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27. Juli 2021
Welchen Kurs wird die nächste Bundesregierung mit Blick auf die Finanzpolitik in der Europäischen Union (EU) verfolgen? Die Grünen fordern reformierte Schuldenregelungen und wollen den EU-Wiederaufbaufonds (NextGenerationEU, NGEU) als dauerhafte Fiskalkapazität verstetigen. In den zwei wahrscheinlichsten Koalitionsszenarien müssen sich die Grünen aber entweder mit den CDU/CSU (schwarz-grüne Koalition) oder mit der FDP (Ampel-Koalition) auf eine gemeinsame Basis verständigen. Beide Parteien treten im Wesentlichen für die bestehenden Fiskalregeln ein und betonen den einmaligen Charakter des NGEU. Deshalb sehen wir nicht, dass sich der deutsche Kurs mit Blick auf die Finanzpolitik der EU nach der Wahl wesentlich ändern wird. In der Debatte über die Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts im Herbst wird sich dies vermutlich zeigen. Über den unmittelbaren Fokus der Finanzmärkte hinaus skizzieren wir, welche Impulse wir von der nächsten Bundesregierung auf europäischer Ebene in den Bereichen Klima, Handel, Außenpolitik und institutionelle Reformen erwarten. Was die Umsetzung des Green Deal betrifft, rechnen wir damit, dass Deutschland als Vorreiter mit gemäßigtem Tempo bei der grünen Transformation auftreten wird. [mehr]
26. Juli 2021
Die sehr guten Einkaufsmanagerindizes letzte Woche haben die Wachstumssorgen der Märkte zurückgedrängt. Trotz Delta-Variante erwarten wir weiterhin einen kräftigen Aufschwung im zweiten und insbesondere im aktuellen Quartal. Das BIP-Wachstum für das zweite Quartal wird diese Woche sowohl für die Eurozone als auch die USA bekanntgegeben und steht zusammen mit der Inflation in der Eurozone für den Juli als wichtige Datenpunkte an. Höhepunkt diese Woche wird aber wohl das FOMC-Meeting der Fed sein. Die Märkte erwarten wieder Signale, wie das Tapering der Anleihekäufe vonstattengehen wird. Die Fed wird wohl nur scheibchenweise Informationen liefern. Eine Bekanntgabe des Taperingpfads erwarten wir erst für November. [mehr]
22. Juli 2021
Rund 220.000 Personen zogen netto im Jahr 2020 nach Deutschland. Die Lockdown-Monate verhinderten eine stärkere Zuwanderung und insbesondere der Zuzug von außerhalb der EU ist im Vergleich zum Vorjahr kräftig eingebrochen. Unsere Berechnungen legen nahe, dass die Zuwanderung auch im Jahr 2021 gegenüber 2020 nur leicht ansteigt. Da die Corona-Krise den Wohnungsneubau kaum beeinträchtigt, dürfte der geringere Zuzug den Wohnungsmangel erneut reduzieren. Für den Arbeitsmarkt könnte der verstärkte Arbeits- und Fachkräftemangel den Lohndruck über das gesamte Jahrzehnt erhöhen. [mehr]
19. Juli 2021
Zum Beginn und wohl auch nach dem Ende der Sommerpause werden drei Fragen an den Märkten diskutiert. 1) Hat die Dynamik der konjunkturellen Erholung ihren Höhepunkt bereits erreicht? 2.) Schwächen sich einige der eher temporären Inflationstreiber bereits ab? 3.) Steht uns im Herbst die 4. Corona-Welle ins Haus? Die EZB hat wiederholt betont, auf der vorsichtigen Seite zu bleiben und sicherzustellen, dass ihre entschlossenen Unterstützungsmaßnahmen auch nachhaltig wirken. Um dies zu erreichen hat sie im Rahmen ihrer Strategieüberprüfung beschlossen, ihre Forward guidance weiterzuentwickeln. Eine erste Kostprobe dürfte die EZB diese Woche geben und sich damit – trotz Sommerpause – der vollen Aufmerksamkeit der Märkte sicher sein. [mehr]
16. Juli 2021
In den vergangenen Wochen nahm die weltweite Erholung wie erwartet Fahrt auf – dank der Impfkampagnen und weiterer Lockerungen der Corona-Einschränkungen. Seit der Mai-Ausgabe des Weltwirtschaftlichen Ausblicks haben sich jedoch die Abwärtsrisiken leicht erhöht. Gründe sind die weltweite Ausbreitung der Delta-Variante und die Reaktion auf die Entscheidung des Offenmarktausschusses. [mehr]
14. Juli 2021
Konjunktur zur Jahresmitte 2021: Handel und Dienstleistungen auf Erholungskurs, Produktion leidet unter Lieferengpässen, hält sich aber stabil, höhere Inflation. * Im April 9% weniger Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahr. Insolvenzantragspflicht war im April 2021 weiterhin für Unternehmen ausgesetzt, bei denen die Auszahlung der seit November 2020 vorgesehenen Corona-Hilfen noch nicht erfolgt ist. * Großhandelspreise im Juni um 10,7% über Vorjahr. Basiseffekt nach niedrigen Preisen im Vorjahr. Zudem höhere Preise für Energie und Vorprodukte. * Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im Juni um 7,7% über Vorjahr. * Mehr Neuinfektionen in Deutschland (7-Tage-Inzidenz auf 7,1 gestiegen), aber weiter weniger Intensivpatienten und Todesfälle. * Unser Corona-Update geht mit der heutigen Ausgabe in eine Sommerpause bis Anfang/Mitte August. [mehr]
12. Juli 2021
Die Delta-Variante des Coronavirus und ihre Auswirkungen auf die Hospitalisierungsquoten werden in den kommenden Wochen weiter genau beobachtet werden. Zu den wichtigsten Wirtschaftsnachrichten der Woche zählen die US-Verbraucherpreise. Ein erneutes Übertreffen der Markterwartungen könnte die Diskussion über die Dauerhaftigkeit der Inflationsentwicklung befeuern. Die chinesische Zentralbank hat den Mindestreservesatz gesenkt. Mögliche Konjunktursorgen? In der Eurozone hat die EZB ihre Strategieüberarbeitung beendet, wir erörtern erste Ergebnisse. Mit dem Treffen von Kanzlerin Merkel und US-Präsident Biden rückt die Weltpolitik in den Mittelpunkt. [mehr]
2. Juli 2021
Im ersten Quartal 2021 schrumpfte die deutsche Wirtschaft aufgrund des anhaltenden Lockdowns um 1,8% ggü. Vorquartal. Vorlaufindikatoren für die Binnen- und die Exportwirtschaft deuten einen kräftigen Aufschwung im zweiten und dritten Quartal an. Für die Jahre 2021 und 2022 erwarten wir BIP-Zuwächse von 4,0% und 4,2%. Leicht fallende Inflationsraten im Jahr 2022 dürften für die 5-10-jährigen Hypothekenzinsen eine Seitwärtsbewegung auf dem Niveau von 1,25% einläuten. Im Vergleich mit dem Zinsniveau von 5% im Jahr 2008 bleibt Wohneigentum erschwinglich. Im Jahr 2021 wird die Erschwinglichkeit wohl etwas sinken wegen höherer Hypothekenzinsen, schwacher Einkommensentwicklung und vermutlich weiter steigender Hauspreise. [mehr]
2. Juli 2021
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Die Einführung eines digitalen Euros rückt näher: Als digitale Version des Bargelds soll er vor allem zum Bezahlen dienen, und weniger als Instrument zur Geldanlage. Die EZB will die Souveränität Europas im Zahlungsverkehr und die Position des Euros im Währungswettbewerb stärken. Damit dies gelingt, müsste der digitale Euro allerdings stark genutzt werden, was eher unwahrscheinlich ist. Es ist eine Höchstgrenze pro Nutzer zu erwarten, damit nicht Bankeinlagen in beträchtlichem Umfang in digitales Zentralbankgeld abfließen. In einem solchen Fall würden sich Kreditentscheidungen und Geldschöpfung letztendlich hin zur EZB verlagern. Es würde sich die Frage stellen, welches Geld- und Finanzsystem wir in Europa haben wollen. [mehr]
1. Juli 2021
Die Verbreitung der Delta-Variante wird in der Sommersaison 2021 Touristenströme umlenken, wenn einzelne Urlaubsländer – wie zuletzt Portugal – als Virusvariantengebiete eingestuft werden. Allerdings dürfte sich Delta in Kürze auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern durchsetzen. Es stellt sich daher die Frage, wie lange die Einstufung von Ländern mit einem hohen Delta-Anteil als Virusvariantengebiet zu rechtfertigen ist. Letztlich könnte die Einteilung in Risikogebiet und Hochinzidenzgebiet wieder sinnvoller sein. Sollte nach den Sommerferien ein Schutzkonzept an den Schulen fehlen und Delta zu Störungen des Schulbetriebs führen, könnte dies die Wahlentscheidung vieler Menschen beeinflussen. [mehr]
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