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17. April 2018
Deutschland erzielte gegenüber den USA 2017 einen Handelsbilanzüberschuss in Höhe von gut EUR 50 Mrd. Die Exporte beliefen sich auf gut EUR 111 Mrd. Dem standen Importe von rd. EUR 61 Mrd. gegenüber. Dies war der zweithöchste Überschuss im deutsch-amerikanischen Warenhandel. Gegenüber 2011 hat sich der deutsche Überschuss im Handel mit den USA in etwa verdoppelt. [mehr]
PROD0000000000467082 1   |    17. April 2018Aktuelle Grafik 17. April 2018 Deutscher Handelsbilanzüber­ schuss gegenüber USA in wichtigen Industriebranchen Autor www.dbresearch.de Deutsche Bank Research Management Stefan Schneider Eric Heymann +49(69)910-31730 eric.heymann@db.com Deutschland erzielte gegenüber den USA 2017 einen Handelsbilanzüberschuss in Höhe von gut EUR 50 Mrd. Die Exporte beliefen sich auf gut EUR 111 Mrd. Dem standen Importe von rd. EUR 61 Mrd. gegenüber. Dies war der zweit­ höchste Überschuss im deutsch-amerikanischen Warenhandel. Gegenüber 2011 hat sich der deutsche Überschuss im Handel mit den USA in etwa verdop­ pelt. Die USA waren im letzten Jahr mit einem Anteil von 8,7% an den gesamten deutschen Warenausfuhren der wich­ tigste deutsche Exportmarkt (vor Frankreich, China und den Niederlanden). Zieht man das gesamte Handelsvolu­ men heran, also Ausfuhren plus Einfuhren, rangierten die US immerhin auf Platz 3 der wichtigsten Handelspartner Deutschlands (nach China und den Niederlanden, aber vor Frankreich). Aus Sicht der aktuellen US­Regierung sind die US­Han­ delsdefizite (nicht nur) gegenüber Deutschland auch ein Folge vermeintlich unfairer Handelspraktiken. Diese Positi­ on ist schwer zu untermauern. Gerade bei industriellen Er­ zeugnissen liegen die jeweiligen Importzölle beim Handel zwischen der EU und den USA recht nah zusammen und im niedrigen einstelligen Bereich. Nicht­tarifäre Handels­ hemmnisse spielen in der Tat eine Rolle, aber bei nüchter­ ner Betrachtung fällt es auch hier schwer, ein Ungleichgewicht auszumachen. Der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeug­ nissen ist allerdings stärker reguliert als der Handel mit Industriegütern. Das Handelsungleichgewicht zwischen den USA und Deutschland hat vielfältige Ursachen. Ein Grund ist die historisch ge­ wachsene Spezialisierung und hohe Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei klassischen Investitionsgütern. Hinzu kommt eine frühzeitige Ausrichtung deutscher Unternehmen auf ausländische Wachstumsmärkte, zu denen die USA zweifelsohne zählen. Dagegen sind die Fabriken US­amerikanischer Unternehmen in den USA stärker als in Deutschland auf die Bedie­ nung des großen heimischen Absatzmarktes ausgerichtet. Zugleich betreiben viele große US­Industrieunternehmen Pro­ duktionsstätten außerhalb der USA und beliefern von dort die lokalen Märkte. Die Spezialisierung Deutschlands auf Investitionsgüterbranchen zeigt sich auch beim Blick auf die deutschen Handelsbi­ lanzüberschüsse gegenüber den USA nach einzelnen Industriesektoren. An der Spitze liegt die Automobilindustrie, vor dem Maschinenbau; auf Platz 4 folgt die Elektrotechnik. Diese drei Sektoren allein erzielten 2017 einen Überschuss von etwa 42 EUR Mrd. Dabei war und ist der entscheidende Aspekt, dass die betreffenden Erzeugnisse ihre Kunden auf der Dt. Handelsüberschuss gg. USA in wichtigen Branchen Quelle: Statistisches Bundesamt Deutsche Bank Research Deutscher Handelsbilanzüberschuss gegenüber USA in wichtigen Industriebranchen 2   |    17. April 2018Aktuelle Grafik anderen Seite des Atlantiks überzeugen. Umgekehrt dominieren US-amerikanische Unternehmen z.B. den europäischen und deutschen Markt für viele digitale Dienstleistungen, weil die Kunden vom Produkt überzeugt sind und weil die USA in diesem Segment Spezialisierungsvorteile aufweisen.   Deutsche Bank Research Deutscher Handelsbilanzüberschuss gegenüber USA in wichtigen Industriebranchen 3   |    17. April 2018Aktuelle Grafik © Copyright 2018. Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vor­ behalten. Bei Zitaten wird um Quellenangabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. 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