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Sebastian Becker

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17. November 2021
1
Bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow (COP26) einigten sich die Vertragsstaaten auf ein „Herunterfahren“ der Kohleverstromung sowie einen Ausstieg aus der „ineffizienten Subventionierung fossiler Kraftstoffe“. Die US-Inflationsrate ist im Oktober auf über 6% gestiegen und dürfte bis mindestens 2024 über der 2%-Marke liegen. Trotz kumulierter Zusatzeinnahmen des Bundes von ca. EUR 60 Mrd. (November-Steuerschätzung; Zeitraum 2022-25) dürften sich die Ausgabenspielräume der nächsten Regierung in engen Grenzen halten. 7-Tage-Inzidenz in Deutschland in der letzten Woche erneut kräftig gestiegen; neuer Rekordwert erreicht. Politik berät über weitere Corona-Maßnahmen (u.a. Diskussion um Impfpflicht). [mehr]
15. November 2021
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Die Inflation dürfte auch in dieser Marktwoche das alles beherrschende Thema bleiben. Denn angesichts der stark gestiegenen Rohstoff-/Energiepreise sowie hartnäckiger Materialengpässe und Lieferkettenprobleme in der Verarbeitenden Industrie sind die Inflationsraten vielerorts regelrecht durch die Decke gegangen. So stieg z.B. die Jahresinflationsrate in Deutschland auf 4,5% im Oktober – und damit den höchsten Wert seit August 1993. In den USA kletterte diese im Oktober sogar auf 6,2% (und damit deutlich stärker als erwartet). Aufgrund des anhaltend hohen Preisdrucks und der sich daraus potenziell ergebenden Implikationen für die weitere Ausrichtung der Geldpolitik dürften sich die Blicke in dieser Woche u.a. auf die Erzeugerpreisdaten in Deutschland (Freitag) als auch die Verbraucherpreisinflationszahlen für die Eurozone und Großbritannien (Mittwoch) (jeweils Berichtsmonate Oktober) richten. Aber auch die Oktober-Zahlen zur US-Industrieproduktion (Dienstag; Berichtsmonat Oktober) dürften mit Blick auf die derzeitigen Materialengpass- und Lieferkettenprobleme bei den Unternehmen und den sich daraus speisenden Güterpreisdruck von hohem Interesse sein. [mehr]
4. August 2021
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Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die USA konjunkturstützende Maßnahmen in Höhe von USD 5,3 Bill. bzw. 25,5% des BIP ergriffen. Dieser fiskalische Impuls könnte sogar – bei Umsetzung der noch in Planung befindlichen Konjunkturprogramme – auf über USD 9 Bill. oder 40% des BIP 2020 anwachsen. Zwar kann der Erfolg dieses großen US-Wirtschaftsexperiments noch lange nicht abschließend beurteilt werden. Dennoch zeichnet sich schon jetzt ab, dass die USA mit ihren massiven Staatsausgabenprogrammen einen neuen Trend in der Wirtschaftspolitik eingeleitet haben. Auch wenn ein entschiedenes Einschreiten der Finanzpolitik zur Krisenabwehr wohl unvermeidlich war, hat der Trend zu immer höheren öffentlichen Haushaltsdefiziten und Staatsschulden mittlerweile besorgniserregende Ausmaße angenommen. Die Rekordverschuldung konnte bislang nur dank der Niedrigzinsen und der faktischen Monetarisierung von Staatsschulden durch die Notenbanken unter Kontrolle gehalten werden. Das aktuelle Gleichgewicht aus niedrigen Zinsen und hohen Staatsschulden bleibt ein fragiles Gebilde, welches in ganz entscheidender Weise eine weiterhin niedrige Inflationsdynamik voraussetzt. Sollte die Inflation aber dauerhaft nach oben schießen und die Zentralbanken nicht entsprechend gegensteuern, könnte die Preisdynamik außer Kontrolle geraten. Sollten die Zentralbanken jedoch zu stark auf das geldpolitische Bremspedal treten, könnten steigende Risikoprämien und Anleiherenditen schlimmstenfalls eine Schuldenkrise auslösen. [mehr]
27. Juli 2021
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The recent flood caused by heavy rain was among the most severe natural disasters hitting Germany since reunification. More than 170 people lost their lives and many private homes and public buildings, roads and municipal infrastructure were destroyed. Since the flooding occurred in regions with low industrial density, the expected negative impact on overall economic activity, in particular on industrial production, should be relatively limited. Still, the regional impact on agricultural production (such as wine-growing) might be significant. Some of the most recent polls already fully capture post-flood views. As expected, there is no big shift in voter preferences. The events will likely confirm voters' previous choices. [mehr]
14. Juni 2021
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Q2-BIP sollte trotz des holprigen Aprils deutlich zulegen. Die harten Daten für April waren eher schwach. Die starke Auslandsnachfrage und die geringen Bestände in den Fertigwarenlagern deuten jedoch auf einen starken Aufschwung hin, sobald die angebotsseitigen Behinderungen nachlassen. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Verbraucher verbessern sich. Zusammen mit einer erwarteten Normalisierung der Sparquote sollte dies eine starke Stütze für das Wachstum des privaten Verbrauchs darstellen. Trotz des schleppenden Starts senken wir unsere BIP-Prognose für das zweite Quartal von knapp 2% gg. Vq. nicht. Seit Jahresanfang hat die deutsche Inflationsrate kräftig angezogen. Aufgrund der nach wie vor über den Erwartungen liegenden Preisdynamik und der Aussicht auf eine deutliche(re) Konjunkturbelebung in den Sommermonaten rechnen wir nunmehr damit, dass die VPI-Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2021 auf rund 2,8% steigen dürfte. In einzelnen Monaten könnte die Jahresteuerungsrate sogar auf bis zu 4% klettern. [mehr]
23. März 2021
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The federal government will present a supplementary budget for 2021, which would be the third supplementary budget over the past year. The volume could reach as much as EUR 60 bn (1.7% of GDP). As a result, 2021 net federal borrowing could possibly rise to as much as EUR 240 bn (6.8% of GDP), an all-time high in German history. We still stick with our 5.9% headline deficit forecast for the general government level as we doubt that all the money will be spent. This implies a structural deficit of nearly 5% of GDP this year (2020: -1.8% of GDP). [mehr]
26. Februar 2021
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Im Januar ist die deutsche VPI-Inflationsrate deutlich angestiegen, was auch durch Sondereffekte verursacht wurde. Aufgrund des kräftigen Preisanstiegs bei Waren (ohne Energie) stellt sich dennoch die Frage, ob – trotz weiterhin wirkender preisdämpfender Faktoren – eine höhere Inflationsdynamik aufgrund von Angebotsengpässen ins Haus steht. Insgesamt rechnen wir jetzt mit einer (durchschnittlichen) Jahresinflationsrate von 2,0% im Jahr 2021. Zum Jahresende könnte die Inflationsrate sogar vorübergehend auf bis zu 3% in die Höhe schnellen, ehe sie dann wieder zum ersten Quartal 2022 auf rund 1 ½% zurückfallen dürfte. Angesichts der überraschend hohen Januar-Inflationszahlen sehen wir aber für die Zukunft inzwischen mehr Aufwärts- als Abwärtsrisiken. Insbesondere eine über die Angebotsseite in Gang kommende Inflationsdynamik – gepaart mit einer zu zögerlichen bzw. verspäteten Abkehr von der ultra-expansiven Geld- und Fiskalpolitik – stellt unserer Einschätzung nach ein Hauptrisiko für eine künftig höhere Inflationsdynamik dar. [mehr]
25. Februar 2021
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The Jan print of 1% yoy surprised massively to the upside, in part due to one-offs. But the strong rise in core goods prices begs the question whether the Jan readings could herald stronger underlying inflation dynamics. There are still strong arguments for a continuation of structurally low inflation dynamics. However, we see risk that price dynamics could strengthen more strongly through impaired supply conditions. Overall, we now project the inflation rate to average 2.0% in 2021. Towards the end of 2021 the headline rate could spike to as much as 3% before easing to 1 ½% in Q1 2022. [mehr]
19. Februar 2021
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Deutsches BIP: Robustes Gesamtjahr 2021, trotz Schwächeanfall in Q1. Der länger als
anfänglich erwartete Lockdown, winterbedingte Verluste in der Bauproduktion und durch die
Lieferprobleme bei Chips verursachte temporäre Produktionsstörungen in der
Automobilindustrie haben uns veranlasst, unsere BIP-Prognose für Q1 auf -2% gg. Vq.
abzusenken (von -0,5%). Wir erwarten aber weiterhin eine deutliche Erholung im
Sommerhalbjahr, die von der kräftigen globalen Nachfrage, der extrem expansiven Geld- und
Fiskalpolitik und nicht zuletzt durch die aufgestaute Konsumnachfrage der deutschen
Haushalte getrieben werden sollte. Nach dem Einbruch um 5% in 2020 dürfte das deutsche BIP
im Jahr 2021 um 4% zulegen. [mehr]
14. Dezember 2020
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Die Pandemieentwicklung und das Impftempo bestimmen den Konjunkturverlauf, die Infektionsraten werden bis ins Frühjahr hoch bleiben. Im Sommer werden die Impfungen zu einer nachhaltigen Eindämmung der Pandemie führen. Die Konjunktur sollte ab Q2 an Fahrt aufnehmen, im Jahresdurchschnitt dürfte das BIP um 4,5% zulegen, nach einem Rückgang um 5,4% in 2020. Deutschland geht ins Superwahljahr 2021: Neben der Bundestagswahl stehen sechs Landtagswahlen an. Unser Baseline-Szenario ist eine schwarz-grüne Regierungskoalition, für deren Zustandekommen aber beide Seiten erhebliche Kompromisse eingehen müssen. Außerdem in dieser Ausgabe: Hochlaufphase für Impfungen hat begonnen, Welthandel und Exporte, privater Konsum, Arbeitsmarkt, Ausrüstungsinvestitionen, Wohnungsmarkt, öffentliche Finanzen, Inflation, deutsche Industrie, EZB-Geldpolitik. [mehr]
3. Dezember 2020
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Es ist nicht zu übersehen, dass der Haushalt in eine immer größere Schieflage geraten ist. Auch wenn es richtig war, die Corona-Hilfszahlungen weiter zu lockern und um außerordentliche Hilfen zu ergänzen, muss jetzt gleichzeitig verhindert werden, über das Ziel hinauszuschießen. Um den absehbaren Konsolidierungsdruck in Grenzen zu halten, müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, die fiskalischen Ressourcen über einen effizienteren Mitteleinsatz zu schonen. Auf die neue Bundesregierung kommen schwere Herausforderungen zu. Sie muss es letztlich schaffen, die öffentlichen Finanzen wieder auf ein tragfähiges Fundament zu stellen, ohne dabei der Wirtschaft über noch höhere Steuer- und Beitragsbelastungen die Luft zum Atmen zu nehmen. Ein großer Kassensturz nach der Bundestagswahl im nächsten Herbst wird wohl unausweichlich sein. [mehr]
23. November 2020
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Um einen drohenden Wirtschaftskollaps in der Corona-Krise abzuwenden, musste der deutsche Staat im Frühjahr in Windeseile riesige Rettungs- und Hilfspakete schnüren. Tatsächlich lagen die Mittelabflüsse bei den Sofort- bzw. Überbrückungshilfen bisher deutlich unter den Erwartungen, sodass die dafür budgetierten Haushaltsmittel nicht annähernd ausgeschöpft wurden. Angesichts des November-Teillockdowns hat die Regierung beschlossen, die Dosis der staatlichen Hilfen weiter zu erhöhen. So könnte schließlich auch bei den vielen kleinen und mittleren Betrieben sowie den Soloselbstständigen aus dem dort vielfach wahrgenommenen Wümms’chen noch ein kräftiger Wumms werden. Die im weiteren Krisenverlauf bereitgestellten Hilfen sollten weiterhin strikt an den Punkten Notwendigkeit, Zielgenauigkeit und Angemessenheit ausgerichtet werden, da die fiskalischen Ressourcen endlich sind und der Staat keine Vollkaskoversicherung sein kann. [mehr]
22.1.9