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Deutsche Fassung von ˮGermany’s fiscal situation: Full employment and zero interest rates result in budget surpluses – but demographic development might become a problem!ˮ

10. Juli 2017
Die deutschen Staatsfinanzen stehen derzeit im internationalen Vergleich sehr gut da, dank starker Konjunktur und Nullzinsen. Die günstige Entwicklung der deutschen Staatsfinanzen dürfte kurz- bis mittelfristig aufgrund dynamisch wachsender Staatseinnahmen – und trotz hohem Ausgabenwachstum – andauern. Die Staatsfinanzen profitieren derzeit sehr stark von einer brummenden Wirtschaft, Niedrigzinsen und einer „demografischen Atempause“. Steigende Zinsen und eine alternde Gesellschaft dürften die öffentlichen Finanzen ab Mitte der nächsten Dekade erheblich unter Druck setzen. Doch die langfristigen Risiken für die Staatsfinanzen scheinen im aktuellen Bundestagswahlkampf keine größere Rolle zu spielen. [mehr]

Weitere Dokumente der Reihe "Deutschland-Monitor,Deutschland-Monitor Baufinanzierung,Deutschland-Monitor Unternehmensfinanzierung"

98 Dokumente
15. Januar 2018
1
Deutschlands Metropolen boomen. Im aktuellen Immobilienzyklus, der im Jahr 2009 begann, sind die Haus- und Wohnungspreise in vielen Städten kräftig gestiegen. Die Wohnungspreise haben sich in einigen Städten sogar verdoppelt. Die Nachfrage wird vielerorts von einem hohen Einwohner- und Beschäftigungswachstum und fallenden Arbeitslosenraten getrieben. Die Angebotselastizität ist durchweg niedrig. Die Überbewertungen und das Risiko einer ausgewachsenen Preisblase im deutschen Häusermarkt steigen. Doch bis der Preisgipfel erreicht wird, dürften - zumindest in den meisten deutschen Metropolen - noch einige Jahre vergehen. [mehr]
20. Dezember 2017
3
Das Kreditvolumen mit Unternehmen und Selbstständigen nahm im dritten Quartal deutlich um 0,8% zu und lag damit 3,3% höher als vor einem Jahr – der beste Wert seit der Finanzkrise. Das Wachstum wurde einmal mehr vom Dienstleistungssektor getragen. Kreditgenossenschaften und Sparkassen gewannen erneut Marktanteile, für Letztere war es sogar das stärkste Vierteljahr seit fast 20 Jahren. Bei den Einlagen nahm die Dynamik dagegen ab. Die Finanzierungsalternativen schnitten durchwachsen ab. Die deutsche Volkswirtschaft ist auch in Q3 kräftig expandiert (BIP +0,8% ggü. Vq.). Der Außenbeitrag trug dazu ebenso bei wie der Lageraufbau und die Unternehmensinvestitionen, wohingegen privater Konsum und Bauinvestitionen nach zuletzt starken Zuwächsen eine Verschnaufpause einlegten. Für den privaten Konsum endete damit nach 12 Quartalsanstiegen in Folge die längste Wachstumsphase seit der Deutschen Einheit. Die BIP-Prognose für 2018 wurde nochmals auf 2,3% angehoben. [mehr]
11. Dezember 2017
4
Wahlen, Referenden und die daraus folgende Politik waren zuletzt für einige Überraschungen gut. Zwar eint Wähler das Gefühl, dass die Dinge insgesamt in die falsche Richtung laufen, allerdings wird „falsch“ dabei sehr individuell interpretiert. Die Ergebnisse jüngster Wahlen dürften wohl wenig dazu beigetragen haben, diese generelle Unzufriedenheit zu reduzieren. Ein Grund für die weitverbreitete Frustration dürfte in der zunehmenden Komplexität der debattierten Themen liegen. Einfache Antworten der Populisten bieten hier keine Lösungen. Allerdings lechzen Menschen nach einfachen Antworten, waren sie doch in der Evolution auch deshalb so erfolgreich, weil es ihnen gelang, Komplexität durch Erfahrungen zu reduzieren. [mehr]
20. November 2017
5
Der Dax hat am 3. November ein neues Allzeithoch erreicht und sich seit 2010 mehr als verdoppelt. Allerdings ist der gängige Performanceindex international nicht vergleichbar. Zudem ist der Dax mit seiner Dominanz von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes nicht repräsentativ für die deutsche Volkswirtschaft, für die der Dienstleistungssektor eine wesentlich größere Bedeutung hat. Trotz der jüngsten Zuwächse bleibt der Aktienmarkt hierzulande unterentwickelt und Deutschland mit einer Marktkapitalisierung von 57% des BIP Schlusslicht unter den großen Ländern Europas. Gründe dafür sind nicht zuletzt ein kapitalmarktfernes Rentensystem, risikoscheue Privatanleger und ein hoher Anteil von Unternehmen in Familienbesitz. [mehr]
30. Oktober 2017
6
Die Beschäftigung in Deutschland steigt seit Jahren. Doch der konjunkturelle Rückenwind überdeckt zunehmend strukturelle Probleme wie die wachsende Regulierung und die demografische Entwicklung. Damit der Arbeitsmarkt nicht zum Bremsklotz der deutschen Wirtschaft wird, muss die kommende Regierung bestehenden und verstärkt drohenden Ungleichgewichten an diesem Schlüsselmarkt zügig und konsequent entgegenwirken. Die Verminderung der Langzeitarbeitslosigkeit erfordert einen Maßnahmenmix. Ohne die Stellen des Niedriglohnsektors wäre das Arbeitsplatzangebot in Deutschland wahrscheinlich erheblich geringer. Die Integration der Flüchtlinge und der „Mismatch“ zwischen den gesuchten Qualifikationsprofilen und denen der Arbeitslosen stellen anspruchsvolle Aufgaben dar. Welche Richtung wird die neue Bundesregierung in der Arbeitsmarktpolitik einschlagen? [mehr]
9. Oktober 2017
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Wohneigentum bleibt erschwinglich. Aktuell könnte jedoch aufgrund der hohen Preisdynamik (9,0% gg. Vj.) die bundesweite Erschwinglichkeit erstmals wieder auf über 50 Indexpunkte steigen (zuletzt Ende 2014, 2005=100). Angesichts unserer Zinsprognosen und des voraussichtlich anhaltend hohen Preisdrucks dürfte die Erschwinglichkeit auch im Jahr 2018 abnehmen. [mehr]
19. September 2017
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Bundestagswahl 2017: Der Sieger scheint klar zu sein, aber nicht die nächste Regierung! Laut ARD Deutschlandtrend (14.09.) wird rechnerisch nur eine neue Große Koalition oder eine Koalition zwischen CDU/CSU, FDP und den Grünen („Jamaica”) möglich sein. Doch angesichts knapper Umfragen und der üblichen Fehlerspanne könnte es auch Alternativen geben. Wir diskutieren Koalitionsszenarien und was sie für die deutsche Wirtschafts- und Europapolitik sowie die Finanzmärkte bedeuten könnten. [mehr]
15. September 2017
9
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige verlief auch im zweiten Quartal schwungvoll (+0,8% ggü. Vq.). Gegenüber dem Vorjahr wurde der beste Wert seit der Finanzkrise erreicht (+2,9%). Das lag vor allem an der hohen Dynamik im Dienstleistungssektor. Genossenschaftsbanken und Auslandsbanken gewannen, inländische Kreditbanken verloren Marktanteile. Anleiheemissionen leiden offenbar unter dem starken Kreditgeschäft, die Expansion im Leasing hält dagegen an. Die deutsche Volkswirtschaft ist auch in Q2 solide gewachsen (BIP +0,6% ggü. Vq.), vor allem getragen vom privaten Konsum. Zudem zogen auch die Investitionen der Unternehmen und die Ausgaben des Staates an; im Gegensatz dazu war der Außenbeitrag negativ. Die BIP-Prognose für das Gesamtjahr wurde nochmals auf 1,9% und für 2018 auf 1,8% angehoben. 2018 dürfte die Binnenkonjunktur robust bleiben, der stärkere Euro allerdings den Export dämpfen. [mehr]
30. August 2017
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Die deutsche Industriepolitik fiel in den vergangenen Jahrzehnten zurückhaltend aus, gerade im Vergleich zu einigen anderen europäischen Ländern. Dies hat sich bewährt. Auch künftig sollte sich die Bundesregierung mit aktiver Industriepolitik zurückhalten. Dennoch halten wir es in einzelnen Bereichen für notwendig, dass sich der Staat mehr engagiert bzw. seine bisherige Politik neu ausrichtet. Handlungsbedarf sehen wir z.B. bei den Netzinfrastrukturen. Bei der Energiewende sollte das politisch Wünschenswerte stärker an tatsächlich Machbare angeglichen werden. [mehr]