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  4. Deutschland Monitor Unternehmensfinanzierung
18. Dezember 2020
Das Kreditvolumen mit Unternehmen und Selbstständigen hat im dritten Quartal stagniert, erstmals seit 2015 (nur noch +4,2% ggü. Vj.). Vor allem in Industriebranchen, die zuletzt starkes Wachstum verzeichnet hatten, gab es eine Gegenbewegung. Förderbanken und die Verbünde schnitten gut ab, anders als Auslandsbanken und Landesbanken. Die Unternehmen schichteten weiter von kurz- in langfristige Kredite um; die Einlagen stiegen stark. Bei Anleihe- & Aktienemissionen lief es sehr gut. Die deutsche Volkswirtschaft hat in Q3 einen Großteil des vorherigen Konjunktureinbruchs wettgemacht (BIP +8,5% ggü. Vq.). Dabei erholten sich sowohl der private Konsum als auch die Investitionen der Unternehmen und der Außenhandel. Angesichts des neuerlichen Lockdowns dürfte das Wirtschaftswachstum im Winterhalbjahr nochmals leicht negativ sein, bevor es mit breit angelegten Impfungen ab dem Frühjahr stark anziehen sollte (Prognose 2021: +4,5%; 2020: -5,4%). [mehr]
Microsoft Word - MUNF_20Q3_SA.docx Deutschland-Monitor Unternehmensfinanzierung    Unternehmensfinanzierung Stagnation im Kreditgeschäft, erstmals seit 2015. Deutlicher Rückgang in der In dustrie. Im dritten Quartal ist das Kreditvolumen mit Unternehmen und Selbst ständigen in Deutschland zum ersten Mal seit fünf Jahren nicht mehr gestiegen. Das Plus gegenüber Vorjahr reduzierte sich damit auf 4,2%. Eine Gegenbewe gung verzeichneten vor allem Industriebranchen wie Maschinenbau/Auto, in de nen es zuvor einen sehr starken Anstieg gegeben hatte. Auch im Dienstleis tungssektor und dem von der Pandemie schwer gebeutelten Handel zeigten sich deutliche Bremsspuren. Die Unternehmen schichteten weiterhin von kurz fristigen in längerfristige Kredite um. Die Förderbanken sowie die Verbünde ge wannen Marktanteile, während private Banken (einschließlich Auslandsbanken) und die Landesbanken zurückfielen. Die Kreditstandards, Margen und Kreditzin sen änderten sich kaum, die Kreditnachfrage blieb hoch. Das Einlagenvolumen kletterte erneut kräftig, trotz der Belastung durch noch negativere Zinsen. Anleihe- und Aktienemissionen stark, Commercial Paper und Leasing schwach. Nach dem außergewöhnlichen Vorquartal mit Emissionen auf Rekordniveau lief es im Anleihegeschäft auch zwischen Juni und September hervorragend, nicht zuletzt dank der Käufe der EZB. Das bessere Kapitalmarktumfeld nutzten Unter nehmen auch für eine Reihe von größeren Kapitalerhöhungen. Bei Commercial Paper dagegen schrumpfte der Markt und die Krise im Leasing verschärfte sich. Konjunktur Die deutsche Wirtschaft überraschte in Q3 mit einer überaus kräftigen Erholung. Im dritten Quartal verzeichnete das deutsche BIP mit einem Wachstum von 8,5% ggü. Vq. eine nahezu V-förmige Erholung. Damit lag die Wirtschaftsleis tung nur noch 4,2% unter dem Stand von Q4 2019, vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Der massive Anstieg der Neuinfektionszahlen führte in Q4 zu einem erneuten Lockdown. Damit dürfte das Quartalswachstum zum Jah resende 2020 mit etwa -1 ½% ggü Vq. erneut negativ ausfallen. Nach der beeindruckenden konjunkturellen Erholung während der Sommermo nate zeichnet sich in Q4 ein erneuter Rücksetzer ab. Für das Gesamtjahr 2020 erwarten wir nun einen BIP-Rückgang von -5,4%. Ab dem Frühjahr 2021 dürften Impfungen und saisonale Faktoren dazu beitragen, dass sich die Aussichten für den Pandemieverlauf verbessern. Das Wachstum dürfte sich dann beleben. Ins gesamt erscheint eine Erholung des BIP um rund 4 ½% realistisch. Autoren Jan Schildbach +49 69 910-31717 jan.schildbach@db.com Marc Schattenberg +49 69 910-31875 marc.schattenberg@db.com Editor Stefan Schneider Deutsche Bank AG Deutsche Bank Research Frankfurt am Main Deutschland E-Mail: marketing.dbr@db.com Fax: +49 69 910-31877 www.dbresearch.de DB Research Management Stefan Schneider 18. Dezember 2020 Kreditvergabe stagniert in Q3 2020, deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf Kreditvergabe stagniert in Q3 2020, deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf 2 | 18. Dezember 2020 Deutschland-Monitor    Unternehmensfinanzierung in Deutschland Kreditvolumen Wie zu erwarten hat sich die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbststän dige in Deutschland im dritten Quartal deutlich abgeschwächt, nachdem sie zu Beginn der Corona-Krise kräftig angezogen hatte. Das Kreditvolumen stagnierte zwischen Juni und September und legte damit erstmals seit 2015 nicht mehr zu. Und das trotz anhaltender umfangreicher Kreditgarantien des Staates und eini ger größerer Rettungskredite für besonders stark betroffene Unternehmen. Ver glichen mit dem Stand vor 12 Monaten fiel das Plus auf 4,2%, den schwächsten Wert seit drei Jahren. Das Sommerquartal war von einer kräftigen, allerdings nur vorübergehenden Erholung der Realwirtschaft gekennzeichnet und die da mit verbundene bessere Einnahmensituation vieler Unternehmen reduzierte den Finanzierungsbedarf. Zum anderen verfügen viele Firmen über große Liquidi tätspolster, die sie in den letzten, konjunkturell guten Jahren aufgebaut und zu Beginn der Pandemie erhöht hatten. Auch das senkt den unmittelbaren Kapital bedarf. In den nächsten Quartalen ist mit einer weiteren Verlangsamung des Kreditgeschäfts zu rechnen, da dieses erst mit Verzögerung auf die ab dem Frühling zu erwartende wirtschaftliche Erholung reagieren dürfte (zu den Details des aktuellen Konjunkturverlaufs und -ausblicks siehe Teil 2 im Anschluss). Auch in Euroland insgesamt trat das Kreditgeschäft mit nichtfinanziellen Unter nehmen nach den starken Zuwächsen in den beiden Vorquartalen in Q3 auf der Stelle (EUR -4 Mrd. bzw. -0,1%). Dabei stand einem Rückgang in Deutschland, Spanien und den Benelux-Ländern ein Anstieg in Italien und Frankreich gegen über. In Summe liegt der Bestand 5,4% höher als vor einem Jahr. Die Dynamik dürfte allerdings in den kommenden Monaten ebenfalls erheblich nachlassen. Mit Blick auf die unterschiedlichen Branchen in Deutschland verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe im Sommerquartal eine Gegenbewegung nach dem kräftigen Plus im ersten Halbjahr. Das Kreditvolumen reduzierte sich deutlich und das Wachstum gegenüber Vorjahr halbierte sich auf 4,7%. Weiterhin gleich mäßiger verläuft die Kreditvergabe an den Dienstleistungssektor, die erneut et was an Tempo verlor (+4,9% ggü. Vj.). In beiden Fällen ist das der schwächste Wert seit 2017. Relativ widerstandsfähig zeigt sich dagegen immer noch das Geschäft mit Selbstständigen (+3,3%). Unter den einzelnen Industriebranchen ging es vor allem dort abwärts, wo es in Q1 und/oder Q2 die größten Zuwächse gegeben hatte. Allen voran im Maschi nenbau/Auto (EUR -3,3 Mrd.), aber auch bei Metall (EUR -1,5 Mrd.) und der Chemie (EUR -1,1 Mrd.). Trotzdem steht bei Maschinenbau/Auto, zusammen mit dem Verkehr, die höchste Kreditzunahme aller Branchen in den letzten 12 Monaten zu Buche (+15%). Bei den Dienstleistern zeigten sich in mehreren Segmenten Bremsspuren auf grund der Corona-Rezession. So gab es bei den unternehmensnahen Dienst leistungen (Telekom/Beratung/Werbung) einen Rückgang des Kreditvolumens um EUR 0,4 Mrd., den größten seit 2015. Im Minus lagen auch die Beteiligungs gesellschaften (EUR -0,8 Mrd.). Gewerbeimmobilienfirmen rüsteten sich mit ei ner kräftigen Kreditaufnahme in Höhe von EUR 3,4 Mrd. für zukünftig möglicher weise schwierigere Zeiten, während das Geschäft mit Wohnungsunternehmen leicht schwächelte (EUR +3,9 Mrd.). In der Gesundheit glich ein Plus von EUR 1 Mrd. die Kontraktion aus dem Vorquartal praktisch aus. Bei den sonstigen Branchen brachen die Kredite an den von der Pandemie schwer gebeutelten Handel erneut ein (EUR -2,6 Mrd.). Das könnte neben einer Zurückhaltung der Banken bei der Neuvergabe auch an Abschreibungen oder Umschuldungen gelegen haben. Ganz anders im ebenfalls hart getroffenen Ver kehr: Hier legte das Kreditvolumen wieder deutlich zu (EUR +1,1 Mrd.), vor al- 0 1 2 3 4 5 6 15 16 17 18 19 20 ggü. Vorjahr ggü. Vorquartal Kredite an inländische Unternehmen und Selbstständige* 1 % * ohne sonstige Finanzinstitute Quellen: Bundesbank, Deutsche Bank Research -4 -2 0 2 4 6 8 10 12 15 16 17 18 19 20 Verarbeitendes Gewerbe Dienstleistungssektor Selbstständige ... nach Branche 2 % ggü. Vorjahr Quellen: Bundesbank, Deutsche Bank Research -9 -6 -3 0 3 6 9 12 15 16 17 18 19 20 Kurzfristige Kredite Mittelfristige Kredite Langfristige Kredite ... nach Fristigkeit* 3 % ggü. Vorjahr * ohne sonstige Finanzinstitute Quellen: Bundesbank, Deutsche Bank Research -4 0 4 8 12 16 20 15 16 17 18 19 20 Kreditbanken darunter Großbanken darunter Auslandsbanken Landesbanken Sparkassen Kreditgenossenschaften ... nach Bankengruppe* 4 * ohne sonstige Finanzinstitute % ggü. Vorjahr Quellen: Bundesbank, Deutsche Bank Research Kreditvergabe stagniert in Q3 2020, deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf 3 | 18. Dezember 2020 Deutschland-Monitor    lem aufgrund des staatlichen Rettungspakets für die größte deutsche Fluglinie. Der Kreditbestand in diesem Bereich hat damit in den letzten neun Monaten um ganze 15% zugenommen, nachdem er zuvor von 2012 bis Anfang 2019 fast un unterbrochen geschrumpft war. Stetig aufwärts geht es hingegen am weitge hend krisenfesten Bau (EUR +1,4 Mrd.). Nach Fristigkeiten betrachtet setzte sich in den Sommermonaten die Entwick lung aus Q2 fort: Die Unternehmen schichteten vermehrt aus kurzfristigen in langfristige Ausleihungen um (-6,3% bzw. +5,2% ggü. Vj.). Der Rückgang bei den Kurzläufern war der stärkste seit zehn Jahren, auf der anderen Seite das Plus bei den Krediten mit über 5 Jahren Laufzeit das höchste seit 20 Jahren. Weiterhin äußerst schwungvoll läuft es bei den mittelfristigen Krediten (+9,7%). Die Kreditvergabe der verschiedenen Bankengruppen ist in Q3 weiter auseinan der gelaufen. Während die staatlichen Förderbanken (einschließlich DZ Bank) ihre Führung auch dank diverser größerer Hilfskredite ausbauten (+12,8% ggü. Vj.), behaupteten sich die Verbünde von Genossenschaftsbanken und Sparkas sen, die anhaltend robust expandieren (+6,5% bzw. +5,3%). Dagegen fielen die privaten Kreditbanken und die Landesbanken weiter zurück. Nachdem das Wachstumstempo der Großbanken schon in Q2 eingebrochen war, konnten sie es jetzt auf niedrigem Niveau (+1,4%) wenigstens halten. Die Auslandsbanken, die zunächst noch stark zugelegt hatten, mussten wiederum im letzten Quartal ein heftiges Minus beim Kreditvolumen hinnehmen, welches nun nur noch 3,7% höher liegt als vor einem Jahr. Die Landesbanken sind die erste Bankengruppe, deren Geschäft auf Jahresbasis bereits wieder schrumpft (-1,8%). Die Förderbanken legten zwischen Juni und September vor allem bei Krediten an den Verkehr zu, aufgrund der Rettungsmaßnahmen für die größte deutsche Fluggesellschaft. Die Kreditgenossenschaften schnitten außerhalb des Verar beitenden Gewerbes in vielen Branchen gut ab, bei Wohnungsunternehmen so gar einmal mehr sehr gut. Dort hatten auch die Sparkassen ihre Stärke, sowie bei Gewerbeimmobilienfirmen und Telekom/Beratung/Werbung. Bei den Aus landsbanken war das Kreditvolumen in den Bereichen Maschinenbau/Auto, Me tall, Handel, Beteiligungsgesellschaften und unternehmensnahe Dienstleistun gen deutlich rückläufig. Auch die Großbanken mussten ein erhebliches Minus bei Maschinenbau/Auto sowie einigen anderen Industriebranchen hinnehmen. Die Landesbanken schwächelten ebenfalls in der Industrie sowie bei Telekom/ Beratung/Werbung und den Wohnungsunternehmen, konnten sich aber immer hin bei Gewerbeimmobilien kräftig steigern. Andere Finanzierungsquellen Die Nettoemission von Commercial Paper durch Nichtbanken lag im traditionell eher schwachen Sommerquartal bei EUR -3,1 Mrd. (der niedrigste Wert seit 2014), wodurch sich das bislang so positive Bild in diesem Jahr etwas trübte. Andererseits blieb die Aktivität bei längerfristigen Schuldtiteln sehr hoch: Es wurden netto EUR 14,1 Mrd. an neuen Unternehmensanleihen begeben, erneut ein herausragendes Ergebnis. Im Eurogebiet als Ganzes ging die Emission ver glichen mit dem Vorquartal zwar um zwei Drittel zurück, blieb aber mit EUR 35,8 Mrd. immer noch auf einem sehr guten Niveau. In beiden Fällen spielen das au ßerordentlich günstige Zinsumfeld und die Sogwirkung der EZB-Kaufprogramme sicherlich eine entscheidende Rolle. So kaufte die EZB allein an Unternehmens anleihen im dritten Quartal EUR 17 Mrd., mithin (rechnerisch) fast die Hälfte al ler neu auf den Markt gebrachten Papiere. Dagegen verschärft sich die Krise des Leasinggeschäfts , welches auch im Som mer nicht auf Touren kam, trotz wieder geöffneter Autohäuser und insgesamt schwungvoller Konjunkturerholung nach dem Shutdown im Frühjahr. Bei Mobi lien (Neuvolumen: EUR 6,7 Mrd.) erhöhte sich das Minus gegenüber dem Vor jahreszeitraum sogar auf über 20%. Das betraf sämtliche Segmente, wobei der -5 0 5 10 15 20 25 15 16 17 18 19 20 Anleihen inländischer nichtfinanzieller Unternehmen, Nettoemission 6 Mrd. EUR Quellen: EZB, Deutsche Bank Research -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 6 15 16 17 18 19 20 Commercial Paper inländischer Nichtbanken, Nettoemission 5 Mrd. EUR Quellen: Bundesbank, Deutsche Bank Research 0 2 4 6 8 10 12 14 16 15 16 17 18 19 20 Mobilien Immobilien Mrd. EUR Leasinggeschäft, Neuvolumen* 7 * statistische Brüche in Q1 2017 und Q1 2019 Quelle: BDL 0 2 4 6 8 10 12 15 16 17 18 19 20 Aktienemissionen inländischer Unternehmen (einschl. Finanzinstitute) 8 Mrd. EUR Quellen: Bundesbank, Deutsche Bank Research Kreditvergabe stagniert in Q3 2020, deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf 4 | 18. Dezember 2020 Deutschland-Monitor    Rückgang bei Pkw noch am geringsten ausfiel. Der relativ volatile Immobilienbe reich erzielte hingegen ein deutlich verbessertes Resultat (EUR 554 Mio.). Die positivere Lage in der Gesamtwirtschaft und an den Kapitalmärkten hat im vergangenen Vierteljahr auch die Aktienemissionen beflügelt. Es fand gleich eine Reihe größerer Kapitalerhöhungen (mit jeweils rund EUR 1 Mrd. oder mehr) in verschiedenen Branchen statt, darunter das Gesundheitswesen, die Versorger, Wohnungsunternehmen und Verkehr. Unter dem Strich stand ein Vo lumen von EUR 9,7 Mrd. - das dritthöchste seit 2014. Einlagenvolumen Die offenbar bessere Einnahmensituation vieler Unternehmen und Selbstständi ger bei gleichzeitig noch unter Vorkrisenniveau liegenden Investitionen hat im dritten Quartal erneut zu einem kräftigen Anstieg der bei den Banken gehalte nen Liquidität geführt, auch wenn dieser nicht so drastisch ausfiel wie in Q1. Insgesamt nahmen die Einlagen um EUR 30,2 Mrd. zu, was ausschließlich an den Sichteinlagen lag, wohingegen die Termingelder minimal schrumpften. Der Zuwachs von insgesamt mittlerweile 8,1% im Vorjahresvergleich ist der stärkste seit der Finanzkrise, und das trotz immer negativerer Zinsen (siehe unten). Ergebnisse des Bank lending surveys der EZB Die allgemeinen Kreditstandards für Unternehmen wurden auch in Q3 nur leicht verschärft (berichtet von netto 6% der Banken). Gleiches gilt für die konkreten Bedingungen für tatsächlich ausgereichte Kredite (9%). Dazu zählte auch eine geringfügige Ausweitung der Margen, die sich damit nach dem signifikanten Plus im Vorquartal wieder stabilisiert haben. Im Aggregat des Euroraums war die Verschärfung der Kreditstandards ausgeprägter (19%), bei den konkreten Konditionen sah es aber nicht viel anders aus als in Deutschland. Die Kreditnachfrage der deutschen Unternehmen legte auch im Sommer spür bar zu, wie 28% der Banken meldeten. Mit Blick auf große Unternehmen war dieser Anteil allerdings deutlich geringer und lag bei lediglich 17%. Im Euroge biet insgesamt war die Nachfrage dagegen minimal rückläufig, jedoch nach ei nem Rekordanstieg im Vorquartal. Für das laufende Quartal gehen die Banken in Deutschland von einer kleinen Lockerung der Kreditstandards aus (3%), ganz anders als die EWU-Banken als Ganzes, von denen 19% eine nochmalige Verschärfung erwarten. Optimistisch sehen die Banken die Nachfragesituation, wobei in Deutschland 31% der Insti tute mit einer Verbesserung rechnen, während es in Euroland nur 17% sind. Zinssätze Das Zinsniveau im Kredit -Neugeschäft hat sich in Q3 überwiegend seitwärts entwickelt. In manchen Kategorien gab es ein leichtes Plus von einigen Bp., so bei kleinen Krediten (< EUR 1 Mio.) auf 2,0% und bei variabel verzinsten Darle hen auf 1,4%. Die Zinsen für Kredite mit mittleren (1-5 Jahre) und längeren Zinsbindungsfristen sanken dagegen um 14 bzw. 17 Bp. auf 1,7% bzw. 1,2%. Damit liegen die Kreditzinsen in den meisten Fällen leicht höher als vor einem Jahr, was nicht zuletzt gestiegenen Risikoprämien aufgrund der Rezession ge schuldet sein dürfte. Auf der Einlagenseite setzte sich der freie Fall insbesondere der Termineinla genzinsen fort. Sie fielen um weitere 4 Bp. auf ein neues Allzeittief von -35 Bp. und sind damit nicht mehr allzu weit entfernt vom EZB-Einlagenzins für die Ban ken von -50 Bp. Der Sichteinlagenzins verharrte auf seinem Rekordtief von -8 Bp. Angesichts des hohen Einlagenvolumens werden damit neben den Vortei len auch die Kosten der sehr expansiven Geldpolitik der Notenbank für die Un ternehmen immer offensichtlicher. Jan Schildbach (+49 69 910-31717, jan.schildbach@db.com) 1.000 1.050 1.100 1.150 1.200 1.250 1.300 1.350 1.400 1.450 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 50 60 15 16 17 18 19 20 Termineinlagen, ggü. Vorquartal (links) Sichteinlagen, ggü. Vorquartal (links) Volumen insgesamt** (rechts) Mrd. EUR Sicht- und Termineinlagen von inländi schen Unternehmen & Selbstständigen* 9 * einschließlich sonstiger Finanzinstitute ** Enthält Anstieg um EUR 1,1 Mrd. in Q3 20 aufgrund statistischer Umklassifizierungen. Quellen: Bundesbank, Deutsche Bank Research -10 -5 0 5 10 15 20 Q4 17 Q2 18 Q4 18 Q2 19 Q4 19 Q2 20 Q4 20 Deutschland Euroraum * Q4 20 erwarteter Wert ... verschärft ... gelockert Bank lending survey: Kreditstandards für Unternehmen* 10 Quellen: Bundesbank, EZB -10 0 10 20 30 40 50 60 70 Q4 17 Q2 18 Q4 18 Q2 19 Q4 19 Q2 20 Q4 20 Deutschland Euroraum ... gestiegen Bank lending survey: Nachfrage nach Unternehmenskrediten* 11 * Q4 20 erwarteter Wert Quellen: Bundesbank, EZB ... gesunken Kreditvergabe stagniert in Q3 2020, deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf 5 | 18. Dezember 2020 Deutschland-Monitor    0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 15 16 17 18 19 20 Kredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften, ≤ EUR 1 Mio. Kredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften, > EUR 1 Mio. Kredite an Selbstständige und Personengesellschaften % Ø-Zins im Kredit-Neugeschäft, nach Kredithöhe 15 Quelle: EZB 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 15 16 17 18 19 20 Kredite mit Zinsbindung ≤ 1 Jahr Kredite mit Zinsbindung von 1-5 Jahren Kredite mit Zinsbindung > 5 Jahre ... nach Zinsbindungsfrist 16 %, Kredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften Quelle: EZB -0,4 -0,3 -0,2 -0,1 0,0 0,1 0,2 0,3 15 16 17 18 19 20 Sichteinlagen Termineinlagen % Ø-Zins auf Einlagen von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften (Neugeschäft) 17 Quelle: EZB -25 -20 -15 -10 -5 0 5 10 15 20 Q3 17 Q1 18 Q3 18 Q1 19 Q3 19 Q1 20 Q3 20 Deutschland Euroraum ... verschärft ... gelockert Bank lending survey: Kreditkonditionen für Unternehmen insgesamt 12 Quellen: Bundesbank, EZB -30 -25 -20 -15 -10 -5 0 5 10 15 20 Q3 17 Q1 18 Q3 18 Q1 19 Q3 19 Q1 20 Q3 20 Deutschland Euroraum ... gesunken ... darunter Margen für durchschnittliche Unternehmenskredite 13 Quellen: Bundesbank, EZB ... gestiegen -15 -10 -5 0 5 10 15 20 25 30 Q3 17 Q1 18 Q3 18 Q1 19 Q3 19 Q1 20 Q3 20 Deutschland Euroraum ... gesunken ... darunter Margen für riskantere Unternehmenskredite 14 Quellen: Bundesbank, EZB ... gestiegen Kreditvergabe stagniert in Q3 2020, deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf 6 | 18. Dezember 2020 Deutschland-Monitor    Deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf - In Q3 erreichte die deutsche Wirtschaft mit einem Wachstum von 8,5% ggü. Vq. eine nahezu V-förmige Erholung. Damit lag das BIP nur noch 4,2% un ter dem Stand von Q4 2019. Der massive Anstieg der Neuinfektionszahlen führte in Q4 zu einem erneuten Lockdown. Damit dürfte das Quartalswachs tum zum Jahresende mit etwa -1 ½% ggü. Vq. erneut negativ ausfallen. - Nach der beeindruckenden Erholung in Q3 und dem sich abzeichnenden Rücksetzer in Q4 erwarten wir nun für das Gesamtjahr einen BIP-Rückgang von -5,4%. Ab dem Frühjahr 2021 dürften Impfungen und saisonale Fakto ren dazu beitragen, dass sich die Aussichten für den Pandemieverlauf ver bessern. Das Wachstum dürfte sich dann beleben. Insgesamt erscheint eine Erholung des BIP um rund 4 ½% realistisch. Deutsche Wirtschaft überraschte mit kräftiger Erholung in Q3 Mit einem Plus von 8,5% ggü. Vq. war das BIP-Wachstum in Q3 überraschend kräftig und übertraf die Konsens-Erwartungen (7,3%) deutlich. Nichtsdestotrotz lag das Niveau noch um 4,1% unter dem Vorjahr bzw. um 4,2% unter dem Stand von Q4 2019, dem letzten Vor-COVID-19-Quartal. Vor allem jene Ver wendungskomponenten, die den Einbruch um 9,8% in Q2 ausgelöst hatten, er holten sich deutlich. Die privaten Haushalte machten von den nun wieder ver fügbaren Konsummöglichkeiten lebhaft Gebrauch (Q3: 10,8% ggü. Vq.) und tru gen so 5,6 %-Punkte zum Quartalswachstum bei. Auch Nachholeffekte aus den zurückliegenden Lockdown-Wochen dürften dabei eine Rolle gespielt haben. Mit der Belebung des Welthandels legten die deutschen Exporte in Q3 (18,1% ggü. Vq.) kräftig zu. Bereinigt um den Effekt der Einfuhren (9,1% ggü. Vq.) re sultierte daraus ein Außenbeitrag von 3,9 %-Punkten. Bei den Investitionen zeigte sich ein gemischtes Bild. Während die boomenden Ausrüstungsinvestitio nen 1 %-Punkt beisteuerten, waren die Bauinvestitionen in Q3 rückläufig und re duzierten das Quartalswachstum um 0,2 %-Punkte. Mit dem kräftigen Auf schwung ging natürlich ein Abbau der Warenlager einher, sodass die Vorrats veränderungen in Q3 diesmal mit -2 %-Punkten außergewöhnlich stark negativ ins Gewicht fielen. Eine entsprechende Gegenbewegung könnte das Wachstum in Q4 stützen. Weiterer Konjunkturverlauf vorerst noch von Pandemie bestimmt Vom Lockdown Lite waren im November vorerst lediglich rund 2% der Brutto wertschöpfung betroffen. Seit 13. Dezember sind nun verschärftere Maßnah men in Kraft. Bis zum 10. Januar sind die meisten Geschäfte des Einzelhandels, mit Ausnahme von u.a. Lebensmittelhandel, Apotheken, Optiker-Werkstätten, Poststellen und Banken, geschlossen. Dienstleistungsbetriebe der nicht-medizi nischen Körperpflege sind ebenfalls geschlossen. Angesichts der Entwicklung bei den Neuinfektionszahlen erwarten wir eine weitere Verlängerung zumindest von einigen der aktuellen Maßnahmen über den 10. Januar hinaus. Die ange kündigten Impfungen dürften das Infektionsrisiko für die geimpfte Person unmit telbar reduzieren, werden den Verlauf der Pandemie aber nur allmählich ver langsamen. Angesichts der Unsicherheitsfaktoren hängen die BIP-Prognosen für die nächsten Quartale ganz wesentlich vom Pandemieverlauf ab. Mit Blick auf den guten Start in Q4 (Industrieproduktion: +3,2% ggü. Vm.; Einzelhandels umsätze: +2,6%) dürfte sich der BIP-Rückgang, trotz der Verschärfung des Lockdowns wohl in dem von uns erwarteten Bereich von -1 ½% gg. Vq. (Kon sens: -½%) bewegen. Für Q1 rechnen wir bestenfalls mit einer Stagnation, zu mal auch ein Brexit ohne ein „Mini-Abkommen" täglich wahrscheinlicher wird. Neben den Impfungen sollte auch saisonale Faktoren dazu beitragen, dass sich die Aussichten für den Pandemieverlauf ab dem Frühjahr verbessern. Das Deutschland: Konjunkturprognose 18 % gg. Vj. 2019 2020P 2021P Reales BIP 0,6 -5,4 4,5 Privater Konsum 1,6 -6,2 4,7 Staatsausgaben 2,7 4,4 2,6 Anlageinvestitionen 2,5 -3,0 4,7 Ausrüstungen 0,5 -12,6 10,7 Bau 3,8 2,2 1,8 Lager, %-Punkte -0,7 -1,3 -1,3 Exporte 1,0 -10,5 11,0 Importe 2,6 -9,3 8,1 Nettoexport, %-Punkte -0,6 -1,1 1,8 HVPI 1,3 0,3 1,3 Staatsverschuldung, % BIP 59,6 70,1 71,7 Arbeitslosenquote, % 5,0 5,9 6,3 Budgetsaldo, % BIP 1,5 -6,4 -4,2 Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bank Research -11 -8 -5 -2 1 4 7 10 Q3 19 Q4 19 Q1 20 Q2 20 Q3 20 19 20P 21P Außenbeitrag Lager Bauinvestitionen Ausrüstungsinvestitionen Staatskonsum Privater Konsum Reales BIP Wachstumsbeiträge zum realen BIP-Wachstum, ggü. Vq., ggü. Vj., %-Punkte Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bank Research Kräftige Konjunkturerholung in Q3 19 Prognose Kreditvergabe stagniert in Q3 2020, deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf 7 | 18. Dezember 2020 Deutschland-Monitor    Wachstum dürfte sich dann beleben. Im Jahr 2021 erscheint eine Erholung des BIP um rund 4 ½% realistisch, nach einer Kontraktion um 5,4% in 2020. Ausrüstungsinvestitionen in Q3 kräftig, Bauinvestitionen schwach Im Zuge der Konjunkturerholung konnten sich die Bruttoanlageinvestitionen in Q3 mit 3,6% ggü. Vq. (Q2: -6,6%) deutlich erholen. Dabei verzeichneten die Ausrüstungsinvestitionen eine besonders kräftige Aufwärtsdynamik von 16% ggü. Vq. (Q2: -15,1%, liegen trotz allem aber noch immer rund 8 ½% unter ih rem Vor-Corona-Niveau (Q4 2019). Mit dem Wiedererstarken des Welthandels nahm auch die Kapazitätsauslastung der deutschen Industrie zu. In Q4 lag sie bei gut 79% und damit knapp 5 %-Punkte unter ihrem 10-Jahresdurchschnitt. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den inländischen Investitionsgü terumsätzen der deutschen Industrie wider. Mit +26% ggü. Vq. (Q2: -23,4%) legten sie in Q3 einen regelrechten Sprung hin. Sowohl die jüngsten Monatsda ten aus dem Oktober als auch der Einkaufsmanagerindex für die Industrie (PMI Produktionserwartungen Q4: 60,1 Pkt., Exportneuaufträge Q4: 59,9 Pkt.) deuten auf eine mittelfristig weiter aufwärtsgerichtete Tendenz. Der Lockdown wie auch die noch unklaren zukünftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien sind Unsicherheitsfaktoren, die das Investitionsklima im Winter halbjahr belasten. Im Gesamtjahr 2020 erwarten wir einen Rückgang der Aus rüstungsinvestitionen von -12,6%, gefolgt von +10,7% in 2021. Die Bauinvestitionen schrumpften in der zweiten Sommerhälfte (Q3: -2% ggü. Vq., Q2: -4,3%) erneut. Maßgeblich dürfte hier vor allem die Schwäche im ge werblichen Bau gewesen sein. Da sich die Bauinvestitionen vergleichsweise ro bust gegenüber dem Konjunktureinbruch zeigten, war das positive Rückprallpo tenzial eher begrenzt. Das Baugewerbe profitiert weiterhin von günstigen Fun damentalfaktoren (Niedrigzinsumfeld, Nachfrageüberhang, vor allem in Bal lungszentren und absehbar steigende staatliche Infrastrukturinvestitionen). Die Auftragsbücher waren zuletzt mit einem durchschnittlichen Bestand von 4,2 Mo naten (Juli bis November) wieder gut gefüllt. Im Zusammenhang mit der hohen Kapazitätsauslastung von gut 77% führt der Mangel an Arbeitskräften nach wie vor zu Beeinträchtigungen der Bautätigkeit. Im laufenden Jahr dürften die Bau investitionen um 2,2% zulegen und in 2021 um weitere 1,8% expandieren. Privater Verbrauch in Q3 beflügelt Auf die Lockerung der Hygieneregeln folgte eine rasante Erholung des privaten Konsums (Q3: 10,8% gg. Vq.). Mit der Auflösung des Konsumstaus fiel die Sparquote in Q3 auf 16,2% (Q2: 21,1%). Sie liegt damit aber immer noch über ihrem langjährigen Durchschnitt von 10,5%. Die Haushaltseinkommen wurden von der massiven Ausweitung staatlicher Maßnahmen gestützt. Dazu zählen vor allem der vereinfachte Zugang zur Kurzarbeit oder Hilfen für Soloselbstständige. Das Konsumklima reagiert nach wie vor empfindlich auf die erneut ansteigen den Infektionszahlen und ist gegen Ende des Jahres deutlich eingetrübt. Mit der zunehmend kritischen Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung sinken auch die Einkommenserwartungen. Die Sorge um die Sicherheit des Arbeitsplatzes dämpft die Anschaffungsneigung. Im Schlussquartal 2020 dürfte die Erholung des privaten Verbrauchs aufgrund der erneuten Verschärfung des Lockdowns und insbesondere der Schließung großer Teile des stationären Einzelhandels pausieren. Zwar könnten Rabattakti onen des Online-Handels die privaten Konsumausgaben in der Vorweihnachts zeit beflügeln. Solange der stationäre Handel (16. Dez) noch geöffnet war, dürf ten hier aber die verschärften Abstandsregeln die Kauflaune deutlich gedämpft haben. Für das Gesamtjahr 2020 erwarten wir einen Rückgang des privaten 70 74 78 82 86 -16 -11 -6 -1 4 9 14 15 16 17 18 19 20 Investitonen in Maschinen & Ausrüstungen (links) Kapazitätsauslastung ifo (rechts) Anziehende Kapazitätsauslastung in H2 spiegelt Konjunkturerholung wider 20 Quellen: Statistisches Bundesamt, ifo %, ggü. Vq. %, sb. -22 -18 -14 -10 -6 -2 2 6 14 15 16 17 18 19 20 Investitionen, insgesamt Ausrüstungsinvestitionen Bauinvestitionen Ausrüstungsinvestitionen mit kräftiger Aufwärtsdynamik in Q3 21 % ggü. Vq., sb. Quelle: Statistisches Bundesamt -12 -8 -4 0 4 8 12 14 15 16 17 18 19 20 Quelle: Statistisches Bundesamt %, ggü. Vq., sb. Privater Verbrauch mit kräftiger Erholung in Q3 22 Kreditvergabe stagniert in Q3 2020, deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf 8 | 18. Dezember 2020 Deutschland-Monitor    Verbrauchs um -6,2%. Mit der Verfügbarkeit eines Impfschutzes dürfte dann in der Sommerhälfte 2021 eine erneute kräftige Erholung einsetzen, sodass im Gesamtjahr 2021 ein Wachstum des privaten Konsums von 4,7% zu erwarten ist. Das Vorkrisenniveau könnte dann wieder Anfang 2022 erreicht werden. Neben den anhaltenden staatlichen Unterstützungsmaßnahmen dürfte der Wegfall des Solidaritätszuschlags für geringe und mittlere Einkommen ein positi ver Impulsgeber sein. Auch die weitere Normalisierung der Sparquote könnte den privaten Konsum fördern. Die Kaufkraft dürfte zudem von der von uns er warteten Eurostärke profitieren, wenngleich bei einem globalen Aufschwung die Energiepreise nachfragebedingt steigen dürften. Gerade zu Jahresbeginn 2021 ist vom Ende der temporären Mehrwertsteuersenkung ein dämpfender Effekt auf die Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern zu erwarten. Von der Tarif lohnentwicklung sind im Jahr 2021 nur geringe Impulse zu erwarten. Da die ge wichtigen Verhandlungen vornehmlich in krisengeschüttelten Branchen (Einzel handel, Metall- und Elektroindustrie) stattfinden, dürften die Tariflöhne nur um 1,5% zulegen, nach geschätzt 2% im Jahr 2020. Arbeitsmarkt dank staatlicher Unterstützung vergleichsweise stabil Die Corona-Krise hinterließ am deutschen Arbeitsmarkt deutliche Spuren. Der Anstieg der Arbeitslosenzahl gipfelte im Verlauf von Q3 bei gut 2,9 Mio. (Aug.) Personen. Seitdem stabilisierte sich die Situation, sodass die Arbeitslosenzahl (sb.) von September bis November um durchschnittlich 30.000 zurückging. Auf grund nachlaufender Charakteristik spiegelt sich darin aber in erster Linie die zurückliegende Konjunkturerholung wider. Die umfangreichen staatlichen Stüt zungsmaßnahmen verhinderten eine weitere Verschärfung der Arbeitsmarkt lage. Den spürbarsten Effekt brachte die Erleichterung des Zugangs zur Kurzar beit. So konnten die Unternehmen den Löwenanteil der Anpassung bei einer Unterauslastung über die Arbeitszeit realisieren. Im Durchschnitt von Q3 lag die realisierte Kurzarbeit bei rund 2,7 Mio. Beschäftigten, nach knapp 5,4 Mio. in Q2. Trotz der zuletzt vergleichsweise günstigen Arbeitsmarktentwicklung lag die Erwerbstätigenzahl (Q3: -1,4% gg. Vj.) wie auch die sozialversicherungspflich tige Beschäftigung (Q3: -0,3% gg. Vj.) noch deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Frühindikatoren (IAB- und ifo-Barometer sowie PMI-Subkomponenten) deu ten gegenwärtig auf eine seitwärts gerichtete Beschäftigungsentwicklung, wenn gleich die Unsicherheit hoch ist. Vor dem Hintergrund unserer Konjunkturein schätzung und der besonderen Konstellation am deutschen Arbeitsmarkt erwar ten wir im Jahresdurchschnitt 2021 eine Zunahme der Erwerbstätigenzahl um etwa 80.000 (+0,2%), nach -1% im Jahr 2020. Die Kurzarbeit dürfte auch im kommenden Jahr kaum unter ein jahresdurchschnittliches Niveau von 1 Mio. zu rückgehen. Bei einer Kombination aus zurückhaltenden Neueinstellungen, ab schmelzender Kurzarbeit sowie struktureller Gegenwinde könnte sich der Abbau der Arbeitslosigkeit in 2021 zäh gestalten. Infolge eines Basiseffekts dürfte da her die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt von 2021 auf 6,3% (2020: 5,9%) ansteigen und erst im Jahr 2022 wieder unter die Marke von 6% fallen. Kräftige Erholung der Industrieproduktion in Q3 Die deutsche Industrieproduktion erholte sich in Q3 mit einem Plus von knapp 15% ggü. Vq. (Q2: -18.8%) ausgesprochen kräftig. Produktion und Auftragsein gänge sind seither stetig gestiegen. Die Nachfrage aus China ist dabei ein wich tiger Treiber. Die Ausfuhren nach China übersteigen das Vorjahresniveau be reits wieder seit einigen Monaten. Gleichwohl werden Lockdown-Maßnahmen in Europa den Aufholprozess im November und Dezember (und wohl auch noch - 1 2 3 4 5 6 Prognose Mio. Erwartete Entwicklung der Kurzarbeit 23 Quellen: Arbeitsagentur, ifo Institut, Deutsche Bank Research 4,5 5,0 5,5 6,0 6,5 7,0 7,5 300 400 500 600 700 800 900 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Offene Stellen (links) Arbeitslosenquote (rechts) '000 % Quelle: Deutsche Bundesbank Arbeitsmarkt durch Kurzarbeit stabilisiert 24 60 70 80 90 100 110 15 16 17 18 19 20 Produktion Aufträge Quelle: Statistisches Bundesamt Verarbeitendes Gewerbe in DE, 2015=100 Industrieproduktion zu Begin von Q4 weiter auf Erholungskurs 25 Kreditvergabe stagniert in Q3 2020, deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf 9 | 18. Dezember 2020 Deutschland-Monitor    Anfang 2021) verzögern, obwohl die Industrie selbst nicht direkt von den ein schränkenden Maßnahmen betroffen ist bzw. sein wird. Die gezügelte wirt schaftliche Dynamik im Winterhalbjahr 2020/21 spiegelt sich auch in der Ent wicklung der Geschäfts-, Export- und Produktionserwartungen im deutschen Verarbeitenden Gewerbe wider. Alle drei Indikatoren zogen unmittelbar nach dem Corona-Schock an und kehrten bereits im Juni/Juli 2020 wieder in den po sitiven Bereich zurück. Allerdings gaben die Erwartungen mit den steigenden In fektionszahlen und den einschränkenden Politikmaßnahmen wieder nach. Die Exporterwartungen waren zuletzt sogar wieder leicht negativ. Die Produktion im deutschen Verarbeitenden Gewerbe dürfte 2020 um etwa 11% sinken. Dies ist der zweite Rückgang in Folge und der kräftigste seit 2009, als die globale Wirt schafts- und Finanzkrise die deutsche Exportwirtschaft besonders hart getroffen hatte. Im Jahr 2021 erwarten wir einen Anstieg der Industrieproduktion um etwa 8%. Das absolute Niveau würde dann noch etwa 10% unter dem Höchststand von 2018 liegen. Die Industrie dürfte die Corona-Verluste aus dem Jahr 2020 erst in 2022 vollständig ausgleichen können. EZB lockert Geldpolitik zum Jahresende 2020 weiter Der durch die Wirtschaftskrise ausgelöste negative Inflationsschock verschärfte die Verfehlung des Inflationsziels. Die EZB hat ihre Projektionen für die künftige Inflationsentwicklung deutlich nach unten angepasst. Die schlechtere Infektions- und Wirtschaftslage gegen Jahresende belastet den Inflationsausblick weiter. Zudem schwächelt jüngst die Kreditvergabe der Banken. Aus beiden Gründen hat der EZB-Rat am 10. Dezember weitere Lockerungen beschlossen. Aber mals stand das PEPP im Mittelpunkt der Ratssitzung. Insgesamt werden über diesen Zeitraum weitere EUR 500 Mrd. investiert, wodurch sich die Anleihe käufe alleine aus dem PEPP bis März 2022 auf EUR 1.850 Mrd. summieren werden. Daneben werden über das Asset Purchase Programme (APP) weiter hin Anleihekäufe in Höhe von EUR 20 Mrd. pro Monat getätigt. Die EZB verlän gerte darüber hinaus die Nettoanleihekäufe um neun Monate bis März und die Reinvestitionsphase um ein Jahr bis zum Jahresende 2023. Es gab und gibt je doch eine unbefristete Verpflichtung zum PEPP. So hat sich die EZB mit der Formulierung „und auf jeden Fall, bis der EZB-Rat zu dem Ergebnis kommt, dass der Krisenmodus beendet ist" stets alle Optionen offen gehalten. Die EZB setzte weitere Anreize für die Banken, die Kreditvergabe im Rahmen der TLTRO-Operationen anzukurbeln. Sie verlängerte die im Zusammenhang mit der Pandemie eingeführten, sehr günstigen Refinanzierungskonditionen um 12 Monate. Banken, die ein Deleveraging ihrer Kreditbücher zwischen Oktober 2020 und Dezember 2021 vermeiden, profitieren weiterhin von dem Abschlag von 50 Bp auf den Zinssatz der Einlagefazilität - in Summe ein Zinssatz von -1% für weitere 12 Monate bis Mitte 2022. Marc Schattenberg (+49 69 910-31875, marc.schattenberg@db.com) -60 -40 -20 0 20 40 15 16 17 18 19 20 … zur Entwicklung der Geschäftstätigkeit … zur Entwicklung der Beschäftigung … zur Entwicklung der Produktionstätigkeit … zur Entwicklung der Exporttätigkeit Erwartungen der Unternehmen in DE, Saldo aus positiven und negativen Firmenmeldungen Quelle: ifo Institut Exporterwartungen zuletzt wieder leicht negativ 27 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 16 17 18 19 20 Total EMU US CHN UK Welthandel beflügelt deutsche Konjunktur in Q3: Ausfuhr nach Regionen 26 % gg. Vj., gleitender 3M-Durchschnitt Quellen: Deutsche Bank Research, Statistisches Bundesamt Kreditvergabe stagniert in Q3 2020, deutsche Wirtschaft holt nach Corona-Absturz auf 10 | 18. Dezember 2020 Deutschland-Monitor    © Copyright 2020. Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenangabe „Deutsche Bank Research" gebeten. Die vorstehenden Angaben stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Ver fassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG oder ihrer assoziierten Unternehmen entspricht. Alle Meinungen kön nen ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die vorstehenden Angaben werden nur zu Informations zwecken und ohne vertragliche oder sonstige Verpflichtung zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessenheit der vorste henden Angaben oder Einschätzungen wird keine Gewähr übernommen. In Deutschland wird dieser Bericht von Deutsche Bank AG Frankfurt genehmigt und/oder verbreitet, die über eine Erlaubnis zur Erbringung von Bankge schäften und Finanzdienstleistungen verfügt und unter der Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleis tungsaufsicht (BaFin) steht. Im Vereinigten Königreich wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Filiale London, Mitglied der London Stock Exchange, genehmigt und/oder verbreitet, die von der UK Prudential Regulation Authority (PRA) zugelassen wurde und der eingeschränkten Aufsicht der Financial Conduct Authority (FCA) (unter der Nummer 150018) sowie der PRA unterliegt. In Hongkong wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Hong Kong Branch, in Korea durch Deutsche Securities Korea Co. und in Singapur durch Deutsche Bank AG, Singapore Branch, verbreitet. In Japan wird dieser Bericht durch Deutsche Securities Inc. genehmigt und/oder verbreitet. In Australien sollten Privatkunden eine Kopie der betreffenden Produktinformation (Product Disclosure Statement oder PDS) zu jeglichem in diesem Bericht erwähnten Finanzinstrument beziehen und dieses PDS berücksichtigen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. 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