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26. Januar 2022
Eine verstetigte und breite Inflation in der Eurozone lässt eine frühere Reaktion der EZB erwarten als bislang angenommen. Trotz entfallender Sondereffekte dürfte auch die Inflation in Deutschland vorerst erhöht bleiben. In den USA wird die heutige Sitzung der Fed mit Spannung erwartet. Bei den deutschen Unternehmen hat sich die Stimmung im Januar aufgehellt. Maßgeblich waren die deutlich verbesserten Geschäftserwartungen, während die Lage von der aktuell rasanten Infektionsentwicklung getrübt wird. Insgesamt erwarten wir für das Winterhalbjahr 2021/22 eine technische Rezession. Dazu folgt am Freitag die Erstmeldung zum BIP in Q4. Wie auch für Q1 2022 erwarten wir einen leichten Rückgang um 0,5% gg. Vq. für Q4 2021. Die guten Aussichten für das Frühjahr stützen sich auf ein großes Auftragspolster, gestiegene Kapazitätsauslastung und eine leichte Entspannung der Lieferprobleme. Die Dienstleistungs- und Handelsunternehmen dürften von einer Verbesserung der Pandemielage im Frühjahr profitieren. Ein erster Gesetzentwurf lässt die Anhebung des Mindestlohns auf EUR 12 im Oktober 2022 erwarten. [mehr]
24. Januar 2022
Die Preisentwicklung bleibt im Fokus. In der Eurozone und Deutschland wurden die Inflationsraten für Dezember von 5% bzw. 5,3% bestätigt. Die Erzeugerpreise in Deutschland stiegen sogar um mehr als 24% gg. Vj. Dies ist der stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1949. Inzwischen mehren sich auch Seiten der EZB die Signale, dass eine höhere Inflation über längere Dauer nicht ausgeschlossen werden kann. In dieser Woche könnten Frühindikatoren (ifo am Dienstag) positiv überraschen, wenn sich die Einschätzung verfestigt, dass die Omikron-Welle zu einem schnelleren Ende der pandemischen Lage führen kann. Zudem wird am Freitag die erste Schätzung zum deutschen BIP in Q4 veröffentlicht. Wir rechnen sowohl für Q4 2021 als auch für Q1 2022 mit einem Minus. Im Anschluss dürfte sich die Wirtschaft schnell erholen. In den USA stehen ebenfalls BIP-Daten auf dem Kalender (Donnerstag). Bereits am Mittwoch tagt die US-Notenbank Fed. Wir rechnen zwar erst im März mit dem ersten Zinsschritt, gleichwohl dürfte die Fed die Inflationsrisiken sehr viel stärker betonen als die EZB. [mehr]
19. Januar 2022
Zum Jahresbeginn 2022 drohen von mehreren Seiten Risiken: Die Inflationsraten liegen in den großen Volkswirtschaften deutlich über den Zielwerten und über den Erwartungen vom vergangenen Jahr, die Gesamtnachfrage bleibt lebhaft, die globalen Lieferketten funktionieren noch nicht wieder reibungslos, die COVID-19-Pandemie ist nicht überwunden und das geopolitische Klima trübt sich ein. Abwärtsrisiken sind wahrscheinlicher geworden und für eine sanfte Landung im Jahr 2022 müssen einige günstige Annahmen eintreten – und auch eine Portion Glück könnte nötig sein. [mehr]
19. Januar 2022
Im Gegensatz zu den meisten westlichen Notenbanken, die sich zunehmend gegen eine hohe Inflationsdynamik stemmen, hat die chinesische Zentralbank mit einer Lockerung der Geldpolitik auf die Wachstumsschwäche des Landes reagiert. Nachdem das deutsche BIP in Q4 2021 wohl deutlich geschrumpft ist und die Wirtschaftstätigkeit auch in Q1 2022 sinken dürfte, stehen die Zeichen in Deutschland erst einmal auf Rezession. Deutscher Staat mit hohem, aber niedriger als erwarteten Haushaltsdefizit. In Europa dürften in dieser Woche vor allem die finalen Dezember-Inflationszahlen sowie der Bericht zur EZB-Ratssitzung vom Dezember von größerem Interesse sein, da beide Veröffentlichungen weitere Hinweise auf die Persistenz des gegenwärtig hohen Inflationsdrucks bzw. die geldpolitische Reaktionsfunktion der EZB geben dürften. [mehr]
17. Januar 2022
Nach wie vor leidet die deutsche Volkswirtschaft unter der Corona-Pandemie, den globalen Lieferengpässen und der deutlich gestiegenen (Energiepreis-) Inflation. Im Vergleich zu den Wachstumserwartungen Anfang 2021 fiel das reale BIP-Plus von „nur“ 2,7% im Jahr 2021 relativ bescheiden aus. Im Schlussquartal 2021 dürfte das deutsche BIP sogar um ½ bis 1% geschrumpft sein. Da sich die Wirtschaftstätigkeit auch in Q1 2022 rückläufig entwickeln dürfte, stehen die Zeichen zunächst auf technische Rezession. Dennoch dürfte die deutsche Volkswirtschaft – getragen von einer kräftigen Erholung im Sommerhalbjahr – 2022 um rund 4% wachsen. In Europa dürften in dieser Woche vor allem die finalen Dezember-Zahlen zur Inflationsentwicklung sowie der Bericht zur EZB-Ratssitzung vom Dezember (ECB Monetary Policy Meeting Accounts) von größerem Interesse sein, da beide Veröffentlichungen weitere Hinweise auf die Persistenz des gegenwärtig hohen Inflationsdrucks bzw. die geldpolitische Reaktionsfunktion der EZB geben dürften. [mehr]
12. Januar 2022
Die kommende geldpolitische Straffung nimmt konkretere Züge an. In den USA könnten die Inflations- und Arbeitsmarktentwicklung die Fed zu vier Zinsschritten in 2022 veranlassen sowie das Abschmelzen der Zentralbankbilanz einleiten. In der Eurozone dürfte die EZB weit weniger restriktiv agieren, aber zumindest die Nettokäufe im Rahmen des PEPP Ende März 2022 auslaufen lassen. Kurzfristig stellt die Omikron-Welle ein Abwärtsrisiko für die deutsche Konjunktur im laufenden Quartal dar. Insbesondere, falls es zu massiven Arbeitsausfällen durch vermehrte Infektionsfälle und Quarantäneauflagen kommt. Zudem könnten auch die Lieferketten aus dieser Richtung noch mehr unter Druck geraten. [mehr]
5. Januar 2022
Nach technischer Rezession im Winterhalbjahr erwarten wir einen kräftigen Aufschwung ab dem Frühjahr. Für das Gesamtjahr 2022 rechnen wir mit einem BIP-Wachstum von 4%. Im Jahr 2023 dürfte das Wachstum nach unserer Prognose auf das Trendwachstum zurückfallen. Infolge des großen statistischen Überhangs dürfte das BIP-Wachstum im Jahr 2023 jedoch bei 3% liegen. Rohstoff- und Vorleistungspreise sowie gestiegene Effektivverdienste dürften die Kerninflationsrate von 2,3% im Jahr 2021 auf 2,7% im Jahr 2022 treiben. Für das Jahresende 2021 erwarten wir für die 5-10-jährigen Hypothekenzinsen 1,25% und einen weiteren Anstieg auf 1,45% am Jahresende 2022. Die Angebotsknappheit am Wohnungsmarkt dürfte im Jahr 2021 erneut gesunken sein. Trotz höherer Zinsen und höherer Hauspreise bleibt Wohneigentum im Vergleich mit dem Zinsniveau von 5% im Jahr 2008 zinsseitig erschwinglich. [mehr]
22. Dezember 2021
Wie immer um diese Jahreszeit stecken wir mitten in den Festvorbereitungen und manch einer fasst auch wieder gute Vorsätze für das neue Jahr – und wie immer erstellen wir Volkswirte unsere Ausblicke mit Prognosen für die nächsten zwölf oder vierundzwanzig Monate. Die Entwicklungen in den vergangenen beiden Jahren sollten jedoch selbst die stursten Vertreter der Gattung „Igel“ davon überzeugt haben, dass sich die Zukunft sehr viel schlechter vorhersagen lässt als wir gern glauben möchten. Dabei werden insbesondere Probleme der „systemischen Komplexität“ unseres Erachtens weder von den Prognostikern noch von den Rezipienten der Prognosen hinreichend gewürdigt. Der künftige Verlauf der COVID-19-Pandemie und die erhoffte, langsame Auflösung der Lieferengpässe sind die beiden zentralen Annahmen – wohlgemerkt: Annahmen, nicht Vorhersagen –, die für die BIP- und Inflationsprognosen derzeit entscheidend sind. Beide Annahmen sind praktisch Lehrbuchbeispiele für systemische Komplexität. Das gilt vermutlich auch für den Philips-Kurven-Ansatz, auf dem die Inflationsprognosen meist beruhen. Seien wir ehrlich: Der Glaube an Inflationsprognosen, womöglich gar an deren Nachkommastellen für einen Zeitraum von mehreren Jahren, ist genauso fundiert wie der Glaube an den Weihnachtsmann. [mehr]
17. Dezember 2021
4% BIP-Wachstum im Jahr 2022, trotz technischer Rezession im Winterhalbjahr. Eine synchrone Beschleunigung dürfte zu einem jährlichen BIP-Wachstum von 4% führen. In 2023 werden sich die Quartalsraten auf Trendwachstum verlangsamen. In der Fiskalpolitik führen ehrgeizige Ausgabenpläne und Festhalten an der Schuldenbremse zu offenen Finanzierungsfragen. Auf Basis des bisherigen fiskalischen Regimes wird das Haushaltsdefizit deutlich zurückgehen. Die großen, aber noch nicht bezifferten Ausgabenpläne der neuen Regierung bergen Aufwärtsrisken. Abschwächung der Inflationsraten von über 5%, aber Kernrate wegen Kostenexplosion und großen Preisüberwälzungsspielräumen dauerhaft höher. Gesamt- und Kerninflationsraten dürften auch im Jahr 2023 nicht unter 2% fallen. Neue Bundesregierung: „Team Scholz“ wird Klimaschutz und umfangreiche Steuererleichterungen für grüne und digitale Investitionen in den Mittelpunkt stellen. Die deutsche EU-Politik mit weniger fiskalischem Dogma offener für vorsichtige Reform der EU-Defizitregeln. [mehr]
13. Dezember 2021
Diese Woche ist vollgepackt mit sehr wichtigen Datenpunkten und Entscheidungen. Insbesondere die Zentralbankmeetings der großen Zentralbanken stehen im Fokus. Von der Fed am Mittwoch wird erwartet, dass sie die Rückführung ihrer Wertpapierkäufe beschleunigt. Auch die EZB dürfte restriktiver werden. Die Bank of England wird womöglich mit ihrer ersten Zinsanhebung in der Pandemie Schlagzeilen machen. Daneben wird die weitere Ausbreitung der Omikron-Variante im Fokus bleiben. [mehr]
23.1.3