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7. November 2018
Die deutschen Exporteure hatten in den letzten Jahren mit zahlreichen Störfeuern zu kämpfen. So waren die Ausfuhren nach Großbritannien, Russland und in die Türkei ungewöhnlich volatil und tendenziell rückläufig. Trotzdem legten Deutschlands Exporte insgesamt von 2012 bis 2017 mit durchschnittlich real mehr als 3% pro Jahr zu. Seit Beginn des Jahres 2018 hat der Handelskrieg zwischen den USA und China stetig an Schärfe gewonnen. Aus den Störfeuern könnte sich ein Flächenbrand entwickeln, wenn die USA weitere Importe aus China mit Importzöllen belegen und bestehende Zollsätze erhöhen sollten. Chinesische Vergeltungsmaßnahmen kämen dann wahrscheinlich hinzu. [mehr]
PROD0000000000481589 1   |    7. November 2018Aktuelle Grafik 7. November 2018 Getrübtes internationales Umfeld dämpft Exportaussichten Die deutschen Exporteure hatten in den letzten Jahren mit zahlreichen Störfeu­ ern zu kämpfen. So waren die Ausfuhren nach Großbritannien, Russland und die Türkei ungewöhnlich volatil und tendenziell rückläufig. Trotzdem legten Deutschlands Exporte insgesamt von 2012 bis 2017 mit durchschnittlich real mehr als 3% pro Jahr zu. Seit Beginn des Jahres 2018 hat der Handelskrieg zwischen den USA und China stetig an Schärfe gewonnen. Aus den Störfeuern könnte sich ein Flächenbrand entwickeln, wenn die USA weitere Importe aus China mit Importzöllen belegen und bestehende Zollsätze erhöhen sollten. Chi­ nesische Vergeltungsmaßnahmen kämen dann wahrscheinlich hinzu. Autor www.dbresearch.de Deutsche Bank Research Management Stefan Schneider Jochen Möbert +49(69)910-31727 jochen.moebert@db.com Die bis heute angekündigten und umgesetzten Maßnahmen haben die Stim­ mung nicht nur der deutschen Exportwirtschaft bereits kräftig gedämpft. Dies lässt sich am Absacken der Vorlaufindikatoren ablesen. So sind die standardi­ sierten ifo­Exporterwartungen des Verarbeitenden Gewerbes und die standardi­ sierten neuen Exportaufträge des globalen PMIs im Oktober 2018 in den negati­ ven Bereich gerutscht. Ebenso gab der standardisierte Wettbewerbsindikator der EU-Kommission in den letzten Monaten deutlich nach und liegt nur noch leicht im positiven Bereich. Diese stark mit dem Welthandel korrelierten Indika­ toren deuten darauf hin, dass das Wachstum des Welthandels deutlich nachge­ ben wird. Im August konnte noch ein Plus von fast 4% gegenüber Vorjahr ver­ zeichnet werden (aktuell verfügbarer Wert), wobei wohl auch Vorzieheffekte an­ gesichts der Zollerhöhungen eine Rolle gespielt haben dürften. Die insgesamt recht geringe Dynamik beim Welthandel seit Ausbrechen der Fi­ nanzkrise dürfte aufgrund der neuen, auch strukturell wirkenden handelspoliti­ schen Rahmenbedingungen vermutlich gedämpft bleiben. Die Wachstumsaus­ sichten für die deutschen Exporte bleiben entsprechend ebenso verhalten. So erwarten wir für das laufende Jahr lediglich ein Exportwachstum von real 2,5%, also fast eine Wachstumshalbierung nach 4,6% im Jahr 2017. Lesen Sie weiter im Ausblick Deutschland:  2019: Nur noch 1,3% BIP­Wachs­ tum. Neuwahlen werden wahrscheinlicher     Welthandel: Indikatoren deuten ge­ ringe Dynamik an Quellen: CPB, ifo, IHS Markit, EC, Deutsche Bank Research Deutsche Bank Research Getrübtes internationales Umfeld dämpft Exportaussichten 2   |    7. November 2018Aktuelle Grafik © Copyright 2018. Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vor­ behalten. Bei Zitaten wird um Quellenangabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. Die vorstehenden Angaben stellen keine Anlage­, Rechts­ oder Steuerberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die ak­ tuelle Einschätzung des Verfassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG oder ihrer as­ soziierten Unternehmen entspricht. Alle Meinungen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließ­ lich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die vorstehenden Angaben werden nur zu Informationszwecken und ohne vertragliche oder sonstige Verpflichtung zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessen­ heit der vorstehenden Angaben oder Einschätzungen wird keine Gewähr übernommen. In Deutschland wird dieser Bericht von Deutsche Bank AG Frankfurt genehmigt und/oder verbreitet, die über eine Erlaub­ nis zur Erbringung von Bankgeschäften und Finanzdienstleistungen verfügt und unter der Aufsicht der Europäischen Zen­ tralbank (EZB) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) steht. Im Vereinigten Königreich wird die­ ser Bericht durch Deutsche Bank AG, Filiale London, Mitglied der London Stock Exchange, genehmigt und/oder verbreitet, die von der UK Prudential Regulation Authority (PRA) zugelassen wurde und der eingeschränkten Aufsicht der Financial Conduct Authority (FCA) (unter der Nummer 150018) sowie der PRA unterliegt. In Hongkong wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Hong Kong Branch, in Korea durch Deutsche Securities Korea Co. und in Singapur durch Deutsche Bank AG, Singapore Branch, verbreitet. In Japan wird dieser Bericht durch Deutsche Securities Inc. genehmigt und/oder verbreitet. In Australien sollten Privatkunden eine Kopie der betreffenden Produktinformation (Product Disclosure State­ ment oder PDS) zu jeglichem in diesem Bericht erwähnten Finanzinstrument beziehen und dieses PDS berücksichtigen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen.
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