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5. Juli 2019
Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2018 nur 285.900 neue Wohnungen fertiggestellt - ein mageres Plus von nur 0,4% ggü. Vorjahr. Wohneigentum bleibt von der Zinsseite erschwinglich, doch auch im Jahr 2019 dürften höhere Hauspreise die Erschwinglichkeit reduzieren. [mehr]
Autoren Internet Marc Schattenberg | marc.schattenberg.@db.com | Tel.: +49 69 910-31875 www.dbresearch.de Jochen Möbert | jochen.moebert@db.com | Tel.: +49 69 910-31727 Deutschland-Monitor Baufinanzierung Q3/2019 5. Juli 2019 Aktuell Ausblick Ende 2019 Zinsen deutscher Banken Wohnbaudarlehen mit 5-10jähriger Zinsbindung (letzter Wert = Mai 2019) 1,46% DB-Prognose: Inflation im Jahr 2019 (Jahresdurchschnitt) 1,5% DB-Prognose: Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 (Jahresdurchschnitt) 0,7% Arbeitslosenquote (letzter Wert = Juni 2019) 5,0% Quelle: Deutsche Bank Research — Das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft lag im ersten Quartal bei 0,4% ggü. Vq. Positive Impulse kamen sowohl von der Binnenwirtschaft als auch vom Außenhandel. — Wir haben unsere BIP-Prognose für das Jahr 2019 auf 0,7% (0,5%) leicht angehoben. Die mit den ungelösten handels- und europapolitischen Auseinandersetzungen verbundenen Unsicherheiten belasten die Wirtschaft weiterhin. Deshalb rechnen wir mit einer Stagnation oder sogar einem Rückgang im zweiten Quartal und aufgrund des flachen Wachstumsprofils im weiteren Jahresverlauf mit 1,2% BIP-Wachstum im Jahr 2020. — Trotz der durchaus kräftigen Lohn- und Rentenanstiege kommt die Inflation nicht in Schwung. So bleibt die Inflationsrate im Jahr 2019 wohl deutlich unter 2%. Wir erwarten im Jahresdurchschnitt ein Plus von lediglich 1,5%. — Im Jahr 2019 dürften die Wohnimmobilienpreise abermals kräftiger steigen als die Konsumentenpreise. Nachdem lt. Hypoport die Wohnimmobilienpreise über das Winterhalbjahr 2018/19 nahezu stagnierten, legten sie im April und Mai mit 2% ggü. Vormonat wieder kräftig zu. DB-Prognose 2019: +7,4% im Jahresdurchschnitt. — Weiterhin sind die Kapitalmärkte geprägt von der hohen politischen Unsicherheit. Viele ungelöste Fragen liegen im 2. Halbjahr 2019 auf Wiedervorlage. — Angesichts dieser Lage erwägt die EZB weitere Lockerungsmaßnahmen. Zinssenkungen oder auch weitere Assetkäufe könnten beschlossen werden. — Im Zuge dieser Entwicklungen sind die 10jährigen Bundrenditen und Swapraten auf neue Tiefststände gefallen. Die 5-10jährigen Hypothekenzinsen tendieren nun bei 1,46% (Mai 2019). Wir erwarten eine Seitwärtsbewegung bis Ende 2019 (zuvor 1,9%). -2 0 2 4 2011201220132014201520162017201820192020 AußenbeitragBinnenwirtschaftReales BIP BIP-Wachstumstreiber % ggü. Vj., Prozentpunkte Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bank Research -1 0 1 2 3 08101214161820 KernNahrungEnergieGesamt Gesamt-und Kerninflation % ggü. Vj., Prozentpunkte Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bank Research -2 0 2 4 6 8 01030507091113151719 10J Bunds5-10J Baufizinsen 3M Euribor10J EUR Swap Hypothekenzinsen und Zinsumfeld % Quellen: EZB, Deutsche Bank Research Deutschland-Monitor Baufinanzierung Q3/2019 © Copyright 2019. Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenangabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. Die vorstehenden Angaben stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG oder ihrer assoziierten Unternehmen entspricht. Alle Meinungen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die vorstehenden Angaben werden nur zu Informations- zwecken und ohne vertragliche oder sonstige Verpflichtung zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessenheit der vorste- henden Angaben oder Einschätzungen wird keine Gewähr übernommen. In Deutschland wird dieser Bericht von Deutsche Bank AG Frankfurt genehmigt und/oder verbreitet, die über eine Erlaubnis zur Erbringung von Bank- geschäften und Finanzdienstleistungen verfügt und unter der Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bundesanstalt für Finanzdienst- leistungsaufsicht (BaFin) steht. Im Vereinigten Königreich wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Filiale London, Mitglied der London Stock Ex- change, genehmigt und/oder verbreitet, die von der UK Prudential Regulation Authority (PRA) zugelassen wurde und der eingeschränkten Aufsicht der Financial Conduct Authority (FCA) (unter der Nummer 150018) sowie der PRA unterliegt. In Hongkong wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Hong Kong Branch, in Korea durch Deutsche Securities Korea Co. und in Singapur durch Deutsche Bank AG, Singapore Branch, verbreitet. In Japan wird dieser Bericht durch Deutsche Securities Inc. genehmigt und/oder verbreitet. In Australien sollten Privatkunden eine Kopie der betreffenden Produktinformation (Product Disclosure Statement oder PDS) zu jeglichem in diesem Bericht erwähnten Finanzinstrument beziehen und dieses PDS berücksichtigen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. — Laut der im Mai vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Fertigstellungen, wurden im Jahr 2018 nur 285.900 neue Wohnungen fertiggestellt (DB und Berechnungen des ifo-Instituts: 300.000). Dies war ein mageres Plus von nur 0,4% ggü. Vorjahr. — Ursachen: Mangel an Bauland, komplexe Vorschriften, Fehlanreize für Politiker und Fachkräftemangel. Der Fachkräftemangel könnte noch weiter an Bedeutung gewinnen. — Im Vergleich mit den hohen Zinsen zu Beginn des Zyklus bleibt Wohneigentum von der Zinsseite erschwinglich. — Der Erschwinglichkeitsindex (2005=100) ist jedoch bereits 10 Indexpunkte von rund 40 in Q3 2016 auf rund 50 in Q1 2019 gestiegen. — Auch im Jahr 2019 dürften höhere Hauspreise die Erschwinglichkeit reduzieren. Der Index (rote Linie) dürfte also steigen. Hinweise: (1) Höherer Indexwert (rote Linie) impliziert Rückgang der Erschwinglichkeit. (2) Es bestehen hohe regionale Unterschiede in Wirtschaftskraft, Preisen und daher auch der Erschwinglichkeit. (3) Definition Erschwinglichkeit = Haus-/Wohnungspreise inkl. Finanzierungskosten relativ zum verfügb. Haushaltseink. pro Kopf. Kölner Wohnungsmarkt: Kein baldiges Zyklusende — Aufgrund der hohen Nachfrage nach Wohnraum und des auf absehbare Zeit knappen Angebots erwarten wir eine Fortsetzung des Kölner Zyklus. Preise und Mieten dürften noch über mehrere Jahre zulegen. Jedoch deuten einige Faktoren darauf hin, dass Mieten und Preise im Vergleich zu anderen Metropolen früher an Dynamik verlieren könnten. Dazu zählen eine etwas geringere Kaufkraft und das weniger dynamische Wirtschaftsumfeld. — Klicken Sie zum Weiterlesen auf unseren Link: Kölner Wohnungsmarkt 2019 von Deutsche Bank Research 0 100 200 300 400 500 600 700 9094980206101418 A-Städte B-Städte C-Städte D-StädteDE Nachfrage 350+ Baufertigstellungen Anzahl der Wohnungen in '000 Quellen: riwis, Statistisches Bundesamt, Deutsche Bank Research 0 50 100 150 200 050607080910111213141516171819 HauspreiseEinkommenErschwinglichkeit 2005=100 Quellen: Deutsche Bundesbank, Deutsche Bank Research Wohneigentum zinsseitig erschwinglich 0 100 200 300 BerlinKölnHamburgMünchenFrankfurt Produktionvon Internetvideos mit mind. 50.000 Abonnenten Quelle: IHK Berlin Köln wohlauch in Zukunft Medienstandort
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