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  4. Stefan Schneider

Stefan Schneider

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Chefökonom Deutschland
Makroökonomie

Themen:
Geldpolitik, Demografie, Behavioral Economics

Adresse:
Mainzer Landstraße 11-17
60329 Frankfurt
Deutschland

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Deutsche Bank Research

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138 Dokumente
28. September 2022
1
Der hohe Preisdruck steht weiterhin im Fokus der Finanzmärkte, der Unternehmer und der Wirtschaftspolitik. Diese Woche werden die Inflationsdaten für den Monat September veröffentlicht. Die Inflation in Deutschland dürfte kräftig angestiegen sein. Angesichts fallender Rohstoffpreise und der bevorstehenden Rezession dürfte - zumindest, wenn weitere Angebotschocks ausbleiben - der Preisdruck im Laufe des Jahres 2023 aber abebben. Aufgrund der hohen Inflationsraten und des schwachen wirtschaftlichen Umfeldes wird aktuell ein weiteres Entlastungspaket diskutiert. [mehr]
27. September 2022
2
German economy: Out in the cold. The real income and confidence shock resulting from the NS1 shutoff as well as the negative real wealth shock of some EUR 1.5 tn will likely send private consumption into a tailspin in 2023. Surging uncertainty and the energy shock causing a slump in competitiveness and profits will put a brake on corporate investment spending, in our opinion. The three fiscal packages and a probable additional one will likely not prevent a GDP slump. Together with a weaker global outlook, we expect the loss in final domestic demand to result in a GDP drop of 3% to 4% in 2023, after an increase of around 1% in 2022. [mehr]
21. September 2022
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In der laufenden Woche werden u.a. die Fed, die Bank of England und die Schweizer Nationalbank ihre Zinsen erhöhen, um die hohen Inflationsraten und Inflationserwartungen einzudämmen. Lediglich in Japan dürfte die Zentralbank weiter zurückhaltend bleiben, obwohl die Inflation im August bei 3% lag. In Deutschland expandierten die Erzeugerpreise im August um 45,8% gg. Vorjahr (+7,9% gg. Vormonat). Das war der mit Abstand höchste Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1949. Energie (+139% gg. Vj.) war wieder einmal der wichtigste Treiber für den Preisanstieg. Der hohe Anstieg bei den Erzeugerpreisen wird mit Zeitverzögerung auch auf die Konsumentenpreise durchschlagen. Am kommenden Freitag werden die PMI-Daten für Deutschland (und andere Länder) veröffentlicht. Am Montag folgen die ifo-Daten. Bei beiden Indikatoren erwarten wir und der Markt deutliche Rückgänge. Auch die Bundesbank hat ausgeführt, dass Deutschland vor einer Rezession steht. [mehr]
7. September 2022
4
Während unserer Sommerpause haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Deutschland zusehends eingetrübt. Als Reaktion auf die kräftig gestiegenen Energiepreise hat die deutsche Bundesregierung ein drittes Entlastungspaket im Umfang von EUR 65 Mrd. beschlossen. Im August war die Inflation in der Eurozone erneut überraschend kräftig. Die Unterbrechung der Gaslieferungen via NS1 sorgt zudem für weiteren Preisdruck. Daher haben wir unsere Prognose für den Leitzinspfad der EZB deutlich angepasst. Am kommenden Donnerstag erwarten wir nun eine Zinsanhebung um 75 Basispunkte. Ende der Woche beraten die EU-Energieminister über Maßnahmen zur Abfederung der hohen Energiepreise. Auf der Tageordnung dürften Preisobergrenzen für Gas stehen oder gar eine temporäre Herauslösung von Gaskraftwerken aus dem Strompreissetzungssystem der EU. Auch die in Deutschland geplante Abschöpfung von „Zufallsgewinnen“ dürfte diskutiert werden. [mehr]
19. Juli 2022
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Auf dem Weg in die Rezession. In unserem Baseline-Szenario wird die Gas-Krise – auch ohne umfassende Rationierung – zusammen mit der US-Rezession und weiteren Hemmnissen zu moderaten BIP-Rückgängen in den kommenden Quartalen führen. Nach einer Expansion um 1 ¼% im Jahr 2022 dürfte das deutsche BIP 2023 um rund 1% schrumpfen. In einem „der Gashahn bleibt zu“-Szenario, könnte das BIP im Jahr 2023 um 5 - 6% einbrechen. [mehr]
24. Mai 2022
7
In dieser Ausgabe des Ausblicks Deutschland befassen wir uns mit den kurzfristigen konjunkturellen Herausforderungen, die der Ukraine-Krieg in Bezug auf Wachstum, Inflation und öffentliche Finanzen mit sich bringt. Wir analysieren auch die längerfristigen strukturellen Herausforderungen, wie die Verringerung der Energieabhängigkeit des Landes von Russland und die Bemühungen der Regierungskoalition, neue Prioritäten, die durch die Zeitenwende ausgelöst wurden, in ihre bereits sehr ehrgeizige Agenda zu integrieren. [mehr]
9. März 2022
9
Ukraine-Krieg bremst Konjunkturerholung, beendet sie aber nicht. In einem moderaten Energiepreisszenario (neue Basisprognose) erwarten wir ein Wachstum des deutschen BIP in 2022 zwischen 2 ½% und 3% (vorher 4%). Höhere Staatsausgaben dürften die Wachstumsverluste etwas begrenzen. In einem schwerwiegenderen Szenario könnte die Inflation auf 6 ½% bis 7% steigen, da die Öl- und Gaslieferungen zumindest vorübergehend gestoppt werden. Das jährliche BIP-Wachstum dürfte auf magere 1% bis 1 ½% sinken. [mehr]
22. Dezember 2021
10
It is, once again, the season of the year when not only are we preparing for Christmas holidays and starting to think about new year resolutions, but economic forecasters are also offering their outlooks for the upcoming year. However, the last two years should have convinced even the most stubborn hedgehog that there is far less predictability, let alone certainty, around us than we like to believe. In particular, problems resulting from “system complexity” are, in our view, not sufficiently appreciated by forecasters and the recipients of these forecasts, alike. The critical assumptions, nota bene assumptions not predictions, driving – to a large extent – GDP and inflation forecasts for the next one or two years, are the future development of the COVID-19 pandemic and the – hoped for – gradual easing of supply bottlenecks, both almost textbook examples of system complexity. So are, probably, the Philips curve models used to forecast inflation. Let’s face it, believing in inflation forecasts with exact numbers, even behind the decimal point, for several years out, is little different to believing in Santa Claus. [mehr]
22. Dezember 2021
11
Wie immer um diese Jahreszeit stecken wir mitten in den Festvorbereitungen und manch einer fasst auch wieder gute Vorsätze für das neue Jahr – und wie immer erstellen wir Volkswirte unsere Ausblicke mit Prognosen für die nächsten zwölf oder vierundzwanzig Monate. Die Entwicklungen in den vergangenen beiden Jahren sollten jedoch selbst die stursten Vertreter der Gattung „Igel“ davon überzeugt haben, dass sich die Zukunft sehr viel schlechter vorhersagen lässt als wir gern glauben möchten. Dabei werden insbesondere Probleme der „systemischen Komplexität“ unseres Erachtens weder von den Prognostikern noch von den Rezipienten der Prognosen hinreichend gewürdigt. Der künftige Verlauf der COVID-19-Pandemie und die erhoffte, langsame Auflösung der Lieferengpässe sind die beiden zentralen Annahmen – wohlgemerkt: Annahmen, nicht Vorhersagen –, die für die BIP- und Inflationsprognosen derzeit entscheidend sind. Beide Annahmen sind praktisch Lehrbuchbeispiele für systemische Komplexität. Das gilt vermutlich auch für den Philips-Kurven-Ansatz, auf dem die Inflationsprognosen meist beruhen. Seien wir ehrlich: Der Glaube an Inflationsprognosen, womöglich gar an deren Nachkommastellen für einen Zeitraum von mehreren Jahren, ist genauso fundiert wie der Glaube an den Weihnachtsmann. [mehr]
17. Dezember 2021
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4% BIP-Wachstum im Jahr 2022, trotz technischer Rezession im Winterhalbjahr. Eine synchrone Beschleunigung dürfte zu einem jährlichen BIP-Wachstum von 4% führen. In 2023 werden sich die Quartalsraten auf Trendwachstum verlangsamen. In der Fiskalpolitik führen ehrgeizige Ausgabenpläne und Festhalten an der Schuldenbremse zu offenen Finanzierungsfragen. Auf Basis des bisherigen fiskalischen Regimes wird das Haushaltsdefizit deutlich zurückgehen. Die großen, aber noch nicht bezifferten Ausgabenpläne der neuen Regierung bergen Aufwärtsrisken. Abschwächung der Inflationsraten von über 5%, aber Kernrate wegen Kostenexplosion und großen Preisüberwälzungsspielräumen dauerhaft höher. Gesamt- und Kerninflationsraten dürften auch im Jahr 2023 nicht unter 2% fallen. Neue Bundesregierung: „Team Scholz“ wird Klimaschutz und umfangreiche Steuererleichterungen für grüne und digitale Investitionen in den Mittelpunkt stellen. Die deutsche EU-Politik mit weniger fiskalischem Dogma offener für vorsichtige Reform der EU-Defizitregeln. [mehr]
31.2.1