Deutschland
    Deutsche Autohersteller verlieren zuletzt Marktanteile – aber nicht überalloverlay
    21. September 2017
    Aktueller Kommentar
    Die deutschen Automobilhersteller haben in Westeuropa und den USA zuletzt Marktanteile verloren. Dies hängt auch, aber nicht nur mit der Diesel-Debatte zusammen. In China nahm der Marktanteil der deutschen Hersteller im 1. Halbjahr von 2017 gegenüber den beiden Vorjahren wieder zu. Die deutsche Automobilindustrie hat grundsätzlich gute Chancen, auch künftig ihre Marktposition in den wichtigen Automärkten der Welt mindestens zu halten.
    Bundestagswahl-Spezial 2017: The final countdownoverlay
    19. September 2017
    Deutschland-Monitor
    Bundestagswahl 2017: Der Sieger scheint klar zu sein, aber nicht die nächste Regierung! Laut ARD Deutschlandtrend (14.09.) wird rechnerisch nur eine neue Große Koalition oder eine Koalition zwischen CDU/CSU, FDP und den Grünen („Jamaica”) möglich sein. Doch angesichts knapper Umfragen und der üblichen Fehlerspanne könnte es auch Alternativen geben. Wir diskutieren Koalitionsszenarien und was sie für die deutsche Wirtschafts- und Europapolitik sowie die Finanzmärkte bedeuten könnten.
    Aufwärts im Gleichschritt: Kreditgeschäft und Konjunktur in Deutschland in Q2 2017overlay
    15. September 2017
    Deutschland-Monitor Unternehmensfinanzierung
    Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige verlief auch im zweiten Quartal schwungvoll (+0,8% ggü. Vq.). Gegenüber dem Vorjahr wurde der beste Wert seit der Finanzkrise erreicht (+2,9%). Das lag vor allem an der hohen Dynamik im Dienstleistungssektor. Genossenschaftsbanken und Auslandsbanken gewannen, inländische Kreditbanken verloren Marktanteile. Anleiheemissionen leiden offenbar unter dem starken Kreditgeschäft, die Expansion im Leasing hält dagegen an. Die deutsche Volkswirtschaft ist auch in Q2 solide gewachsen (BIP +0,6% ggü. Vq.), vor allem getragen vom privaten Konsum. Zudem zogen auch die Investitionen der Unternehmen und die Ausgaben des Staates an; im Gegensatz dazu war der Außenbeitrag negativ. Die BIP-Prognose für das Gesamtjahr wurde nochmals auf 1,9% und für 2018 auf 1,8% angehoben. 2018 dürfte die Binnenkonjunktur robust bleiben, der stärkere Euro allerdings den Export dämpfen.
    Europa
    Wo stehen die europäischen Banken 10 Jahre nach Beginn der Finanzkrise?overlay
    30. August 2017
    Aktueller Kommentar
    Es ist bemerkenswert, was und wie viel sich im europäischen Bankensektor geändert hat seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise vor fast genau zehn Jahren. Der Vergleich des ersten Halbjahres 2017 mit dem Höhepunkt des Booms im ersten Halbjahr 2007 zeigt, wie sich die Zusammensetzung der Erträge hin zu stabileren Komponenten verschoben hat. Der Anteil des Zinsüberschusses ist auf mehr als die Hälfte der gesamten Erträge gestiegen, während das Handelsergebnis deutlich an Bedeutung eingebüßt hat. Der Verwaltungsaufwand ist gesunken, aber nur moderat, sodass sich der Nettogewinn auf lediglich die Hälfte des Vorkrisenergebnisses verringert hat. Sowohl die absolute Höhe des Eigenkapitals als auch die Kapitalquoten sind enorm gestiegen. Andererseits ist die Bilanzsumme über das letzte Jahrzehnt erheblich gesunken, was zu einem massiven Abbau von Risiken in der Branche beigetragen hat.
    Sisyphus lässt grüßen: Europas Banken sind wieder zurück auf Losoverlay
    26. Mai 2017
    Aktueller Kommentar
    Die europäischen Banken haben einen guten Jahresauftakt verzeichnet. Die Erträge sind gestiegen, und zwar deutlich stärker als die Kosten. Die Kreditrisikovorsorge blieb niedrig. Unter dem Strich legte der Gewinn kräftig zu, um mehr als 40% verglichen mit dem Wert vor 12 Monaten. Die Zuwächse wurden allerdings gegenüber einem schwachen Vorjahreszeitraum erzielt – genaugenommen ist die Branche in vielerlei Hinsicht nur wieder dort, wo sie in Q1 2015 war. Mehr noch: Bei einer reinen Betrachtung der GuV hat sich seit dem Ausbruch der europäischen Schuldenkrise in Griechenland vor sieben Jahren ziemlich wenig verändert. Die Bankenbranche ist seitdem mehr oder weniger auf der Stelle getreten – eine frustrierende Erfahrung nach Jahrzehnten starken Wachstums und erheblichen Restrukturierungsanstrengungen in den letzten Jahren. Zumindest bei anderen Indikatoren sind deutliche Verbesserungen klar erkennbar, nicht zuletzt mit Blick auf den Risikoab- und Kapitalaufbau der Banken (nur in Englisch verfügbar).
    Wenige Krisenherde im Häusermarkt der Eurozoneoverlay
    22. Mai 2017
    Aktueller Kommentar
    Der Wohnimmobilienmarkt der Eurozone hat seine massiven Überbewertungen, gemessen am Verhältnis Preise zu Einkommen der Jahre 2007 und 2008, abgebaut. Aktuell liegen nur noch in wenigen kleineren Ländern Überbewertungen vor. Dies dürfte sich gegen Ende des Jahrzehntes wieder ändern, wenn die Hauspreisdynamik in Deutschland wie erwartet hoch bleibt.
    International
    Robo-Advice – Eine echte Innovation in der Vermögensverwaltungoverlay
    24. August 2017
    Aktueller Kommentar
    „Robo-Advice“ ist eine schnell wachsende Anwendung von Finanztechnologie- (FinTech-) Lösungen auf dem Gebiet der Finanzplanung und privaten Geldanlage. Zu den Nutzern zählen nicht nur Millennials, sondern zunehmend auch wohlhabende und höher qualifizierte Kunden. Durch benutzerfreundliche, automatisierte und preiswerte Portfoliomanagement-Dienstleistungen können Robo-Advisors die traditionelle Finanzberatung ergänzen, dürften in Teilen aber auch zu Substitutionseffekten führen.
    Groß oder klein? Wie man die Größe einer Bank misstoverlay
    14. Juni 2017
    EU-Monitor
    Entscheidungsträger, Kunden und Banker selbst wollen wissen, was eigentlich eine „große“ Bank ausmacht. Auf welchen Indikator sollten Aufseher schauen, die sich für Systemrelevanz und Risiken für die Finanzstabilität interessieren? Woran sollte sich ein Unternehmen orientieren, das eine Bank braucht, die große Finanzierungen bereitstellen und beträchtliche Risiken aus Absicherungsgeschäften übernehmen kann? Es gibt verschiedene Kennzahlen für die Größe einer Bank, die alle ihre Stärken und Schwächen haben. Regulierer und Wissenschaftler verwenden meistens die Bilanzsumme, einen auf Bilanzierungsregeln beruhenden Wert. Andere Beobachter ziehen das Kernkapital oder die Marktkapitalisierung heran, zwei auf Regulierungsvorgaben beziehungsweise Marktwerten beruhende Kriterien. Die Studie analysiert diese und andere Maße und vergleicht Banken in verschiedenen Ländern und Finanzsystemen. Am Ende empfiehlt die Studie einen Indikator, der am besten geeignet ist, die Größe einer Bank zu messen.
    Video: Bargeld, Freiheit und Verbrechenoverlay
    14. Juni 2017
    In eigener Sache
    Angesichts des zunehmend digitalen Zahlungsverkehrs ist die Notwendigkeit von Bargeld heute nicht mehr selbstverständlich. Aber: Die Nachfrage nach Euro-Bargeld steigt. Der Euro-Bargeldumlauf verdreifachte sich von 2003 bis 2016 auf 1,2 Billionen Euro und wuchs somit schneller als das nominale BIP. Schätzungen zufolge wird das umlaufende Euro-Bargeld für inländische Zahlungen benutzt, für Sparzwecke gehortet oder im Ausland gehalten, und zwar zu etwa je einem Drittel.
    Standpunkt
    Hochburg der Stabilität: Was Deutschland so erfolgreich machtoverlay
    15. Dezember 2016
    Standpunkt
    Deutschland ist Stabilitätsanker mit unangefochtener Führungsrolle in Europa und befindet sich als einziges Land auf annähernd gleicher Augenhöhe mit den USA. Dies basiert auf vielen, sich zum Teil bedingenden und verstärkenden strukturellen Faktoren, die wir in fünf Gruppen einteilen: (1) Stabilitäts- und wachstumsorientierte Makropolitik (2) Ordo-liberal geprägte Institutionen (3) Global aufgestellte – strukturell einzigartige – Unternehmen (4) Ein ausgleichendes Sozialsystem mit kooperativen Tarifpartnern (5) Eine langfristige Orientierung von Unternehmen und Bürgern mit der Bereitschaft, auf sofortige Belohnung zu verzichten – dem ultimativ wichtigsten Erfolgsfaktor! Die Kombination aus innovativen, international aufgestellten Firmen, funktionierenden Institutionen und gut ausgebildeten Arbeitnehmern wird unserer Meinung nach auch zukünftig Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand sichern. Die deutsche Politik steht damit vor der großen Herausforderung, die Eurozone zusammenzuhalten. Sollten in wichtigen Partnerländern eurokritische Strömungen die Oberhand gewinnen und damit die disruptiven Risiken steigen, könnte es auch in Deutschland zu einer Neueinschätzung der Kosten und Nutzen kommen.
    Die dunklen Seiten des QE: Vergemeinschaftung von Schulden durch die Hintertür, Enteignung der Sparer und Blasenbildungoverlay
    1. November 2016
    Standpunkt
    Das Eigenlob der Europäischen Zentralbank für Ausmaß und Kreativität ihrer Geldpolitik seit 2012 ist zunehmend unangebracht. Tatsache ist vielmehr, dass der Euroraum seit der berühmten „Whatever it takes“-Rede von Herrn Draghi im Jahr 2012 kaum Wachstum, dafür aber die schlechteste Arbeitsmarktentwicklung aller wichtigen Industrienationen, nicht tragfähige Verschuldungsquoten sowie eine weit hinter dem eigenen Ziel zurückbleibende Inflation verzeichnet. Die Argumente für die Intervention der EZB werden zunehmend schwächer, mittlerweile dominieren die negativen Folgen. Dieser Artikel befasst sich mit fünf Schattenseiten der aktuellen Geldpolitik.
    Ein schwarzer Tag für Europaoverlay
    23. Juni 2016
    Standpunkt
    Man kann darüber streiten, was der Erfolg der Austritts-Befürworter für Großbritannien bedeutet. Aber Europa wird ohne seinen hellsten Stern auf jeden Fall ein dunklerer Ort sein. Das wäre vermeidbar gewesen. Dass Großbritannien nun seinen eigenen Weg geht, spiegelt ein verbreitetes Misstrauen in das europäische Projekt wider. Dies ist wiederum eine Folge des schwachen Wirtschaftswachstums.
    Konzept
    DeCAF - Anlegen im Zeichen des Klimaschutzesoverlay
    5. April 2017
    Konzept
    In den nächsten Jahrzehnten sollen die globalen CO2-Emissionen halbiert werden. Diese Dekarbonisierungsinitiativen beeinflussen die Produktionstätigkeit verschiedener Branchen. <br/>DeCAF – das Deutsche Bank Carbon Alignment Framework – ist ein neuer Investment-Ansatz, der berücksichtigt, dass politische Emissionsziele und Anlageziele der Investoren nicht immer aufeinander ausgerichtet sind.
    Plädoyer gegen massive Infrastrukturinvestitionen in den USAoverlay
    18. Oktober 2016
    Konzept
    Wirtschaftsexperten, Politiker und Kommentatoren sprechen sich einhellig für ein großangelegtes Investitionsprogramm für die US-Infrastruktur aus, selbst die beiden Präsidentschaftskandidaten stimmen in diesem Punkt überein. Im Sinne einer ausgewogeneren Debatte widmet sich unser Leitartikel der Frage, was gegen eine solche Investitionsoffensive spricht.
    Wie können die drei größten Probleme Europas gelöst werden?overlay
    30. Juni 2016
    Konzept
    Eine lahmende Wirtschaft, die massive Flüchtlingskrise und ein wenig vertrauenerweckendes Bankensystem – allem Anschein nach steht Europa vor unlösbaren Problemen. Zwar existieren vernünftige Lösungen. Umsetzen lassen sich diese jedoch nur, wenn althergebrachte und liebgewonnene Ansichten und die ökonomischen Dogmen der vergangenen Jahrzehnte über Bord geworfen werden. Politische Entscheidungsträger müssen mutig und entschlossen neue Wege gehen, wenn sie Europas Zukunft sichern wollen.
    Aktuelle Grafik
    Umweltfreundlichkeit ist beim Autokauf nicht entscheidendoverlay
    12. September 2017
    Aktuelle Grafik
    Neuwagenkäufer in Deutschland achten bei der Wahl ihres Fahrzeugs vor allem auf das Preis-Leistungsverhältnis, Komfort und Sicherheit. Dies geht aus dem jüngsten Bericht „Trends beim Autokauf“ der Aral AG hervor. Gegenüber der Umfrage von 2015 nahm die Bedeutung von Umweltfreundlichkeit zwar um 5%-Punkte auf 25% zu, sie rangiert aber lediglich auf Rang 11 und liegt damit hinter Aspekten wie Ergonomie oder Image. Angesichts der in den letzten Monaten sehr lebhaften Debatte über zu hohe Schadstoffemissionen (Stickoxide) vieler Diesel-Pkw fällt dieser Anstieg durchaus gering aus.
    Haushaltsentlastende und schuldendämpfende Effekte des Niedrigzinsniveaus: Nicht nur ein deutsches Phänomen!overlay
    15. August 2017
    Aktuelle Grafik
    Im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Zinsen auf deutsche Staatsanleihen rapide gesunken und haben den Staatshaushalt seither in erheblichen Umfang entlastet. Aktuell rentieren die Schuldtitel des Bundes im Laufzeitenbereich von bis zu 6 Jahren noch immer im negativen Bereich und 10-jährige Bundesanleihen werfen lediglich eine Rendite von rund 0,4% ab.
    Auf der anderen Seite ist das Gras grüner: Europäer EU-kritischer als Rest der Weltoverlay
    31. Juli 2017
    Aktuelle Grafik
    Die europäische Einigung hat in der Vergangenheit einige Höhen und Tiefen erlebt, in ihrem Umfang ist die europäische Zusammenarbeit allerdings historisch einmalig. Umso interessanter ist der Blick von außen auf die EU.