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1. März 2013
Vieles spricht dafür, dass die deutsche Wirtschaft im 1. Quartal wieder auf einen – wenn auch nur flachen – Wachstumspfad eingeschwenkt ist, nachdem das reale Bruttoinlandsprodukt im Schlussquartal 2012 noch um 0,6% geschrumpft war. Auftragseingänge und Industrieproduktion hatten schon im Dezember zugenommen, so dass die Produktion mit einem Wachstumsüberhang in das 1. Quartal gestartet ist. Zudem hat sich die Stimmung der Unternehmen schon seit vier Monaten aufgehellt. [mehr]
Ausblick Deutschland: Tiefpunkt (wohl) durchschritten Aktuelle Themen Konjunktur „Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt“. Dieses Motto der Nummer 1 der Singlecharts im Jahr 1983 von der Band „Geier Sturzflug“ hat sich die deutsche Wirtschaft wohl zu Herzen genommen. Vieles spricht dafür, dass sie im 1. Quartal wieder auf einen – wenn auch nur flachen – Wachstumspfad eingeschwenkt ist, nachdem das reale Bruttoinlandsprodukt im Schlussquartal 2012 noch um 0,6% geschrumpft war. Auftragseingänge und Industrieproduktion hatten schon im Dezember zugenommen, so dass die Pro- duktion mit einem Wachstumsüberhang in das 1. Quartal gestartet ist. Zudem hat sich die Stimmung der Unternehmen schon seit vier Monaten aufgehellt. Der Index der Einkaufsmanager für das Verarbeitende Gewerbe hat zuletzt wieder die kritische 50er-Marke, die die Trennlinie zwischen Rezession und Wachstum bildet, leicht überschritten, und der ifo Geschäftsklimaindex lag im Februar mit 107,4 spürbar über seinem langfristigen Durchschnitt von knapp 101. Mehr noch, der jüngste Anstieg des ifo Geschäftsklimaindexes – der vierte in Folge – verstärkt die Hoffnung, dass die sogenannte „Drei-Mal-Regel“ Bestand hat, wo- nach üblicherweise ein konjunktureller Wendepunkt folgt, wenn der ifo Index drei Mal in Folge gestiegen ist. Insgesamt sind damit die Aussichten gut, dass wir im 1. Quartal „wieder das Bruttosozialprodukt steigern“. Risiken vor allem im außenwirtschaftlichen Umfeld Allerdings liegen nach wie vor erhebliche Risiken insbesondere im außenwirt- schaftlichen Umfeld. So ist die Krise um die amerikanischen Staatsfinanzen keineswegs gebannt, die Ende letzten Jahres vieldiskutierte „fiskalische Klippe“ wurde bestenfalls leicht nach hinten verschoben. Schuldenlimit und Sequester (d.h. umfangreiche automatische Budgetkürzungen) sind nach wie vor die Schreckgespenster für die amerikanische Konjunktur, und in unmittelbarer eu- ropäischer Nachbarschaft hält die Rezession insbesondere in den südlichen Peripherieländern der Eurozone – wenn auch leicht gedämpft – im laufenden Quartal noch an. Die vielfach geforderten Hilfen vom „starken Mann Europas“, über eine Stärkung der deutschen Binnenwirtschaft auch das Wachstum in der Peripherie zu stimulieren, lassen wohl nur geringe Erfolge vermuten. Entspre- chend bleibt die Divergenz in der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone weiter bestehen, zumal die politischen Unsicherheiten nach den italienischen Wahlen nicht geringer geworden sind. Zwar hat das Mitte-Links-Bündnis unter Pier Luigi Bersani im Parlament eine Mehrheit erringen können, im Senat je- doch hat keines der angetretenen Bündnisse die absolute Mehrheit erlangt. Ob daraus eine stabile Regierung hervorgeht, die die notwendigen Reformen an- packt, ist fraglich. Dies bezweifeln wohl auch die Finanzmärkte, die nach an- fänglicher Euphorie enttäuscht auf den Wahlausgang reagierten. So sind Neu- wahlen durchaus eine in Frage kommende Option, nachdem möglicherweise eine Interimsregierung eine Wahlrechtsreform verabschiedet hat. Autor en Bernhard Gräf +49 69 910-31738 bernhard.graef@db.com Heiko Peters +49 69 910-21548 heiko.peters@db.com Oliver Rakau +49 69 910-31875 oliver.rakau@db.com Frank Zipfel +49 69 910-31890 frank.zipfel@db.com Editor Stefan Schneider Deutsche Bank AG DB Research Frankfurt am Main Deutschland E-Mail: marketing.dbr@db.com Fax: +49 69 910-31877 www.dbresearch.de DB Research Management Ralf Hoffmann | Bernhard Speyer Inhaltsverzeichnis Seite Prognosetabellen ............................................3 Unternehmensbesteuerung 2013 und Bundestagswahl .............................................4 Grafik des Monats ...........................................9 Chartbook: Konjunktur .................................. 10 Chartbook: Branchen .................................... 13 Chartbook: Finanzmärkte .............................. 14 Chartbook: Wirtschaftspolitik ......................... 19 Eventkalender ............................................... 20 Datenkalender .............................................. 21 Finanzmarktprognosen ................................. 22 Datenmonitor ................................................ 23 1. März 2013 Ausblick Deutschland Tiefpunkt (wohl) durchschritten Ausblick Deutschland 2 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Im Jahresdurchschnitt 2013 nur mageres Wachstum von 0,3% Für das Gesamtjahr 2013 erwarten wir unverändert ein Wachstum der deut- schen Wirtschaft von 0,3%. Zwar ist sie besser als bislang von uns erwartet ins neue Jahr gestartet, so dass sich im 1. Quartal sogar schon wieder ein leichtes Wachstum abzeichnet. Gleichzeitig trägt sie aber auch eine schwerere „Altlast“. Durch den Rückgang des realen BIP im 4. Quartal 2012 ist die Ausgangsbasis für 2013 schlecht. Der Wachstumsunterhang der deutschen Wirtschaft beträgt zu Jahresbeginn 2013 0,3%, der erst einmal aufgeholt werden muss. Entspre- chend ist trotz der von uns insbesondere für das 2. Halbjahr erwarteten kräftige- ren Wachstumsdynamik nur mit einem mageren jahresdurchschnittlichen BIP- Anstieg von 0,3% zu rechnen. Wachstumstreiber bleibt unserer Einschätzung zufolge der private Konsum mit einer Zunahme um 0,6%, gestützt auf einen weiter soliden Arbeitsmarkt. So ist das ifo Beschäftigungsbarometer zuletzt wie- der gestiegen. Dagegen dürfte der negative Außenbeitrag im laufenden Jahr etwa 0,3 Prozentpunkte an Wachstum kosten. Im Schlussquartal 2012 war der Außenbeitrag sogar mit 0,8% negativ, als die deutschen Ausfuhren in realer Rechnung um 2% eingebrochen waren. Zwar haben sich die Exportaussichten für die deutsche Wirtschaft den Ergebnissen der Unternehmensbefragungen zufolge in den letzten Monaten massiv verbessert, vor allem aufgrund von merk- lich gestiegenen Exportaufträgen insbesondere aus Asien. Eine nachhaltige Erholung der deutschen Ausfuhr ist allerdings angesichts der noch schwachen Entwicklung in der Eurozone, in die immerhin noch fast 40% der deutschen Exporte gehen, erst im 2. Halbjahr zu erwarten. „Währungskrieg“ für Deutschland bislang wohl nur Sturm im Wasserglas Ist diese Erwartung zu optimistisch, und muss die deutsche Wirtschaft ange- sichts des „Währungskriegs“ im Schützengraben in Deckung gehen? Wohl nicht! Zum einen zeigen Untersuchungen, dass Deutschland aufgrund der Gü- terstruktur seiner Ausfuhren (fast die Hälfte des deutschen Exports entfallen auf Maschinen und Transportausrüstungen, also Investitionsgüter) weniger emp- findlich hinsichtlich Wechselkursentwicklungen ist als andere europäische Län- der. Zum anderen hat sich der reale handelsgewichtete Euro-Wechselkurs zwar gegenüber seinem Tief im Mitte letzten Jahres um rund 5% aufgewertet, liegt aber immer noch um den gleichen Prozentsatz unter seinem letzten Hoch vom April 2011 und um 12% unter seinem Niveau von Oktober 2009. Vor diesem Hintergrund ist der „Währungskrieg“ wohl zumindest für Deutschland bislang doch nur ein Sturm im Wasserglas. Bernhard Gräf (+49 69 910-31738, bernhard.graef@db.com) - 4 - 3 - 2 - 1 0 1 2 3 4 5 6 - 2,0 - 1,5 - 1,0 - 0,5 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 10 11 12 13 Reales BIP (rechts) PMI verarb. Gewrbe (links) ifo Geschäftsklimaindex (links) OECD Vorlaufsindikator (links) Standardisierte Werte (links); % gg.Vj. (rechts) Wachstum & Vorlaufsindikatoren 1 Quellen: Statistisches Bundesamt, Markit, ifo, OECD 108 109 110 111 112 113 114 Jan 12 Apr 12 Jul 12 Okt 12 Industrieproduktion 2 2005=100 Quelle: Statistisches Bundesamt Quartalsdurchschnitte 80 85 90 95 100 105 110 115 120 125 00 02 04 06 08 10 12 Nominal Real EUR: Effektiver Wechselkurs 3 Gegenüber 40 Handelspartner, Index Q1 1999=100 Quelle: EZB Ausblick Deutschland 3 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz, Budgetsaldo BIP - Wachstum Inflation* Leistungsbilanzsaldo Budgetsaldo in % gg. Vj. in % gg. Vj. in % des BIP in % des BIP 2012P 2013P 2014P 2012P 2013P 2014P 2012P 2013P 2014P 2012P 2013P 2014P Euroland - 0,5 - 0,3 1,1 2,5 1,6 1,6 0,9 1,3 1,6 - 3,3 - 2,7 - 2,3 Deutschland 0,7 0,3 1,5 2,0 1,7 1,6 6,3 5,6 5,4 0,2 - 0,4 - 0,2 Frankreich 0,0 - 0,3 1,0 2,2 1,5 1,6 - 2,1 - 2,0 - 2,3 - 4,6 - 3,6 - 2,8 Italien - 2,2 - 0,9 0,5 3,3 1,8 1,5 - 1,0 - 0,3 - 0,2 - 2,9 - 2,3 - 2,5 Spanien - 1,4 - 1,1 0,6 2,4 2,2 1,3 - 0,8 0,0 - 0,2 - 7,9 - 6,1 - 5,1 Niederlande - 0,9 - 0,1 1,7 2,8 2,3 1,8 9,0 9,0 9,5 - 4,0 - 3,2 - 2,0 Belgien - 0,2 0,0 1,0 2,6 1,8 1,7 0,0 0,5 1,0 - 3,4 - 3,3 - 2,6 Österreich 0,7 0,9 1,3 2,6 2,0 1,9 1,2 1,8 2,1 - 3,1 - 2,8 - 2,5 Finnland - 0,1 0,0 1,2 3,2 2,5 2,2 - 1,7 - 1,0 - 0,5 - 0,8 - 0,8 - 0,5 Griechenland - 6,5 - 4,2 0,9 1,0 0,1 - 0,2 - 6,0 - 4,0 - 3,0 - 7,0 - 6,1 - 5,0 Portugal - 3,2 - 1,2 0,8 2,8 1,0 1,2 - 1,5 0,0 1,0 - 5,3 - 4,8 - 3,4 Irland 0,5 1,0 1,9 1,9 1,4 1,5 2,0 2,5 3,0 - 7,8 - 7,7 - 5,5 Großbritannien 0,2 0,9 1,8 2,8 2,5 2,2 - 4,7 - 4,4 - 3,5 - 5,3 - 6,7 - 5,9 Dänemark - 0,6 1,0 1,5 2,4 2,0 1,8 5,2 5,0 4,5 - 4,4 - 3,0 - 2,0 Norwegen 3,0 2,0 2,5 0,7 1,6 2,0 15,0 14,0 13,0 12,5 12,0 11,5 Schweden 1,2 1,2 1,9 0,9 0,6 1,5 7,5 6,5 6,0 - 0,5 - 0,5 0,0 Schweiz 1,0 1,5 1,7 - 0,7 0,4 0,8 11,0 10,5 10,0 0,0 0,2 0,5 Tschech. Rep. - 0,8 1,0 3,4 3,3 2,5 2,1 - 1,8 - 1,6 - 1,7 - 3,5 - 3,2 - 2,7 Ungarn - 1,3 0,0 1,6 5,7 4,1 3,5 0,9 1,5 0,9 - 3,0 - 2,9 - 2,8 Polen 2,0 1,6 2,3 3,7 2,2 2,1 - 3,5 - 3,1 - 3,8 - 3,6 - 3,5 - 2,9 USA 2,2 1,7 2,9 2,1 2,3 2,5 - 3,1 - 3,4 - 3,6 - 7,1 - 6,4 - 5,4 Japan 1,9 1,0 0,4 0,0 - 0,1 1,9 1,0 1,6 2,3 - 9,6 - 9,5 - 7,6 Welt 2,9 3,1 3,9 3,3 3,3 3,5 *Inflationsdaten für EU - Länder basieren auf harmonisierten Verbraucherpreisindizes außer bei Deutschland. Dies kann zu Diskrepanzen zu anderen DB Pub likationen führen. Quellen: Nationale Behörden, Nationale Zentralbanken, Deutsche Bank Prognosen Deutschland: BIP-Wachstum nach Komponenten, % gg.Vq., Jahresdaten % gg.Vj. 2012 2013 2010 2011 2012 2013P 2014P Q1 Q2 Q3 Q4 Q1P Q2P Q3P Q4P BIP 4,2 3,0 0,7 0,3 1,5 0,5 0,3 0,2 - 0,6 0,1 0,4 0,4 0,3 Privater Konsum 0,9 1,7 0,6 0,6 1,0 0,2 0,2 0,0 0,1 0,1 0,2 0,4 0,3 Staatsausgaben 1,7 1,0 1,4 1,3 0,7 0,6 - 0,3 0,7 0,4 0,3 0,5 0,1 0,1 Anlageinvestitionen 5,9 6,2 - 2,5 0,2 3,1 - 1,0 - 1,9 - 0,4 - 0,7 0,7 1,0 0,6 0,6 Ausrüstungen 10,3 7,0 - 4,8 - 1,4 4,4 - 1,1 - 3,0 - 2,2 - 2,0 0,5 0,9 1,0 1,0 Bau 3,2 5,8 - 1,5 1,9 1,9 - 0,8 - 1,4 0,7 - 0,1 0,9 1,0 0,3 0,3 Lager, % - Punkte 0,6 0,2 - 0,5 0,0 0,0 - 0,2 - 0,1 - 0,3 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 Exporte 13,7 7,8 3,7 3,1 5,4 0,7 3,3 1,5 - 2,0 1,0 1,4 1,6 1,3 Importe 11,1 7,4 1,8 4,2 5,5 - 0,7 2,3 0,6 - 0,6 1,4 1,6 1,7 1,6 Nettoexport, % - Punkte 1,7 0,6 1,0 - 0,3 0,3 0,7 0,7 0,5 - 0,8 - 0,1 0,0 0,1 0,0 K onsumentenpreise * 1,1 2,1 2,0 1,7 1,6 2,1 1,9 2,0 2,0 1,9 1,7 1,7 1,5 Arbeitslosenquote, % 7,7 7,1 6,8 6,9 6,7 6,8 6,8 6,8 6,9 6,9 6,9 6,9 6,8 Budgetsaldo, % BIP - 4,1 - 0,8 0,2 - 0,4 - 0,2 Leistungsbilanzsaldo, % BIP 6,0 5,7 6,3 5,6 5,4 *Inflationsdaten für Deutschland basieren auf nationaler Abgrenzung. Dies kann zu Diskrepanzen zu anderen DB Publikationen fü hren. Quellen: Bundesbank, DB Research Ausblick Deutschland 4 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Unternehmensbesteuerung 2013 und Bundestagswahl — Im Gegensatz zur Europapolitik bestehen bei der Steuer- und Verteilungspolitik substantielle unterschiedliche Auffassungen zwischen den regierenden Koalitionsparteien und der Opposition. — Die Vorschläge von SPD und Grünen reichen (u.a.) von der Erhöhung des Spitzensteuersatzes (auf 49% plus Solidaritätszuschlag) und der Einführung einer Vermögensteuer/-abgabe bis zu einer Verbreiterung der Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer sowie der Anhebung bzw. Abschaffung der Abgeltungsteuer auf Kapitaleinkünfte. — Sollten diese Vorschläge zur Gänze umgesetzt werden, könnten sie Deutschlands Attraktivität als Investitionsstandort gefährden, da sie negative Anreizeffekte für Unternehmen und Haushalte mit hohen (Kapital)Einkommen auslösen. Die letzte größere Reform der Unternehmensbesteuerung in Deutschland datiert aus dem Jahr 2008 (u.a. Reduktion des KSt-Satzes auf 15%, Einführung der Abgeltungsteuer auf Kapitaleinkünfte) und liegt damit bereits mehr als vier Jahre zurück. Die überwiegende Zahl der Reformen, die die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag für die laufende Legislaturperiode angekündigt hatten (z.B. MwSt-Sätze, Gewerbesteuer, Konzernbesteuerung) konnten nicht umgesetzt werden. Im Hinblick auf die steuerlichen Standortbedingungen haben die Re- formen seit Ende der 1990er jedoch zu einer wesentlichen Verbesserung bei- tragen. Zu den Verbesserungen gehören u.a. die Senkung der (tariflichen) Steuersätze auf zuletzt 15% Körperschaftsteuer sowie die Senkung des Spit- zensteuersatzes der Einkommensteuer (42 bzw. 45%), der Übergang zum Teileinkünfteverfahren, Steuerfreiheit von Verkäufen von Anteilen an einer Kapi- talgesellschaft durch eine Kapitalgesellschaft sowie die Einführung der Abgel- tungsteuer. Deutschland bei Steuerbelastung von Unternehmen im oberen Drittel Gleichwohl haben eine Reihe anderer Staaten ebenfalls Anstrengungen unter- nommen, um die steuerlichen Standortbedingungen zu verbessern. Bei der steuerlichen Belastung von Kapitalgesellschaften liegt Deutschland im oberen Drittel. Im EU-Vergleich hat sich der Trend zur Senkung der Körperschaftsteu- ersätze allerdings stark verlangsamt. Von 2011 auf 2012 ist die durchschnittli- che Belastung in den EU-27 (Körperschaftsteuer plus lokale Zuschlagsteuern) sogar erstmals seit 1996 wieder angestiegen. Mehrere Mitgliedstaaten haben sowohl Steuersätze als auch die Berechnung der Bemessungsgrundlage geän- dert. Beide Änderungen können in so genannten effektiven Steuersätzen in einer Kennzahl dargestellt werden. 1 Die effektive Durchschnittssteuerbelastung liegt in Deutschland bei rund 28% und damit höher als in vielen anderen euro- päischen Staaten. Angesichts der angespannten Haushaltslage in vielen euro- päischen Staaten, aber auch den USA, ist mit eher steigenden Belastungen auch bei Unternehmen zu rechnen. In Deutschland wird das Ergebnis der Bun- destagswahl einen entscheidenden Einfluss darauf haben, in welchem Ausmaß sich die Steuerbelastung in Deutschland verändern wird – dies dürfte sich je- 1 Die Entscheidung über den Ort einer Investition wird u.a. durch den effektiven Durchschnittssteu- ersatz bestimmt. Er berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Kapitalwert der Investition vor Steuern und dem Kapitalwert der Investition nach Steuern dividiert durch die diskontierte Rendite. Die Entscheidung über die Höhe der Investitionen wird u.a. durch den effektiven Grenz- steuersatz beeinflusst. 0 5 10 15 20 25 30 35 BG CY LV LT IE RO EE CZ SK PL SI HU NL DK AT SE FI PT LU BE EL UK IT DE ES MT FR EU - 27 %, nicht - finanzieller Sektor Quellen: Europäische Kommission, ZEW Effektive Durchschnittssteuersätze in der EU, 2011 1 20 25 30 35 40 45 50 55 60 95 97 99 01 03 05 07 09 11 DE FR IT UK NL US Höchstsatz KSt inklusive Zuschläge und lokaler Steuern 2 Quellen: Eurostat, DB Research % Ausblick Deutschland 5 | 1. März 2013 Aktuelle Themen doch frühestens ab dem Jahr 2014 in konkreten gesetzgeberischen Maßnah- men niederschlagen. Bundestagswahl entscheidend für mögliche Steuerreformen Im Wahlkampfjahr 2013 sind im Hinblick auf die Steuerbelastung der Unterneh- men daher keine bedeutenden Änderungen mehr zu erwarten. Dafür sind die Fronten zwischen CDU/CSU und SPD/Grünen zu verhärtet, als dass sich die Blockaden in Bundestag und Bundesrat (siehe Jahressteuergesetz 2013, Steu- erfreiheit von Streubesitzdividenden und kalte Progression) noch vor der Wahl überwinden ließen. Anders als CDU und FDP haben SPD und Grüne aber be- reits jetzt dezidierte Pläne für umfangreiche Steuerrechtsänderungen vorgelegt, sollte Rot/Grün bei der Wahl an die Regierung kommen. Nicht auf allen Feldern sind diese Pläne allerdings so konkret wie im Hinblick auf die Einführung einer Vermögensabgabe oder der Erhöhung des Spitzensteuersatzes. 2 Die Pläne von SPD und Grünen sehen aus derzeitiger Sicht ein ganzes Paket von Steuerer- höhungen vor (z.B. Einführung einer Vermögensteuer bzw. Vermögensabgabe, Anhebung des Einkommensteuerspitzensatzes, Ausweitung der Gewerbe- steuer, Änderung der Besteuerung von Kapitaleinkommen usw.). CDU und so- gar FDP verfolgen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine umfangreichen Steuerre- formpläne, die mit größeren Be- oder Entlastungen verbunden wären, da – laut eigener Aussage – die Haushaltskonsolidierung Vorrang genießt. Vages Ziel im Bereich Unternehmensbesteuerung bleibt die Gleichstellung von Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung sowie eine ablehnende Haltung gegenüber einer höhe- ren Belastung durch eine höhere Erbschaftsteuer oder durch die Einführung einer Vermögensteuer. Die CDU hält an punktuellen Steuerentlastungen fest (bessere Anrechnung von Verlusten in der Gründungsphase, Abbau kalte Pro- gression, energetische Gebäudesanierung, Forschungsförderung, Wagniskapi- talförderung). Die CDU spricht sich jedoch auch für die Einführung einer Fi- nanztransaktionssteuer aus. Die FDP hat sich von der Einführung eines Stufen- tarifes bei der Einkommensteuer zuerst einmal verabschiedet, es verbleibt der- zeit „nur“ die Abschaffung der kalten Progression. Änderungen bei der Kon- zernbesteuerung sowie die Reform der Gewerbesteuer (z.B. Abschaffung der Hinzurechnungen) bleiben ein vages Ziel. 2 Genau ausgearbeitete Wahlprogramme liegen bislang von keiner Partei vor. Die hier und in den Tabellen zusammen gestellten Information basieren auf Parteitagsbeschlüssen sowie veröffent- lichten Positionspapieren der vergangenen drei Jahre. 35 40 45 50 55 60 65 96 98 00 02 04 06 08 10 12 DE IE ES FR IT NL SE UK EA - 17 Höchstsatz Einkommensteuer EU 3 %, mit Zuschlägen Quelle: Europäische Kommission SPD/Grüne 29 SPD 3 SPD/Linke 4 CDU/FDP 15 CDU/SPD 18 Verteilung der Stimmen im Bundesrat 4 69 Stimmen ingesamt Quelle: Bundesrat 33 27 19 14 11 5 8 0 5 10 15 20 25 30 35 CDU/CSU/SPD SPD/Grüne CDU/CSU/FDP CDU/CSU/Grüne SPD/Grüne/Linkspartei SPD/Grüne/FDP Keine davon %, Februar 2013 Quellen: FAZ, Allensbach Welche Koalition wäre gut für Deutschland? 5 Ausblick Deutschland 6 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Mehrheit im Bundesrat entscheidend Für die steuerpolitischen Weichenstellungen sind bei fast allen Gesetzgebungs- verfahren die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat notwendig. Hier ist die Mehrheitsfindung derzeit schwierig. Die Wahl in Niedersachsen im Januar hat erneut die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat geändert (SPD, Grüne und Linkspartei kommen zusammen nun auf eine Mehrheit von 36 Sitzen). Neben der Bundestagswahl finden zudem zwei weitere Landtagswahlen in diesem Jahr statt (Hessen und Bayern), in denen bislang Regierungen aus CDU und FDP an der Macht sind. Gemäß der gegenwärtigen Umfrageergebnisse könnte es in Hessen zu einem Wechsel zu Rot-Grün kommen. Im Falle eines Wahlsieges von SPD und Grünen bei der Bundestagswahl könnte eine rot-grüne Bundesre- gierung in diesem Falle mit einer komfortablen Mehrheit in beiden Häusern rechnen (ohne auf die Unterstützung der Linkspartei angewiesen zu sein). Ob sie diese besser nützen würde als die CDU/FDP Bundesregierung zu Beginn der Legislaturperiode in 2009 bliebe jedoch abzuwarten. 3 Anders verhielte es sich bei einer Regierungsbildung aus CDU und SPD, in diesem Falle hätten CDU und SPD keine Mehrheit im Bundesrat, sondern wären auf FDP und Grüne angewiesen. Die Auswirkungen auf die Steuerpolitik wären gerade im Falle ei- ner großen Koalition kaum einschätzbar. Höhere Steuerbelastungen im Falle einer SPD/Grün geführten Regierung zu erwarten Die bereits angedeuteten Reformüberlegungen von SPD und Grünen laufen auf eine deutliche Erhöhung der Steuerbelastung – auch für Unternehmen – hinaus (Schätzungen gehen bspw. für die SPD-Pläne von Mehrbelastungen von EUR 30-40 Mrd. p.a. aus). Hierbei ist jedoch wegen der spezifischen Unternehmens- struktur in Deutschland (hoher Anteil an Personengesellschaften) zwischen Unternehmensebene und Anteilseignerebene zu unterscheiden. Denn die von den gegenwärtigen Oppositionsparteien angestrebten Maßnahmen würden sich nicht in gleichem Maße auf beide Ebenen auswirken. So träten spürbare Mehr- belastungen insbesondere beim Anteilseigner, d.h. bei der Besteuerung natürli- cher Personen auf – dies resultierte vor allem aus der geplanten Anhebung des Spitzensteuersatzes, aber auch der Anhebung der Abgeltungsteuer (SPD: 32% Grüne: Abschaffung bei gleichzeitiger Einführung eines Teileinkünfteverfahrens sowie Abschaffung Steuerbefreiung von Veräußerungsgewinne bei Kapitalge- sellschaften). Auf Unternehmensebene und damit insbesondere für Kapitalge- sellschaften wäre die Mehrbelastung geringer und vor allem Folge der geplan- ten Ausweitung der Substanzbesteuerung (Vermögensteuer sowie Ausweitung der Hinzurechnungen für Finanzierungsentgelte bei der Gewerbesteuer). 3 Damals besaßen CDU und FDP gleichfalls eine Mehrheit in Bundesrat und Bundestag – große Gesetzesvorhaben im Bereich der Steuerpolitik wurden jedoch nicht in Angriff genommen. Ausblick Deutschland 7 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist eine genaue Abschätzung der möglichen Mehrbelastungen schwierig, da nicht für alle steuerlichen Vorstellungen konkret ausgearbeitete Vorschläge existieren. Die Mehrbelastung hängt im Einzelnen darüber hinaus von der Unternehmensgröße, Rechtsform aber auch der interna- tionalen Verflechtung der Unternehmen ab, so dass pauschale Belastungsände- rungen nur schwer in einer Zahl zusammenzufassen sind. Modellrechnungen deuten für die SPD-Pläne auf Mehrbelastungen auf Unternehmensebene (KMU) zwischen 8 und 10% im Vergleich zur Steuerbelastung in 2011 hin. 4 Auf der Anteilseignerebene könnte die Steuerbelastung sogar weitaus stärker (über 20%) zunehmen. Gerade mittelständische Unternehmen könnten daher beson- ders stark betroffen sein. Große Unbekannte ist indes die mögliche Einführung einer Vermögensteuer. Aus Unternehmens- bzw. Unternehmersicht ist hierbei vor allem von Bedeutung, inwieweit Betriebsvermögen von der Vermögensteuer ausgeschlossen (im Rahmen des SPD-Vorschlag diskutiert) bzw. zu begünstigen (im Grünen Vor- schlag enthalten) sind. So wünschenswert ein solches Ansinnen im Rahmen einer derartigen Steuer auch ist, so fraglich erscheint, ob dies überhaupt gelin- gen könnte – gehört die Trennung von Betriebs- und Privatvermögen doch be- reits gegenwärtig zu den besonders „heiß“ diskutierten Themen zwischen Steu- erpflichtigen und Steuerverwaltung sowie vor Finanzgerichten. Mit Blick auf die Erbschaftsteuer zeigt sich zudem, dass umfangreiche Verschonungsregelung verfassungsrechtliche Probleme hervorrufen. Größtes Problem einer Vermö- gensteuer bleibt aber die Bewertungsfrage, d.h. wie findet man ein Verfahren mit dem Sachvermögen adäquat und möglichst standardisiert erfasst werden kann (derzeit auch intensiv im Rahmen der Reform der Grundsteuer diskutiert), um den enormen Erhebungsaufwand zu begrenzen. Fakt ist, dass eine Wiedereinführung der Vermögensteuer die Steuerbelastung von Kapital- und Unternehmensvermögen signifikant erhöhen würde (im Geset- 4 Vgl. Spengel und Evers (2012). Steuerpolitische Programme der Bundestagsparteien. Der Be- trieb. Heft 13, S. 705ff. Von der SPD di skutierte steuerliche Maßnahmen im Unternehmenssektor Von den Grünen diskutierte steuerliche Maßnahmen im Unternehmenssektor — Einführung Vermögensteuer (Satz 1% für natürliche und juristische Personen, degressiver Freibetrag in Höhe von EUR 2 Mio.) — Ausweitung Hinzurechnungen Gewerbesteuer inklusive Ausweitung auf Freiberufler und Selbstständige — Reform Erbschaftsteuer (mit Einnahmenerhöhung) — Reform Grundsteuer — Abschaffung Steuerbefreiung REITS — Einschränkung Abzugsfähigkeit Managergehälter (EUR 500.000 p.a.) — Anhebung Abgeltungsteuer auf 32% — Anhebung Spitzensteuersatz auf 49% ab EUR 100.000 (zusätzlich Progressionszone zw. EUR 64.000 und EUR 100.000) — Einführung Finanztransaktionssteuer — Abbau von Subventionen (z.B. Flugbenzin) — Steuerliche Forschungsförde rung verbessern — Verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten (degressive AfA) — Einführung harmonisierte Bemessungsgrundlage Körpe r- schaftsteuer — Ausweitung Hinzurechnungen Gewerbesteuer inklusive Ausweitung auf Freiberufler und Selbstständige — Finanzierungsneutralität — Bekämpfung Steuerflicht und Steuervermeidung — Einführung harmonisierte Steuerbemessungsgrundlage und europäische Mindeststeuersätze — Steuerbefreiung von Veräußerungsgewinnen auf Ebene Kapitalgesellschaft rückgängig machen — Spitzensteu ersatz 49% ab EUR 80.000 zu versteuerndem Einkommen — Einmalige Vermögensabgabe gestreckt über 10 Jahre — Abschaffung Abgeltungsteuer und Einführung Teileinkünfteverfahren — Steuergutschrift für F&E Aufwendungen — Reform Zinsschranke und Funktionsverlagerungen — Erb schaftsteuer reformieren und Einnahmen verdoppeln — Einführung steuerfreie Gewinnrücklage bei KMU — Reform Grundsteuer — Begrenzung des Betriebsausgabenabzugs für Gehälter auf maximal EUR 500.000 p.a. Vermögensteuer Aus Vereinfachungsgründen wird eine Investition in Höhe von 100 in einer Per i- ode angenommen, die aus dem zu B e- ginn der Periode in gleicher Höhe best e- henden Vermögen getätigt wird. Bei e i- nem Vermögensteuersatz von 1% auf das Vermögen zu Beginn dieser Periode ergibt sich demnach eine Steuerlast von 1. Bei einer Rendite von 2 (=2%) entspricht der 1%ige Vermögensteuersatz dann einer Bela s- tung des laufenden Ertrags/Einkommens (z.B. mit einer Einkommensteuer) von 50%. Bei einer Rendite ist von 4 sinkt die Ertragssteuerbelastung auf 25%. Das zeigt deutlich die Ertragsabhängigkeit. Geht man davon aus, dass der laufende Ertrag einer Belastung von 30% unterliegt (wie z.B. bei Kapitalgesellschafte n in D durch Körperschaftsteuer plus Gewerbe - steuer), erhöht sich bei einer Rendite von 4 und einer Vermögensteuer von 1% die Gesamtbelastung der Investitionse r- träge (aus denen die Steuern geleistet werden müssen so nicht Vermögen ve r- äußert wird) auf 55% ( 30% plus 25% = 55% = [1+1,2 ]/4). Dies wäre offensich t- lich wenig wachstumsfreundlich. Vgl. ausführlich Hey, Maiterth and Houben (2012). Ausblick Deutschland 8 | 1. März 2013 Aktuelle Themen zesvorschlag der SPD 5 ist vorgesehen, dass prinzipiell auch juristische Perso- nen steuerpflichtig sind, so dass auch die Unternehmensgewinne betroffen wä- ren) und zu einer problematischen Substanzbesteuerung führen würde – das gilt insbesondere in konjunkturellen Schwächephasen. Die Grenzsteuerbelas- tung würde dadurch von der Rendite abhängig 6 . D.h. insbesondere niedrigver- zinsliche Investitionen würden stärker belastet – beim gegenwärtigen Zinsni- veau dürfte dies viele Unternehmen besonders hart treffen bzw. Verlagerungs- tendenzen auslösen. Das Zahlenbeispiel auf Seite 7 verdeutlicht das Problem und legt nahe, wie wenig wachstumsfreundlich eine Vermögensteuer wäre. Umsetzung von Steuerreformen frühestens in H2 2014 Selbst wenn es zu einem Regierungswechsel und einer rot-grünen Regierung käme, dürfte wegen der Gesetzgebungstechnik 7 heraus eine Implementierung der von SPD und Grünen verfolgten Steuerpläne frühestens in der zweiten Hälf- te 2014 möglich sein (bei umfangreichen Vorhaben eher zu Beginn 2015). Zu weiteren Belastungsverschärfungen auf Unternehmensebene könnte zudem die bereits länger diskutierte Reform der Grundsteuer – deren Verfassungsmäßig- keit jüngst stark in Frage gestellt worden ist – beitragen. Bei einer möglichen Umstellung auf aktuellere Verkehrswerte ist nicht auszuschließen, dass es auch zu höheren Belastungen bei der Grundsteuer kommen kann. Derzeit werden hierzu bereits verschiedene Modelle diskutiert. Aus Sicht der Anteilseigner lau- ert zudem auch einer Erhöhung der Erbschaftsteuer am Horizont, da sich ab- zeichnet, dass die Begünstigung von Betriebsvermögen gleichfalls für verfas- sungswidrig erklärt werden könnte und zudem SPD und Grüne die Erbschaft- steuer gerne erhöhen möchten (Grüne: Aufkommen verdoppeln). Frank Zipfel (+49 69 910-31890, frank.zipfel@db.com) 5 Entwurf der Länder Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. 6 Siehe Hey, Maiterth und Houben (2012). Zukunft der Vermögensbesteuerung. IFSt Nr. 483. Hier kommt der Charakter der Vermögensteuer als Sollertragsteuer zum Ausdruck. 7 Der Haushalt 2014 wird zunächst vollständig von der bestehenden Regierung geplant. Die Erfah- rung der Vergangenheit zeigt, dass bei einem Regierungswechsel im Herbst des Wahljahres und bis zur Regierungsbildung kaum mehr genügend Zeit bleibt, den Haushalt des kommenden Jah- res im großen Umfang noch zu verändern. Ausblick Deutschland 9 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Grafik des Monats Lohnplus auch 2013 bei gut 2 ½% Die Lohnrunde 2013 ist nun endgültig eingeläutet. Die Beschäftigten des öffent- lichen Dienstes der Länder fordern 6,5%. Andere Forderungen sind auch kaum niedriger. Gleichzeitig warnte die Bundesbank vor überhöhten Lohnabschlüs- sen, die den anhaltenden Beschäftigungsaufbau gefährden könnten. Auch im letzten Jahr betrugen viele Lohnforderungen mehr als 6%. Die vollen Effekte der Tarifeinigungen werden zwar erst in diesem Jahr ersichtlich, da viele Lohnsteigerungen erst im Verlaufe des Jahres vereinbart wurden. Allerdings blieb das Plus der Stundenlöhne 2012 im Schnitt der Volkswirtschaft mit 2,7% wie üblich weit hinter den Forderungen zurück. Unserem Model zufolge steigen die tariflich vereinbarten Stundenlöhne 2013 um gut 2 ½% und damit etwa genauso stark wie im Vorjahr (2012 nominal: +2,6%; real: +0,6%). 8 Die Berechnung berücksichtigt die Kerninflation und das Produktivitätswachstum der letzten zwei Jahre sowie die von uns für das lau- fende Jahr prognostizierte Arbeitslosenquote. Die Prognose ist im Vorjahresver- gleich in etwa unverändert, weil die leicht gestiegene Kerninflation durch die im Zuge der Wachstumsabschwächung 2012 gesunkene Produktivität etwa aus- geglichen wurde. Die Arbeitslosenquote hat kaum einen Effekt, da wir sie 2013 in etwa unverändert erwarten. Nimmt man dieses Ergebnis zur Grundlage dürfte der verteilungsneutrale Spiel- raum 2013 zum zweiten Mal in Folge etwas mehr als ausgeschöpft werden, da die Produktivität wohl nur wenig steigt und die Inflation sinken dürfte. 9 Der ver- teilungsneutrale Spielraum (Summe aus Produktivitätswachstum und Inflations- rate) gibt an, welcher Lohnanstieg möglich ist, ohne dass die Profitabilität der Unternehmen von der Kostenseite her verschlechtert wird, wodurch Beschäfti- gungseffekte entstehen könnten. Insofern ist die Warnung der Bundesbank nicht unberechtigt, vor allem, wenn aus dem moderaten „Über-Ausschöpfen“ der Jahre 2012/13 ein ansteigender Trend werden sollte. Oliver Rakau (+49 69 910-31875,oliver.rakau@db.com) 8 Für Details zum verwendeten Modell siehe Aktuelle Themen Nr. 523: Deutschland: Nicht länger die Insel der Glückseligen. 22. August 2011. 9 Das Nicht-Ausschöpfen des Spielraums in 2010 und 2011 war noch eine Nachwirkung der Ar- beitskräftehortung im Krisenjahr 2009, in dem der Spielraum weit mehr als ausgeschöpft wurde. - 3 - 2 - 1 0 1 2 3 4 5 6 95 97 99 01 03 05 07 09 11 13 Verteilungsneutraler Spielraum* Tariflohnindex Tariflöhne und verteilungsneutraler Spielraum DX Stundenbasis, nominal, % gg. Vj. * Inflationsrate + Produktivitätssteigerung Quellen: Statistisches Bundesamt, DB Research 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 Tariflöhne Modellösung Stundenbasis, nominal, % gg. Vj. Tariflöhne: Modelprognose und tatsächliche Entwicklung DX Quellen: Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, DB Research Ausblick Deutschland 10 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Chartbook: Konjunktur (1) — Mit 0,7% gg. Vj. wuchs das deutsche BIP 2012 deutlich langsamer als noch 2011 (+3,0%). Im Jahresverlauf sank die Dynamik zudem merklich von noch 0,5% Wachstum gg. Vq. in Q1 auf - 0,6% in Q4. — Das Wachstum wurde 2012 vom starken Export in der ersten Jahreshälfte und mit Abstrichen vom Konsum g e- tragen. Dagegen bremsten sinkende Investitionen. — Anstiege des ifo - Index und leichte Beschleunigung des chinesischen BIPs deuten auf eine Belebung im Frühjahr hin. Aufgrund des negati ven Q4 - BIP liegt unsere Pro g- nose für 2013 bei ¼%. — Trotz der Abschwächung hat sich die deutsche Wir t- schaft im Vergleich zu vielen anderen EWU - Ländern, d e- ren BIP stagnierte bzw. sogar schrumpfte, noch gut en t- wickelt. — Angesichts des verbleibenden Anpassung sbedarfs in einigen EWU - Ländern dürfte die EWU bis Anfang 2013 in der Rezession verharren und danach auf einen sehr flachen Wachstumspfad einschwenken. Die Wirtscha f t ist 2012 um 0,5% geschrumpft. 2013 dürfte das BIP ebenfalls leicht zurückgehen ( - 0,3%). — Der ifo - Index hat im Feb. erneut positiv überrascht. Nachdem die Anstiege in den drei Vormonaten vor allem höheren Erwartungen geschuldet waren, wurde im Feb. auch die Geschäftslage deutlich besser bewertet. Eine technische Rezession sollte also vermiede n werden. Das BIP dürfte im ersten Quartal sogar leicht zulegen . — Die positiveren Einschätzungen des Verarbeitenden Gewerbes und des Baus haben deutlich zum Anstieg beigetragen. — Allerdings: Anfang 2012 gab es eine ähnliche Entwic k- lung, ohne dass sich die Industrieproduktion besserte. Zudem hielt die Stimmungsbelebung nur kurz an. — Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie übe r- schritt im Feb. die Wachstumsschwelle (50,1), das erste Mal seit Feb. 2012. Dies ging vor allem auf einen kräft i- gen Anstieg der Auslandsaufträge (aus Asien) zurück. Die Inlandsnachfrage blieb dagegen schwach. — Die Erholung der Industrie im ersten Quartal dürfte laut der Produktionskomponente des PMI noch schwach bleiben. — Der PMI im Dienstleistungssektor ging wieder leicht z u- rück, blieb aber deutlich im Wachstumsbereich. Dabei normalisierte sich der Auftragseingang wieder, während die Geschäftserwartungen kräftig zulegten. -1 0 1 2 3 4 5 6 -0,5 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 10 11 12 13 % gg. Vq. (links) % gg. Vj. (rechts) Entwicklung des realen BIP Quellen: Statistisches Bundesamt, DB Research - 1,0 - 0,5 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 10 11 12 13 14 EWU ex DE DE BIP Entwicklung: DE vs. EWU % gg. Vq. Quelle: Eurostat 70 80 90 100 110 120 130 08 09 10 11 12 13 Erwartungen Lage Klima Ifo - Index - Gewerbliche Wirtschaft insgesamt 2005=100 Quelle: ifo 30 35 40 45 50 55 60 65 08 09 10 11 12 13 Insgesamt Verarb. Gewerbe Dienstleistungen Einschätzung der Einkaufsmanager PMI, Index Quelle: Markit Ausblick Deutschland 11 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Chartbook: Konjunktur (2) — Die Nachfrage nach deutschen Gütern scheint sich Ende 2012 stabilisiert zu haben. Die Kernaufträge (ohne z.B. Flugzeuge, Schiffe) legten in den letzten drei Monaten leicht zu nach kräftigen Rückgängen in Q3 2012. — Einschließlich der Effekte von Großaufträgen stieg der Auftragseingang im Dez. um 0,8% gg. Vm. nach - 1 ,8% im Nov. und +3,9% in Okt. — Im Vorjahresvergleich befindet sich das Auftragsniveau noch mit über 1% im Minus (Zweimonatsschnitt). Ang e- sichts der sich aufhellenden Stimmung in den USA und China, könnte sich der Auftragseingang in den nächsten Monaten grad uell erholen. — Die Industrieproduktion ist in Q4 2012 stark gefallen. Trotz eines Plus von 0,3% gg. Vm. im Dezember fiel die Produktion in Q4 wegen des Einbruchs im Oktober um 3%. — Besonders ausgeprägt war der Rückgang bei den Inve s- titionsgütern ( - 4,4% in Q4) und im Automobilsektor ( - 8%). Auch die Bauproduktion gab wegen eines Ei n- bruchs im Dezember kräftig nach ( - 2,9%). — Sowohl die Auftragslage als auch die Stimmungsindik a- toren deuten bis ins erste Quartal 2013 hinein auf eine stark gedämpfte Industrieprod uktion hin, auch wenn es im Verlauf leichtes Wachstum geben könnte. — Das Niveau der Beschäftigung lag im Jan. noch 0,6% über Vj. und befindet sich mit 41,4 Mio. Personen nahe dem historischen Höchststand. Das Niveau der sozia l- versicherungspflichtig Besch äftigten liegt 1,2% über Vj. — Der Beschäftigungsaufbau hat sich im Jahresverlauf 2012 verlangsamt. Während die Beschäftigung im ersten Halbjahr 2012 noch um gut 30 Tsd. pro Monat stieg, w a- ren es in H2 nur noch 15 Tsd. Nach Rückgängen im Sep./Okt. stieg die Beschäftigung in den vergangenen drei Monaten jedoch wieder um durchschnittlich 28 Tsd. — Der Arbeitsmarkt startete gut ins Jahr 2013. Nachdem die Zahl der Arbeitslosen in der zweiten Jahreshälfte 2012 zu steigen begann (im Schnitt um 8 Tsd. im M o- nat), fiel sie in den vergangenen drei Monaten wieder leicht. Die Arbeitslosenquote lag im Februar konstant bei 6,9%. — Frühindikatoren – ifo, PMI, Stellenindex BA - X – deuten auf einen robusten Arbeitsmarkt in den nächsten Mon a- ten hin. Ab Q2/Q3 dürfte sich die Si tuation auf dem A r- beitsmarkt wieder verbessern. — Wir erwarten, dass die Arbeitslosenquote im Jahre s- durchschnitt 2013 von 6,8% (2012) auf 6,9% ansteigt. -30 -20 -10 0 10 20 30 11 12 Insgesamt Inland Ausland - EWU Ausland - Nicht - EWU Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe % gg. Vj. Quelle: Statistisches Bundesamt 77 82 87 92 97 102 107 112 117 -25 -20 -15 -10 -5 0 5 10 15 20 08 09 10 11 12 13 Industrieproduktion (links) ifo - Erwartungen (4 M. verz., re.) % gg. Vj. (links), 2005=100 (rechts) Quellen: ifo, Statistisches Bundesamt Industrieproduktion und ifo-Erwartungen 90 95 100 105 110 115 120 - 0,5 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 08 09 10 11 12 13 Erwerbstätige (links) ifo - Beschäftigungsbarometer (um 6 Monate verzögert, rechts) % gg. Vj (links), 2005=100 (rechts) Quellen: ifo, Bundesagentur für Arbeit Erwerbstätige und ifo - Beschäftigungsbarometer - 100 - 50 0 50 100 150 200 4 5 6 7 8 9 10 08 09 10 11 12 13 Veränd. der Arbeitslosigkeit (rechts) Arbeitslosenquote (links) Arbeitslosigkeit % der zivilen Erwerbspersonen (links); gg. Vm., '000 (rechts) Quelle: Bundesagentur für Arbeit Ausblick Deutschland 12 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Chartbook: Konjunktur (3) — Zu Beginn des Jahres hat der Preisauftrieb stark nac h- g e lassen. Nachdem die Inflation 2012 im Schnitt 2,0% betrug, fiel sie im Januar auf 1,7% und im Februar sogar auf 1,5% (vorläufig). — Der schwächere Preisauftrieb bei Energie und Na h- rungsmitteln spielte den Hauptreiber im Februar, wä h- rend die Kerninflation vermutlich bei etwa 1% verharrte. — Angesichts der rückläufigen Importpreise ( - 0,8% gg. Vj. im Januar), niedriger Produzentenpreisinflation und noch schwachem Wachstum sollte die Inflation in den näch s- ten Monaten deutlich unter 2% bleiben. Wir erwarten e i- ne jahresdurch schnittliche Inflationsrate von 1,7%. — Das Wachstum des Welthandels verlangsamte sich 2012 (Jan. - Nov.) auf 2,3% nach +5,8% im Jahr zuvor. Auch der deutsche Warenexport entwickelte sich 2012 sch lechter als noch 2011 (+3,4% gg . +11,5% zuvor). — Im Vorjahresvergleich schwankte der Warenexport in den letzten Monaten recht stark. Im Dreimonatsschnitt blieben die Exporte im Dezember fast 3% im Plus. Im Januar 2012 betrug das Plus jedoch noch über 6%. — Im Gesamtjahr erzielte Deutschland den nach 2007 zwei tgrößten Handelsbilanzüberschuss in Höhe von EUR 188 Mrd. oder 7,1% des BIP. Die Exporte stiegen 2012 um 3,4%; die Importe aber nur um 0,7%. — Seit dem Beginn der Eurokrise ist der Anteil der EWU - Exporte an den gesamten deutschen Exporten um n a- hezu 10% - Punkte auf zuletzt etwa 38% gefallen (Asien 17% und USA 8%). — In Folge der Eurokrise und der Rezession in zahlreichen EWU - Ländern sind die Exporte dorthin gg. Vj. rückläufig, wodurch der deut sche Handelsbilanzüberschuss gg . den EWU - Staaten deutlich gesu nken ist. — Mehr als ausgeglichen wird dieser Rückgang bisher aber durch den Anstieg der Exporte nach Asien und in die USA, was 2012 insbesondere durch den Export von A u- tos getrieben war. — Die Exporte dürften zunächst schwach bleiben. Darauf deuten die Exp orterwartungen hin, die im Oktober 2012 auf ein 40 - Monatstief gefallen waren und trotz dann deu t licher Anstiege erst im Februar wieder über ihrem langfristigen Durchschnitt lagen. — Dagegen dürften die Importe bei einem noch recht h o- hen Beschäftigungsniveau und realen Einkommensz u- wächsen relativ stabil bleiben. — Der Wachstumsbeitrag der Nettoexporte dürfte im Wi n- terhalbjahr negativ sein. Im 4. Quartal 2012 senkte er das BIP - Wachstum um 0,8% - Punkte. -1,0 -0,5 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 08 10 12 Kerninflationsrate Inflationsrate Quellen: Statistisches Bundesamt, DB Research % gg. Vj. Inflationsrate und Kerninflationsrate 0 5 10 15 20 25 30 35 40 - 30 - 20 - 10 0 10 20 30 40 08 09 10 11 12 Handelsbilanz (rechts) Exporte (links) Importe (links) Warenhandel % gg. Vj. (links), EUR Mrd. (rechts) Quelle: Deutsche Bundesbank - 40 - 30 - 20 - 10 0 10 20 30 40 08 09 10 11 12 Insgesamt Asien Eurozone USA Deutsche Warenexporte Warenexporte, % gg. Vj, gl. 3M Durchschnitt Quelle: Deutsche Bundesbank 75 80 85 90 95 100 105 110 115 - 30 - 20 - 10 0 10 20 30 08 09 10 11 12 13 Warenexporte (links) ifo - Exporterwartungen (um 3 Monate verzögert) (rechts) Exporte & ifo - Exporterwartungen % gg. Vj. (links), Index (rechts) Quellen: Deutsche Bundesbank, ifo Ausblick Deutschland 13 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Chartbook: Branchen — Nach merklichen Rückgängen im dritten Quartal hat sich die inländische Industrieproduktion im 4. Quartal 2012 wieder stabilisiert . Insgesamt ist die reale Produktion 2012 um 1,3% gesunken. Für 2013 halten wir eine Sta g- nation der Industrieproduktion für wah rscheinlich. — Die Auftragseingänge lagen 2012 um 6% unter dem Niveau von 2011. Insbesondere die Aufträge aus der E u- rozone gingen stark zurück, deuten am aktuellen Rand jedoch eine Aufwärtsbewegung an. Die Bestellungen von außerhalb der Eurozone wirken insge samt stützend. — Risiken für die Industrie bestehen in einer Konjunktura b- kühlung in wichtigen Exportmärkten. — Die Produktion in der Automobilindustrie lag im 4. Qua r- tal 2012 spürbar unter dem Durchschnitt des Gesamtja h- res . Insgesamt stagnierte die Produkt ion im letzten Jahr. — Die Geschäftserwartungen haben sich zuletzt dreimal in Folge verbessert, und sind in den positiven Bereich z u- rückgekehrt. Die Kapazitätsauslastung in der Automobi l- industrie hat sich Anfang 2013 stabilisiert. — Auch aufgrund des statistis chen Unterhangs erwarten wir für 2013 einen Produktionsrückgang in der Autom o- bilindustrie von real 2%. — Mit dem Rückgang der Aufträge im Maschinenbau im Verlauf des vergangenen Jahres, zeigte auch die Pr o- duktion Schwächen. Im Gesamtjahr 2012 war die Fer t i- gung aber noch um 1% gewachsen. — Die Auftragseingänge im Maschinenbau sendeten z u- letzt uneinheitlich Signale. Eine Stabilisierung der Eur o- zone und eine Wachstumsbeschleunigung in Asien könnte 2013 die Auslandsnachfrage beleben. — Für 2013 rechnen wir mit einer Stagnation der Produkt i- on im Maschinenbau. Dabei unterstellen wir im Verlauf von 2013 eine aufwärts gerichtete Produktionsentwic k- lung, welche den Unterhang aus 2012 ausgleicht. — In den frühzyklischen Branchen sind noch keine starken Konjunkturimpu lse für 2013 zu erkennen. — In der Chemieindustrie hat sich die Produktion in den letzten Monaten stabilisiert. Ein Rückgang war 2012 j e- doch unvermeidlich ( - 3,6%) . 2013 dürfte die Fertigung um 1,5% zulegen. — Die Produktion in der kunststoffverarbeitenden Ind ustrie stabilisierte sich zuletzt. Zudem haben sich die G e- schäftserwartungen am aktuellen Rand gebessert. — Die Metallerzeugung sank 2012 zwar um 3,6%, 2013 könnte sie jedoch ein marginales Produktionsplus erzi e- len. 70 80 90 100 110 120 130 08 09 10 11 12 Aufträge Produktion 2005=100, sb. Quelle: Statistisches Bundesamt Verarbeitendes Gewerbe: Produktion und Aufträge 20 30 40 50 60 70 80 90 100 60 70 80 90 100 110 120 130 140 08 09 10 11 12 13 Kapazitätsauslastung (rechts) Produktion (links) Automobilindustrie: Produktion & Kapazitätsauslastung 2005=100, sb. (links), Kapazitätsauslastung in % (rechts) Quellen: Statistisches Bundesamt, ifo 60 80 100 120 140 08 09 10 11 12 Produktion Auftragseingang Maschinenbau: Aufträge und Produktion 2005=100, sb. Quelle: Statistisches Bundesamt 60 80 100 120 140 08 09 10 11 12 Chemie Kunststoffe Metallerzeugung und - bearbeitung Produktion: Frühzyklische Branchen 2005=100, sb. Quelle: Statistisches Bundesamt Ausblick Deutschland 14 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Chartbook: Finanzmärkte (1) — Die EZB dürfte ihren Leitzins (Refi 0,75%) nur dann noch weiter senken, wenn die Konjunktur noch einmal ei n- bricht bzw. heftige Turbulenzen an den Finanzmärkten aufkommen. Nicht zuletzt wegen Rückzahlung bei den LTROs ist die EZB - Bilanz um etwa EUR 347 Mrd. gg . dem Höchststand geschrumpft. Dies könnte ein erstes Anzeichen für einen beginnenden Ausstieg aus der u n- konventionellen Geldpolitik sein. — Obwohl es weniger wahrscheinlich geworden ist, dass ein Land beim ESM einen H ilfsantrag stellt, steht die EZB bereit unter Konditionalität das OMT zu starten und hat damit zur gegenwärtigen Beruhigung beigetragen. — Die Kosten besicherter Interbanken - Refinanzierung sind auf Rekordtief von etwa 0,15% p.a. ( - 0,9% - P. gg. Vj.). — Anzeichen dafür, dass die Fed die zeitlich unbegrenzten Assetkäufe überdenkt, führten zu leichten Renditea n- stiegen bei US - Staatsanleihen. — Die Rendite deutscher Anleihen folgte dieser Entwic k- lung. Seit Jahresanfang ist die Rendite von 1,32% auf momentan etwa 1,50% gestiegen. — Trotz negativer Realzins en bevorzugen viele Anleger den „sicheren Hafen“ Deutschland, eines der wenigen Länder mit AAA - Rating in Europa. — Die Intra - EWU - Renditeabstände haben sich durch EZB - Präsident Draghis Ankündigung, dass die EZB alles tun wird, um den Euro zu erhalten (26. Juli) und den klaren politischen Willen insbesondere der Bundesregierung die Eurozone zusammenzuhalten, deutlich ver ringert. — Daneben hob EZB Präsident Draghi die Stabilisierung bei den Bankeinlagen in der Peripherie, Kapitalzuflüsse aus dem Ausland und sinkende Target2 Salden als we i- tere Indizien für eine Defragmentierung hervor. — Die Renditeabstände von italienische n und spanischen Anleihen haben am deutlichsten auf die in Aussicht g e- stellte EZB - Intervention (OMT) reagiert. — Die Spreads sanken seit Anfang September in Spanien um etwa 200 und Italien um rund 280 Basispunkte. — Am kurzen Ende (3J), dem Fokus des Anleihep r o- gramms, gingen die Renditeabstände in Spanien um rund 40% und in Italien um etwa 50% zurück. — Zuletzt sorgte allerdings der politische Schwebezustand nach den Wahlen in Italien für wieder merklich steigende Renditen. 0 1 2 3 4 5 6 08 09 10 11 12 13 EZB Leitzins 3M Satz EWU: Leitzins & 3M Satz % Quellen: EZB, Global Insight 0 1 2 3 11 12 13 % Quelle: Global Insight Rendite 10 - jähriger deutscher Staatsanleihen 0 50 100 150 200 11 12 13 Niederlande Finnland Frankreich Österreich EWU: Renditeabstände Gegenüber dt. Staatsanleihen, Basispunkte Quelle: Global Insight 0 100 200 300 400 500 600 700 11 12 13 Spanien Italien EWU: Renditeabstände Gegenüber dt. Staatsanleihen, Basispunkte Quelle: Global Insight Ausblick Deutschland 15 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Chartbook: Finanzmärkte (2) — Derzeit liegt der Dax bei etwa 7.650 Punkten. Die opt i- mistischere Einschätzung der Euro - Schuldenkrise hat den Dax weiter getrieben, nicht zuletzt da es bei negat i- ven Realzinsen am deutschen Anleihemarkt an Anlag e- alternativen fehlt. Der Abstand der Dividend en - zur A n- leiherendite liegt auf hohem Niveau. Zuletzt gab es eine holprige Berg - und Talfahrt, insbesondere nach den Wahlen in Italien. — Dax seit Beginn der Schuldenkrise relativ zu Aktien im Euroraum mit deutlich besserer Wertentwicklung. A b- senkungen der Gewinnprognosen für 2013/14 laufen z u- nehmend aus. Unsere Aktien - Analys ten erwarten einen Stand des Dax von 8000 und des Stoxx 600 von 315 zum Jahresende 2013. — Rohstoffpreise – insbesondere Industrie und Energi e- rohstoffpreise – dürften in 2013 aufgrund des kräftigeren Wachstums in China – dem größten Rohstoffimporteur – und der moderaten Wachstumsbelebung in den Indus t- rieländern leicht steigen. — Nahrungsmittelpreise sind in Q3 2012 wegen Dürren (z.B. USA und Osteuropa) deutlich gg. Q2 gestiegen, fi e- len z uletzt aber wieder recht deutlich. Im Januar 2013 lagen sie aber immer noch fast 20% unter dem Höchs t- stand des vergangenen Jahres. — Nach einem schwachen Winterhalbjahr, dürfte sich die Nachfrage nach Öl in H2 2013 im Zuge der weltweiten Konjunkturbelebung erhöhen. Zusätzliche preistreibende Wirkungen könnten von der Angebotsseite (z.B. geopol i- tische Risiken, Iran) ausgehen. — Insgesamt dürfte der Ölpreis in etwa um sein derzeitiges Niveau schwanken. Zum Ende des Jahres erwarten u n- sere Rohst offstrategen einen Ölpreis von USD 115 per Barrel Brent. — Im Jahresverlauf 2013 dürften negative Realzinsen, ein schwächerer USD und Goldkäufe von Zentralbanken zur Diversifizierung ihrer Währungsreserven den Goldpreis steigen lassen. — Unsere Rohstoff - Ana lysten erwarten eine Notierung von USD 2.000 per Feinunze zum Jahresende. Momentan liegt der Goldpreis bei etwa USD 1590 per Feinunze. 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 06 07 08 09 10 11 12 13 Dax 30 EuroStoxx 50 (normiert) Aktienindizes Quellen: Global Insight, DB Research 0 20 40 60 80 100 120 140 160 08 09 10 11 12 13 Nahrungsmittel Industrierohstoffe Insgesamt Energierohstoffe Rohstoffpreise HWWI Index, 2010=100, EUR Basis Quelle: HWWI 0 20 40 60 80 100 120 140 160 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 USD je Barrel EUR je Barrel Quellen: Global Insight, Reuters, DB Research Ölpreis Brent Blend, USD oder EUR je Barrel 0 400 800 1200 1600 2000 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 USD je Feinunze EUR je Feinunze Quellen: Global Insight, Reuters, DB Research USD oder EUR je Feinunze Goldpreis Ausblick Deutschland 16 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Chartbook: Finanzmärkte (3) — Trotz der öffentlichen Debatte über Inflationsgefahren, erwarten die von der EZB befragten privaten Prognost i- ker keinen Anstieg der Inflation. Ihre Erwartungen über die Inflationsrate (EWU) in 2 Jahren fiel zuletzt leicht auf 1,8%. Die Erwartung über die Inflationsrate in 5 Jahren liegt weiter bei 2,0%. — Die aus der Differenz 10 - jährig er nomineller deutscher Staatsanleihen und der Rendite inflationsgeschützter A n- leihen berechnete Inflationserwartung für die nächsten 10 Jahre schwankt seit Anfang 2011 zwischen 2 und gut 2 ½%. — Allerdings dürfte diese „implizite Inflationserwartung“ verzer rt sein. Zum einen ist der derzeitige negative R e- alzins ökonomisch nur schwer zu erklären. Zum anderen sind die Anleiherenditen durch massive Käufe einiger großer Zentralbanken und bestehender „safe haven“ - Käufe wohl nach unten verzerrt. — Der Euro wertet e seit Ende Juli 2012 um 10% auf und notiert momentan bei einem EUR/USD Kurs von 1,31. Dies geht auf die deutliche Reduktion des Extremrisikos eines Auseinanderbrechens der Eurozone und der damit verbundenen Reduktion der Kapitalflucht, Verbesserung des Le istungsbilanzsaldos der Eurozone, die expansiv e- re Geldpolitik der Fed relativ zur EZB sowie die Uns i- cherheit über die Lösung der fiskalischen Probleme in den USA zurück. — Im Gegensatz zur Bilanz der Fed schrumpft die EZB - Bilanz bereits. Die Bilanzverkürzun g der EZB dürfte sich mit der Rückzahlung der LTRO - Liquidität beschleunigen und einen Aufwertungsdruck auf den EUR ausüben. — Unsere Wechselkursstrategen erwarten einen EUR/USD Kurs von 1,35 in 3 Monaten. — In H2 2013 dürfte sich das Wachstum der USA auf etwa 3% erhöhen und für einen stärkeren USD sorgen - uns e- re Strategen rechnen mit einem EUR/USD Kurs von 1,30 in 6 Monaten. Zudem dürften die Schiefergaserschli e- ßungen mittelfristig einen dämpfenden Effekt auf die Leistungsbilanz der USA haben. -15 -10 -5 0 5 10 15 20 25 30 35 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 07 08 09 10 11 12 13 Implizite Inflationserwartung (links) In 2 Jahren* (links) Lange Frist* (links) Preisentwicklung nächsten 12 - M** (rechts) Inflationserwartungen Eurozone % gg. Vj. (links), Saldo der pos. u. neg. Antworten (rechts) * ECB Survey of Professional Forecasters, ** EC Consumer Survey Quellen: EZB, Europäische Kommission, Bloomberg 0,8 0,9 1 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 80 85 90 95 100 105 110 115 120 125 130 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 Nom. eff. EUR - Wechselkurs (l.) Realer eff. EUR - Wechselkurs (l.) USD je EUR (r.) Wechselkursentwicklung des Euro 1999Q1=100 (links), USD je EUR (rechts) Quellen: EZB, Reuters Ausblick Deutschland 17 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Chartbook: Finanzmärkte (4) — Wachstum der Unternehmenskredite in Deutschland schwächte sich im letzten Quartal 2012 weiter ab und rutschte im Januar auf - 0,4% ab (vorläufiger Wert). — Kreditwachstum in Deutschland liegt zwar immer noch deutlich über dem Durchschnitt des Euroraums, dennoch schlägt sich die seit sechs Quartalen rückläufige Invest i- tionstätigkeit nieder. Teilweise auch Substitution durch Anleiheemission. — Im Euroraum zuletzt nochmals beschleunigter Rückga ng des Kreditvolumens: - 4,1% gg Vorjahr im Jan., bedingt durch anhaltendes Deleveraging und Schwierigkeiten in Krisenländern. — Im zweiten Halbjahr 2012 leichte Beschleunigung des Hypothekarkreditwachstums in Deutschland; im Januar stieg d as Kreditvolumen um knapp 2% gg . Vorjahr und damit fast auf Vorkrisenniveau von 2006. — Niedriges Zinsniveau und in Teilen positive Aussichten an den Immobilienmärkten wirkten sich bisher nur b e- grenzt auf die Kreditnachfrage aus, da Investitionen zum Teil durch Portfolioumschichtungen fin anziert werden. — Nach wie vor höheres Hypothekarkreditwachstum in Deutschland als in EWU; der zuletzt sprunghafte Anstieg in EWU vor allem bedingt durch Einbruch in der 2. Ja h- reshälfte 2011 (basisbedingt). — Zinssätze für Unternehmens - und Hypothekarkredite im Dezember auf niedrigstem Stand seit Einführung der Zinsstatistik 2003. — Im Einklang mit den EZB Leitzinssenkungen seit N o- vember 2011 fielen auch die Kreditzinsen in Deutschland kontinuierlich. — Das niedri ge Zinsniveau senkt Refinanzierungskosten der Banken, was wiederum auch an Kunden weiterg e- geben wird. — Unternehmen schätzen Kreditvergabe weiter als unpro b- lematisch ein. — Im Februar leichter Anstieg des Anteils der Unterne h- men, die die Kreditvergabe als restriktiv einstufen; bei Industrie unternehmen: +1 Prozentpunkt gg . Vormonat; Bauunternehmen +0,1 Prozentpunkte. — Im historischen Vergleich sehr geringe Kredithürde s o- wohl für das Baugewerbe als auch das verarbeitende Gewerbe. -8 -4 0 4 8 12 16 06 07 08 09 10 11 12 13 Euroraum Deutschland Kredite an Unternehmen % gg. Vorjahr Quellen: EZB, DB Research -2 0 2 4 6 8 10 12 14 06 07 08 09 10 11 12 13 Euroraum Deutschland Privates Hypothekenvolumen % gg. Vorjahr Quellen: EZB, DB Research 0 1 2 3 4 5 6 7 06 07 08 09 10 11 12 13 EZB - Leitzins Ø - Zins für private Hypotheken (Neugeschäft) Ø - Zins für Unternehmenskredite < EUR 1 Mio. (Neugeschäft) Zinsen für Kredite % Quellen: EZB, Bundesbank 0 10 20 30 40 50 60 09 10 11 12 13 Verarbeitendes Gewerbe Bau Kredithürde Anteil der Unternehmen, die angeben, die Kreditvergabe sei "restriktiv" (in %) Quelle: ifo Ausblick Deutschland 18 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Chartbook: Finanzmärkte (5) — Kumulierte Emissionen der öffentlichen Hand in Deutsc h land bis Ende 2012 mit EUR 575 Mrd. leicht u n- ter Vorjahresniveau ( - 3% gg. Vorjahr). — Schwache Emissionstätigkeit im Dezember, da Finan z- bedarf bereits vorher weitgehend gedeckt. — Insgesamt Verschiebung zwischen den Emittenten in 2012: Bundesländer haben im Vergleich zum Vorjahr insgesamt mehr und der Bund weniger emittiert. — Schuldendienst relativ zum BIP aufgrund des starken Rückgangs des Zinsniveaus jedoch rückläufig. — Emission von Bankanleihen in Deutschland bis Ende 2012 EUR 703 Mrd., um 6,7% über Vorjahresniveau. — Sehr stabile Refinanzierungssituation der Banken in Deutschland ; im Unterschied zu anderen EWU - Län dern keine Abhängigkeit von EZB - Kredit. — In den vergangenen Jahren Bedeu tungsverlust von Pfandbriefen und klassischen Bankschuldverschreibu n- gen; Wachstum nahezu ausschließlich bei Anleiheemi s- sionen durch öffentlich - rechtliche Förderbanken. — Bis Ende 2012 Anleihen nicht - finanzieller deutscher U n- ternehmen in Höhe von EUR 33,8 Mrd. platziert – höchster Stand seit Beginn der Aufzeichnung 2006. Emissionstätigkeit im Dezember nochmals deutlich a n- gezogen (EUR 6,2 Mrd.) — Nach wie vor sehr vorteilhaftes Umfeld für die Emission von Unternehmensanleihen: allgemein niedriges Zinsn i- veau, geringe Risikoaufschläge und search for yield auf Seiten der Investoren. — Markt für Unternehmensanleihen wächst derzeit schne l- ler als der für Unternehmenskredite. — Aktienemissionen in Deutschland in 2012 mit EUR 5,1 Mrd. sehr schwach; Emissionsvolumen im selben Zei t- raum in 2011 noch bei gut EUR 21 Mrd. — Günstige Entwicklung des deutschen Aktienmarkts hat in 2012 nicht zu größeren Börsengängen (IPOs) geführt. Mitte des Jahres jedoch insgesamt leichte Belebung der Emissionstätigkeit. — Allerdings etwas nach un ten verzerrtes Bild, da Börse n- gänge von Talanx und Telefonica Deutschland nicht st a- tistisch erfasst (keine Emission neuer Wertpapiere). 0 100 200 300 400 500 600 700 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Emission von Staatsanleihen Jahresverlauf kumuliert, Mrd. EUR Quellen: Bundesbank, DB Research 0 200 400 600 800 1.000 1.200 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Emission von Bankanleihen Jahresverlauf kumuliert, Mrd. EUR Quellen: Bundesbank, DB Research 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Emission von Unternehmensanleihen Jahresverlauf kumuliert, Mrd. EUR Quellen: Bundesbank, DB Research 0 5 10 15 20 25 30 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Emission von Aktien Jahresverlauf kumuliert, Mrd. EUR Quellen: Bundesbank, DB Research Ausblick Deutschland 19 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Chartbook: Wirtschaftspolitik — Der Schuldenstand war bis Ende 2010 kräftig auf fast 83% des BIP gestiegen. Davon sind fast 13% - Punkte auf Finanzmarktstützungsmaßnahmen sowie Maßnahmen im Rahmen der europäischen Rettungsmechanismen zurückzuführen. — Wegen des kontinuierlichen BIP - Wachstum s und der Verwertung/Abbau von Finanzaktiva war der Schulde n- stand bis zum 1. Quartal 2012 auf gut 81% gefallen. A n- gesichts der Verwertung und zumindest temporär neu hinzukommender Aktiva im Rahmen der Ersten Abwic k- lungsanstalt ist der Schuldenstand nach er sten Schä t- zungen Ende 2012 wieder auf knapp 82% angestiegen. Der Anstieg der Verschuldung ist daher in erster Linie bei den Ländern und hier insbesondere in Nordrhein - Westfalen festzustellen. — Die finanzielle Solidarität in Deutschland zeigt sich mat e- ri ell in der engen finanziellen Verflechtung von Bund und Ländern. Dabei werden die Steuereinnahmen in einem komplizierten mehrstufigen System zwischen ihnen au f- geteilt. Herzstück ist der eigentliche Länderfinanzau s- gleich bei dem die unterschiedliche Steuerk raft berüc k- sichtigt wird. Hier kommt es zu einer echten Umverte i- lung von Mitteln zwischen den Ländern. — Seit 2012 sind lediglich drei Länder (BY, HE und BW) Zahler in das System, alle anderen Länder sind Empfä n- ger. Diese Schieflage sowie die Tatsache, dass das Sy s- tem durch seine starke Nivellierung eigene Anstrengu n- gen zur Haushaltssanierung praktisch kaum honoriert, haben BY und HE zum Anlass für eine erneute Klage vor dem Bundesverfassungsgericht genommen – deren Ausgang ist jedoch völlig offen. Bis 2020 m uss jedoch ohnehin das gesamt Ausgleichsystem inklusive des S o- lidarpaktes Ost neu geregelt werden. Trotz inhaltlich v a- lider Argumentation ist der Zeitpunkt jedoch auch den Landtagswahlterminen (Herbst 2013) in den Zahlerlä n- dern geschuldet. — Die CDU festigt unter Angela Merkel bei den meisten Meinungsforschungsinstituten die Marke von rund 40%. Die FDP schwankt derzeit um die 5% Hürde. Zusammen liegen beide Parteien im Durchschnitt der Umfragen momentan mit Rot - Grün gleichauf. Die meisten Deu t- schen wo llen Angela Merkel weiterhin als Kanzlerin sind allerdings weniger begeistert über eine Fortse tzung der gegenwärtigen CDU/FDP - Regierung. Eine große Koalit i- on aus CDU und SPD wird derzeit als die beste Regi e- rungskonstellation f ür Deutschland angesehen (33%) – noch vor Rot - Grün 27%). 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 05 06 07 08 09 10 11 12 Bund Länder Gemeinden Verschuldung des Staates in % des BIP, Maastricht - Abgrenzung, Quartalswerte Quellen: Deutsche Bundesbank, DB Research - 45 - 35 - 25 - 15 - 5 5 15 25 35 45 BY HE BW NW HH SH SL RP NI HB MV BB TH ST SN BE Länderfinanzausgleich im engeren Sinne Quellen: Eigene Berechnungen, Stat. Bundesamt, BMF, 1995 - 2012, empfangene (+) und geleistete ( - ) Zahlungen in Mrd. Euro, kumuliert, 2011 und 2012 vorläufige Zahlen 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 Sep 2009 Okt 2011 Nov Dez Jan 2012 Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan 2013 Feb CDU/CSU SPD FDP Grüne Linke Piraten 15 27 6,5 6 39 3 Wahl 2009 Deutscher Bundestag, wenn morgen gewählt würde Quelle: IfD Allensbach Wahl - bzw. Umfrageergebnisse, % Ausblick Deutschland 20 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Ansprechpartner für die Chartbooks: Konjunktur und Finanzmärkte: Heiko Peters (+49 69 910-21548, heiko.peters@db.com) Oliver Rakau (+49 69 910-31875, oliver.rakau@db.com) Jan Schildbach (+49 69 910-31717, jan.schildbach@db.com) Branchen: Antje Stobbe (+49 69 910-31847, antje.stobbe@db.com) Wirtschaftspolitik: Dieter Bräuninger (+49 69 910-31708, dieter.braeuninger@db.com) Frank Zipfel (+49 69 910-31890, frank.zipfel@db.com) Dieter Bräuninger (+49 69 910-31708, dieter.braeuninger@db.com) Nicolaus Heinen (+49 69 910-31713, nicolaus.heinen@db.com) Deutschland: Termine der Finanz-, der Wirtschafts- und der Europapolitik Datum Ereignis Anmerkungen 4./5. März ECOFIN und Eurogruppe in Brüssel Beratung über wirtschaftliche Lage im Eurogebiet, Stabilität des Finanzse k- tors und makroökonomische Stabilität. Zweite Beratung des Fortschrittsb e- richts zu Griechenland und des Programms für den Finanzsektor in Spanien. 7. März Sitzung des EZB - Rates, Pressekonferenz Überprüfung des geldpolitischen Kurses. Wir erwarten derzeit keine Änderung der Hauptrefinanzierungsrate. 14./15. März Europäischer Rat in Brüssel Beratung/Entscheidung über Prinzipien gemeinsamer Wirtschaftspolitik und der Reformziele 2013. 4. April Sitzung des EZB - Rates, Pressekonferenz Überprüfung des geldpolitischen Kurses. 11 ./12. April ECOFIN und Eurogruppe in Irland U.a. siebte bzw. neunte Beratung des Fortschrittsberichts zu Portugal bzw. Irland. Gespräche zur fiskalpolitischen Koordinierung. 18./19. April Treffen der G20 - Finanzminister und Notenbankgouverne u- re in Washington Beratung zur Lage der Weltwirtschaft und des internationalen Finanzsystems. 19./20. April Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington Anfang Mai Europäische Kommission Veröffentlichung der BIP - Frühjahrsprognosen. 2. Mai Sitzung des EZB - Rates in Bratislava Überprüfung des geldpolitischen Kurses. 6. - 8. Mai Arbeitskreis Steuerschätzung Gegenüber Herbstprognose leichte Abflachung des prognostizierten Anstiegswinkels der Steuereinnahmen für 2013 (+3%) und darüber hinaus zu erwarten. 1 0./11. Mai G7 - Finanzminister - Treffen in B uckinghamshire/ London Debatte über Lage der Weltwirtschaft und an internationalen Finanzmärkten. 13./14. Mai ECOFIN und Eurogruppe in Brüssel Beratung der wirtschaftlichen Lage im Eurogebiet (Basis Frühjahrsprognose der Kommission) einschließlich Makro - Ungleichgewichte. 22./23. Mai Europäischer Rat in Brüssel Informelles Treffen der Staats - und Regierungschefs. Tagesordnung noch offen. Quelle: DB Research Ausblick Deutschland 21 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Heiko Peters (+49 69 910-21548, heiko.peters@db.com) Oliver Rakau (+49 69 910-31875, oliver.rakau@db.com) Deutschland: Datenkalender Datum Uhrzeit Daten Berichtszeitraum DB Schätzung Letzter Wert 1. Mrz 2013 8:00 Einzelhandelsumsätze (Index, sb.), % gg. Vm. Jan 0,5 - 1,6 7. Mrz 2013 12:00 Auftragseingang im Ver. Gewerbe (Index, sb.), % gg. Vm. Jan 1,0 0,8 8. Mrz 2013 12:00 Industrieproduktion (Index, sb.), % gg. Vm. Jan 0,4 0,3 11. Mrz 2013 8:00 Handelsbilanz (EUR Mrd., sb.) Jan 15,7 17,0 11. Mrz 2013 8:00 Warenexporte (EUR Mrd., sb.), % gg. Vm. (gg. Vj.) Jan 0,0 (1,5) 0,3 (3,4) 11. Mrz 2013 8:00 Warenimporte (EUR Mrd., sb.), % gg. Vm. (gg. Vj.) Jan 1,8 (0,8) - 1,5 - (0,7) 21. Mrz 2013 9:30 PMI Verarbeitendes Gewerbe (Flash) Mär 51,0 50,1 21. Mrz 2013 9:30 PMI Dienstleistungssektor (Flash) Mär 54,0 54,1 22. Mrz 2013 10:30 ifo Geschäftsklima (Index, sb.) Mär 108,5 107,4 28. Mrz 2013 8:00 Einfuhrpreise (Index, sb.) % gg. Vm. (gg. Vj.) Feb 0,8 - (1,1) 0,1 - (0,8) 28. Mrz 2013 10:00 Arbeitslosenrate (%, sb.) Mär 6,9 6,9 2. Apr 2013 14:00 Vorläufiger VPI (sb), % gg. Vm. (gg. Vj.) Mär 0,5 (1,5) 0,6 (1,5) 15. Mai 2013 8:00 Reals BIP (Index, sb.), % gg. Vq. Q1 2013 0,1 - 0,6 Quellen: DB Research, Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo, Markit Ausblick Deutschland 22 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Heiko Peters (+49 69 910-21548, heiko.peters@db.com) Oliver Rakau (+49 69 910-31875, oliver.rakau@db.com) Finanzmarktprognosen US JP EWU GB CH SE DK NO PL HU CZ Le itzinssatz, % Aktuell 0 - 0 , 25 0 - 0 , 1 0,75 0,50 0,00 1,00 0,30 1,50 3,75 5,25 0,05 3M 0 - 0 , 25 0 - 0 , 1 0,75 0,50 0,00 1,00 0,30 1,50 3,50 5,25 0,05 6M 0 - 0 , 25 0 - 0 , 1 0,75 0,50 0,00 1,00 0,40 1,50 3,50 4,75 0,05 12M 0 - 0 , 25 0 - 0 , 1 0,75 0,50 0,00 1,00 0,50 1,75 3,25 4,50 0,05 3M Geldmarktsatz, % Aktuell 0,31 0,27 0,21 0,51 3M 0,35 0,30 0,20 0,55 6M 0,35 0,30 0,20 0,60 12M 0,35 0,30 0,30 0,70 10J Staatsanleihen Renditen, % Renditeabstände gg. EWU, % - Punkte Aktuell 1,87 0,69 1,43 1,98 - 0,74 0,44 0,15 0,96 3M 2,50 0 ,80 1,70 2,20 - 1,00 0,00 - 0,35 0,80 6M 2,50 0,80 1,90 2,50 - 0,90 0,20 - 0,25 0,90 12M 2,50 0,90 2,25 3,10 - 0,60 0,55 0,05 1,25 Wechselkurse EUR/ USD USD/ JPY EUR/ GBP GBP/ USD EUR/ CHF EUR/ SEK EUR/ DKK EUR/ NOK EUR/ PLN EUR/ HUF EUR/ CZK Aktuell 1,31 91,93 0,86 1,51 1,22 8,47 7,46 7,46 4,15 294,93 25,56 3M 1,35 96,00 0,87 1,49 1,25 8,20 7,46 7,30 4,06 280,00 25,20 6M 1,30 98,00 0,86 1,45 1,25 8,10 7,46 7,20 3,96 280,00 25,20 12M 1,20 100,00 0,85 1,41 1,25 8,00 7,46 7,10 3,80 280,00 25,20 Quellen: Bloomberg, Deutsche Bank Ausblick Deutschland 23 | 1. März 2013 Aktuelle Themen Deutschland: Datenmonitor Q1 2012 Q2 2012 Q3 2012 Q4 2012 Q1 2013 Sep 2012 Okt 2012 Nov 2012 Dez 2012 Jan 2013 Feb 2013 Konjunkturumfragen Gesamtwirtschaft ifo Geschäftsklima 109,2 107,2 102,3 101,4 101,4 100,1 101,5 102,5 104,3 107,4 ifo Geschäftserwartungen 101,9 100,1 94,3 95,6 93,3 93,4 95,4 98,1 100,6 104,6 PMI Composite 52,9 49,3 47,9 49,1 49,2 47,7 49,2 50,3 54,4 52,7 Produzierendes Gewerbe ifo Verarbeitendes Gewerbe 104,4 102,5 96,4 95,1 95,6 94,3 94,6 96,3 99,0 102,3 PMI Verarbeitendes Gewerbe 49,9 45,5 45,0 46,3 47,4 46,0 46,8 46,0 49,8 50,1 Produktion (% gg. Vp.) - 0,4 0,0 0,9 - 3,0 - 1,2 - 2,0 - 0,2 0,3 Auftragseingang (% gg. Vp.) - 1,1 0,4 - 1,9 1,0 - 2,2 3,9 - 1,8 0,8 Grad der Kapazitätsauslastung 85,1 84,9 83,7 82,1 82,9 Bauhauptgewerbe Produktion (% gg. Vp.) - 3,7 3,3 1,0 - 2,9 2,5 - 1,6 1,3 - 8,9 Auftragseingang (% ggü. Vp.) 9,2 - 5,6 - 1,5 2,1 - 7,9 22,5 - 20,6 0,8 ifo Bauhauptgewerbe 123,1 120,0 118,1 117,6 116,7 115,7 118,3 118,8 122,7 127,1 Dienstleistungen PMI Dienstleistungen 52,9 51,3 49,4 50,0 49,7 48,4 49,7 52,0 55,7 54,1 Ko nsumentennachfrage EC Konsumentenbefragung - 0,3 - 1,1 - 7,9 - 10,0 - 10,3 - 9,3 - 10,2 - 10,4 - 7,6 - 6,4 Einzelhandelsumsätze (% gg. Vp.) - 0,6 0,2 - 0,9 - 0,8 0,1 - 0,8 0,8 - 1,6 Neuzulassungen PKW (% gg. Vj.) 1,3 0,2 - 7,0 - 6,2 - 10,9 0,5 - 3,5 - 16,4 0,0 Außenhandel Auslandsaufträge (% gg. Vp.) - 0,9 1,1 - 1,3 2,4 - 2,4 6,4 - 4,2 2,4 Exporte (% gg. Vp.) 1,9 1,7 1,3 - 2,0 - 2,0 0,0 - 2,2 0,3 Importe (% gg. Vp.) 1,1 - 0,2 0,2 - 0,8 - 0,8 2,8 - 3,8 - 1,5 Nettoexporte (EUR Mrd.) 43,1 48,0 51,0 47,3 16,7 14,7 15,6 17,0 Ar beitsmarkt Arbeitslosenquote (%) 6,8 6,8 6,8 6,9 6,8 6,9 6,9 6,9 6,9 6,9 Veränderung Arbeitslosigkeit (Tsd. gg. Vp.) - 33,7 18,0 21,0 29,0 10,0 17,0 4,0 - 1,0 - 14,0 - 3,0 Beschäftigung (% gg. Vj.) 1,4 1,2 1,1 0,8 1,0 0,9 0,8 0,7 0,6 ifo Beschäftigungsbarometer 108,5 107,8 106,5 106,3 106,3 105,6 106,4 106,9 106,6 106,9 Pr eise, Löhne und Arbeitskosten Preise HVPI (% gg. Vj.) 2,4 2,1 2,1 2,0 2,1 2,1 1,9 2,0 1,9 1,8 Kern - HVPI (% gg. Vj.) 1,3 1,4 1,2 1,3 1,2 1,2 1,2 1,5 1,1 Harmonisierter PPI (% gg. Vj.) 3,3 2,0 1,4 1,5 1,7 1,5 1,4 1,5 1,7 Rohstoffe ohne Energie (% gg. Vj.) - 9,6 - 7,8 - 4,5 0,7 - 6,2 - 0,3 1,5 1,1 - 3,7 Ölpreis (USD) 118,4 108,2 109,7 110,1 113,1 111,8 109,2 109,4 113,1 Inflationserwartungen EC Haushaltsumfrage 28,3 25,0 27,0 31,2 29,3 31,2 31,2 31,2 27,6 26,5 EC Unternehmensumfrage 10,0 6,4 0,8 2,9 1,1 2,1 2,1 4,6 5,4 3,2 Lohnstückkosten (gg. Vj.) Lohnstückkosten 2,1 2,9 3,3 3,0 Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer 2,3 2,4 2,5 2,7 Arbeitnehmerentgelt je Stunde 1,8 3,2 3,5 4,0 Mo netärer Sektor (gg. Vj.) M3 6,9 7,0 6,8 6,0 6,8 9,2 8,2 6,0 6,1 Trend von M3 7,9 8,1 7,8 6,8 0,0 Kredite an Unternehmen und Privatpersonen 2,1 0,7 0,6 - 0,4 0,6 - 0,2 - 0,6 - 0,4 Kredite an öffentliche Haushalte 13,5 22,0 10,4 13,5 10,4 12,1 4,3 13,5 % gg. VP = Veränderung gegenüber der Vorperiode Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Bundesbank, Europäische Kommission, Eurostat, Statistisches Bundesamt, HWWI, ifo, Markit Ausblick Deutschland Unsere Publikationen finden Sie unentgeltlich auf unserer Internetseite www.dbresearch.de Dort können Sie sich auch als regelmäßiger Empfänger unserer Publikationen per E - Mail eintragen. Für die Print - Version wenden Sie sich bitte an: Deutsche Bank Research Marke ting 60262 Frankfurt am Main Fax: +49 69 910 - 31877 E - Mail: marketing.dbr@db.com Schneller via E - Mail: marketing.dbr@db.com Im Ausblick Deutschland aus der Reihe Aktuelle Themen/Konjunktur we r- den volkswirtschaftliche und wirtschaftspolitische Themen zu Deutschland behandelt. Jede Ausgabe enthält zudem Übersichtstabellen zu finanz - und wirtschaftspolitischen Terminen sowie einen detaillierten Datenmonitor zu deutschen Wirtschaftsindikatoren. Die Ausgabe erscheint monatlich. Sie wird ergänzt durch ein Upda te aus der Reihe Research Briefing/Konjunktur zur Monatsmitte, das neben einem aktuellen Überblick über wichtige Konjunktur - und Finanzmarktindikatoren ebenfalls eine Übersicht über wichtige Branchen sowie über das aktuelle wirtschaftspolitische Geschehen bietet.  „Währungskrieg“ und pazifistische Europäer ( Research Briefing – Konjunktur ) ................................ 18. Februar 2013  Langsam aufwärts in 2013 (Aktuelle Themen) ................................ ......................... 28. Januar 2013  BIP - Prognosen - mit Vorsicht zu handhaben (Research Briefing – Konjunktur) ............................ 18. Dezember 2012  Deutsche Konjunktur am Wendepunkt? (Aktuelle Themen) ................................ ..................... 3. Dezember 2012  BIP - Prognose 2013: Nur noc h 1/4% (Research Briefing – Konjunktur) ............................ 15. November 2012  Eurokrise bringt Wirtschaft im Winterhalbjahr zum Stillstand (Aktuelle Themen) ................................ ..................... 1. November 2012  Herbst ... die Prognosen fallen (Research Briefing – Konjunktur) ................................ 15. Oktober 2012  Ein riesiger Schritt für die EWU oder Echternacher Springprozession? (Aktuelle Themen) ................................ ......................... 1. Oktober 2012  Bundesverfassungsgericht: Grünes Licht für den ESM mit zwei Maßgaben (Research Briefing – Konjunktur) ........................... 14. September 2012  Zunehmend im Griff der Eurokrise (Aktuelle Themen) ................................ ......................... 24. August 2012 © Copyright 2013. Deutsche Bank AG, DB Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenan- gabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. Die vorstehenden Angaben stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG oder ihrer assoziierten Unternehmen entspricht. Alle Meinungen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die vorstehenden Angaben werden nur zu Informations- zwecken und ohne vertragliche oder sonstige Verpflichtung zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessenheit der vorste- henden Angaben oder Einschätzungen wird keine Gewähr übernommen. 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