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5. Juli 2019
In Deutschland ist der Arbeitskräfteschwund nicht aufzuhalten. Das zeigt einmal mehr die kürzlich publizierte 14. amtliche Bevölkerungsprojektion. In seiner neuen Vorausberechnung berücksichtigt das Statistische Bundesamt die umfangreiche Zuwanderung der vergangenen Jahre. Der Effekt ist beeindruckend. Die Bevölkerungszahl erreicht in den nächsten Jahren neue Höchststände von rd. 84 Millionen. Unter plausiblen Annahmen zur Einwanderung (etwa im Umfang der vergangenen 20 Jahre von durchschnittlich rd. 270.000 p.a.) wird diese Zahl in den kommenden 20 Jahren nur wenig sinken. [mehr]
PROD0000000000496398 1   |    5. Juli 2019Aktuelle Grafik 5. Juli 2019 Trotz Zuwanderung deutlicher Rückgang des Arbeitskräftepotenzi­ als In Deutschland ist der Arbeitskräfteschwund nicht aufzuhalten. Das zeigt einmal mehr die kürzlich publizierte 14. amtliche Bevölkerungsprojektion. In seiner neu­ en Vorausberechnung berücksichtigt das Statistische Bundesamt die umfang­ reiche Zuwanderung der vergangenen Jahre. Der Effekt ist beeindruckend. Die Bevölkerungszahl erreicht in den nächsten Jahren neue Höchststände von rd. 84 Millionen. Unter plausiblen Annahmen zur Einwanderung (etwa im Umfang der vergangenen 20 Jahre von durchschnittlich rd. 270.000 p.a.) wird diese Zahl in den kommenden 20 Jahren nur wenig sinken. Gleichwohl bleibt die Demografie äußerst brisant. Das Altern der Bevölkerung und die Strukturverschiebungen setzen sich vehement fort. Während in Deutschland immer mehr Personen im Rentenalter leben werden, nimmt die Zahl der 20- bis 66-Jährigen deutlich ab. Bis zu 6 Millionen Arbeitskräfte werden dem Arbeitsmarkt im Jahr 2040 fehlen, gemessen am aktuellen Stand. Selbst bei höherer Zuwanderung (311.000 Personen p.a.) beträgt der Rückgang den amtlichen Projektionen zufolge 4,5 Mio. bzw. 9%. Dass die Zahl potenzieller Ar­ beitskräfte trotz Zuwanderung sinkt, resultiert vor allem aus dem bevorstehen­ den Renteneintritt der Babyboom-Generation. Trotz Zuwanderung deutlicher Rückgang des Arbeitskräftepotentials Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bank Research Autoren www.dbresearch.de Deutsche Bank Research Management Stefan Schneider Dieter Bräuninger +49(69)910-31708 dieter.braeuninger@db.com Marc Schattenberg +49(69)910-31875 marc.schattenberg@db.com Deutsche Bank Research Trotz Zuwanderung deutlicher Rückgang des Arbeitskräftepotenzials 2   |    5. Juli 2019Aktuelle Grafik Dieses demografische Großereignis bedeutet tiefgreifenden Wandel für Wirt­ schaft und Sozialsysteme. Der Standort Deutschland verliert millionenfach Ar­ beitskräfte, insbesondere auch sehr viele gut und hoch qualifizierte Fachkräfte. Damit dies nicht zu schmerzhaften Verlusten an Know-how und Produktivität führt, muss konsequent gegengesteuert werden. Staat und Wirtschaft müssen verstärkt in Aus- und Weiterbildung investieren. Lebenslanges Lernen ist aber vor allen auch für die Bürger ein Topthema, zumal angesichts des rasanten technologischen Wandels. Zudem sollten Unternehmen den Wissenstransfer zwischen den Generationen fördern, und zwar in beide Richtungen. Mit Blick auf die unverzichtbare Zuwanderung von Fachkräften gilt es, weiterhin be­ stehende Hürden etwa bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse abzu­ bauen und Deutschlands Attraktivität für „kluge Köpfe“ zu steigern. Eine mehrfa­ che Dividende für die Wirtschaft, den Standort und die Sozialversicherungen lie­ ße sich erzielen, wenn das Rentenalter an die Lebenserwartung angepasst wür­ de, wie es in Dänemark und anderen Ländern geschieht.         Deutsche Bank Research Trotz Zuwanderung deutlicher Rückgang des Arbeitskräftepotenzials 3   |    5. Juli 2019Aktuelle Grafik © Copyright 2019. Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vor­ behalten. Bei Zitaten wird um Quellenangabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. 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