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21. Oktober 2020
Deutsche Staatsverschuldung dürfte laut BMF 2020 doch nicht so stark steigen wie zunächst befürchtet. * Gastgewerbe findet nur mühsam aus der Krise. Umsatz lag im August zwar um 5% über dem Niveau des Vormonats, jedoch um 22% unter dem entsprechenden Vorjahreswert. * Verarbeitendes Gewerbe in Deutschland verzeichnet Anstieg des Auftragsbestandes um 1% gg. Vormonat. Zugleich sinkt die Zahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe im August um gut 3% gg. Vorjahr. * Tarifstreit im öffentlichen Dienst (u.a. Krankenhaus- und Pflegepersonal) geht in die nächste Runde. Positionen bislang weit auseinander. * Weiterer Anstieg der Neuinfektionen (nicht nur) in Deutschland sowie lokal strengere Corona-Regelungen bzw. Rücknahme von Lockerungen. Offizielle Fallsterblichkeit sinkt jedoch weiter. [mehr]
19. Oktober 2020
Aktuell entwickelt sich aufgrund steigender Fallzahlen die Pandemie zum Hauptthema an den Finanzmärkten. Die Corona-Krise dürfte sich erneut relativ stark auf die globale Konjunktur auswirken, wobei das Verarbeitende Gewerbe mit den steigenden Infektionszahlen deutlich weniger beeinträchtigt ist als der Dienstleistungssektor. Bei weiter steigenden Zahlen könnte die Infektionslage sogar die US-Präsidentschaftswahl in puncto medialer Aufmerksamkeit in den Schatten stellen. Dieser startet nun in seine heiße Phase und viele Informationen deuten darauf hin, dass die Demokraten nicht nur die US-Präsidentschaftswahl, sondern auch das Repräsentantenhaus und sogar die Senatswahl gewinnen könnten. In Europa ist die Politik neben der Pandemie auf die Brexit-Verhandlungen fokussiert. Die Zeit drängt, da letzte Woche wieder einmal eine Deadline ablief. [mehr]
14. Oktober 2020
Deutlich höhere Dynamik bei Neuinfektionen in Deutschland. Todesfälle sowie Zahl der Patienten in intensivmedizinischer Betreuung steigen ebenfalls, sie liegen jedoch deutlich unter der Spitze vom Frühjahr. * ZEW-Konjunkturerwartungen geben deutlich nach, liegen aber noch im expansiven Bereich. * Simulationen der Bundesbank lassen erwarten, dass die Zahl der Insolvenzanträge von Unternehmen bis Q1 2021 auf über 6.000 pro Quartal steigen könnte. * Weniger Zuwanderung nach Deutschland wegen der Corona-Krise. Bevölkerungszahl in Deutschland sinkt im 1. Halbjahr 2020 um 40.000 gg. H2 2019. * Heute nächste Beratungen der Bund-Länder-Konferenz zu Corona-Maßnahmen. Diskussionspunkte: Beherbergungsverbot, Ausweitung der Maskenpflicht, Anhebung der Bußgelder, Begrenzung der Gästezahl für private Feiern. [mehr]
12. Oktober 2020
Die dominierenden Themen dieser Woche dürften die steigenden Corona-Infektionszahlen insbesondere in Europa sein, die Brexit-Verhandlungen am 15. Oktober und die Nachrichten rund um die US-Präsidentschaftswahl sowie der Streit um das erwartete Konjunkturpaket. Zudem starten die Unternehmen in den USA die Ertragsmeldungen für das dritte Quartal. In China sind die Ferien der „Goldenen Woche“ zu Ende gegangen. Die entsprechenden Daten zum Verbraucherverhalten signalisieren eine weitere Normalisierung. [mehr]
6. Oktober 2020
Im Laufe des Sommers hat sich die Aussicht für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte aufgehellt. Daher haben wir unsere Prognosen nach oben korrigiert. Wir erwarten jetzt eine Kontraktion der Weltwirtschaft um 3,9% in diesem Jahr und eine Rückkehr zum Vor-Pandemie-Niveau in H2 2021. In den großen Industrieländern dürfte diese Entwicklung allerdings noch einige weitere Quartale in Anspruch nehmen. Wegen der COVID-19-Pandemie sind unsere Prognosen jedoch mit sehr viel höherer Unsicherheit behaftet als sonst. [mehr]
5. Oktober 2020
Laut Statistischem Bundesamt lagen die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland in Q2 2020 6,6% höher als in Q2 2019. Im Jahr 2019 wurden nur 293.002 neue Wohnungen fertiggestellt – ein Plus von nur 2% ggü. Vorjahr. Die Erschwinglichkeit sinkt im Jahr 2020 voraussichtlich etwas, wegen seitwärts laufender Hypothekenzinsen, schwacher Einkommensentwicklung, aber vermutlich weiter steigender Hauspreise. [mehr]
2. Oktober 2020
Die durch die Pandemie gerissenen Finanzlücken in diesem und nächsten Jahr – die sich alleine für den Bund in einer Rekordneuverschuldung von rund EUR 218 Mrd. bzw. EUR 96 Mrd. widerspiegeln –, bedeuten einen herben Rückschlag auf dem Weg zu langfristig tragbaren Staatsfinanzen. Zwar beteuerte Finanzminister Scholz in der Haushaltsdebatte diese Woche mit Blick auf die steigenden Staatsausgaben, dass ein Nicht-Handeln viel teurer wäre als ein Handeln. Für die neue Bundesregierung dürfte dies auch gelten, allerdings dann wohl mit Blick auf die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte. [mehr]
28. September 2020
Das Auswärtige Amt hat in den letzten Wochen immer mehr Reisewarnungen für EU-Staaten ausgesprochen, weil dort die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen gestiegen ist. Sollte es bei tendenziell steigenden bzw. hohen Infektionszahlen in der kalten Jahreszeit bleiben, dürften im Winterhalbjahr 2020/21 immer mehr Länder und Regionen in der EU mit einer Reisewarnung belegt werden. Der Tourismusbranche, konkret den Reiseveranstaltern und -büros in Deutschland sowie den Betrieben im Ausland, droht ohne begleitende Maßnahmen damit in den kommenden Wochen und Monaten eine Entwicklung, die einem Lockdown ähnelt. Ein schneller und unkomplizierter Zugang zu verlässlichen Corona-Tests wäre eine Möglichkeit, Reisen auch in Zeiten von Corona zu ermöglichen. Die Kosten für die Tests sollten die Reisenden selbst tragen. Letztlich ist eine Abwägung der Gesundheitsrisiken durch Corona mit den Beeinträchtigungen im Reiseverkehr sowie den negativen wirtschaftlichen Folgen notwendig. [mehr]
25. September 2020
Wir haben unsere BIP-Prognose für 2020 auf -5,5% angehoben und rechnen für 2021 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,5%. Ein wichtiger Faktor dabei: Der Aufschwung zeigte sich bereits im Verlauf des 2. Quartals – als das BIP um 9,7% schrumpfte – dynamischer als erwartet. Der Schwung konnte in den Juli mitgenommen werden. Auch wenn es im August wahrscheinlich zu einer kurzfristigen Abschwächung gekommen sein dürfte, erwarten wir nun im 3. Quartal einen Anstieg des BIP um 6,0% gegenüber dem Vorquartal. Zusammen mit einem Wachstum von 2,5% im 4. Quartal wird das zu einem jährlichen BIP-Rückgang von „nur“ 5,5% führen. Zum Vergleich: Anfang Mai, auf dem Höhepunkt der Pandemie in Europa, wurden – nicht nur von uns – noch -9% erwartet. Der höhere Übertrag aus 2020 lässt das BIP-Wachstum 2021 trotz einer im 1. Halbjahr wohl nachlassenden Dynamik auf 4,5% ansteigen. (Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe: deutscher Arbeitsmarkt, bilaterale Exporte, Fiskalausblick 2020-22, deutsche Industrie, Entscheidung über CDU-Vorsitz und Ausblick auf den Bundestagswahlkampf.) [mehr]
22. September 2020
Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige hat im zweiten Quartal einen Dämpfer erlebt (EUR +21 Mrd., +4,7% ggü. Vj.). Die Dynamik blieb in der Industrie hoch, ging aber bei den Dienstleistern zurück. Aus kurzen wurde in lange Laufzeiten umgeschichtet. Dank staatlicher Kreditgarantien schnitten Förderbanken und Auslandsbanken am besten ab, Landesbanken und Großbanken am schwächsten. Die Zinsmarge stieg stark, Anleiheemissionen brachen alle Rekorde. Die aktuelle Rezession in Deutschland ist vom Ausmaß mit der Finanzkrise vergleichbar, das BIP dürfte 2020 um 5,5% schrumpfen. Der Einbruch in Q2 infolge des Lockdowns war der heftigste in einem Nachkriegsquartal. Bis auf die Staatsausgaben stürzten alle wesentlichen Komponenten ab – privater Konsum, Investitionen der Unternehmen, der Bau und die Nettoexporte. In der zweiten Jahreshälfte zeichnet sich immerhin eine kräftige Erholung ab. [mehr]
7.6.3