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Jan Schildbach

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25. Januar 2023
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Wir haben für die Eurozone eine Prognoserevision vorgenommen. Wir erwarten nun für 2023 ein BIP-Wachstum von +0,5% (zuvor: -0,6%). Auch die Inflationsrate haben wir von 7,1% auf 5,8% angepasst (2024: von 2,2% auf 1,8%). Bezüglich der Geldpolitik bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass die Zielrate für den Einlagenzins bei 3,25% liegen wird, betonen aber die Aufwärtsrisiken. In den USA hatte die Häufung negativer Konjunkturnachrichten in der letzten Woche für Turbulenzen an den Aktien- und Anleihemärkten gesorgt. Es wird darüber diskutiert, wie stark die Fed in den kommenden Monaten noch auf die geldpolitische Bremse treten muss. Wir erwarten für die Fed-Sitzungen im Februar, März und Mai jeweils eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte, sodass die Zielrate bei 5,1% liegen wird. Die gestrigen PMI-Daten lieferten für Deutschland ein gemischtes Bild. Insgesamt hat sich die Stimmung aufgehellt. Der Gesamtindex liegt im Januar nur noch leicht unter der Expansionsschwelle. Für positive Impulse sorgte die Dienstleistungskomponente. Der PMI für das Verarbeitende Gewerbe (47 Punkte; -0,1 gg. Vm.) signalisiert hingegen weiterhin eine Kontraktion. [mehr]
21. Dezember 2022
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Der massive Anstieg der wirtschaftlichen Unsicherheit und die Energiepreisexplosion dürften im Winterhalbjahr zu einer Rezession führen, die aber dank umfangreicher Fiskalpakete nicht so stark ausfallen dürfte, wie zunächst befürchtet. Erneute kräftige Kaufkraftverluste werden zu einem Rückgang des privaten Verbrauchs im Jahr 2023 führen. Investitionen werden schrumpfen – die Bauinvestitionen deutlich. Der Export leidet unter der schwachen Weltkonjunktur, den Anpassungserfordernissen in der Industrie sowie der Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit. Diese Faktoren werden auch die Erholung in der zweiten Jahreshälfte und im Jahr 2024 begrenzen. [mehr]
20. Dezember 2022
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3
For more than a decade, European banks have sought to catch up and narrow the gap to their US peers. For many years, they were not particularly successful, due to a number of reasons: economic growth in the US outpaced that in Europe, interest rates were consistently higher (and never negative) on the other side of the Atlantic, and restructuring and capital raising needs were greater in Europe which constrained the banks’ ability to expand their business. In the past few years, however, European banks’ performance has indeed improved and they have not just made substantial progress, but also seem well positioned to finally reduce the distance to their US competitors. [mehr]
17. November 2022
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4
The European banking sector is currently enjoying a sweet spot. Recent interest rate increases by central banks in most advanced economies combined with strong credit growth are having a pronounced positive impact on revenues, while loan loss provisions remain fairly low so far, although they have started to climb. Bottom line, growth in administrative expenses, individual banks’ tax and litigation payments as well as Russia-related losses have reduced net income, but the industry is still on track for a decent full-year result. More importantly, fundamentally higher-for-longer interest rates may support banks’ business prospects also in the medium term. [mehr]
10. Oktober 2022
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Für den Finanzsektor gewinnt Sustainable Finance zunehmend an Bedeutung. Es steht für ein nachhaltiges Finanzsystem, das die Aspekte Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG-Aspekte) berücksichtigt. Die weltweiten Vermögenswerte mit einem ESG-Label wuchsen bis Ende 2020 auf ein Volumen von USD 35 Bill. und könnten bis Ende 2022 auf USD 41 Bill. ansteigen. Allerdings fehlt es immer noch an einer einheitlichen ESG-Definition und an Daten, was das weitere Wachstum bremst. Die Regulierung versucht, mit der Marktdynamik Schritt zu halten, und zielt darauf ab, den Kapitalfluss in nachhaltige Aktivitäten zu erleichtern. Dies umfasst die Ausarbeitung von Taxonomien, Offenlegungsvorgaben und produktbezogene Regulierung. Kurzfristig sorgen ein schwieriges makroökonomisches Umfeld und die Vielzahl der neuen regulatorischen Anforderungen für Gegenwind für Sustainable Finance, aber die fundamentalen Wachstumstreiber sind nach wie vor intakt. [mehr]
13. September 2022
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Steigende Kosten und hohe Unsicherheit haben im zweiten Quartal zu einem rekordhohen Anstieg des Kreditvolumens mit Unternehmen und Selbstständigen geführt (EUR +35,4 Mrd.; +7,6% ggü. Vj.). Treiber waren kurzfristige Kredite an die Industrie. Alle Bankengruppen profitierten. Beispiellos auch das Plus der Kreditzinsen von 0,7-0,8 %-Punkten. Das Einlagenwachstum blieb klar zurück. Zum Ende der EZB-Käufe schnitten Anleiheemissionen (anders als Aktien-) nochmals gut ab. Die deutsche Konjunktur hat sich im zweiten Quartal spürbar verlangsamt (BIP +0,1% ggü. Vq.). Zwar kamen v.a. vom privaten und staatlichen Konsum positive Wachstumsbeiträge, diese wurden jedoch von Bau und Außenhandel großteils aufgezehrt. Ab H2 ist eine Rezession wahrscheinlich, da die Privathaushalte unter dem inflationsbedingt starken Kaufkraftverlust leiden und die Nettoexporte negativ bleiben dürften. Wir haben unsere BIP-Prognose für 2023 deutlich nach unten angepasst. [mehr]
26. August 2022
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In an unusual constellation, the banking industry is at the same time suffering and benefiting from the current difficult macroeconomic situation. Inflation is driving up expenses, but also triggering a monetary policy normalisation which has fuelled a jump in net interest income. Meanwhile, recession fears require higher loan loss provisions. The net effect has been manageable so far, but is hard to foresee in the second half of the year. The largest capital distributions to shareholders since the financial crisis have pushed the CET1 and leverage ratios lower, though they remain at robust levels. Balance sheet growth has accelerated due to buoyant corporate and mortgage lending, but this may not last given the looming economic slowdown and further interest rate increases. [mehr]
26. Juli 2022
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8
Rising interest rates due to rampant inflation will have a mixed impact on the banking industry. They are a boon for net interest income but also cool down loan demand (currently still buoyant) and may lead to higher loan losses. This will probably be reinforced by a mild recession in Europe caused by macroeconomic and geopolitical headwinds. As a result, net income may decline yet banks should remain solidly profitable. From a comfortable starting position, capital ratios could come under pressure if risk-weighted assets continue to rise which would dampen prospects for further significant shareholder returns through dividends and share buybacks. Liquidity levels have stayed strong so far. [mehr]
15. Juni 2022
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Steigende Kosten und hohe Unsicherheit haben den Liquiditätsbedarf der Unternehmen und Selbstständigen in Q1 kriegsbedingt in die Höhe getrieben. Das Rekordplus der Kredite von 2,2% zu Beginn der Corona-Pandemie wurde eingestellt (ggü. Vj.: +4,9%). Es profitierten v.a. kurzfristige Kredite; das Wachstum der Bankengruppen konvergierte. Die Kreditzinsen legten um 0,25-0,5% zu, so kräftig wie zuletzt 2011. Anleiheemissionen liefen (noch) rund, im Gegensatz zum Aktiengeschäft. Die deutsche Volkswirtschaft ist im ersten Quartal mit einer leichten BIP-Zunahme von 0,2% ggü. Vq. knapp an einer technischen Rezession vorbeigeschrammt, den Unternehmensinvestitionen (inkl. Bau) und Lageraufbau sei Dank. Der private Konsum blieb dagegen schwach, der Außenbeitrag zum Wachstum war stark negativ. Die galoppierende Inflation trübt den Ausblick deutlich: direkt über die geringere Kaufkraft, indirekt über die Zinswende der EZB und höhere Finanzierungskosten. [mehr]
29. April 2022
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Like the real economy, the European banking sector is facing headwinds due to Russia’s war in Ukraine. Nevertheless, balance sheets and profitability are strong; indeed, 2021 was banks’ most successful year since the financial crisis and capital ratios are at record highs. And while loan loss provisions may now rise from unusually low levels, net interest income should also benefit considerably from higher interest rates as central banks combat surging inflation. However, both geopolitical and macroeconomic policy uncertainty remain remarkably high. [mehr]
28. März 2022
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Aufgrund des Krieges in der Ukraine dürften die Unternehmen ihre kurzfristige Liquidität weiter erhöhen, v.a. die Industrie (mehr als die Dienstleister). 2021 stiegen die Kredite an Unternehmen und Selbstständige dank eines kräftigen Schlussspurts um 4,6% ggü. Vj. Kreditgenossenschaften und Großbanken profitierten, Auslandsbanken verloren Marktanteile. Aktienemissionen stellten einen neuen Rekord auf, das Anleihegeschäft normalisierte sich. Die Zinsen dürften 2022 steigen. Der Krieg belastet den wirtschaftlichen Ausblick und drängt die Verbesserung der Pandemielage vorerst in den Hintergrund. 2022 ist ein BIP-Wachstum von 2,7% zu erwarten, in einem pessimistischen Szenario wären es allerdings nur 1-1½%. Im Winterhalbjahr dämpften Corona-Einschränkungen, Lieferengpässe und hohe Energiepreise. In Q4 schrumpfte das BIP um 0,3% ggü. Vq. und dürfte auch in Q1 leicht zurückgehen. [mehr]
9. März 2022
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Ukraine-Krieg bremst Konjunkturerholung, beendet sie aber nicht. In einem moderaten Energiepreisszenario (neue Basisprognose) erwarten wir ein Wachstum des deutschen BIP in 2022 zwischen 2 ½% und 3% (vorher 4%). Höhere Staatsausgaben dürften die Wachstumsverluste etwas begrenzen. In einem schwerwiegenderen Szenario könnte die Inflation auf 6 ½% bis 7% steigen, da die Öl- und Gaslieferungen zumindest vorübergehend gestoppt werden. Das jährliche BIP-Wachstum dürfte auf magere 1% bis 1 ½% sinken. [mehr]
32.9.0