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25. März 2013
Wir erwarten für das laufende Jahr lediglich ein Wirtschaftswachstums von 0,3% (2012: +0,7 %). Nach verhaltenem Start deuten Frühindikatoren allerdings auf leichte Belebung im Jahresverlauf hin. Insgesamt haben die Baugenehmigungen für Wohnungen in 2012 ein solides Wachstum gezeigt, vor allem getrieben von starken Quartalen im Sommer. Auch für 2013 erwarten wir Zuwächse. Eine anziehende Bautätigkeit kann mittelfristig zur Entspannung bei regional konzentrierten Preisanstiegen beitragen. [mehr]
Marktausblick Baufinanzierung DB Research Management Autor Intranet Ralf Hoffmann | Bernhard Speyer Patricia Wruuck | patricia.wruuck@db.com | Tel.: +49 69 910-31832 http://dbresearch.db.com Durchschnitt 2012 Prognose 2013 Zinsen deutscher Banken – Wohnbaudarlehen mit 5-10-jähriger Zins- bindung 3,1 % Inflation 2,0 % Wirtschaftswachstum 0,7 % Arbeitslosenquote 6, 8 % — In Q4 2012 verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen Wachstumsrückgang um 0,6% (gg. Vorquartal). Wäh- rend das Wachstum im vergangenen Jahr insgesamt bei 0,7% lag, erwarten wir für 2013 lediglich einen Anstieg um 0,3%. Nach verhaltenem Start deuten Frühindikato- ren auf leichte Belebung im Jahresverlauf hin. — 2012 war gekennzeichnet durch heterogene Entwicklun- gen im Bausektor. Während der Wohnungsbau weiter Belebungen verzeichnete (+0,9%), zeigte sich der Nicht- wohnbau schwach (-4,6%). Für das laufende Jahr sehen wir eine Belebung der Investitionstätigkeit und erwarten einen Anstieg von 1,9% (gg. Vj.) insgesamt; Divergenzen zwischen Wohn- und Nichtwohnungsbau dürften andau- ern. — Zu Beginn des Jahres hatte der Preisauftrieb in Deutsch- land nachgelassen. Für 2013 erwarten wir eine Inflations- rate von durchschnittlich 1,6%. — Der niedrige Wert begründet sich durch verhaltene Kon- junkturaussichten für Deutschland und das negative Wachstum in der Eurozone insgesamt. — Die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen liegen im langjährigen Vergleich weiter niedrig, zogen aber zum Jahreswechsel leicht an und lagen im ersten Quartal im Schnitt bei etwa 1,5%. — Vorbehaltlich einer deutlichen Verschlechterung der kon- junkturellen Lage in der Eurozone sehen wir derzeit keine weitere Zinssenkung durch die EZB. Entsprechend er- warten wir, dass auch die derzeit nach wie vor niedrigen Bauzinsen (Durchschnitt Q4: 2,8%) im Jahresverlauf ten- denziell anziehen werden. -25 -20 -15 -10 -5 0 5 10 15 20 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 BIP Bauinvestitionen Exporte In % gg. Vorjahr Quelle: DB Research BIP: verhaltener Jahresstart 1 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 2010 2011 2012 2013 Inflationsausblick niedrig 2 Quellen: Statistisches Bundesamt, DB Research Verbraucherpreisindex in % gg. Vorjahr 0 1 2 3 4 5 6 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 Refi 10J Bundesanleihen Effektivzins Quellen: Bundesbank, EZB, DB Research Baufinanzierung weiterhin günstig 3 In % Marktausblick Baufinanzierung Immobilienmarkt Deutschland Q2/2013 25. März 2013 Marktausblick Baufinanzierung © Copyright 2013. Deutsche Bank AG, DB Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenan- gabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. Die vorstehenden Angaben stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG oder ihrer assoziierten Unternehmen entspricht. Alle Meinungen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die vorstehenden Angaben werden nur zu Informations- zwecken und ohne vertragliche oder sonstige Verpflichtung zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessenheit der vorste- henden Angaben oder Einschätzungen wird keine Gewähr übernommen. In Deutschland wird dieser Bericht von Deutsche Bank AG Frankfurt genehmigt und/oder verbreitet, die über eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Fi- nanzdienstleistungsaufsicht verfügt. Im Vereinigten Königreich wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG London, Mitglied der London Stock Ex- change, genehmigt und/oder verbreitet, die in Bezug auf Anlagegeschäfte im Vereinigten Königreich der Aufsicht der Financial Services Authority unter- liegt. In Hongkong wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Hong Kong Branch, in Korea durch Deutsche Securities Korea Co. und in Singapur durch Deutsche Bank AG, Singapore Branch, verbreitet. In Japan wird dieser Bericht durch Deutsche Securities Limited, Tokyo Branch, genehmigt und/oder verbreitet. In Australien sollten Privatkunden eine Kopie der betreffenden Produktinformation (Product Disclosure Statement oder PDS) zu jeglichem in diesem Bericht erwähnten Finanzinstrument beziehen und dieses PDS berücksichtigen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. — Insgesamt haben die Baugenehmigungen für Wohnungen in 2012 ein solides Wachstum gezeigt und lagen knapp 5% über dem Vorjahreswert. Getrieben wurde das Wachs- tum vor allem von starken Quartalen im Sommer, zuletzt waren nur geringe Zuwächse zu verzeichnen (Q4: +1,1% gg. Vj.). — Auch für 2013 erwarten wir solide Zuwächse. Die anzie- hende Bautätigkeit kann mittelfristig zur Entspannung bei regional konzentrierten Preisanstiegen beitragen. — Wohneigentum ist im langjährigen Vergleich weiter er- schwinglich, da steigende Hauspreise durch das niedrige Zinsniveau nur gering zu Buche schlagen. — Allerdings variieren Hauspreise und Preissteigerungen stark nach Regionen, und entsprechend gestaltet sich auch die Erschwinglichkeit von Wohneigentum regional unterschiedlich. Erschwinglichkeit=Preis für eine Neubauwohnung in Relation zum ve r- fügbaren Haushaltseinkommen pro Kopf, d.h. je niedriger der Wert, desto erschwinglicher die Wohnung. — Die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf stieg in den vergangenen Jahren – ein Trend, der sich voraussichtlich fortsetzt. Hierbei spielen etwa gestiegene Wohneigen- tumsquoten (Eigentümer haben im Schnitt mehr Raum), Ansprüche an Wohnraum und insbesondere eine schrumpfende Haushaltsgröße, auch bedingt durch de- mografischen Wandel, eine Rolle. — Wachsende Wohnflächen pro Kopf bedeuten auch Her- ausforderungen für Bauherren, Käufer und Mieter im Hin- blick auf die künftige Gestaltung von bedarfsgerechtem Wohnraum und den Umgang mit Energiekosten. 0 20 40 60 80 100 120 00 02 04 06 08 10 12 14 Baubedarf Fertigstellungen Baugenehmigungen Baugenehmigungen verzeichnen Zuwachs 4 Wohnungen insgesamt, Anzahl in Tausend je Quartal Quellen: BBSR, destatis, ifo, DB Research 0 1 2 3 4 5 6 7 8 0 20 40 60 80 100 120 140 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 Hypothekenzinsen Hauspreise Verfügbare Einkommen Erschwinglichkeitsindex Quellen: OECD, Bundesbank, DB Research Erschwinglichkeit von Wohneigentum bleibt hoch 5 Hauspreise, Einkommen, Erschwinglichkeit, Index 2000=100 (links), Zinsen in % (rechts) 43 45 48 52 47 49 51 53 30 35 40 45 50 55 2010 2015 2020 2025 Ost+Berlin West Wachsende Wohnflächen pro Kopf 6 Y - Achse: Wohnfläche pro Kopf in qm Quelle: LBS/empirica
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