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25. Juni 2013
2013 begann für die deutsche Wirtschaft verhalten (BIP Q1: -0,3% ggü. Vj.), und eine deutlichere Belebung der Konjunktur dürfte erst zum Jahresende spürbar werden. Für das Gesamtjahr erwarten wir daher lediglich eine Zunahme des BIP um 0,1%. Bei den Baugenehmigungen zeigte sich das erste Quartal solide im Jahresvergleich (+13% gg. Vj.). Im Jahresverlauf erwarten wir weiterhin rege Bautätigkeit, die mittelfristig auch zur Entspannung bei regional konzentrierten Preisanstiegen beitragen kann. [mehr]
Marktausblick Baufinanzierung DB Research Management Autor Intranet Ralf Hoffmann | Bernhard Speyer Patricia Wruuck | patricia.wruuck@db.com | Tel.: +49 69 910-31832 http://dbresearch.db.com Durchschnitt Q1 Prognose 2013 Zinsen deutscher Banken – Wohnbaudarlehen mit 5-10-jähriger Zins- bindung 2 , 8 % Inflation 1 , 5 % Wirtschaftswachstum (Angaben Q1 ggü. Vj., saisonbereinigt) - 0,3 % Arbeitslosenquote (saisonbereinigt) 6, 9 % Quelle: DB Research Marktausblick Baufinanzierung Immobilienmarkt Deutschland Q3/2013 2 5 . Juni 2013 — 2013 begann für die deutsche Wirtschaft verhalten (BIP Q1: -0,3% ggü. Vj.), und eine deutlichere Belebung der Konjunktur dürfte erst zum Jahresende spürbar werden. Für das Gesamtjahr erwarten wir daher lediglich eine Zu- nahme des BIP um 0,1%. — Auch der Bausektor startete gebremst, eine Belebung der Investitionstätigkeit erwarten wir im Jahresverlauf. Wohn- und Nichtwohnbau dürften sich weiterhin unterschiedlich entwickeln, wobei stärkere Zuwächse beim Wohnungs- bau zu erwarten sind. — Die Preissteigerungen gingen zu Beginn des Jahres wei- ter zurück und dürften auch im Jahresverlauf moderat bleiben. Für das Gesamtjahr erwarten wir eine Inflations- rate von durchschnittlich 1,4%. — Der begrenzte Preisauftrieb begründet sich durch verhal- tene Konjunkturaussichten für Deutschland sowie das negative Wachstum für die Eurozone insgesamt. — Nach Rückgängen im April zogen die Renditen für 10- jährige Bundesanleihen zuletzt wieder leicht an. Insge- samt befinden sie sich jedoch weiterhin auf langjährig niedrigem Niveau (Q2: 1,4%). — Aufgrund der schwachen konjunkturellen Lage in Südeu- ropa hat die EZB im Mai den Leitzins auf 0,5% reduziert. Angesichts anhaltender Schwierigkeiten dürfte der Leit- zins auch weiterhin auf sehr niedrigem Niveau bleiben. — Die Bedingungen für Baufinanzierung in Deutschland zeigen sich vor diesem Hintergrund auch für die nächsten Monate günstig (Durchschnitt Bauzinsen Q1: 2,8%). -20 -15 -10 -5 0 5 10 15 20 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 BIP Bauinvestitionen Exporte in % gg. Vorjahr, saisonbereinigt Quelle: DB Research BIP: Belebung erst zum Jahresende 1 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 2010 2011 2012 2013 Inflationsausblick weiterhin niedrig 2 Quellen: Statistisches Bundesamt, DB Research Verbraucherpreisindex in % gg. Vorjahr 0 1 2 3 4 5 6 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 Refi 10J Bundesanleihen Effektivzins Quellen: Bundesbank, EZB, DB Research Baufinanzierung weiter günstig 3 in % Marktausblick Baufinanzierung © Copyright 2013. Deutsche Bank AG, DB Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenan- gabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. 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Im Vereinigten Königreich wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG London, Mitglied der London Stock Ex- change, genehmigt und/oder verbreitet, die in Bezug auf Anlagegeschäfte im Vereinigten Königreich der Aufsicht der Financial Services Authority unter- liegt. In Hongkong wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Hong Kong Branch, in Korea durch Deutsche Securities Korea Co. und in Singapur durch Deutsche Bank AG, Singapore Branch, verbreitet. In Japan wird dieser Bericht durch Deutsche Securities Limited, Tokyo Branch, genehmigt und/oder verbreitet. In Australien sollten Privatkunden eine Kopie der betreffenden Produktinformation (Product Disclosure Statement oder PDS) zu jeglichem in diesem Bericht erwähnten Finanzinstrument beziehen und dieses PDS berücksichtigen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. — Bei den Baugenehmigungen zeigte sich das erste Quartal solide im Jahresvergleich (+13% gg. Vj.), was eine wei- terhin rege Bautätigkeit für den Jahresverlauf andeutet. — Positive Entwicklungen bei Einkommen und Beschäfti- gung sowie die strukturelle Verlagerung von Bevölkerung in Wachstumsregionen begünstigen eine verstärkte Bau- tätigkeit. Gleichzeitig kann diese mittelfristig zur Entspan- nung bei regional konzentrierten Preisanstiegen beitra- gen. — Wohneigentum bleibt im langjährigen Vergleich weiter erschwinglich, da das niedrige Zinsniveau und höhere verfügbare Einkommen steigenden Hauspreisen entgegenwirken. — Allerdings variieren Hauspreise und Preissteigerungen stark nach Regionen, und entsprechend gestaltet sich auch die Erschwinglichkeit von Wohneigentum regional unterschiedlich. Erschwinglichkeit=Preis für eine Neubauwohnung in Relation zum ve r fügbaren Haushaltseinkommen pro Kopf, d.h. je ni edriger der Wert, d e sto erschwinglicher die Wohnung. — Bevölkerungsveränderungen sind eine wichtige Determi- nante für die Entwicklung von Immobilienpreisen auf loka- ler Ebene. Zuzüge bedeuten eine gesteigerte Nachfrage nach Wohnraum und Preissteigerungen bei kurzfristig und lokal begrenztem Angebot, während sinkende Ein- wohnerzahlen sich tendenziell auch in Preisrückgängen niederschlagen. — Vor allem längerfristig betrachtet ist dieser strukturelle Zusammenhang deutlich erkennbar. Bei grundsätzlicher Urbanisierungstendenz spiegelt sich hier auch die Heterogenität des deutschen Immobilienmarktes wider: Besonders beliebten Zentren steht gleichzeitig eine An- zahl weniger gesuchter Lagen gegenüber. Zudem zeigt sich, dass insbesondere die großen deutschen Städte zunehmend im Trend liegen. Weitere Informationen zum deutschen Wohnimmobilienmarkt s. auch www.dbresearch.de/immobilien . 0 20 40 60 80 100 120 00 02 04 06 08 10 12 14 Baubedarf Fertigstellungen Baugenehmigungen Baugenehmigungen: im Trend aufwärts 4 Wohnungen insgesamt, Anzahl in Tausend je Quartal Quellen: BBSR, destatis, ifo, DB Research 0 1 2 3 4 5 6 7 8 0 20 40 60 80 100 120 140 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 Hypothekenzinsen Hauspreise Verfügbare Einkommen Erschwinglichkeitsindex Quellen: OECD, Bundesbank, DB Research Erschwinglichkeit von Wohneigentum weiter hoch 5 Hauspreise, Einkommen, Erschwinglichkeit, Index 2000=100 (links), Zinsen in % (rechts) R² = 0,5 - 60 - 40 - 20 0 20 40 60 - 30 - 20 - 10 0 10 20 B - , C - und D - Städte A - Städte Einwohnerentwicklung ist zentral für Immobilienpreise 6 Quelle: Bulwien - Gesa, DB Research "A - Städte" beinhaltet Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt (M.), Köln, München und Stuttgart. X - Achse: Änderung der Einwohnerzahlen (2000 - 2012) in %. Y - Achse: Preisentwicklung bei Eigentumswohnungen (2000 - 2012, Wiederverkauf). Datenpunkte: 126 deutsche Städte.
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