppen in einzelnen Branchen. Die deutsche Volkswirtschaft setzte ihren Wachstumskurs in Q2 fort (+0,4% gg. Vq.). Die Binnennachfrage schwächelte jedoch, denn sowohl die Investitionen als auch der private Konsum blieben unter den Erwartungen. Dafür sprang dieses Mal der Außenhandel in die Bresche. Der Ausblick für H2 trübte sich etwas ein, wobei sich die Wachstumstreiber wieder umkehren dürften. [mehr]
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