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25. September 2013
Im zweiten Quartal 2013 legte die deutsche Wirtschaft um 0,5% zu (ggü. Vj.). Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine leichte Belebung der Konjunktur, die sich zum Winter hin verstärkt. Das Gesamtwachstum für 2013 sehen wir wieder bei 0,5%. Für das kommende Jahr werden 1,5% erwartet. Auch im zweiten Quartal wuchsen die Baugenehmigungen solide (+7% gg. Vj.), womit sich die rege Bautätigkeit im Jahresverlauf verfestigt. Dieser Trend kann mittelfristig zur Entspannung bei regional konzentrierten Preisanstiegen beitragen. [mehr]
Marktausblick Baufinanzierung DB Research Management Autor Intranet Ralf Hoffmann | Bernhard Speyer Patricia Wruuck | patricia.wruuck@db.com | Tel.: +49 69 910-31832 http://dbresearch.db.com Durchschnitt Q2 Prognose 2013 Zinsen deutscher Banken – Wohnbaudarlehen mit 5-10-jähriger Zins- bindung 2, 7 % Inflation 1, 5 % Wirtschaftswachstum (Angaben Q 2 gg ü. Vj., saisonbereinigt) 0,5 % Arbeitslosenquote (saisonbereinigt) 6, 8 % Quelle: DB Research — Im zweiten Quartal 2013 legte die deutsche Wirtschaft um 0,5% zu (ggü. Vj.). Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine leichte Belebung der Konjunktur, die sich zum Winter hin verstärkt. Bedingt durch ein freundlicheres internationales Umfeld dürfte vor allem der Export anzie- hen, aber auch bei den Bauinvestitionen sehen wir posi- tive Tendenzen. — Angesichts eines soliden zweiten Quartals und positiver Aussichten zum Jahresende sehen wir das Gesamt- wachstum für 2013 wieder bei 0,5%. Für das kommende Jahr werden 1,5% erwartet. — Die Preissteigerungen der ersten beiden Quartale blie- ben mit 1,5% auf verhaltenem Niveau. — Für das zweite Halbjahr sehen wir einen leichten Anstieg angesichts sich aufhellender Konjunkturaussichten, so dass die Inflationsrate für 2013 insgesamt bei 1,6% lie- gen dürfte. — Auch vor dem Hintergrund der langsam einsetzenden Erholung in der Eurozone sehen wir den Leitzins weiter unverändert bei 0,5%. — Im Vergleich zum ersten Halbjahr haben die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen im dritten Quartal zugelegt und lagen im Schnitt bei 1,8%. — Die Bauzinsen sind im ersten Halbjahr auf durchschnitt- lich 2,7% gesunken. Angesichts wieder anziehender Zin- sen bei Bundesanleihen erscheint der Tiefpunkt jedoch erreicht und zuletzt deutete sich ein leichter Wiederan- stieg an. Im historischen Vergleich dürfte Baugeld jedoch auch bis zum Jahresende noch relativ günstig bleiben. -20 -15 -10 -5 0 5 10 15 20 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 BIP Bauinvestitionen Exporte in % gg. Vorjahr, saisonbereinigt Quelle: DB Research BIP: Wachstum zieht zum Jahresende an 1 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 2010 2011 2012 2013 2014 Inflationsausblick weiterhin niedrig 2 Quellen: Statistisches Bundesamt, DB Research Verbraucherpreisindex in % gg. Vorjahr 0 1 2 3 4 5 6 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Refi 10J Bundesanleihen Effektivzins Quellen: Bundesbank, EZB, DB Research Baufinanzierung noch günstig 3 in % Marktausblick Baufinanzierung Immobilienmarkt Deutschland Q4/2013 25 . September 2013 Marktausblick Baufinanzierung Q4/2013 © Copyright 2013. Deutsche Bank AG, DB Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenan- gabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. 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Im Vereinigten Königreich wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG London, Mitglied der London Stock Ex- change, genehmigt und/oder verbreitet, die in Bezug auf Anlagegeschäfte im Vereinigten Königreich der Aufsicht der Financial Services Authority unter- liegt. In Hongkong wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Hong Kong Branch, in Korea durch Deutsche Securities Korea Co. und in Singapur durch Deutsche Bank AG, Singapore Branch, verbreitet. In Japan wird dieser Bericht durch Deutsche Securities Limited, Tokyo Branch, genehmigt und/oder verbreitet. In Australien sollten Privatkunden eine Kopie der betreffenden Produktinformation (Product Disclosure Statement oder PDS) zu jeglichem in diesem Bericht erwähnten Finanzinstrument beziehen und dieses PDS berücksichtigen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. — Auch im zweiten Quartal wuchsen die Baugenehmigun- gen solide (+7% gg. Vj.), womit sich die rege Bautätigkeit im Jahresverlauf verfestigt. Dieser Trend kann mittelfristig zur Entspannung bei regional konzentrierten Preisanstie- gen beitragen. — Die vermehrte Bautätigkeit sowie Nachfrage nach Wohn- eigentum wird begünstigt durch positive Entwicklungen bei Einkommen und Beschäftigung sowie die strukturelle Verlagerung von Bevölkerung in Wachstumsregionen. — Im langjährigen Vergleich bleibt Wohneigentum weiter erschwinglich, denn das niedrige Zinsniveau und höhere verfügbare Einkommen wirken dem Effekt steigender Hauspreise entgegen. — Allerdings bestehen regional sowie lage- und objekt- spezifisch teils stark Unterschiede bei Hauspreisen und deren Dynamik. Entsprechend gestaltet sich auch die Erschwinglichkeit von Wohneigentum regional unter- schiedlich. Erschwinglichkeit=Preis für eine Neubauwohnung in Relation zum ve r- fügbaren Haushaltseinkommen pro Kopf, d.h. je niedriger der Wert, d e sto erschwinglicher die Wohnung. — Wohnen in der Stadt liegt zunehmend im Trend, was sich nicht zuletzt in der anziehenden Wohnungsnachfrage in größeren deutschen Städten widerspiegelt. Stadtbewoh- ner schätzen breite Arbeits-, Bildungs- und Freizeitange- bote in räumliche Nähe. Dabei zeigen sich Bewohner deutscher Metropolen relativ zufrieden mit ihrem urbanen Wohnumfeld im europäischen Vergleich. Auch ist laut Umfrageergebnissen die Belastung durch Lärm oder Luftschadstoffe gegenüber früheren Jahren zurückge- gangen. — Ein lebenswertes städtisches Umfeld ist dabei nicht nur attraktiv für (Neu)Bewohner, sondern kann auch ein wichtiger wirtschaftlicher Standortfaktor sein. 0 20 40 60 80 100 120 00 02 04 06 08 10 12 14 Baubedarf Fertigstellungen Baugenehmigungen Baugenehmigungen: Trend weiter positiv 4 Wohnungen insgesamt, Anzahl in Tausend je Quartal Quellen: BBSR, destatis, ifo, DB Research 0 1 2 3 4 5 6 7 8 0 20 40 60 80 100 120 140 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 Hypothekenzinsen Hauspreise Verfügbare Einkommen Erschwinglichkeitsindex Quellen: OECD, Bundesbank, DB Research Erschwinglichkeit von Wohneigentum weiter hoch 5 Hauspreise, Einkommen, Erschwinglichkeit, Index 2000=100 (links), Zinsen in % (rechts) 0 20 40 60 80 100 Lärm und Luftverschmutzung problematisch Stadt ist sauber und Nachbarschaft sicher Zufrieden mit städt. Infrastruktur (öffentl.Verkehr, Grünflächen, Sportstätten, Kulturangebot) Durchschnitt Städte übrige EU Durchschnitt Städte DE Zufriedenheit mit dem Leben in der Stadt 6 Quelle: Eurostat (Angaben 2009) DE: Berlin, Hamburg, München, Essen, Leipzig, Dortmund, Rostock Übrige EU: 64 Städte aus 27 EU - MS Höhere Werte entsprechen stärkerer Zustimmung zu den Aussagen (indexierte Werte, gemittelt)
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