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19. Dezember 2013
Im zweiten Halbjahr ist die deutsche Wirtschaft in etwa mit ihrer Trendrate (0,3% gg. Vq.) gewachsen. Während das Gesamtwachstum in diesem Jahr bei 0,5% liegen dürfte, erwarten wir für 2014 einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,5%. In 2014 dürften die Wachstumsimpulse überwiegend von der Binnennachfrage kommen. Die Bauinvestitionen dürften – erstmals seit 2011 – wieder Zuwächse verzeichnen, wir erwarten eine Zunahme von rd. 3%. [mehr]
Marktausblick Baufinanzierung DB Research Management Autor Internet Ralf Hoffmann Patricia Wruuck | patricia.wruuck@db.com | Tel.: +49 69 910-31832 www.dbresearch.de 2013 Ausblick 2014 Zinsen deutscher Banken – Wohnbaudarlehen mit 5-10-jähriger Zins- bindung (Durchschnitt Q1-Q3) 2, 7 % Inflation (Prognose Gesamtjahr) 1, 5 % Wirtschaftswachstum ( Prognose Gesamtjahr ) 0,5 % Arbeitslosenquote (saisonbereinigt , Prognose Gesamtjahr ) 6, 9 % Quelle: DB Research — Im zweiten Halbjahr ist die deutsche Wirtschaft in etwa mit ihrer Trendrate (0,3% gg. Vq.) gewachsen. Während das Gesamtwachstum in diesem Jahr bei 0,5% liegen dürfte, erwarten wir für 2014 einen Anstieg der Wirt- schaftsleistung von 1,5%. — In 2014 dürften die Wachstumsimpulse überwiegend von der Binnennachfrage kommen. Die Bauinvestitionen dürf- ten – erstmals seit 2011 – wieder Zuwächse verzeichnen, wir erwarten eine Zunahme von rd. 3%. Aber auch der Nettoexport dürfte wieder zum Wachstum beitragen. — Im vierten Quartal hatten sich die Preissteigerungen wei- ter verlangsamt (1,25%). Im Jahresdurchschnitt sehen wir die Inflation bei 1,5%. — Für das kommende Jahr erwarten wir, dass die Entwick- lung der Verbraucherpreise auf vergleichbarem Niveau verbleiben wird und im Jahresdurchschnitt erneut bei 1,5% liegen dürfte. — Gegenüber dem Tiefststand im Juni (2,6%) sind die Bau- zinsen für Darlehen mit 5-10-jähriger Zinsbindung im drit- ten Quartal leicht angestiegen, bleiben aber mit durch- schnittlich 2,7% auf sehr niedrigem Niveau. — Im zweiten Halbjahr lagen die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen bei rd. 1,8% und sind damit gegenüber der ersten Jahreshälfte leicht angestiegen (Durchschnitt H1: 1,5%). — Während die Renditen für Bundesanleihen weiter anzie- hen dürften, wirken die überraschende Leitzinssenkung auf 0,25% im November und Erwartungen weiterer Lo- ckerungsschritte der EZB dem Anstieg der Bauzinsen entgegen. Im historischen Vergleich dürfte Baugeld damit auch zu Beginn 2014 noch günstig bleiben. -20 -15 -10 -5 0 5 10 15 20 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 BIP Bauinvestitionen Exporte in % gg. Vorjahr, saisonbereinigt Quelle: Deutsche Bank Research BIP: Wachstum zieht 2014 an 1 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 2010 2011 2012 2013 2014 Inflationsausblick weiterhin niedrig 2 Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bank Research Verbraucherpreisindex in % gg. Vorjahr 0 1 2 3 4 5 6 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Refi 10J Bundesanleihen Effektivzins Quellen: Bundesbank, EZB, Deutsche Bank Research Baufinanzierung weiter günstig 3 in % Marktausblick Baufinanzierung Immobilienmarkt Deutschland Q 1 /201 4 1 9 . Dezember 2013 Marktausblick Baufinanzierung © Copyright 2013. Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenangabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. Die vorstehenden Angaben stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG oder ihrer assoziierten Unternehmen entspricht. Alle Meinungen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die vorstehenden Angaben werden nur zu Informations- zwecken und ohne vertragliche oder sonstige Verpflichtung zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessenheit der vorste- henden Angaben oder Einschätzungen wird keine Gewähr übernommen. In Deutschland wird dieser Bericht von Deutsche Bank AG Frankfurt genehmigt und/oder verbreitet, die über eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Fi- nanzdienstleistungsaufsicht verfügt. Im Vereinigten Königreich wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG London, Mitglied der London Stock Ex- change, genehmigt und/oder verbreitet, die in Bezug auf Anlagegeschäfte im Vereinigten Königreich der Aufsicht der Financial Services Authority unter- liegt. In Hongkong wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Hong Kong Branch, in Korea durch Deutsche Securities Korea Co. und in Singapur durch Deutsche Bank AG, Singapore Branch, verbreitet. In Japan wird dieser Bericht durch Deutsche Securities Limited, Tokyo Branch, genehmigt und/oder verbreitet. In Australien sollten Privatkunden eine Kopie der betreffenden Produktinformation (Product Disclosure Statement oder PDS) zu jeglichem in diesem Bericht erwähnten Finanzinstrument beziehen und dieses PDS berücksichtigen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. — Im dritten Quartal verzeichneten die Baugenehmigungen einen deutlichen Anstieg (+20% gg. Vj.), womit sich die rege Bautätigkeit im Jahresverlauf weiter verfestigt. So lag die Anzahl der Baugenehmigungen in den ersten drei Quartalen diesen Jahres rd. 13% über Vorjahresniveau mit besonders ausgeprägten Zuwächsen bei Mehr- familienhäusern. Eine (wieder) verstärkte Bautätigkeit kann mittelfristig zur Entspannung bei regional konzen- trierten Knappheiten beitragen. — Die vermehrte Bautätigkeit sowie Nachfrage nach Wohn- eigentum wird begünstigt durch positive Entwicklungen bei Einkommen und Beschäftigung sowie die Wanderung in Wachstumsregionen. — Das niedrige Zinsniveau und höhere verfügbare Einkom- men wirken dem Effekt steigender Hauspreise weiterhin entgegen. Im langjährigen Vergleich bleibt die Erschwing- lichkeit von Wohneigentum aber nach wie vor gegeben. — Abhängig von Region, Lage und Objekt bestehen teils starke Differenzen bei Hauspreisen und deren Dynamik. Entsprechend gestaltet sich auch die Erschwinglichkeit von Wohneigentum regional unterschiedlich. Erschwinglichkeit=Preis für eine Neubauwohnung in Relation zum ve r- fügbaren Haushaltseinkommen pro Kopf, d.h. je niedriger der Wert, de s- to erschwinglicher die Wohnung. — In Deutschland ist aktuell etwa jeder fünfte Einwohner über 65 Jahre. Bis 2030 könnte der Anteil Älterer an der Gesamtbevölkerung auf etwa 29% ansteigen, bei beson- ders starken Zuwächsen der über 80-Jährigen. Mit zu- nehmendem Alter ändern sich vielfach auch die Ansprü- che an Immobilien, wobei vor allem Barrierefreiheit, d.h. einfache Zu- und Übergänge sowie die Gestaltung des Sanitärbereichs, in den Fokus rückt. — Gegenwärtig gestaltet sich das Angebot seniorengerech- ter Wohnungen regional unterschiedlich. Zunehmende Alterung ist kein regional beschränktes Phänomen und von einem tendenziell steigenden Bedarf an barriere- freien Immobilien in den kommenden Jahren ist auszu- gehen. 0 20 40 60 80 100 120 00 02 04 06 08 10 12 14 Baubedarf Fertigstellungen Baugenehmigungen Baugenehmigungen: Deutlicher Anstieg im dritten Quartal 4 Wohnungen insgesamt, Anzahl in Tausend je Quartal Quellen: BBSR, destatis, ifo, Deutsche Bank Research 0 1 2 3 4 5 6 7 8 0 20 40 60 80 100 120 140 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 Hypothekenzinsen Hauspreise Verfügbare Einkommen Erschwinglichkeitsindex Quellen: OECD, Bundesbank, Deutsche Bank Research Wohneigentum im langjährigen Vergleich weiter erschwinglich 5 Hauspreise, Einkommen, Erschwinglichkeit, Index 2000=100 (links), Zinsen in % (rechts) 0 2 4 6 8 10 12 14 16 TH ST HB MP HH NW SL SN BB NI HE SH BY BW RP BE Werte entsprechen den nach Umfang des Gesamtangebots gewichteten Durchschnitten der drei Portale (Stand der Angaben: 03.12.2013). Quellen: Immobilienscout, Immowelt, Immonet, Deutsche Bank Research Angebotsunterschiede bei barrierefreien Wohnungen 6 Anteil barrierefreier/seniorengerechter Wohnungen an Online - Angeboten für ETW auf drei großen Online - Immobilienbörsen (Angaben in %)
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