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1. Februar 2012
„Einheit in Vielfalt“ – so könnte man die Verschuldungs- bzw. Finanzierungsstruktur der Bundesländer auf den Punkt bringen, denn sowohl Ausmaß als auch Art und Fälligkeit der Verschuldung unterscheiden sich regional sehr deutlich. Haben sich die Länder in der Vergangenheit vor allem durch Ausleihungen bei Kreditinstituten finanziert, ist die Bedeutung von Kapitalmarktpapieren inzwischen stark gewachsen. Das Volumen der Länderanleihen ist beispielsweise auf zuletzt über EUR 300 Mrd. angestiegen. Von erheblicher Bedeutung ist hierbei die Solidarität im Bundesstaat, denn die Länder profitieren von der guten Bonität des Bundes, wenn sie Mittel auf dem Kapitalmarkt beschaffen. [mehr]
Verschuldungsstruktur der Bundesländer: Kapitalmarktverschuldung gewinnt an Bedeutung Research Briefing Deutschland Die Verschuldung der Bundesländer ist in den letzten Jahren weiter angestie- gen. Allerdings zeigen sich hier erhebliche regionale Unterschiede. Das betrifft sowohl das Ausmaß als auch Art und Fälligkeit der Verschuldung und damit deren Struktur. Haben sich die Länder in der Vergangenheit vor allem durch Ausleihungen bei Kreditinstituten finanziert, ist die Bedeutung der Finanzierung über Kapital- marktpapiere inzwischen stark gewachsen. So stieg das Volumen von Anleihen der Länder auf über EUR 300 Mrd. an (Verfünffachung des Nominalwerts in zehn Jahren). Kredite machen nur noch rund 50% des Schuldenstands aus. Zwischen den Bundesländern bestehen jedoch erhebliche Unterschiede hin- sichtlich des Anteils von Anleihen und Krediten. Die von Kreditinstituten direkt vergebenen Mittel sind zu 80% langfristig. Auch Anleihen werden überwiegend langfristig emittiert. Allerdings nahm der Anteil kürzer laufender Anleihen zu. Der Anteil von Kapitalmarktpapieren am jeweili- gen Schuldenstand variierte zuletzt zwischen 10% in Sachsen und 70% in Hessen. Die Fälligkeit von Krediten und Wertpapierschulden unterscheidet sich zwischen den Bundesländern erheblich. In Rheinland-Pfalz, Bremen und Nordrhein- Westfalen betrug Ende 2010 bei 1/5 des gesamten Schuldenstands die Rest- laufzeit unter einem Jahr. In Bayern war dieser Wert lediglich halb so groß. Ähn- lich unterschiedlich ist der Anteil der variabel verzinsten Verschuldung am Schuldenstand. In Bremen lag dieser Anteil zuletzt bei 1/3 des Schuldenstands, in Thüringen dagegen nur bei etwa 1%. Der Aufschlag auf Länderanleihen gegenüber vergleichbaren Anleihen des Bundes sowie zwischen den Ländern ist zwar nicht besonders groß, aber den- noch merklich. Trotz Haftungsverbund kommen hier neben wichtigen Aspekten wie der Liquidität des Marktes sowie der generellen Risikoneigung durchaus auch unterschiedliche Einschätzungen hinsichtlich der Bonität und damit der finanzpolitischen Lage der einzelnen Länder zum Tragen. Aus ökonomischer Sicht ist das positiv, da sich hierdurch der Anreiz für eine solide Finanzpolitik erhöht und damit der Markt disziplinierende Wirkung entfaltet. Sowohl auf der Einnahmeseite als auch der Ausgabeseite verbindet Bund und Länder ein komplexes Geflecht von Kompetenz- und Aufgabenverteilung. Trotz weitgehender Autonomie sind den Ländern zum einen quantitativ bedeutende, autonome Entscheidungen über die Höhe der Steuereinnahmen kaum möglich. Zum anderen führen die aus dem Grundgesetz erwachsenden Ausgaben (z.B. im Bereich innere Sicherheit sowie Bildung und Kultur) zu kontinuierlichem Aus- gabebedarf, der nicht beliebig durch autonome Entscheidungen in den Ländern verändert werden kann. Autor Frank Zipfel +49 69 910-31890 frank.zipfel@db.com Editor Barbara Böttcher Deutsche Bank AG DB Research Frankfurt am Main Deutschland E-Mail: marketing.dbr@db.com Fax: +49 69 910-31877 www.dbresearch.de DB Research Management Thomas Mayer 1. Februar 2012 Verschuldungsstruktur der Bundesländer Kapitalmarktverschuldung gewinnt an Bedeutung Verschuldungsstruktur der Bundesländer 2 | 1. Februar 2012 Research Briefing Nicht zuletzt liegt zudem der Schwerpunkt der öffentlichen Verwaltung (dazu gehört auch die Finanzverwaltung) in der Hand der Länder. Dagegen genießen die Bundesländer (bislang) zumindest bei der Kreditaufnahme einen sehr gro- ßen Spielraum. All dies hat mit dazu geführt, dass in einigen Bundesländern ein bedeutender Anteil der Ausgaben durch Schuldenaufnahme finanziert worden ist. In der Vergangenheit wurden die Schulden größtenteils durch Direktauslei- hungen von Kreditinstituten bestritten. Die Bedeutung der Verschuldung am Kapitalmarkt nahm jedoch stark zu, selbst wenn die Länder in unterschiedlichem Ausmaß davon Gebrauch machen, sich z.B. durch Anleihen (i.d.R. über Lan- desschatzanweisungen bzw. -obligationen) zu finanzieren. Wie sieht die Struk- tur der Verschuldung aus, gibt es z.B. bestimmte Muster? Betrachtet man diese Frage von der Einnahmeseite (und damit der Liquiditäts- seite) so fällt der Cash Flow der Steuereinnahmen zunächst bei den Bundes- ländern als maßgebliche Träger der Steuerverwaltung an. Zölle und bestimmte Verbrauchsteuern werden dagegen durch den Zoll, also den Bund, verwaltet und zunächst vereinnahmt. Die Länder reichen die Steuereinnahmen dann an Bund und Kommunen gemäß bestimmter Verteilungsschlüssel weiter. Aus (kurzfristigen) Liquiditätsgesichtspunkten sind die Länder daher gegenüber dem Bund in einer komfortableren Position. Daraus lassen sich jedoch hinsichtlich des Bedarfs an Finanzierungsmitteln (z.B. kurzfristige Kredite) nur schwer direk- te Zusammenhänge ableiten. Schaut man sich die gesamten Steuereinnahmen, aber auch die gesamten Ausgaben auf Länderebene an, zeigt sich ein regelmäßiges Muster. Die Spitzen liegen bei den Ausgaben eher im vierten Quartal (Grafik 1), bei der Einkommen- steuer im zweiten und vierten Quartal (Grafik 5). Das Steueraufkommen schwankt teilweise jedoch erheblich. Die Entwicklung des (Roh)aufkommens der Einkommensteuer (ESt) auf Länderebene ist – wenig überraschend – bei- spielsweise mehr oder weniger stark mit dem Konjunkturverlauf (BIP) korreliert (Grafik 2 und 3). Bei den Gesamtsteuereinnahmen ist die Korrelation allerdings sehr uneinheitlich. Die großen Unterschiede hinsichtlich der Korrelation von Einkommensteuer und BIP sowie Gesamtsteuereinnahmen und BIP in einzel- nen Ländern sind an dieser Stelle jedoch nur schwer erklärbar und können nicht nur an der Umsatzsteuer liegen. Da es sich um Rohsteuereinnahmen handelt, kann auch die Steuerverteilung (inklusive Länderfinanzausgleich) eigentlich keine Rolle spielen. In Bezug auf die Verschuldung der Länder (und Gemein- den) lassen sich aus der Entwicklung der Steuereinnahmen jedoch weniger Rückschlüsse ziehen. Zusammenhang BIP und Steuerauf- kommen 2 ESt vs. Landes - BIP* Alle Steuern vs. Landes - BIP* BW 0,7302 0,6276 BY 0,5642 0,4159 BE 0,8040 0,2160 BB 0,4972 0,3346 HB 0,3917 0,4996 HH 0,3225 0,0029 HE 0,6208 0,4235 MV 0,5495 0,1059 NI 0,6221 0,7804 NW 0,7083 0,3321 RP 0,5366 0,5548 SL 0,2809 0,0634 SN 0,2566 0,4353 ST 0,5352 0,4809 SH 0,4422 0,6732 TH 0,2960 0,4341 *Korrelationskoeffizienten der Veränderungsraten, 2000 - 2010, Rohsteueraufkommen (vor Verteilung) Quellen: DB Research, Statistisches Bundesamt 30 40 50 60 70 80 90 04 05 06 07 08 09 10 11 Steuereinnahmen Ausgaben Quellen: DB Research, Bundesbank Ausgabe- und Steuereinnahmespitze im 4. Quartal 1 Ausgaben und Steuereinnahmen im Quartal, in EUR Mrd., Steuereinnahmen der Länder - 25 - 15 - 5 5 15 25 35 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 BIP nominal D BW BY HE NW ESt - Aufkommen schwankt beträchtlich 3 Gegenüber Vorjahresquartal in %, Rohaufkommen ESt im jeweiligen Bundesland Quellen: DB Research, Statistisches Bundesamt Verschuldungsstruktur der Bundesländer 3 | 1. Februar 2012 Research Briefing Im Ländervergleich wird deutlich, dass sich die Verschuldung der Bundesländer ganz erheblich unterscheidet (Grafik 4, hier mit Gemeinden zwecks Vergleich- barkeit von Flächenländern und Stadtstaaten). 1 Dies gilt auch für die Struktur der Verschuldung. Generell machen die Bundesländer von zwei Arten der Ver- schuldung Gebrauch: Kredite und Anleihen. In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt eindeutig bei den Krediten, in jüngerer Zeit werden vermehrt An- leihen emittiert (meist in Form von so genannten Landesschatzanweisungen bzw. -obligationen). Bedeutung Kreditaufnahme rückläufig Bis zur Jahrtausendwende war das Volumen der Kreditaufnahme der Länder stetig gestiegen, seitdem ist es leicht rückläufig. Jedoch ist der Anteil der Kredit- aufnahme an der Gesamtverschuldung auf 50% gefallen (Grafik 6 und 9). Darü- ber hinaus ist festzustellen, dass das Volumen und der Anteil der Direktauslei- hungen von Kreditinstituten ebenfalls stark rückläufig sind. Das von den Banken vergebene Kreditvolumen ist dabei überwiegend langfristig (d.h. über 5 Jahre; Grafik 7 und 8) und das Volumen ebenfalls rückläufig. Realkreditinstitute haben dabei ihre dominierende Rolle im Vergleich zu Landesbanken, Banken mit Son- deraufgaben und Kreditbanken verloren (Grafiken 20-24 im Anhang). 1 Siehe hierzu ausführlich Zipfel (2011). Finanzen der Bundesländer, Aktuelles Thema 513. Deutsche Bank Research. Frankfurt am Main. 0 2 4 6 8 10 12 14 16 06 07 08 09 10 BW BY HE NW *Mehr als 2/3 des Rohaufkommens der ESt in Deutschland werden in diesen vier Bundesländern erzielt ESt-Einnahmen vor allem im 2. und 4. Quartal 5 Rohaufkommen ESt Bund/Länder/Kommunen im jeweiligen Bundesland* (vor Verteilung) in EUR Mrd., Quartalsdaten Quellen: DB Research, Statistisches Bundesamt 0 50 100 150 200 250 300 93 95 97 99 01 03 05 07 09 11 Obligationen/Schatzanweisungen Direktausleihen Kreditinstitute Darlehen Sonstige (Nichtbanken) Weniger Kredite von Banken 6 Verschuldung Länder nach Arten in EUR Mrd. Quellen: Bundesbank, DB Research 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 95 97 99 01 03 05 07 09 11 kurzfristig mittelfristig langfristig Direktausleihungen von Kreditinstituten, Anteile nach Fristigkeit Quellen: DB Research, Bundesbank Bankkredite und Bundesländer – langfristig! 7 0 5 10 15 20 25 30 SN BY BW MV TH NI HE BB D RP ST SH NW HH SL BE HB Pro - Kopf Verschuldung 4 Quelle: Statistisches Bundesamt, DB Research In EUR '000 pro Kopf, Länder und Gemeinden, 2010 0 50 100 150 200 250 81 84 87 90 93 96 99 02 05 08 11 kurzfristig mittelfristig langfristig Direktausleihungen von Kreditinstituten, Volumen nach Fristigkeit in EUR Mrd. Quellen: DB Research, Bundesbank Volumen langfristiger Bankkredite aber rückläufig 8 Verschuldungsstruktur der Bundesländer 4 | 1. Februar 2012 Research Briefing Anleihen gewinnen an Bedeutung Die zunehmende Verschuldung der Länder ist immer mehr durch den Einsatz von Kapitalmarktpapieren – wie z.B. Anleihen ‒ finanziert worden. 2 Die Bundes- länder in toto nutzen Anleihen erst seit der Jahrtausendwende in größerem Um- fang (Grafik 9 und 10). Während der 1990er Jahre betrug der Nominalwert der umlaufenden Anleihen im Durchschnitt etwa EUR 50 Mrd. (Verdreifachung zwi- schen 1990 und 2000). Seitdem hat sich das Volumen mehr als verfünffacht (auf über EUR 300 Mrd.). Dies schlägt sich auch im Anteil der Länder am ge- samten Volumen öffentlicher Anleihen nieder, er verdoppelte sich von knapp 10 auf 20%. Ein Blick auf das Emissionsverhalten (Grafik 12) zeigt, dass die Länder versu- chen, bereits zu Beginn des Jahres möglichst viele Anleihen zu platzieren. Das dürfte damit zusammenhängen, dass das Haushaltsgesetz eine bestimmte Summe an Kreditaufnahme erlaubt, die dann für das laufende Jahr festgelegt ist. Innerhalb der Länder wird jedoch in sehr unterschiedlichem Maße von Anlei- hen Gebrauch gemacht (Grafik 11). In 2010 war Hessen am aktivsten hinsicht- lich des Einsatzes von Kapitalmarktpapieren, der Anteil betrug dort fast 70% des Schuldenstandes zum Ende des Jahres. Mit Abstand folgen Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit rund 60%. Am anderen Ende steht dagegen Sachsen, das seinen Schuldenstand zum Ende des Jahres 2010 zu fast 90% durch Kredite finanzierte. Seit 1999 hat der Bestand an kürzer laufenden Anleihen (d.h. unter 4 Jahren Laufzeit) über alle Länder hinweg zugenommen (Grafik 13). Immerhin stieg der Anteil dieser Anleihen auf fast 30% an. In 2010 sind vor allem kürzer laufende Anleihen emittiert worden, bis 75% betrug der Anteil von Anleihen von bis zu 5 Jahren Laufzeit (Grafik 14) für alle Bundesländer zusammen. Im Vergleich der Länder untereinander sind allerdings ebenfalls große Unterschiede erkennbar (siehe hierzu im Einzelnen ausführlich Grafiken 25-29 im Anhang). 2 In der vorliegenden Studie werden Daten des statistischen Bundesamtes, der Bundesbank und von Bloomberg verwendet. Insbesondere bei Anleihen sind teilweise erhebliche Unterschiede zwischen diesen Datenquellen festzustellen. Diese sind zumindest zum Teil vermutlich auf die Abgrenzung von Wertpapierschulden und Kreditaufnahme zurückzuführen. Das statistische Bun- desamt hat Ende September (bzw. die korrigierte Fassung Ende November) die Schuldenstand- statistik (Fachserie 14 Reihe 5) komplett überarbeitet herausgegeben. Dabei ist sowohl Erhe- bungsart als auch -umfang umgestellt und auch erweitert worden. Damit ist diese jährlich er- scheinende Publikation die umfangreichste Darstellung zur Verschuldungssituation der Gebiets- körperschaften. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 97 99 01 03 05 07 09 11 Direktausleihungen Kreditinstitute Anleihen Darlehen von Nichtbanken Anteil Kredite nur noch 50% 9 Jeweils Anteil an Gesamtverschuldung Quellen: Bundesbank, DB Research 0 50 100 150 200 250 300 350 95 97 99 01 03 05 07 09 11 Alle Laufzeiten davon Laufzeit über 4 Jahre davon Laufzeit bis einschließ.4 J. Anleihen immer beliebter 10 Quellen: Bundesbank, DB Research Nominalwert umlaufender Anleihen der Länder in Mrd. EUR 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% SN TH SL BY HH MV SH ST NI BW D BB HB RP NW BE HE Kassenkredite Wertpapiere Kredite Länder machen von Anleihen und Krediten sehr unterschiedlich Gebrauch 11 Jeweils in % des gesamten Schuldenstandes, 2010, Wertpapierschulden (Landesschatzanweisungen) Kredite und Kassenkredite beim nicht öffentlichen Bereich Quellen: DB Research, Statistisches Bundesamt 0 5 10 15 20 25 30 35 05 06 07 08 09 10 11 Alle Laufzeiten davon Laufzeit über 4 Jahre davon Laufzeit bis einschließ.4 J. Anleihen meistens in Q1 emittiert 12 Brutto - Absatz Anleihen Länder in EUR Mrd. Quellen: Bundesbank, DB Research Verschuldungsstruktur der Bundesländer 5 | 1. Februar 2012 Research Briefing Hinsichtlich der Rendite der Länderanleihen sind – wenn auch im relativ kleinen Ausmaß – Unterschiede zwischen Ländern, aber auch Aufschläge gegenüber dem Bund festzustellen. Mit der seit 2000 vermehrt zu beobachtenden Anleihe- tätigkeit war der Renditeabstand zum Bund gesunken und erst mit dem Beginn der Finanzmarktkrise wieder angestiegen. 3 Nach Schätzung der Bundesbank (2008) liegen wichtige Gründe v.a. in der geringeren Liquidität der Länderanlei- hen, aber auch der generellen Risikoaversion der Marktteilnehmer. Ersteres verdeutlichen die meist geringeren Aufschläge für gemeinsame Anleihen der Länder („Jumbos“). Steigende Risikoaversion führt dagegen zu generellen Auf- schlägen für das Halten von Länderanleihen. Allerdings spielt – trotz gegensei- tiger Beistandspflicht ‒ auch die Bewertung der Bonität, d.h. der finanzpoliti- schen Lage wie u.a. der Verschuldung, eine Rolle. Detaillierte (d.h. nach Ländern gegliederte) neuere Auswertungen des Daten- satzes der Bundesbank für die Gesamtheit der Bundesländeranleihen liegen leider nicht vor. Als Quasi-Hilfsgröße sind daher für ein vergleichendes Beispiel im Folgenden einzelne ausgewählte, börsengehandelte Anleihen verschiedener Bundesländer mit annähernd gleicher Restlaufzeit und gleichem Volumen dar- gestellt (mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren zum 1. Quartal 2011 und einem Volumen von rund EUR 1 Mrd.; Grafiken 15, 16 und 17). Dabei zeigen sich durchaus merkliche Unterschiede zwischen den Ländern sowie zwischen den Ländern und dem Bund (durchschnittliche Rendite 5-jähriger Bundesanleihen). Die Unterschiede zwischen Bund und Ländern betragen im Falle von Berlin und Nordrhein-Westfalen im vorliegenden Beispiel gut 100 Basispunkte. Bayern und Hessen haben einen bis zu knapp 40 Basispunkte geringeren Aufschlag. Hin- sichtlich des insgesamt gestiegenen Aufschlags von Länder- zur Bundesanlei- hen im 2. und 3.Quartal 2011 wird aber auch die derzeit starke Nachfrage nach sicheren Bundesanleihen deutlich. Im Übrigen begeben die Länder seit geraumer Zeit nicht nur Anleihen in Euro, sondern z.B. auch in Schweizer Franken oder Japanischen Yen. Allerdings ist der Anteil derartiger Anleihen gering – er betrug zuletzt (2010) knapp 3% im Schnitt aller Länder. Viele Länder machen davon so gut wie keinen Gebrauch. Brandenburg mit 7% und Nordrhein-Westfalen mit 6% hatten Ende 2010 3 Siehe hierzu und im Folgenden Bundesbank (2008). Der Markt für deutsche Anleihen. In Monatsbericht Bundesank. Juni 2008. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 96 98 00 02 04 06 08 10 Anteil Laufzeit über 4 J. Anteil Laufzeit bis einschließlich 4 J. Laufzeiten Länderanleihen kürzer 13 Anteile der jeweiligen Laufzeiten an allen umlaufender Anleihen (Nominalwert) Quellen: Bundesbank, DB Research 2,9 50,1 18,3 bis 1 Jahr 1 bis einschließlich 5 Jahre über 5 Jahre Fälligkeiten in 2010 emittierter Länderanleihen 14 Begebung von Geld - und Kapitalmarktpapieren aller Länder, 2010, in EUR Mrd. Quellen: DB Research, Statistisches Bundesamt 0,7 0,9 1,1 1,3 1,5 1,7 1,9 2,1 2,3 2,5 2,7 2,9 3,1 3,3 Jan 11 Apr 11 Jul 11 Okt 11 Jan 12 NRW Bayern Hessen Niedersachsen Deutschland Ø Berlin In %, Rendite von ausgewählten Anleihen mit annähernd gleicher Restlaufzeit und Volumen (5 Jahre Restlaufzeit zum 1. Quartal 2011) Quellen: DB Research, Bloomberg, Stand Januar 2012 Renditevergleich von börsengehandelten Anleihen von Bund und Ländern 15 0,2 0,3 0,4 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1 1,1 Jan 11 Apr 11 Jul 11 Okt 11 Jan 12 NRW Bayern Hessen Niedersachsen Berlin Quellen: DB Research, Bloomberg, Stand Januar 2012 In %, Rendite von ausgewählten Anleihen mit annähernd gleicher Restlaufzeit und Volumen (5 Jahre Restlaufzeit zum 1. Quartal 2011) Aufschläge zwischen börsengehandelten Länderanleihen und Bundesanleihen 16 Verschuldungsstruktur der Bundesländer 6 | 1. Februar 2012 Research Briefing den größten Bestand an Anleihen, die nicht in Euro notiert sind. In Hessen (gut 3%) und Berlin (gut 2%) sind die Werte lediglich halb so groß, in den andere Ländern spielen nicht in Euro notierte Anleihen praktisch keine Rolle. Überhaupt unterscheidet sich die Finanzierung der Länder hinsichtlich Fristigkeit und Art der Verbindlichkeiten deutlich. Das betrifft sowohl Anleihen als auch Kredite. So waren in Bayern und Baden-Württemberg, aber auch im Saarland rund 60% der Verschuldung (Kredite und Anleihen) mit Stand 31.12.2010 (Gra- fik 18) erst nach 2015 fällig. Die Länder Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Hamburg sind zu diesem Zeitpunkt dagegen sehr viel kurzfristiger verschuldet. Dort werden 60% der Verschuldung noch vor 2015 fällig. Beson- ders kurz war die Laufzeit des Bestands an Krediten und Wertpapieren zuletzt in Rheinland-Pfalz, Bremen und Nordrhein-Westfalen, wo 1/5 des Schulden- stands mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr finanziert wurde. Bei einem Teil der Länder, deren Bestand an Krediten und Anleihen eher kurz- fristiger Natur ist, ist zudem der Anteil der variablen Verzinsung hoch (Grafik 19). Im Falle von Bremen liegt der Wert bei fast 1/3 des Gesamtschuldenstands, aber auch in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz ist der Anteil der variablen Verzinsung am Gesamtschuldenstand mit rund 1/5 des Gesamt- schuldenstands deutlich höher als in den anderen Bundesländern. Fazit Einheit in Vielfalt könnte man abschließend die Struktur der Verschuldung bzw. der Finanzierung auf den Punkt bringen. Es gibt jedoch einen klaren Trend zu mehr Finanzierung über den Kapitalmarkt durch Anleihen. Von erheblicher Be- deutung ist hierbei die Solidarität im Bundesstaat, d.h. der gegenseitige Haf- tungsverbund von Bund und Ländern. Von diesem – v.a. von der guten Bonität des Bundes – profitieren die Länder, wenn sie Mittel auf dem Kapitalmarkt be- schaffen. Allerdings setzt sich mehr und mehr die Auffassung durch, dass die finanzpolitische Lage in den Ländern eben doch nicht gänzlich über einen Kamm zu scheren ist und Hilfen des Bundes (v.a. nach Auslaufen des Finanz- ausgleichs 2020) wohl nicht mehr in dem Umfang zu erwarten sind wie bisher. Mit Blick auf die Einführung der Schuldenbremse bis zum Jahr 2020 ist dies ökonomisch gesehen positiv zu beurteilen. Nur so bleibt der Anreiz erhalten, auf Landesebene eine nachhaltige und solide Finanzpolitik zu betreiben. Die jüngs- Kapitalmarktverschuldung (Anleihen börsengehandelt) 17 Summe begebener Anleihen Ø Verzi n- sung (Kupon) Ø Rest - laufzeit In Mrd. € In % In Jahren BW 17,4 3,9 4,7 BY 10,2 3,4 3,8 BE 37,8 3,4 3,3 BB 10,5 3,6 3,2 HB 7,6 0 1,6 HH 5,4 2,6 2,3 HE 27,4 3,2 4,2 MV 0,8 4,5 5,7 NI 31,8 3,4 3,5 NW 78,3 3,1 3,8 RP 19,8 3 3,3 SL 1,9 2 3 SN 0,9 3,9 3,6 ST 10,2 4,1 4 SH 8,5 3,2 3 TH 2,4 3,5 3 Quelle: Bloomberg, Stand Januar 2012 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% HH SN NW BB HE RP HB MV BE D NI SH TH ST BY BW SL in 2011 in 2012 in 2013 in 2014 in 2015 nach 2015 Fälligkeiten der Schulden der Länder 18 Anteile in % der Gesamtverschuldung (Wertpapiere und Kredite, ohne Kassenkredite), Ende 2010 Quellen: DB Research, Statistisches Bundesamt 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% HB BB ST RP BE NI SH D HE HH NW BW SL MV SN TH BY Anteil variabler Verzinsung sehr unterschiedlich 19 Quellen: DB Research, Statistisches Bundesamt Länder , Anteil variabler Verzinsung an Gesamtschuldenstand*, 2010 * Wertpapiere und Kredite (ohne Kassenkredite) Verschuldungsstruktur der Bundesländer 7 | 1. Februar 2012 Research Briefing te Forderung nach gemeinsamen (Gesamtschuldnerischen) Anleihen von Bund und Ländern ist in dieser Hinsicht daher kritisch zu sehen. Eigene Anstrengun- gen müssen sich auszahlen – das honorieren auch die Anleger an den Kapital- märkten. Frank Zipfel (+49 69 910-31890, frank.zipfel@db.com) 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 Kreditbanken Landesbanken Sparkassen Genossenschaftliche Zentralbanken Kreditgenossenschaften Realkreditinstitute Banken mit Sonderaufgaben Bausparkassen (Buch - )Kredite an Länder über alle Laufzeiten 20 Quellen: DB Research, Bundesbank Jeweiliger Anteil der Bankengruppe an Gesamtvergabe, Jahreswerte 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 Kreditbanken Landesbanken Sparkassen Genossenschaftliche Zentralbanken Kreditgenossenschaften Realkreditinstitute Banken mit Sonderaufgaben Bausparkassen (Buch - )Kredite an Länder mit Laufzeit bis 1 Jahr 21 Jeweiliger Anteil der Bankengruppe an Gesamtvergabe, Jahreswerte Quellen: DB Research, Bundesbank 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 Kreditbanken Landesbanken Sparkassen Genossenschaftliche Zentralbanken Kreditgenossenschaften Realkreditinstitute Banken mit Sonderaufgaben Bausparkassen (Buch - )Kredite an Länder mit Laufzeiten über 5 Jahre 23 Jeweiliger Anteil der Bankengruppe an Gesamtvergabe, Jahreswerte Quellen: DB Research, Bundesbank 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 Kreditbanken Landesbanken Sparkassen Genossenschaftliche Zentralbanken Kreditgenossenschaften Realkreditinstitute Banken mit Sonderaufgaben Bausparkassen (Buch - )Kredite an Länder mit Laufz. über 1 einschl. 5 Jahre 22 Jeweiliger Anteil Bankengruppe an Gesamtvergabe, Jahreswerte Quellen: DB Research, Bundesbank Verschuldungsstruktur der Bundesländer 8 | 1. Februar 2012 Research Briefing 0 2 4 6 8 10 99 01 03 05 07 09 Bis einschließlich 1 Jahr Über 1 bis einschließlich 5 Jahre Über 5 Jahre Quellen: Bundesbank, DB Research (Buch - )Kredite von Großbanken an Länder nach Fälligkeit 24 Jeweils in EUR Mrd., Jahreswerte - 1 2 3 4 5 BW BY BB HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH BE HB HH Wertpapiere Kredite In EUR Mrd., Wertpapierschulden und Kredite beim nicht - öffentlichen Bereich Quellen: Statistisches Bundesamt, DB Research Schuldenaufnahme mit Laufzeit bis einschließlich 1 Jahr in 2010 25 - 5 10 15 20 BW BY BB HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH BE HB HH Wertpapiere Kredite Quellen: Statistisches Bundesamt, DB Research In EUR Mrd., Wertpapierschulden und Kredite beim nicht - öffentlichen Bereich Schuldenaufnahme mit Laufzeit über 1 Jahr einschließlich 5 Jahre in 2010 26 - 2 4 6 8 10 BW BY BB HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH BE HB HH Wertpapiere Kredite In EUR Mrd., Wertpapierschulden und Kredite beim nicht - öffentlichen Bereich Quellen: Statistisches Bundesamt, DB Research Schuldenaufnahme mit Laufzeit über 5 Jahre in 2010 27 Verschuldungsstruktur der Bundesländer 9 | 1. Februar 2012 Research Briefing Börsengehandelte Anleihen der Länder nach Fälligkeiten 30 In EUR Mio. 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 >2020 BW 2.350 845 2.000 3.325 2.881 1.000 2.100 1.250 150 1.494 BY 1.600 1.542 1.085 1.075 1.110 1.250 975 50 1.250 228 BE 5.707 6.605 6.616 6.440 4.937 3.675 919 250 0 2.636 BB 2.023 2.808 1.337 1.120 1.505 100 247 60 160 1.165 HB 2.000 2.750 1.900 900 0 0 0 0 0 0 HH 1.375 1.080 952 1.575 50 50 161 130 0 0 HE 2.100 4.076 4.700 4.765 3.899 2.089 650 0 2.150 2.971 MV 0 250 150 0 0 100 0 0 0 256 NI 4.550 4.550 4.800 5.225 5.035 2.500 2.835 1.175 0 1.150 NW 12.529 13.480 14.106 13.381 9.231 2.925 3.667 1.950 510 6.535 RP 4.660 4.500 2.686 942 1.338 1.800 1.497 835 0 1.502 SL 185 361 350 500 215 285 20 0 0 0 SN 150 50 307 100 20 95 100 10 0 100 ST 1.131 1.582 1.472 1.642 1.395 1.531 105 0 70 1.250 SH 1.225 1.282 1.783 1.650 1.435 800 121 213 0 0 TH 500 200 500 500 0 600 0 0 50 0 Quelle: Bloomberg, Stand: 17.01.2012 0% 20% 40% 60% 80% 100% HB ST HH BE NW BB D BW HE NI SN RP SH MV SL BY TH bis 1 Jahr 1 bis einschließlich 5 Jahre über 5 Jahre Wertpapieraufnahmen 2010 28 Anteile der Laufzeitkategorie in % je Bundesland, Geld - und Kapitalmarktpapiere Quellen: DB Research, Statistisches Bundesamt 0% 20% 40% 60% 80% 100% HB BW SL HH SN BY D BE BB HE MV TH NW SH RP ST NI bis 1 Jahr 1 bis einschließlich 5 Jahre über 5 Jahre Kreditaufnahmen 2010 29 Anteile der Laufzeitkategorie in % je Bundesland, Kreditaufnahmen beim nicht - öffentlichen Bereich Quellen: DB Research, Statistisches Bundesamt Researc h Briefing Unsere Publikationen finden Sie unentgeltlich auf unserer Internetseite www.dbrese arch.de Dort können Sie sich auch als regelmäßiger Empfänger unserer Publikationen per E - Mail eintragen. Für die Print - Version wenden Sie sich bitte an: Deutsche Bank Research Marketing 60262 Frankfurt am Main Fax: +49 69 910 - 31877 E - Mail: marketing.dbr@db .com Schneller via E - Mail: marketing.dbr@db.com  Verschuldungsstruktur der Bundesländer: Kapital - markt verschuldung gewinnt an Bedeutung ................... 1. Februar 2012  Wirtscha ftliche Anpassung im Euroraum: Wo stehen wir? ................................ .............................. 25. Januar 2012  Aktueller Ausblick für die Wel twirtschaft: Wachstum mit Risiken im Jahr 2012 ............................. 19. Januar 2012  Neues Jahr – mehr Krisen ................................ ............ 12. Januar 2012  Outsourcing: Schlanke Produktion schafft Wettbewerbsvorteile ................................ ........ 27. Oktober 2011  Emissionshandel im Luftverkehr: Belastung vorerst moderat, Wettb e werbse ffekte spürbar ....... 21. September 201 1  Stabilitätsrat: Finanz - TÜV für Bundesländer ................... 3. August 2011  CCS für den Klimaschutz: W ichtig, mühsam, teuer .......... 10. Juni 2011  Wasser: EUR 500 Mrd. Investitionen notwendig – pro Jahr! ................................ ......................... 16. Mai 2011  Europas Büromärkte: Mietzyklen werden schwächer ................................ ........................... 24. März 2011  Strukturwandel in China: Industrie prägt vorerst wirtschaftliche Entwic k lung ............................... 28. Januar 2011 © Copyright 2012. Deutsche Bank AG, DB Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellen- angabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. Die vorstehenden Angaben stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG oder ihrer assoziierten Unternehmen entspricht. Alle Meinungen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. 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