1. Research
  2. Produkte & Themen
  3. Publikationsreihen
  4. Ausblick Deutschland
16. Dezember 2016
Das deutsche BIP-Wachstum dürfte 2017 nach der ausgeprägten Dynamik der zwei Vorjahre etwas nachlassen. Mit 1,1% könnte sich die Wachstumsrate 2017 zwar nahezu halbieren. Dies ist aber zur Hälfte der geringeren Zahl von Arbeitstagen geschuldet. Die Binnenkonjunktur bleibt dank robustem Konsum und Bau der Wachstumsanker der deutschen Wirtschaft. Die weltwirtschaftliche Dynamik dürfte 2017 zwar etwas zunehmen; die Nachfrage nach deutschen Exporten aber zurückhaltend bleiben. Die politische Unsicherheit vor allem in Europa und die Ungewissheit über den Ausblick für den globalen Freihandel sollten die Ausrüstungsinvestitionen in einem Umfeld moderater Nachfrage dämpfen. Die EZB hat den Einstieg in den Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm angekündigt. Das europäische Zinsniveau dürfte aber 2017 zumindest am kurzen Ende auf Niedrigstniveau verharren. [mehr]
Ausblick Deutschland: Ausblick 2017 - solide, trotz nachlassendem Rückenwind Ausblick Deutschland Deutschland-Monitor Deutschland-Monitor Das deutsche BIP-Wachstum dürfte 2017 nach der ausgeprägten Dynamik der zwei Vorjahre etwas nachlassen. Mit 1,1% könnte sich die Wachstumsrate 2017 zwar nahezu halbieren. Etwa zur Hälfte geht dies aber auf eine geringere Zahl von Arbeitstagen zurück. Zwar dürften einige Sonderfaktoren, die 2016 die Inlandnachfrage beschleunigt haben, wegfallen; den robusten binnenwirtschaftlichen Wachstumspfad sehen wir aber intakt. Der schwache Welthandel und die politische Unsicherheit dämpfen Exporte und Investitionen. Die weltwirtschaftliche Dynamik dürfte 2017 etwas zunehmen. Das deutsche Exportwachstum dürfte aufgrund der Schwäche in Europa jedoch weiterhin niedrig bleiben. Eine Beschleunigung in den USA, auch aufgrund der angekündigten wirtschaftspolitischen Maßnahmen, und die auslaufenden Rezessionen in Russland und Brasilien könnten das globale Wachstum von rund 3 auf 3 1 / 2 % beschleunigen. In der Eurozone bremst die politische Unsicherheit, nachlassendes Kreditwachstum und die ansteigende Inflation. Das (geo-) politische Umfeld ist 2017 von hoher Unsicherheit geprägt. Die Wahlkampfaussagen von Donald Trump deuten auf stärkeren Gegenwind für den Freihandel hin. Der zunehmende Populismus und die anstehenden Wahlen in großen EU-Staaten dürften die Bewältigung der vielen Herausforderungen wie den Verhandlungen über den Brexit, die Flüchtlingsproblematik oder der Euro-Krise erschweren. Dies dürfte die Investitionspläne vieler Unternehmen belasten. Wir rechnen mit rückläufigen heimischen Ausrüstungsinvestitionen. Die EZB hat den Einstieg in den Ausstieg aus ihrem Anleihekaufprogramm (QE) angekündigt. Das europäische Zinsniveau dürfte 2017 zumindest am kurzen Ende auf Niedrigstniveau verharren. Der EZB-Rat hat zwar sein QE-Programm bis Ende 2017 verlängert, ab April aber mit einem verringerten monatlichen Volumen. Sollte sich die vergleichsweise optimistische Konjunktureinschätzung der EZB bestätigen, könnte sie Ende 2017 eine weitere Kürzung beschließen. Der EZB-Leitzins dürfte aber absehbar bei 0% bleiben, der Zinsabstand zu den USA wachsen und der Euro daher abwerten. Die deutsche Binnenkonjunktur schaltet 2017 einen Gang zurück, bleibt aber dank der guten Arbeitsmarktlage robust. Die Beschäftigung dürfte 2017 weniger stark wachsen als zuvor, auch aufgrund des ausgeprägten Fachkräftemangels. Zusammen mit der steigenden Inflation – sie könnte wegen anziehender Energiepreise von ½ auf 1 ½% zulegen – dürfte das Wachstum der realen Einkommen etwas nachlassen. Der private Konsum bleibt mit gut 1% Wachstum aber der wichtigste Wachstumstreiber. Der Staatskonsum legte 2016 getrieben von der Flüchtlingskrise um rund 4% zu. Der nachlassende Zustrom könnte das Plus jedoch halbieren. Die Bauwirtschaft dürfte mit 2% zwar einen soliden Zuwachs aufweisen. Angesichts des hohen Auftragsbestandes und eines günstigen Finanzierungsumfelds ist dies aber enttäuschend. Das eingeschränkte Arbeitsangebot und regulatorische Hürden dürften bremsen. Autoren Barbara Böttcher +49 69 910-31787 barbara.boettcher@db.com Eric Heymann +49 69 910-31730 eric.heymann@db.com Jochen Möbert +49 69 910-31727 jochen.moebert@db.com Heiko Peters +49 69 910-21548 heiko.peters@db.com Oliver Rakau +49 69 910-31875 oliver.rakau@db.com Stefan Schneider +49 69 910-31790 stefan-b.schneider@db.com Editor Stefan Schneider Deutsche Bank AG Deutsche Bank Research Frankfurt am Main Deutschland E-Mail: marketing.dbr@db.com Fax: +49 69 910-31877 www.dbresearch.de Inhaltsverzeichnis Seite Ausblick 2017: Solide, trotz nachlassendem Rückenwind ....................................................1 Prognosetabellen .......................................... 14 DB Makro-Überraschungsindex Deutschland .................................................. 15 Exportindikator .............................................. 16 Eventkalender ............................................... 17 Datenkalender .............................................. 17 Finanzmarktprognosen ................................. 18 Datenmonitor ................................................ 19 16.Dezember 2016 Ausblick 2017 Solide, trotz nachlassendem Rückenwind Ausblick Deutschland 2 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland 2016: Binnenwirtschaft trotzte den Turbulenzen Die deutsche Wirtschaft konnte 2016 mit knapp 2% Wachstum des Bruttoin- landsprodukts (BIP) gegenüber den ohnehin schon starken Vorjahren (1,6% und 1,7%) noch einmal etwas an Tempo zulegen. Dabei trotzte die Konjunktur den vielen Unsicherheitsfaktoren, die im Laufe des Jahres auftraten. Weder der Brexit, noch der harte US-Wahlkampf und sein überraschender Ausgang oder die anhaltende politische Unsicherheit in der Eurozone haben die deutsche Konjunktur merklich gebremst. Sie konnte sogar die anhaltende Schwäche des Welthandels, dessen Wachstum sich 2016 noch einmal mehr als halbierte, ver- kraften. Dies gelang dank der robusten binnenwirtschaftlichen Wachstumskräfte, die durch einige temporäre Faktoren verstärkt wurden. So profitierte die reale Kaufkraft der Konsumenten von der Inflationsschwäche und trieb den privaten Konsum wie im Vorjahr zu einem Plus von etwa 2%. Der Staatskonsum wuchs sogar mit über 4% und damit sogar stärker als während der Wirtschafts- und Finanzkrise. Ausgaben zur Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge dürf- ten hierbei eine wichtige Rolle gespielt haben. Die kräftige Baukonjunktur tat ihr Übriges für die Binnenwirtschaft. Die Außenwirtschaft bremste die Konjunktur dagegen deutlich. So sank das Ex- portwachstum von über 5% im letzten Jahr auf etwa 2%. Die Abschwächung war breit angelegt; der stärkste Bremser war jedoch die rückläufige Nachfrage aus den USA. Dies hatte zur Folge, dass die Unternehmen ihre Investitionen kaum auswei- teten und im Jahresverlauf sogar Quartale mit merklich schrumpfenden Ausrü- stungsinvestitionen zu Buche schlugen – eine Hypothek für das Jahr 2017 –, was vermutlich auch an der erheblichen politischen Unsicherheit lag. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum entsprach mit knapp 2% unserer Erwar- tung von vor einem Jahr; die Divergenz zwischen der Binnenkonjunktur und der Außenwirtschaft fiel allerdings viel prononcierter aus als erwartet. 2017: Konjunktur mit weniger Rückenwind Die deutsche Wirtschaft dürfte 2017 einen Gang zurückschalten. Wir prognosti- zieren eine Wachstumsrate von 1,1%. Das ist zwar nahezu eine Halbierung des Wachstums, allerdings geht etwa die Hälfte auf einen Arbeitstageffekt zurück. Rechnet man diesen heraus, verlangsamt sich das Wachstum nur noch von 1,8% auf 1,4%. Damit läge es aber immer noch über der mittelfristigen Potenti- alrate, die sich angesichts der demografischen Aussichten Deutschlands und der Produktivitätsentwicklung ergibt. Die Verlangsamung basiert auf unserer Erwartung, dass der kräftige Rückenwind für den privaten und staatlichen Konsum aufgrund anziehender Inflation und der stark eingeschränkten Flüchtlingszuwanderung abflaut. Die Inflation dürfte getrieben vom ölpreisbedingten Anstieg der Energiepreise von 0,5% auf 1,6% zulegen. Zu- dem unterstellen wir eine anhaltende Flüchtlingszuwanderung in ähnlicher Höhe wie im Herbst 2016 (16.000 pro Monat) also deutlich weniger als noch im Herbst 2015 (180.000 pro Monat). Mit gut einem Prozent Wachstum sollte der private Kon- sum dank der anhaltend robusten Lage des Arbeitsmarktes kombiniert mit der An- hebung des Mindestlohns aber weiter die wichtigste Konjunkturstütze bleiben. Auch der Staatskonsum und die Bauinvestitionen sollten mit gut 2% stärker als im Schnitt der letzten fünf Jahre wachsen und damit die Binnenkonjunktur antreiben. Ein Zu- wachs der Bauinvestitionen in der von uns prognostizierten Höhe ist angesichts des erheblichen Nachfrageüberhangs im Wohnungsbau und den Infrastrukturplänen der Regierung aber enttäuschend. Allerdings dürften Kapazitätsengpässe aufgrund des Fachkräftemangels und staatlich/regulatorische Hürden ein stärkeres Ausweiten des Angebots behindern. -25 -20 -15 -10 -5 0 5 10 15 20 00 02 04 06 08 10 12 14 16 BIP in G20 Welthandel Real, % gg. Vj. Quellen: PIG, CPB, Deutsche Bank Research Welthandel auch 2016 sehr schwach 1 -80 -30 20 70 120 -30 -25 -20 -15 -10 -5 0 5 10 15 20 93 97 01 05 09 13 17 Ausrüstungsinvestitionen (links) Wirtschaftspolitische Unsicherheit (rechts, inv.) Unsicherheit dämpft Investitionen 2 Veränd. gg. Vj., Indexp., 4Q-Schnitt, 3Q vorge- schoben (links); % gg. Vj. (rechts) Quellen: Statistisches Bundesamt, Haver -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 10 11 12 13 14 15 16 17 Privater Konsum Staatskonsum Ausrüstungsinv. Bauinv. Lager Außenbeitrag Reales BIP Konsum trieb BIP-Wachstum 3 Beitrag zum realen BIP-Wachstum gg. Vj., %-P Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bank Ausblick Deutschland 3 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Die Aussichten für die deutsche Exportwirtschaft sind insgesamt gemischt. Wäh- rend die Weltwirtschaft 2017 stärker wachsen sollte, dürfte die Konjunktur in Europa an Tempo verlieren. Angesichts des sehr hohen Anteils dieser Region an den deut- schen Exporten bedeutet dies eine nur marginal aufwärtsgerichtete Nachfrageent- wicklung. Insgesamt rechnen wir für Deutschland mit einem ähnlich mauen Export- plus wie 2016, was zusammen mit der anhaltenden Unsicherheit ein ungünstiges Investitionsumfeld ergibt und die Industrieproduktion dämpfen sollte. Wir rechnen für 2017 mit rückläufigen Ausrüstungsinvestitionen trotz überdurchschnittlicher Ka- pazitätsauslastung und einem moderaten Plus der Industrieproduktion von knapp 1%. Der Staatshaushalt sollte davon aber kaum belastet werden. Dank der robu- sten Binnenkonjunktur sollte Deutschland erneut einen kleinen Haushaltsüber- schuss erwirtschaften können. Internationales Umfeld: Licht und Schatten Die Weltwirtschaft sollte 2017 an Tempo zulegen. Nach rund 3% Wachstum in 2016 könnte sie 2017 um etwa 3,5% zulegen – die höchste Wachstumsrate seit 2011. Getragen wird diese Entwicklung vor allem durch eine stärkere US- Konjunktur und durch Russland und Brasilien, von denen wir annehmen, dass sie ihre Rezession hinter sich lassen können, wenn auch deren Wachstumsra- ten insgesamt moderat bleiben sollten. Die letztgenannten Länder dürften wie viele andere rohstoffexportierende Schwellen- und Entwicklungsländer von steigenden Öl- und anderen Rohstoffpreisen profitieren, nachdem die Notierun- gen in den letzten beiden Jahren stark unter Druck standen. Aber auch jenseits dieser Länder dürfte sich der globale Aufschwung verfestigen. Etwa zwei Drittel der von uns prognostizierten Länder dürften 2017 stärker als im Vorjahr wach- sen. Im Jahr 2016 galt das für weniger als die Hälfte. USA: Was bringen die Trumponomics? Die Aussichten für die USA sind insgesamt positiv. Mit einem Plus von etwa 1,5% erzielte die US-Wirtschaft 2016 zwar voraussichtlich das geringste Wach- stum seit der Rezession im Jahr 2009. Die zwei substanziellen Gegenwinde – die Korrektur der hohen Lagerbestände und der niedrige Ölpreis –, welche die Investitionen 2015 und 2016 gebremst haben, dürften 2017 jedoch spürbar nachlassen. Zudem sollte der Konsum dank steigender Löhne deutlich zulegen und die Pläne der neuen US-Regierung vor allem im zweiten Halbjahr stimulie- rend wirken. Das US-amerikanische BIP-Wachstum könnte somit auf rund 2,3% im Jahr 2017 und sogar 3,5% in 2018 steigen. Aus konjunktureller Sicht dürften eine massive Senkung der Unternehmens- und Einkommenssteuer sowie höhere Infrastrukturinvestitionen und steigende Ausgaben für das US-Militär die Hauptpfeiler sein. Ausmaß, Timing und Effekte der Schritte sind aufgrund mangelnder Details allerdings höchst unklar. Für un- sere Prognose nehmen wir an, dass die angekündigten umfangreichen Steuer- senkungen für Unternehmen und Haushalte etwa Mitte des Jahres beschlossen werden und es US-Präsident Trump gelingt, einen großen Teil seiner Pläne durch das Parlament bestätigen zu lassen. 1 Dies ist keine kleine Hürde, da viele republikanische Abgeordnete sogenannte „Fiscal Hawks“ (fiskalische Falken) sind und größeren Haushaltsdefiziten negativ gegenüber stehen. Gerade ein Absinken der im internationalen Vergleich hohen Unternehmenssteuern könnte aber über stärkere Investitionsanreize schnell spürbare Wirkungen entfalten, von der auch deutsche Exporteure profitieren sollten. Die Ausgabenpläne für 1 Hooper, P., Luzzetti, M., Slok, T. (2016). Using the Fed's model to evaluate Mr. Trump's fiscal proposals. Global Economic Perspectives. 6. Dezember 2016. Deutsche Bank Research. BIP-Wachstum 5 % gg. Vj. 2016P 2017P 2018P Euroland 1,7 1,3 1,5 Deutschland 1,9 1,1 1,5 Frankreich 1,2 1,3 1,1 Italien 0,9 0,7 0,7 Spanien 3,3 2,5 2,2 Niederlande 2,1 2,1 1,5 Belgien 1,2 1,1 1,3 Österreich 1,3 1,5 1,6 Finnland 1,5 1,2 1,5 Griechenland 0,3 1,4 1,6 Portugal 1,2 1,2 1,1 Irland 3,3 2,8 3,0 Großbritannien 2,1 1,2 1,1 Dänemark 1,0 1,7 1,8 Norwegen 0,7 1,6 1,8 Schweden 3,2 2,0 2,3 Schweiz 1,4 1,5 1,7 Tschech. Rep. 2,3 2,6 2,7 Ungarn 2,2 2,6 2,7 Polen 2,8 3,2 3,4 USA 1,5 2,3 3,5 Japan 0,7 1,0 1,2 China 6,7 6,5 6,0 Welt 3,0 3,4 3,8 *Inflationsdaten für EU-Länder basieren auf harmonisierten Verbraucherpreisindizes außer bei Deutschland. Dies kann zu Diskrepanzen zu anderen DB Publikationen führen. Quellen: Nationale Behörden, Nationale Zentralbanken, Deutsche Bank -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 6 7 01 03 05 07 09 11 13 15 17 Globales BIP (Nominales BIP) Globales BIP (Exporte) Globales BIP (KKP) Auslandsnachfrage nach deutschen Produkten zieht erst 2018 an 4 Quellen: Eurostat, Deutsche Bank Research % gg. Vj., Gewichtungsfaktoren in Klammern Ausblick Deutschland 4 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Infrastruktur und Militär dürften aufgrund längerer Planungszeiträume dagegen vermutlich erst 2018 eine größere Rolle spielen. Die positiven Wirtschaftsaussichten dürften es der amerikanischen Zentralbank erlauben, ihre graduelle Zinsnormalisierung fortzusetzen. Im Verlaufe des Jah- res könnten zu den zögerlichen Zinsschritten Ende 2015 und Ende 2016 minde- stens zwei weitere Zinserhöhungen hinzukommen, die die Fed-Funds Rate En- de 2017 auf über 1% bringen dürfte. Dies sollte dem US-Dollar neuen Auftrieb verleihen, da andere Zentralbanken aufgrund einer weniger günstigen Wirt- schaftslage die extrem niedrigen Zinsniveaus beibehalten dürften, was eine Kapitalverlagerung in die USA attraktiv macht. Der US-Dollar könnte somit gegenüber dem Euro im ersten Halbjahr die Parität erreichen und danach bis Jahresende sogar auf 0,95 aufwerten. Eurozone: Der Schub lässt nach Europa ist die einzige Region, in der das Wachstum 2017 spürbar geringer aus- fallen dürfte als 2016. Wir rechnen für die Eurozone mit einem Plus von 1,3% nach 1,7% und knapp 2% in den beiden Vorjahren. Auch in Großbritannien dürf- te die Konjunktur nachlassen, was sich durch die kräftige Abwertung des briti- schen Pfunds auch auf die deutschen Unternehmen merklich negativ auswirken dürfte. Wir sehen vier Hauptgründe für ein verlangsamtes Wachstum in der Eurozone: Nachdem der Einbruch des Ölpreises die realen Einkommen in den letzten bei- den Jahren gestützt hat, wird die sich langsam normalisierende Inflation nun zum Gegenwind. Zugleich ist die Erholung des Arbeitsmarktes noch nicht weit- genug vorangeschritten, als dass stärker ansteigende Löhne dies kompensieren könnten. Der zweite Gegenwind besteht im schwächelnden Wachstum der Kre- dite an die Realwirtschaft. Zuletzt hatte es sich auf niedrigem Niveau stabilisiert, was auf eine nachlassende Dynamik der Binnenkonjunktur hindeutet. Von der Fiskalpolitik erwarten wir ebenfalls geringere Impulse, nachdem sie 2016 dank expansiver Politik auch in Deutschland positiv zum Wachstum beigetragen hat- te. Der letzte Faktor ist die hohe politische Unsicherheit, die wie in Deutschland die Investitionsbereitschaft der Unternehmen dämpfen dürfte. Unsicherheit bestimmt das Bild Der Ausblick für 2017 ist im hohen Maße von (politischer) Unsicherheit geprägt. Sie ist im Zuge des Brexit, der US-Wahl und der näher rückenden Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland im Jahr 2017 und der wahr- scheinlich gewordenen Wahl in Italien bis auf historische Hochs gestiegen, zu- mindest wenn man nachrichtenbasierte Indikatoren heranzieht. Finanzmarktba- sierte Unsicherheitsindikatoren sind weniger auffällig, wohl nicht zuletzt auf- grund der von den Zentralbanken verabreichten Beruhigungspillen. Es gibt ei- nen klaren Zusammenhang zwischen hoher (politischer) Unsicherheit und schwachem Investitionswachstum. Nicht nur dürfte es Unternehmen in unsiche- ren Phasen schwerer fallen, größere Investitionen zu finanzieren; es kann zu- dem auch attraktiv sein, Investitionsentscheidungen zu verschieben, um eine größere Sicherheit über künftige Absatzmöglichkeiten zu erlangen. Aus Sicht deutscher Exporteure sind unseres Erachtens die Unklarheit über die künftigen Handelsbeziehungen Großbritanniens mit der EU sowie die global zunehmende Skepsis in der Politik und unter Wählern gegenüber dem Freihan- del die zwei aktuell wichtigsten Mittelfristrisiken. Wenn Donald Trump als Präsi- dent alle protektionistischen Wahlkampfversprechen umsetzen würde, wäre dies ein herber Schlag für den Freihandel und wohl ein spürbarer Gegenwind für den Welthandel. Ohnehin haben die schleppenden und zum Teil gescheiterten Ver- 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 15 16 17 18 Basisszenario Keine Senkung der Einkommenssteuer Senkung der Unternehmenssteuer auf 25% Voller fiskalischer Impuls Quellen: FRB, Deutsche Bank Research % gg. Vj., Basisszenario der Fed und verschiedene mit dem FRBUS-Modell berechnete Szenarien Trumps Fiskalpläne könnten BIP-Wachstum deutlich erhöhen 6 -10 -8 -6 -4 -2 0 2 4 6 03 05 07 09 11 13 15 Kreditimpuls (% BIP) Private Binnennachfrage (% gg. Vj.) Quellen: Deutsche Bank Research, EZB, Eurostat Schwächeres Kreditwachstum = Risiko für Euroland-Binnennachfrage 7 Ausblick Deutschland 5 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland handlungen zu neuen großen Freihandelsabkommen und die steigende Zahl an Handelsbarrieren das Wachstum des Handelsvolumens in den letzen Jahren gebremst. Ein wichtiges Risiko, das sich auch kurzfristig schon auswirken kann, ist der Effekt von steigenden Zinsen in den USA auf internationale Kapitalströme. Steigende Zinsen und ein aufwertender US-Dollar könnten sich gegenseitig verstärken und Kapitalverlagerungen in die USA treiben. Insbesondere Schwel- len- und Entwicklungsländer könnten wie schon 2013 deutlich darunter leiden, wenn die Refinanzierung bzw. Rückzahlung ihres in US-Dollar denominierten Schulden teurer wird, was deren Nachfrage nach deutschen Investitionsgütern bremsen könnte. Darüber hinaus bestehen in China Risiken im Immobilien- markt, der zuletzt durch erhebliche Preissteigerungen geprägt war. Zwar erwar- ten wir, dass das BIP-Wachstum in China 2017 dank geld- und fiskalpolitischer Unterstützung nahezu unverändert bei 6,7% liegen wird; sollte es aber einen Schock am Immobilienmarkt geben, hätte dies angesichts der Größe der chine- sischen Wirtschaft große Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Deutschland und Europa stellen Weichen für nächste Dekade 2017 wird ein Jahr der Wahlen. In Deutschland stellt die Bundestagswahl im September das politische Großereignis dar. Die Auguren interessiert vor allem, ob Angela Merkel zum vierten Mal Bundeskanzlerin werden kann. Aktuelle Um- fragen sprechen dafür. Hier liegt die CDU/CSU deutlich – Mitte Dezember um fast 14 Prozentpunkte – vor der SPD. Allerdings könnte sich der Abstand verrin- gern, wenn die SPD nicht Parteichef Gabriel, sondern den populäreren derzeiti- gen EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz ins Rennen schickt. Eine Kandi- datur von Olaf Scholz, Erster Bürgermeister von Hamburg, erscheint hingegen weniger wahrscheinlich. Angela Merkel dürfte Bundeskanzlerin bleiben Auch wenn Frau Merkel Kanzlerin bleiben dürfte, ist offen, welche Partei sie als Koalitionspartner mit ins Boot nehmen wird. Laut Bundeskanzlerin gibt es hier unter den derzeitigen Bundestagsparteien keinen Favoriten. Im nächsten Bun- destag werden voraussichtlich sieben Parteien vertreten sein, neben den Uni- onsparteien sowie der SPD noch die Linke, Grüne, AfD und FDP. In einem sol- chen bunten Parlament hätte die CDU/CSU nach heutigem Stand nur die Alter- native einer erneuten Großen Koalition oder eines Dreier-Bündnisses mit den Grünen und der FDP. Letzteres wäre ein Novum und würde wohl erheblichen Abstimmungsbedarf unter den Partnern erfordern. Bis zum Wahltag kann die Dynamik der großen politischen Themen freilich noch vieles bewegen. Flüchtlinge, innere Sicherheit, Renten und soziales Gefälle, heißen die Themen, die die Bürger besonders beschäftigen. Die CDU will darauf mit einem verstärkt konservativ ausgerichteten Kurs antworten. So tritt die Partei u.a. für ein grundsätzliches Verbot der Vollverschleierung und konsequente Abschiebungen sowie für mehr innere und äußere Sicherheit ein. Konservativer Kurs der CDU könnte Koalitionsbildung erschweren Dieser Kurs dürfte es der CDU/CSU erschweren, einen Koalitionspartner zu finden. Sowohl die SPD als vor allem auch die Grünen lehnen weitere Restrik- tionen bei der Flüchtlingspolitik ab. Auch die steuerpolitischen Vorstellungen der CDU, die Steuererhöhungen für die nächste Legislaturperiode grundsätzlich ablehnt, passen kaum zu den Konzepten von SPD oder Grünen. Beide plädie- ren – soweit bislang bekannt – für höhere Steuern auf hohe Einkommen, Erb- 0 100 200 300 400 500 600 700 800 98 00 02 04 06 08 10 12 14 16 China Deutschland Italien Russland UK USA Wirtschaftspolitische Unsicherheit, nachrichten- basiert, gl. 6-Monatsschnitt Quellen: Deutsche Bank Research, Haver Ausgeprägte Unsicherheit 8 0 10 20 30 40 CDU/CSU SPD Grüne Linke AfD FDP Übrige Popularität politischer Parteien in Deutschland* 9 Quelle: Wahlrecht.de Stand Mitte Dezember 2016, % * Durchschnitt vielbeachteter Umfragen (Allensbach, Infratest Dimap, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen, TNS Emnid) 55 45 Chance Bedrohung Einstellung zur Globalisierung in Europa 10 "Globalisierung ist eine ... " Anteil an allen Befragten in % Quellen: Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Research Ausblick Deutschland 6 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland schaften und Vermögen. Freilich war das auch schon 2013 der Fall und stand einer Koalition, damals bekanntlich mit der SPD, letztlich nicht im Wege. Die etablierten Parteien führen den Wahlkampf auch mit Blick auf die AfD. Grö- ßere Zugewinne der AfD jenseits der Marke von 10% insbesondere zulasten der CDU/CSU würden die Wahrscheinlichkeit einer Neuauflage der Großen Koalition erhöhen. Indes scheint die AfD ihren Zenit erreicht zu haben. Das dürfte daraus resultieren, dass sich die Zahl neu registrierter Flüchtlinge seit April 2016 bei durchschnittlich rd. 16.400 pro Monat stabilisiert hat. Bei einem stärkeren Wiederanstieg der Flüchtlingszahl, Gefährdungen der inneren Sicherheit oder krisenhaften Entwicklungen in der EU bzw. im Eurogebiet könnte die AfD aber rasch (noch) stärkere Zustimmung erfahren. EU: Herausfordernde Agenda ungeachtet nationaler Wahlen Auf europäischer Ebene wird die Agenda 2017 durch Wahlen in zwei – vielleicht sogar drei – weiteren wichtigen Partnerländern sowie das Management schwie- riger Baustellen dominiert, insbesondere des Brexit, der Zusammenarbeit der EU-27 und in der Eurozone sowie der Flüchtlingskrise. Wahlen stehen im März in den Niederlanden, im Mai in Frankreich und im Jahresverlauf möglicherweise auch in Italien an. Mit Blick auf diese Länder bestehen erhebliche Bedenken im Hinblick auf den Einfluss EU-skeptischer, populistischer Parteien. Der Wahlsieg von Donald Trump in den USA könnte den Nationalismus in Europa weiter er- mutigen und so Fragmentierung befeuern und konsistentes Problemmanage- ment in der EU erschweren. Der Brexit – eine Herkulesaufgabe Das schwierige Thema Brexit steht in Brüssel – wenngleich oft unausgespro- chen – überall im Raum. Vorbereitungen für die Austrittsverhandlungen laufen bereits. Allerdings haben sich Hoffnungen auf eine frühzeitige Klärung des Fahrplans zerschlagen, weil der Oberste Gerichtshof in Großbritannien noch darüber entscheiden wird, ob die dortige Regierung die Austrittserklärung nach Artikel 50 des EU-Vertrages abgeben kann, ohne dass das Parlament zuvor zustimmt oder gar ein entsprechendes Gesetz erlässt. Gleichwohl halten wir eine solche Erklärung zum Ende des ersten Quartals 2017 für das wahrschein- lichste Szenario. Der Europäische Rat wird dann inmitten der Phase nationaler Wahlen das Verhandlungsmandat der EU-Kommission beschließen müssen. Bislang steht die EU-27 zu ihrer Haltung, dass ein Zugang zum EU-Binnenmarkt nur aufrechterhalten werden kann, wenn Großbritannien alle vier dort geltenden Freiheiten, gewisse Finanzierungsbeiträge und den Europäischen Gerichtshof als Institution für Streitschlichtung akzeptiert. Freilich verlaufen Verhandlungen dynamisch und das Endergebnis kann sich deutlich von den Anfangspositionen unterscheiden – solange beide Seiten ihre Hauptinteressen im Schlussdoku- ment gewahrt sehen. Schwieriges Tagesgeschäft wird EU auf Trab halten Neben dem Brexit stehen weitere sowohl politisch sensible als auch wirtschaft- lich wichtige Themen an. An erster Stelle sind die Zuwanderung und das EU- Türkei-Abkommen zu nennen. Zusammen mit der Schließung der Balkan-Route hat das Abkommen bislang hinreichend gut gewirkt. Die Türkei hat Maßnahmen ergriffen, um Migranten davon abzuhalten, illegal von dort nach Griechenland zu gelangen, im Gegenzug für finanzielle Unterstützung seitens der EU (EUR 3 Mrd. sind zugesichert, weitere EUR 3 Mrd. vorgesehen). 0 20 40 60 80 100 sind .. für einen Austritt aus der EU sind .. für mehr Integration haben .. Vertrauen in Politiker sind .. zufrieden mit der Demokratie denken .., im Land sind zu viele Ausländer Von jenen, die Globalisierung als Bedrohung betrachten, .. % ... Quellen: Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Research Politische Einstellungen nach Haltung zur Globalisierung in der EU I 11 0 20 40 60 80 100 sind .. für einen Verbleib in der EU sind .. für mehr Integration haben .. Vertrauen in Politiker sind .. zufrieden mit der Demokratie denken .., im Land sind zu viele Ausländer Von jenen, die Globalisierung als Chance betrachten, .. % ... Quellen: Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Research Politische Einstellungen nach Haltung zur Globalisierung in der EU II 12 Ausblick Deutschland 7 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Wichtiger für die Türkei dürfte indes die Zusage der EU sein, die Visa-Pflicht für türkische Bürger aufzuheben, sofern das Land eine Reihe von Bedingungen erfüllt. Dies ist jedoch noch nicht geschehen, weshalb die Visa-Liberalisierung in der Schwebe hängt. Trotz verschärfter Rhetorik sowohl seitens der Türkei als auch der EU, vor allem des Europäischen Parlaments, und wohl anhaltender Spannungen dürften jedoch beide Seiten eine Fortführung des Abkommens als vorteilhaft erachten. Der zweite Punkt, Handel, betrifft Kernthemen, bei denen sich zeigen dürfte, inwieweit die EU Risse zwischen den Mitgliedstaaten kitten kann und welchen Kurs sie gegenüber externen Partnern fährt. Die Themen hier reichen von der Annahme der Kommissionsvorschläge zum Umgang mit Importen aus China bei künftigen Anti-Dumping-Ermittlungen über die anhängigen Freihandelsabkom- men (Ratifizierung von CETA) bis hin zu mehr allgemeinen Aspekten des Frei- handels und der Politik offener Märkte mit Blick auf die neue US-Regierung. Debatte über Mix von Geld- und Fiskalpolitik im Eurogebiet Drittens geht es um einen angemessenen Mix von Geld- und Fiskalpolitik und weitergehende Schritte der Politik-Koordination im Eurogebiet. So hat die EU- Kommission erstmalig eine Empfehlung für einen bestimmten positiven fiskali- schen Kurs im Eurogebiet ausgesprochen. Sie empfahl einen zusätzlichen Im- puls von 0,5% des BIP, der vor allem von Ländern mit gesunden Staatsfinanzen kommen solle. Bundesfinanzminister Schäuble hat diesen Vorschlag jedoch als außerhalb der Zuständigkeit der Kommission liegend abgelehnt. Die Eurogrup- pe betonte zudem, dass die Gestaltung angemessener Fiskalpolitik in der indi- viduellen und gemeinsamen Verantwortung der Mitgliedstaaten liege und sie wies auf die Heterogenität nationaler fiskalischer Spielräume und von Konsoli- dierungsmaßnahmen hin. Schließlich steht auch das Verhältnis zu Russland einschließlich der Sanktionen auf der Agenda. Regierungswechsel in manchen Ländern könnten hier zu einer stärker entgegenkommenden Haltung führen. So hat sich der konservative fran- zösische Präsidentschaftskandidat, François Fillon, für eine Normalisierung der Beziehungen zu Russland ausgesprochen. Dieser Hinweis zeigt, dass der Ausgang der Wahlen wesentlichen Einfluss auf das weitere Geschehen in der EU haben wird. In Deutschland, den anderen Partnerländern mit Wahlen sowie mit Blick auf den Brexit auch in der EU-27 insgesamt und in Großbritannien werden 2017 entscheidende Weichen für die nächste Dekade und weit darüber hinaus gestellt. EZB: QE bleibt bis Ende 2017 erhalten Auf ihrer Sitzung im Dezember hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihr An- leihekaufprogramm (QE) über den bisherigen Mindestzeitraum, der im März 2017 geendet hätte, hinaus verlängert. Sie plant, Anleihen bis mindestens Ende 2017 zu kaufen, um die Konjunktur mit ihrer weiter expansiv ausgerichteten Geldpolitik zu unterstützen. Ab April soll das monatliche Volumen jedoch von EUR 80 Mrd. auf EUR 60 Mrd. gesenkt werden, was mit dem spürbar zurückge- gangenen Deflationsrisiko begründet wird. Allerdings betonte EZB Präsident Mario Draghi bei der Pressekonferenz, dass bei den konjunkturellen Aussichten weiterhin die Abwärtsrisiken dominieren und das Kaufprogramm bei Bedarf je- derzeit verlängert und/oder ausgeweitet werden könne. Gegenüber den recht optimistischen Prognosen der Zentralbank sehen wir vor allem beim Wachstum Abwärtsrisiken. Unsere BIP-Wachstumsprognose für die Eurozone in 2017 liegt fast einen halben Prozentpunkt niedriger als jene der EZB. Dazu kommt, dass die Inflation vor allem aufgrund höherer Energiepreise 0 50000 100000 150000 200000 Aug 15 Sep Okt Nov Dez Jan 16 Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Asylanträge** Flüchtlinge Asylanträge & registrierte Flüchtlinge im EASY - System* 13 * Vorläufige Erfassung, die Doppelzählungen enthalten kann ** Erstanträge Quellen: BAMF, BMI 0 50000 100000 150000 200000 Jan - 15 Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan - 16 Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov GR IT Über das Mittelmeer angelangte Flüchtlinge in Griechenland und Italien 14 Quelle: UNHCR 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000 4500 5000 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 Bilanz der EZB steigt in neue Höhen 15 EZB - Bilanzsumme, Mrd. EUR Fortschreibung: EUR 80 Mrd. Anleihekäufge pro Monat bis März 2017 danach EUR 60 Mrd. Quellen: Deutsche Bank Research, EZB Ausblick Deutschland 8 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland zunimmt, während die Kerninflation bislang kaum Anzeichen erkennen lässt, zu steigen. Dies dürfte erst bei einer höheren Auslastung des Arbeitsmarktes ge- schehen. Dennoch sollte eine weitere Reduktion des Anleihekaufprogramms Ende 2017 möglich sein, wenn sich keins der vielen ökonomischen und politi- schen Risiken materialisiert. Eine Diskussion darüber dürfte im zweiten Halbjahr 2017 ohnehin wieder einsetzen, da es der EZB immer schwerer fallen dürfte, genügend Anleihen am Finanzmarkt zu finden, die ihren Kriterien entsprechen. Der Ausstieg aus der derzeitigen extremen Geldpolitik dürfte jedoch insgesamt äußerst langsam vonstattengehen und von Pausen gekennzeichnet sein, wie das Beispiel der amerikanischen Notenbank zeigt. Mit einem Anstieg des EZB- Leitzinses von aktuell 0% ist damit auf absehbare Zeit kaum zu rechnen. Die kurzfristigen Marktzinsen sollten dementsprechend in der Eurozone niedrig blei- ben. Im Gegensatz dazu könnten die Renditen von Anleihen mit längerer Lauf- zeit stärker auf den Renditeanstieg in den USA reagieren, wenn auch die anhal- tenden Anleihekäufe durch die EZB die (deutschen) Staatsanleiherenditen auf – in historischem Vergleich – niedrigen Niveaus halten dürfte. Davon dürfte der US-Dollar profitieren und gegenüber dem EUR aufwerten. Ausblick im Einzelnen Privater Konsum: Öl dämpft, aber solider Arbeitsmarkt und Migration stützen Der private Konsum dürfte sich 2017 auf 1,2% abschwächen (2016: 1,9%), aber immer noch den Hauptwachstumstreiber darstellen. Von 2014 bis 2016 lieferte der private Konsum etwas mehr als die Hälfte des durchschnittlichen BIP- Wachstums von 1,7%. Zurück ging dies auf das günstige Zusammenspiel vom Ölpreiseinbruch, dem zuwanderungsbedingten hohen Beschäftigungswachstum und soliden Lohnzuwächsen. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich 2016 weiter von seiner besten Seite. Die Beschäftigung stieg um 1,0% auf den Rekordwert von rund 43 ½ Millionen und die Arbeitslosenquote fiel auf 6,1%, den tiefsten Stand seit der Wiedervereini- gung. Der Beschäftigungsanstieg speist sich weiter vor allem aus dem Eintritt von Migranten in den deutschen Arbeitsmarkt. Die Zuwanderung von Ar- beitskräften, insbesondere aus Osteuropa, trägt damit zu einem erheblichen Anteil zum Wachstum der deutschen Wirtschaft bei und lindert die teilweisen bestehenden Arbeitskräfteengpässe. Im Jahr 2016 dürften etwa 60% des Be- schäftigungsanstiegs von 1,0% auf die Zuwanderung zurückgehen. Eine grobe Abschätzung ergibt, dass etwa ¼ des BIP-Wachstums von 1,9% im Jahr 2016 auf Migration zurückgeht. 2 Frühindikatoren deuten auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in der kurzen Frist hin und unsere insgesamt solide Konjunkturprognose dürfte auch in der mittleren Frist die Arbeitsnachfrage auf einem hohen Niveau halten. Aktuell liegt die Anzahl der offenen Stellen bei fast 1 Million (+9% gg. Vj.) und die Vakanzzeit auf dem Rekordwert von 97 Tagen. Die Beschäftigung dürfte zuwanderungsbedingt weiter zulegen. Für das Jahr 2017 rechnen wir mit einem Anstieg um etwa ½% oder rund 230.000. Gleichzeitig rechnen wir aber auch mit einem Anstieg der Arbeitslo- 2 Wir beachten dabei die typischerweise geringere Produktivität und die kürzere durchschnittliche Arbeitszeit von Migranten im Vergleich zu Inländern. Für die grobe Abschätzung der Arbeitszeit und Produktivität der Zuwanderer gg. Inländern wurde auf Census-Daten des Statistischen Bun- desamtes zurückgegriffen. Der negative Lohnabstand der jüngeren Alterskohorte wurde als grobe Näherung für den Produktivitätsrückstand verwendet. Danach liegt der Lohnnachteil bei 25%. Die Arbeitszeit der Ausländer ist aufgrund der unterschiedlichen Beschäftigtenstruktur um etwa 5% geringer. Siehe auch Bräuninger, D., Peters, H. (2014). Temporärer Zuwanderungsboom: Weck- ruf für die Politik?, Standpunkt Deutschland. 28. Juli 2014. Deutsche Bank Research. Bräuninger, D., Peters, H., Schneider, S. (2015). Flüchtlingszustrom: Eine Chance für Deutschland. Stand- punkt Deutschland. 3. November 2015. Deutsche Bank Research. 0,5 1 1,5 2 2,5 3 0,95 1 1,05 1,1 1,15 1,2 1,25 15 16 EUR in USD (links) US - deutsches Zinsdifferenzial (rechts, invertiert) Steigende US-Zinsen stärken den USD 16 % - P. Abstand zw. 5J - Staatsanleiherenditen in USA und Deutschland (rechts) Quellen: Deutsche Bank Research, Global Insight 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 00 02 04 06 08 10 12 14 16 Deutschland Ost West Vakanzzeit (Tage) Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Bank Research Besetzung offener Stellen wird schwieriger 17 Ausblick Deutschland 9 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland senquote auf 6,2%, da sich immer mehr Flüchtlinge nach teilweiser absolvierter Qualifizierung und Sprachkursen arbeitslos melden dürften. Das Wachstum der Reallöhne dürfte sich 2017 verlangsamen. Für die Nominal- löhne gehen wir davon aus, dass sich das Wachstum moderat auf etwa 2 ½% erhöht. Etwa die Hälfte der Tariflohnanstiege ergibt sich aus den Abschlüssen aus dem Jahr 2016 und diese sehen einen Anstieg von etwas mehr als 2% vor. Die folgenden Tarifrunden dürften den größten Effekt auf die Tariflöhne in 2017 haben: Öffentlicher Dienst (Länder), Einzelhandel, Groß- und Außenhandel und Metall- und Elektroindustrie. Die Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Januar 2017 um 4% von EUR 8,50 auf EUR 8,84 pro Stunde erhöht das Lohnwach- stum ebenfalls. 3 Der von uns – insbesondere ölpreisbedingte – erwartete An- stieg der Inflationsrate von 0,5% auf 1,6% im Jahr 2017 überkompensiert das stärkere Nominallohnwachstum, so dass sich das Reallohnwachstum von dem ausgesprochen hohen Niveau der letzten zwei Jahre aus verlangsamen dürfte. Öffentliche Finanzen: Weiter mit Überschüssen Auch das Jahr 2016 dürfte Deutschland mit einem positiven Finanzierungssaldo von fast EUR 20 Mrd. bzw. 0,5% des BIPs abschließen (nach 0,7% im Jahr 2015). Der hohe Überschuss basiert weiterhin auf sprudelnden Steuereinnah- men (~4% gg. Vj.) dank der guten Inlandsdynamik. Die Einkommenssteuer ist um rund 10% gestiegen, noch stärker wuchs die Körperschaftssteuer mit mehr als 30%. Trotz des jüngsten Anstiegs der Kapitalmarktzinsen dürfte auch die Zinsbelastung weiter gefallen sein. Die Einsparungen im Jahr 2016 dürften mehrere Milliarden Euro betragen haben. Der Finanzierungssaldo wäre noch höher ausgefallen, wenn die Sozialleistungen nicht um 2 ½% gegenüber 2015 gestiegen wären. Damit bleibt der steigende Trend bei den Sozialausgaben bestehen, die – trotz niedrigen Arbeitslosenraten und Beschäftigungsrekord – seit dem Jahr 2011 um 15% zulegten. Auch die hohen Kosten für die Versor- gung der Flüchtlinge erhöhten die Ausgaben im Jahr 2016, wobei der Großteil der Ausgaben auf Länder- und kommunaler Ebene anfielen. So stiegen lt. Bun- desbank die Ausgaben der Länder an die Kommunen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise um fast EUR 3 Mrd. an, wobei den Ländern Mittel in ähnlicher Höhe aus dem Bundeshaushalt zuflossen. Trotz der etwas nachlassenden Wachstumsdynamik im Jahr 2017 (Beschäftig- tenzuwachs und BIP-Wachstum 0,5% und 1%, 2016 1% und 1,9%) dürfte das nominale Wachstum dank steigender Inflation ähnlich hoch wie in diesem Jahr sein. Zudem könnten 2017 etwas weniger dynamisch wachsende Steuerein- nahmen durch die Auflösung von Rücklagen im Bundeshaushalt ausgeglichen werden. Entsprechend erwarten wir auch für 2017 einen positiven Finanzie- rungssaldo von 0,5%. Wenngleich die Ausgaben zur Bewältigung der Flüchtlingskrise sinken dürften, bleibt auch im Jahr 2017 ein Anstieg von Sozial- und Personalausgaben aufgrund erneut steigender Flüchtlingszahlen das größ- te fiskalische Risiko. Der prognostizierte Finanzierungssaldo zusammen mit dem nominalen BIP von rund 2% dürfte die Staatsschulden weiter reduzieren. In den letzten Jahren fiel die Staatsverschuldung bereits von über 80% auf aktuell 70%. Setzt sich diese Entwicklung fort, wird die 60%-Schuldengrenze des Maastrichter Vertrages schon vor dem Ende des Jahrzehntes erreicht. Diese Projektion berücksichtigt bereits die Umsetzung einer Steuerreform nach der Bundestagswahl zur Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen und damit niedrigerer Überschüsse nach 2017. 3 Rakau, O., Peters, H. (2016). German wages: Not doing the heavy lifting for the ECB. Focus Europe. 21. Oktober 2016. Deutsche Bank Research. 0 50 100 150 200 250 300 12 13 14 15 16 EU - 8 EU - 2 Kroatien GIPS Balkan Osteuropäische Drittstaaten Nichteuropäische Asylherkunftsländer Veränderung gg. Vj. (Tausend Personen) Beschäftigungsanstieg durch Migration weiter auf hohem Niveau 18 Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Bank Research 50 60 70 80 90 00 05 10 15 20 in % des BIPs Quellen: Bundesbank, Deutsche Bank Research Gesamtstaat: Schuldenstand 19 0 10 20 30 40 Einkommens - steuer Körperschafts - steuer % gg. Vj., Q1 - Q3 2016 vs. Q1 - Q3 2015 Quelle: Bundesbank 2016 Gewinnabhängige Steuern 20 Ausblick Deutschland 10 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Bau: Kehrtwende am Gewerbebau 2016 verzeichneten die Bauinvestitionen ein kräftiges Wachstum von fast 3% gg. Vj. Weiterhin dominierte der Wohnbau die Investitionstätigkeit mit einem Plus von rund 4%. Der hohe Nachfrageüberhang, in den Metropolregionen und Großstädten fehlen bis zu 1 Mio. Wohnungen, dürfte weit über das Jahr 2017 hinaus das Hauptthema im Bausektor bleiben. Fehlendes Bauland und Kapazi- tätsrestriktionen bleiben wichtige Bremsfaktoren für die Bautätigkeit. Für 2017 dürfte aber angesichts des starken Anziehens des Auftragseingangs (2016: +15%) und der Baugenehmigungen (2016: +14%) mit zusätzlicher Dynamik zu rechnen sein. Zudem könnten Bauvorschriften und Umweltauflagen gelockert werden, da angesichts der hohen Zuwanderung, in den letzten beiden Jahren stieg die Bevölkerung um rund 1,5 Mio. Einwohner, neuer Wohnraum dringend benötigt wird. Deshalb erwarten wir eine Ausweitung der Wohnbauinvestitionen um fast 5%. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen könnte dann erstmals auf 300.000 ansteigen. Ausgehend von einem Bedarf von mindestens 350.000 Wohnungen würde damit der Nachfrageüberhang trotzdem ansteigen. Aufgrund des hohen Nachfrageüberhangs stiegen auch die Hauspreise 2016 weiter kräftig an. Laut BulwienGesa (126 Städte) legten die Hauspreise, wie erwartet, im Durchschnitt um 5-7% zu und die Wohnungspreise um 7-8%. Wie schon in den letzten Jahren war die Preisdynamik in den Metropolregionen und Großstädten am höchsten. Aber selbst in den kleineren Städten waren vielfach Preissteigerungen zu verzeichnen und in keiner der 126 Städte gaben die Prei- se nach. Basierend auf den OECD Erschwinglichkeitsindizes, Preis-zu- Einkommen und Preis-zu-Mieten, liegen die Preise nun auf ihrem historischen Durchschnitt und haben damit ihre Normalisierung abgeschlossen. Der Preis- boom spiegelt sich auch in der Mietdynamik wider. 2016 erhöhten sich die Neu- vermietungsmieten um 4 ½% und die Wiedervermietungsmieten um mehr als 4 ¾%. Dies ist der kräftigste Anstieg seit 1994, trotz der Einführung der Miet- preisbremse im Jahr 2015. 2017 dürften, angesichts des weiter wachsenden Nachfrageüberhangs, die Preise erneut steigen. Damit beginnt nun die Überbewertungsphase, was die Preisdynamik womöglich ein wenig dämpfen könnte. Zudem könnte der jüngste Zinsanstieg um fast 0,5%-Punkte am Kapitalmarkt die Hypothekenzinsen wieder eher in Richtung 2% steigen lassen (aktuell 1,5%). Da der Abbau des Nachfra- geüberhangs jedoch viele Jahre dauert, bleibt das Risiko einer Blasenbildung im aktuellen Zyklus hoch. Der Gewerbebau dürfte 2017 vor einer Kehrtwende stehen. In vielen Städten sind die Leerstände stark gefallen. In den letzten Jahren wuchs die Zahl der Bürobeschäftigten dank der guten Inlandsdynamik jährlich mit rund 2%. Zudem deuten die rasant gestiegenen Auftragseingänge und Baugenehmigungen eine Wachstumsbelebung an, weshalb wir ein Plus von mehr als 1% erwarten (nach fast -6% von 2012 bis 2016). Da der Leerstand trotzdem weiter fallen dürfte, könnte die Investitionsdynamik im Gewerbebau auch über das Jahr 2017 anhal- ten. Der öffentliche Bau dürfte nach einer starken Ausweitung um 3% in 2016 noch einmal zulegen. Auch hier legten Auftragseingänge und Baugenehmigun- gen, insbesondere im Straßenbau, Anfang 2016 kräftig zu. Seitdem fallen die Auftragseingänge aber wieder. Zudem war der öffentliche Bau in den letzten fünf Jahren insgesamt recht träge, weshalb wir nach dem starken Jahr 2016 nur ein Plus von ½% in 2017 erwarten. -5 0 5 10 12 13 14 15 16 17 Wohnbau Gewerbebau Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bank Research % gg. Vj. Bauinvestitionen 21 75 100 125 150 175 200 05 07 10 13 16 Wohnungsbau Gewerbebau Öffentlicher Bau Auftragseingang 22 Quellen: Destatis, Deutsche Bank Research 2010=100 arbeitstäglich - und saisonbereinigt - 3 0 3 6 9 00 04 08 12 16 Haus - und Wohnungspreise Mieten, neu Mieten, Bestand Deutschland: Wohnimmobilien 23 % gg. Vj. Quellen: BulwienGesa, Deutsche Bank Research Ausblick Deutschland 11 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Außenhandel belastet 2017 – Erholung wohl erst H2 2017 Die deutsche Exportentwicklung stand 2016 unter keinem guten Stern. Die Aus- landsnachfrage – approximiert durch das mit dem jeweiligen Exportmarktanteil gewichtete BIP-Wachstum – schwächte sich im Vergleich zum Vorjahr etwas ab und der Wechselkurs entwickelte sich ungünstig für die deutschen Exporteure. 4 Die schwächere Nachfrage aus den nicht zur EWU gehörenden Industrielän- dern und den Schwellenländern dämpfte das deutsche Exportwachstum zusätz- lich. Eine relativ solide Nachfrage aus der Eurozone stabilisierte hingegen. Schwach entwickelten sich die Exporte in die USA (Jan/Sep 2016: -6% gg. Vj.), dem größten deutschen Exportmarkt mit einem Anteil von rund 9%. Exporte in die Schwellenländer fielen teilweise recht deutlich, da der niedrige Ölpreis und/oder politische Herausforderungen einige Länder erheblich unter Druck setzten (Exporte nach Saudi-Arabien Jan/Sep 2016: -26% gg. Vj.; Brasilien - 17%). 5 Die Exporte nach Italien (+6%), Polen (+5%) und – trotz konjunktureller Abschwächung – nach China (+4%) trugen am stärksten zum Wachstum bei. Die Stimmungsindikatoren für den Export liefern derzeit gemischte Signale. Während die Einkaufsmanagerindizes ein sehr positives Bild für die nächsten Monate zeichnen, fielen die ifo Exporterwartungen zuletzt deutlich, liegen aber nur leicht unter dem Langfristdurchschnitt. Die insgesamt noch schwach erwart- ete globale Konjunktur im ersten Halbjahr und die zahlreichen politischen Un- sicherheitsherde dürften die dortigen Unternehmen dazu bewegen, Investitionen aufzuschieben. Davon dürften vor allem die Auslandsmärkte in der EWU betrof- fen sein. Ab dem zweiten Halbjahr 2017 könnte ein beginnender US- Aufschwung der globalen Konjunktur Schwung verleihen. Daher dürften sich die deutschen Exporte im Jahresdurchschnitt 2017 mit 1,8% gg. Vj. noch relativ schwach entwickeln und 2018 dann deutlicher auf 3,7% anziehen. Dabei unter- stellen wir, dass die neue US-Regierung unter Präsident Trump keine Handels- beschränkungen einführt. Zudem dürften höhere Ölpreise die Lage in den Pro- duzentenländern etwas entspannen. Hinzu kommt, dass unsere FX-Strategen per Saldo einen deutlich schwächeren EUR gegenüber den Haupthandelspart- nerwährungen erwarten. Die Importe dürften angesichts der insgesamt soliden Entwicklung der Binnen- wirtschaft über den Prognosezeitraum stärker zulegen als die Exporte. In der Folge belasten die Nettoexporte wahrscheinlich in den Jahren 2016 und 2017 das BIP-Wachstum (jeweils -0,2 %-Punkte). 2018 dürfte der Effekt neutral aus- fallen. Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss dürfte 2016 auf das Allzeithoch von 8,8% des BIP steigen. Der deutliche Anstieg seit 2013 kann jedoch fast komp- lett durch den ölpreisbedingten Rückgang der Ausgaben für Ölimporte erklärt werden. Die zaghafte Erholung des Ölpreises dürfte daher dafür sorgen, dass der Überschuss in 2017 auf 8,2% fällt. Mittelfristig dürften die ungünstigen de- mographischen Entwicklungen, der anhaltende Immobilienboom und eine deut- lich nachlassende Globalisierungsdynamik dafür sorgen, dass der Leistungsbi- lanzüberschuss auf 7% des BIP im Jahr 2020 fällt. 6 4 Peters, H., Heymann, E. (2016). Deutsche Exporte 2016 doppelt unter Beschuss. Ausblick Deutschland. 3. März 2016. Deutsche Bank Research. 5 Peters, H., Heymann, E. (2016). Ende der goldenen Zeit für Ölstaaten dämpft auch 2016 das deutsche Exportwachstum. Ausblick Deutschland. 5. April 2016. Deutsche Bank Research. 6 Peters, H., Winkler, R. (2016). Germany's massive CA surplus set to decline. Current Issues. 26. August 2016. Deutsche Bank Research. - 4 - 2 0 2 4 6 8 10 12 12 13 14 15 16 Industrieländer ohne EWU Schwellenländer EWU Insg. Verlangsamung des deutschen Exportwachstums 24 Quellen: Eurostat, Deutsche Bank Research % gg. Vj., % - Pkt., laufender 12M - Durchschnitt - 2,0 - 1,5 - 1,0 - 0,5 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 - 30 - 20 - 10 0 10 20 30 10 11 12 13 14 15 16 17 Globaler Handel (links) Deutsche Güterexporte (links) PMI neue Exportaufträge (3M Vorlauf, rechts) ifo Exporterwartungen (3M Vorlauf, rechts) % gg. Vj. (3 - Monatsdruchschnitt, links), standardisierte Werte (rechts) Quellen: Deutsche Bundesbank, ifo, Markit, Deutsche Bank Research Gemischter Ausblick für deutsche Exporte in kommenden Monaten 25 Ausblick Deutschland 12 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Fallende Ausrüstungsinvestitionen in 2017 Das Umfeld für Investitionen in Maschinen und Fahrzeuge bleibt angesichts des verhaltenen Ausblicks für die deutschen Exporte in der kurzen Frist und den hohen Niveaus an (politischer) Unsicherheit sehr verhalten. Die Kapazitätsaus- lastung liegt zwar derzeit etwa 2 ½% über dem langfristigen Durchschnitt, was aber angesichts der Risiken nicht für eine deutliche Ausweitung der Erweite- rungsinvestitionen ausreichen dürfte. Mehrheitlich dürften weiter Ersatzinvesti- tionen getätigt werden. Mit der Aufhellung des Exportausblicks ab dem zweiten Halbjahr 2017 dürften auch die Ausrüstungsinvestitionen nach und nach an Fahrt gewinnen. Die pro- gnostizierte Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen im Jahr 2017 ist nicht so schwach, wie es auf den ersten Blick scheint, da der statistische Unterhangef- fekt aus dem Jahr 2016 per se einen Rückgang von 1,6% impliziert. Im Jahres- verlauf ergibt sich ein leichter Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen in 2017 (Q4 gg. Q1: 0,7%). Für das Jahr 2018 erwarten wir einen Zuwachs von fast 2 ½%. Deutsche Industrie 2017 mit kleinem Produktionsplus Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland dürfte 2016 preisbe- reinigt um etwa 1% gestiegen sein. Damit konnte das Ergebnis von 2015 (+1,1%) in etwa gehalten werden. Die seit 2012 anhaltende Phase mit relativ geringen konjunkturellen Schwankungen in der deutschen Industrie setzte sich auch 2016 fort. Auch beim Produktionsergebnis der großen Industriebranchen waren 2016 keine größeren Ausschläge zu verzeichnen. Leicht überdurch- schnittlich stieg die inländische Fertigung u.a. in der Automobil-, der Pharma- sowie der Kunststoffindustrie. Dagegen schnitten die Chemieindustrie, die Me- tallerzeugung und der Maschinenbau etwas schlechter ab als das Verarbeiten- de Gewerbe insgesamt. Das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland dürfte auch 2017 nur ein geringes Produktionsplus erzielen. Wir rechnen mit einem Zuwachs um real 0,5%. Dafür spricht, dass die Schwäche des Welthandels – wie in diesem Bericht skizziert – anhält. Hinzu kommt die geringe Dynamik bei den Ausrüstungsinvestitionen sowohl in Deutschland als auch in wichtigen Exportmärkten. In einem solchen Umfeld dürften die Nachfrageimpulse für die exportintensiven deutschen Indust- riesektoren mit Fokus auf Investitionsgüter nicht groß genug ausfallen, um ein spürbar höheres Produktionswachstum zu erzielen. Dies gilt z.B. für den Ma- schinenbau und große Teile der Elektrotechnik. In wichtigen Automärkten dürfte die Pkw-Nachfrage 2017 weniger stark wachsen als 2016 (China), auf hohem Niveau in etwas stagnieren (USA) oder deutlich schrumpfen (UK). In Kontinen- taleuropa dürfte sich die Erholung der Autonachfrage jedoch fortsetzen. Andererseits schätzen wir auch die Gefahr einer Rezession in der deutschen Industrie nicht als übermäßig groß ein. So lagen Ende 2016 die Geschäfts-, Produktions- und Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe im positiven Bereich. Zudem nahm die Kapazitätsauslastung im 3. und 4. Quartal 2016 zweimal in Folge zu. Am aktuellen Rand entwickelten sich auch die Auftragsein- gänge recht dynamisch. Wichtige Rohstoffpreise dürften 2017 über dem Niveau von 2016 liegen. In der Folge dürften die Volkswirtschaften, deren „Geschäftsmodell“ stark vom Roh- stoffexport geprägt ist, wirtschaftlich besser abschneiden als 2015 und 2016. Die Nachfrage dieser Länder nach deutschen Erzeugnissen könnte daher wie- der leicht anziehen, jedoch zumeist auf einem recht niedrigen Niveau. Da wir auch für das Jahr 2018 einen recht schwachen Welthandel erwarten und die Investitionstätigkeit vielerorts noch kraftlos bleibt, ist für die deutsche Indust- rieproduktion erneut allenfalls ein Produktionsplus von rd. 1% wahrscheinlich. Prognosen Deutschland 28 % gg. Vj. 2016P 2017P 2018P BIP 1.9 1.1 1.5 Privater Konsum 1.9 1.2 1.4 Staatsausgaben 4.4 2.2 1.0 Anlageinvestitionen 2.2 0.9 2.4 Ausrüstungen 0.7 -1.5 2.4 Bau 2.7 2.2 2.8 Lager, pp -0.3 -0.1 0.0 Exporte 2.2 1.8 3.7 Importe 3.0 2.5 4.2 Nettoexport, pp -0.2 -0.2 0.0 Konsumentenpreise 0.5 1.6 1.6 Arbeitslosenquote, % 6.1 6.2 6.6 Industrieproduktion 1.3 0.8 1.2 Budgetsaldo, % BIP 0.5 0.5 0.2 Öffentlicher Schulden- stand, % BIP 68.2 65.9 63.5 Leistungsbilanzsaldo, % BIP 8.8 8.2 7.8 Leistungsbilanzsaldo, EUR Mrd. 275 265 259 Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank, Arbeitsagentur, Deutsche Bank Research 50 60 70 80 90 100 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 Kapazitätsauslastung Mittelwert seit 1992 Quelle: ifo Institut Auslastung liegt leicht über dem langjährigen Durchschnitt 26 Kapazitätsauslastung im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland, % 105 107 109 111 113 115 117 14 15 16 Produktion Aufträge Verarbeitendes Gewerbe in DE, 2010=100, sb. Quelle: Statistisches Bundesamt Starker Zuwachs bei Aufträgen am aktuellen Rand 27 Ausblick Deutschland 13 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Hinsichtlich der Beschäftigung rechnen wir für die kommenden Monate in etwa mit einer Seitwärtsbewegung, allerdings auf hohem Niveau. Barbara Böttcher (+49 69 910-31787, barbara.boettcher@db.com) Eric Heymann (+49 69 910-31730, eric.heymann@db.com) Jochen Möbert (+49 69 910-31727, jochen.moebert@db.com) Heiko Peters (+49 69 910-21548, heiko.peters@db.com) Oliver Rakau (+49 69 910-31875, oliver.rakau@db.com) Ausblick Deutschland 14 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz, Budgetsaldo DX BIP - Wachstum Inflation* Leistungsbilanzsaldo Budgetsaldo in % gg. Vj. in % gg. Vj. in % des BIP in % des BIP 2016P 2017P 2018P 2016P 2017P 2018P 2016P 2017P 2018P 2016P 2017P 2018P Euroland 1,7 1,3 1,5 0,2 1,4 1,5 2,9 2,8 2,5 - 1,8 - 1,5 - 1,5 Deutschland 1,9 1,1 1,5 0,5 1,6 1,6 8,8 8,2 7,8 0,5 0,5 0,2 Frankreich 1,2 1,3 1,1 0,3 1,2 1,3 - 0,5 - 0,3 - 0,1 - 3,2 - 3,2 - 3,1 Italien 0,9 0,7 0,7 - 0,1 1,0 1,2 2,9 2,7 2,3 - 2,3 - 2,3 - 2,3 Spanien 3,3 2,5 2,2 - 0,4 1,7 1,7 1,9 1,7 1,7 - 4,4 - 3,2 - 2,8 Niederlande 2,1 2,1 1,5 0,1 1,0 1,2 10,5 10,2 10,2 - 1,1 - 0,7 - 0,5 Belgien 1,2 1,1 1,3 1,8 2,0 1,8 1,0 1,0 1,0 - 3,0 - 2,5 - 2,6 Österreich 1,3 1,5 1,6 1,0 1,8 1,6 2,6 2,8 3,1 - 1,4 - 1,2 - 1,0 Finnland 1,5 1,2 1,5 0,4 1,3 1,4 - 0,6 - 0,4 - 0,3 - 2,3 - 2,2 - 1,7 Griechenland 0,3 1,4 1,6 0,2 1,3 1,0 1,0 1,2 1,5 - 3,7 - 2,4 - 2,2 Portugal 1,2 1,2 1,1 0,7 1,4 1,5 0,5 0,7 0,7 - 2,8 - 2,5 - 2,5 Irland 3,3 2,8 3,0 - 0,1 1,1 1,4 12,0 10,0 8,0 - 1,1 - 1,1 - 1,0 Großbritannien 2,1 1,2 1,1 0,6 2,3 2,7 - 5,2 - 4,8 - 4,0 - 3,3 - 2,9 - 2,5 Dänemark 1,0 1,7 1,8 0,2 1,1 1,4 6,5 6,5 6,5 - 2,1 - 2,5 - 1,9 Norwegen 0,7 1,6 1,8 3,6 2,7 2,5 4,4 6,2 7,0 3,7 3,9 4,2 Schweden 3,2 2,0 2,3 1,0 1,7 1,9 4,6 4,2 4,4 0,1 - 0,2 0,0 Schweiz 1,4 1,5 1,7 - 0,3 0,5 0,7 9,5 9,3 9,0 - 0,1 - 0,1 - 0,1 Tschech. Rep. 2,3 2,6 2,7 0,6 1,6 2,2 2,1 1,1 0,7 - 0,4 - 0,8 - 0,7 Ungarn 2,2 2,6 2,7 0,4 2,0 2,8 5,6 4,6 4,2 - 1,8 - 2,6 - 2,2 Polen 2,8 3,2 3,4 - 0,6 1,4 1,7 - 0,5 - 1,2 - 1,5 - 2,6 - 3,0 - 2,9 USA 1,5 2,3 3,5 1,2 1,9 2,2 - 2,8 - 3,4 - 2,8 - 3,2 - 3,1 - 2,5 Japan 0,7 1,0 1,2 - 0,3 0,5 1,1 3,9 3,9 3,7 - 3,7 - 3,6 - 3,2 China 6,7 6,5 6,0 2,0 2,5 2,6 2,4 2,1 1,8 - 4,0 - 4,0 - 4,0 Welt 3,0 3,4 3,8 4,3 5,3 4,5 *Inflationsdaten für EU - Länder basieren auf harmonisierten Verbraucherpreisindizes außer bei Deutschland. Dies kann zu Diskrepanzen zu anderen DB Pub likationen führen. Quellen: Nationale Behörden, Nationale Zentralbanken, Deutsche Bank Prognosen Deutschland: BIP-Wachstum nach Komponenten, % gg.Vq., Jahresdaten % gg.Vj. DX 2016 2017 201 4 2015 2016P 2017P 2018P Q1 Q2 Q3 Q4P Q1P Q2P Q3P Q4P BIP 1,6 1,7 1,9 1,1 1,5 0,7 0,4 0,2 0,5 0,4 0,3 0,4 0,4 Privater Konsum 0,9 2,0 1,9 1,2 1,4 0,6 0,2 0,4 0,4 0,3 0,3 0,4 0,3 Staatsausgaben 1,2 2,8 4,4 2,2 1,0 1,1 1,2 1,0 1,1 0,3 0,3 0,3 0,3 Anlageinvestitionen 3,4 1,7 2,2 0,9 2,4 1,6 - 1,6 0,0 0,5 0,7 0,4 0,4 0,6 Ausrüstungen 5,5 3,7 0,7 - 1,5 2,4 1,1 - 2,3 - 0,6 - 1,0 0,5 0,2 0,3 0,2 Bau 1,9 0,3 2,7 2,2 2,8 2,3 - 1,9 0,3 1,8 1,1 0,5 0,5 0,9 Lager, %-Punkte - 0,3 - 0,5 - 0,3 - 0,1 0,0 - 0,2 - 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Exporte 4,1 5,2 2,2 1,8 3,7 1,4 1,2 - 0,4 0,4 0,6 0,8 1,1 1,0 Importe 4,0 5,5 3,0 2,5 4,2 1,5 0,1 0,2 0,6 0,7 0,9 1,3 1,1 Nettoexport, %-Punkte 0,4 0,3 - 0,2 - 0,2 0,0 0,0 0,6 - 0,3 - 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 Konsumentenpreise* 0,9 0,2 0,5 1,6 1,6 0,3 0,1 0,5 1,1 2,5 1,4 1,3 1,1 Arbeitslosenquote, % 6,7 6,4 6,1 6,2 6,6 6,2 6,1 6,1 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 Industrieproduktion 1,5 0,5 1,3 0,8 1,2 Budgetsaldo, % BIP 0,3 0,7 0,5 0,5 0,2 Öffentlicher Schuldenstand, % BIP 74,9 71,2 68,2 65,9 63,5 Leistungsbilanzsaldo, % BIP 7,3 8,5 8,8 8,2 7,8 Leistungsbilanzsaldo, EUR Mrd. 213 256 275 265 259 *Inflationsdaten für Deutschland basieren auf nationaler Abgrenzung. Dies kann zu Diskrepanzen zu anderen DB Publikationen fü hren. Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank, Arbeitsagentur, Deutsche Bank Research Ausblick Deutschland 15 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland DB Makro-Überraschungsindex Deutschland Der DB Makro - Überraschungsindex vergleicht den Wert der veröffentlichten Konjunkturdaten mit den Markterwartungen und liefert damit Hinweise über die Richtung künftiger Prognoseanpassungen. 7 Heiko Peters (+49 69 910-21548, heiko.peters@db.com) 7 Siehe für Details Ausblick Deutschland. 4. August 2014. Letzte 20 veröffentlichte deutsche Konjunkturdaten DX Bloomberg TickerIndikator Berichts- monat Veröffentlich- ungsdatum Aktueller Wert Bloomberg Konsensus Überra- schung Standardisierte Überraschung Quantils- rang GRCAEU IndexLeistungsbilanzsaldo (EUR Mrd.)9 201608/11/1624,424,5-0,1-0,40,3 GRIPIMOM IndexIndustrieproduktion (% gg. Vm.)9 201608/11/16-1,6-0,5-1,1-0,90,2 GRCP20YY IndexVPI (% gg. Vj.)10 201611/11/160,80,80,00,20,3 GRZEWI IndexZEW - Konjunktur (Erwartungen)11 201615/11/1613,88,15,70,70,8 GRZECURR IndexZEW - Konjunktur (Situation)11 201615/11/1658,861,6-2,8-0,50,2 GRIFPBUS Indexifo Geschäftsklimaindex11 201624/11/16110,4110,5-0,1-0,20,4 GRGDPPGQ IndexBIP (% gg. Vq.)9 201624/11/160,20,20,0-0,10,3 GRIMP95Y IndexImportpreise (% gg. Vj.)10 201629/11/16-0,6-0,80,20,50,8 GRFRIAMM IndexEinzelhandelsumsätze (% gg. Vm.)10 201630/11/162,41,01,41,40,9 GRUECHNG IndexVeränderung Arbeitslose (Tsd. gg. Vm.)11 201630/11/16-5,0-5,00,0-0,20,4 MPMIDEMA IndexPMI Verarbeitendes Gewerbe11 201601/12/1654,354,4-0,1-0,10,3 MPMIDESA IndexPMI Dienstleistungssektor11 201605/12/1655,155,00,10,10,6 GRIORTMM IndexAuftragseingänge (% gg. Vm.)10 201606/12/164,90,64,32,01,0 GRIPIMOM IndexIndustrieproduktion (% gg. Vm.)10 201607/12/160,30,8-0,5-0,40,3 GRCAEU IndexLeistungsbilanzsaldo (EUR Mrd.)10 201609/12/1618,422,0-3,6-1,40,1 GRZECURR IndexZEW - Konjunktur (Situation)12 201613/12/1663,559,04,50,50,7 GRCP20YY IndexVPI (% gg. Vj.)11 201613/12/160,80,80,00,20,3 GRZEWI IndexZEW - Konjunktur (Erwartungen)12 201613/12/1613,814,0-0,20,00,5 MPMIDESA IndexPMI Dienstleistungssektor12 201615/12/1653,854,9-1,1-1,20,1 MPMIDEMA IndexPMI Verarbeitendes Gewerbe12 201615/12/1655,554,51,01,00,9 Quellen: Bloomberg Finance LP, Deutsche Bank Research -0,5 -0,4 -0,3 -0,2 -0,1 0,0 0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 14 15 16 DB Makro - Überraschungsindex +/ - 1 Standardabweichung DB Makro-Überraschungsindex Deutschland Durchschnitt der z-Werte der vergangenen 20 Datenüberraschungen Werte über (unter) 0 bedeuten über (unter) der Markterwartung liegende Datenveröffentlichungen Quellen: Bloomberg Finance LP, Deutsche Bank Research Ausblick Deutschland 16 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Exportindikator 2016: Nachfrageimpuls weiter schwach – Preisimpuls ins Negative gedreht Der Exportindikator identifiziert die Auswirkungen von globalen Nachfrageveränderungen und von Währung s- bewegungen (Preisimpuls) auf die deutschen Exporte. 8 Heiko Peters (+49 69 910-21548, heiko.peters@db.com) 8 Siehe für Details Ausblick Deutschland, 3. März 2016. Ausblick Deutschland 17 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Dieter Bräuninger (+49 69 910-31708, dieter.braeuninger@db.com) Heiko Peters (+49 69 910-21548, heiko.peters@db.com) Oliver Rakau (+49 69 910-31875, oliver.rakau@db.com) Deutschland: Termine der Finanz-, der Wirtschafts- und der Europapolitik DX Datum Ereignis Anmerkungen 19. Jan. Sitzung des EZB - Rates, Pressekonferenz Überprüfung des geldpolitischen Kurses, nachdem die EZB bei ihrer jüngsten Sitzung ein langes und langsames Auslaufen des QE - Programms angekü n- digt hat. 23./24. Jan. Eurogruppe und ECOFIN, Brüssel Debatte über wirtschaftliche Lage u. Vorschläge für zusätzliche fiskalpolit i- sche Impulse. 3. Feb. Informeller Europäischer Rat, Malta Staats - u. Regierungschefs aus 27 Mitgliedstaaten beraten über weitere En twicklung der EU - 27 20./21. Feb. Eurogruppe und ECOFIN, Brüssel Lage der Eurozone 9. März Sitzung des EZB - Rates, Pressekonferenz Überprüfung des geldpolitischen Kurses. März EU Staats - und Regierungschefs, Rom Feierlichkeiten anlässlich 60 Jahre Römische Verträge 9./10. März Europäischer Rat, Brüssel Voraussichtl. Debatte über Umsetzung der verschiedenen Binnenmarktstr a- tegien (digitaler Binnenmarkt, Kapitalmarktunion u. Energieunion). 15. März Parlamentswahl in den Niederlanden Die re chtspopulistische PVV ist derzeit populärste Partei (~20%) – marginal stärker als die konservative VVD von Premierminister Rutte. Umfragen la s- sen erwarten, dass eine Regierung ohne PVV gebildet werden kann. Ende März Regierung in Großbritannien Übermittlung des Austrittswunsches nach Art. 50 EUV? Wir halten es für das wahrscheinlichste Szenario , dass die Mitteilung durch die britische Regi e- rung Ende März erfolgt. Quelle: Deutsche Bank Research Deutschland: Datenkalender DX Datum Uhrzeit Daten Berichtszeitraum DB Schätzung Letzter Wert 19. Dez . 2016 10:30 ifo Geschäftsklima (Index, sb.) Dezember - 110,4 30. Dez . 2016 8:00 Einfuhrpreise (Index, sb.) % gg. Vm. (gg. Vj.) November 0,0 ( - 0,4) 0,9 ( - 0,6) 3. Jan . 2017 14:00 Vorläufiger VPI (sb.), % gg. Vm. (gg. Vj.) Dezember 0,7 (1,7) 0,1 (0,8) 3. Jan . 2017 10:00 Arbeitslosenrate (%, sb.) Oktober 6,0 6,0 6. Jan . 2017 8:00 Einzelhandelsumsätze (Index, sb.), % gg. Vm. Dezember - 1,0 2,4 6. Jan . 2017 8:00 Auftragseingang im Ver. Gewerbe (Index, sb.), % gg. Vm. November - 2,5 4,9 9. Jan . 2017 8:00 Industrieproduktion (Index, sb.), % gg. Vm. November 0,9 0,3 9. Jan . 2017 8:00 Handelsbilanz (EUR Mrd., sb.) November 21,6 20,5 9. Jan . 2017 8:00 Warenexporte (EUR Mrd., sb.), % gg. Vm. (gg. Vj.) November 2,1 (3,0) 0,5 (2,0) 9. Jan . 2017 8:00 Warenimporte (EUR Mrd., sb.), % gg. Vm. (gg. Vj.) November 1,3 (1,8) 1,3 (1,8) 24. Jan . 2016 9:30 PMI Verarbeitendes Gewerbe (Flash) Januar - 54,3 24. Jan . 2016 9:30 PMI Dienstleistungssektor (Flash) Januar - 55,1 14. Feb . 2017 8:00 Reales BIP (Index, sb.), % gg. Vq. Q4 2016 0,5 0,2 Quellen: Deutsche Bank Research, Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo, Markit Ausblick Deutschland 18 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Finanzmarktprognosen DX US JP EWU GB CH SE DK NO PL HU CZ Le itzinssatz, % Aktuell 0,625 - 0,10 0,00 0,25 - 0,75 - 0,50 0,05 0,50 1,50 0,90 0,05 Mrz 17 0,625 - 0,10 0,00 0,25 - 0,75 - 0,50 0,05 0,50 1,50 0,90 0,05 Jun 17 0,875 - 0,10 0,00 0,25 - 0,75 - 0,50 0,05 0,50 1,50 0,90 0,05 Dez 17 1,125 - 0,10 0,00 0,25 - 0,75 - 0,50 0,05 0,50 1,50 0,90 0,05 3M Geldmarktsatz, % Aktuell 0,96 0,06 - 0,32 0,38 Mrz 17 0,98 0,05 - 0,30 0,33 Jun 17 1,23 0,05 - 0,30 0,34 Dez 17 1,48 0,05 - 0,30 0,35 Rendite 10J Staatsanleihen, % Aktuell 2,57 0,06 0,31 1,39 Mrz 17 3,00 - 0,05 0,20 1,35 Jun 17 3,60 0,00 0,25 1,45 Dez 17 3,10 0,00 0,35 1,60 Wechselkurse EUR/USD USD/JPY EUR/GBP GBP/USD EUR/CHF EUR/SEK EUR/DKK EUR/NOK EUR/PLN EUR/HUF EUR/CZK Aktuell 1,07 115,17 0,84 1,26 1,08 9,76 7,44 9,02 4,45 314,89 27,02 Mrz 17 1,03 117,00 0,90 1,14 1,06 9,46 7,46 9,08 4,53 316,25 27,00 Jun 17 1,00 120,00 0,89 1,12 1,04 9,39 7,46 9,05 4,51 317,50 27,00 Dez 17 0,95 125,00 0,90 1,06 1,00 9,25 7,46 9,00 4,55 320,00 26,50 Quellen: Bloomberg Finance LP , Deutsche Bank Ausblick Deutschland 19 | 16. Dezember 2016 Ausblick Deutschland Deutschland: Datenmonitor DX Q4 2015 Q1 2016 Q2 2016 Q3 2016 Q4 2016 Jul 2016 Aug 2016 Sep 2016 Okt 2016 Nov 2016 Dez 2016 Konjunkturumfragen Gesamtwirtschaft ifo Geschäftsklima 108,5 106,8 107,8 108,0 108,3 106,3 109,5 110,4 110,4 ifo Geschäftserwartungen 104,2 100,7 101,8 102,2 102,1 100,1 104,5 105,9 105,5 Produzierendes Gewerbe ifo Verarbeitendes Gewerbe 103,1 100,7 101,9 102,4 102,4 100,8 104,1 105,7 104,8 Produktion (% gg. Vp.) - 0,4 1,8 - 0,8 0,3 - 1,5 3,0 - 1,6 0,3 Auftragseingang (% gg. Vp.) 0,5 0,7 - 0,3 0,6 0,4 0,8 - 0,3 4,9 Grad der Kapazitätsauslastung 84,4 85,0 84,4 84,8 85,7 Bauhauptgewerbe Produktion (% gg. Vp.) 3,5 1,4 - 5,3 1,9 1,1 1,0 - 1,3 1,9 Auftragseingang (% ggü. Vp.) 10,0 6,3 - 0,1 - 5,5 - 4,6 - 2,2 1,6 ifo Bauhauptgewerbe 123,1 122,7 124,6 126,9 126,1 126,2 128,4 129,0 129,6 Ko nsumentennachfrage EC Konsumentenbefragung - 4,4 - 6,1 - 3,2 - 2,5 - 2,1 - 2,5 - 2,9 - 2,5 - 1,2 Einzelhandelsumsätze (% gg. Vp.) 0,4 0,7 - 0,3 0,2 0,5 0,0 - 1,5 2,4 Neuzulassungen PKW (% gg. Vj.) 5,7 4,5 9,4 4,2 - 3,9 8,3 9,4 - 5,6 1,5 Außenhandel Auslandsaufträge (% gg. Vp.) 0,2 2,1 - 1,4 2,6 2,8 - 0,2 0,2 3,9 Exporte (% gg. Vp.) - 0,9 0,5 0,4 - 0,1 - 1,6 3,6 - 1,0 0,5 Importe (% gg. Vp.) - 1,1 - 0,1 - 1,2 1,4 0,0 1,9 - 0,7 1,3 Nettoexporte (EUR Mrd.) 59,6 61,5 65,6 62,3 19,5 21,6 21,1 20,5 Ar beitsmarkt Arbeitslosenquote (%) 6,3 6,2 6,1 6,1 6,1 6,1 6,1 6,0 6,0 Veränderung Arbeitslosigkeit (Tsd. gg. Vp.) - 24,0 - 39,3 - 29,3 - 19,3 - 7,0 - 7,0 - 1,0 - 13,0 - 5,0 Beschäftigung (% gg. Vj.) 1,1 1,2 1,2 0,9 1,0 0,9 0,9 0,8 ifo Beschäftigungsbarometer 109,7 108,4 108,2 109,0 108,1 108,6 110,1 110,7 111,1 Pr eise, Löhne und Arbeitskosten Preise HVPI (% gg. Vj.) 0,2 0,1 0,0 0,4 0,4 0,3 0,5 0,7 Kern - HVPI (% gg. Vj.) 1,2 1,1 1,0 1,1 1,3 1,0 1,1 1,1 Harmonisierter PPI (% gg. Vj.) - 2,3 - 2,8 - 2,6 - 1,7 - 2,0 - 1,6 - 1,4 - 0,4 Rohstoffe ohne Energie (% gg. Vj.) - 12,6 - 14,6 - 6,5 2,9 0,2 4,1 4,7 9,1 19,3 Ölpreis (USD) 44,8 35,1 46,9 47,0 46,6 47,1 47,3 51,4 47,1 Inflationserwartungen EC Haushaltsumfrage 4,0 5,3 3,6 6,2 4,9 7,2 6,4 7,4 11,8 EC Unternehmensumfrage 1,5 - 2,4 1,7 3,0 4,8 1,6 2,7 5,4 6,8 Lohnstückkosten (gg. Vj.) Lohnstückkosten 1,7 2,1 0,4 1,5 Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer 2,4 2,6 1,9 2,3 Arbeitnehmerentgelt je Stunde 1,9 3,8 0,7 2,6 Mo netärer Sektor (gg. Vj.) M3 9,3 7,8 7,2 6,6 7,4 7,2 6,6 5,3 Trend von M3* 7,2 7,1 6,4 Kredite an Unternehmen und Privatpersonen 2,7 2,0 2,7 2,6 2,0 2,2 2,6 3,0 Kredite an öffentliche Haushalte 11,7 - 9,1 9,7 - 0,1 9,1 9,5 - 0,1 4,2 % gg. VP = Veränderung gegenüber der Vorperiode; * zentrierter 3M - Durchschnitt Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Bundesbank, Europäische Kommission, Eurostat, Statistisches Bundesamt, HWWI, ifo, Markit dbStandpunkt Unsere Publikationen finden Sie unentgeltlich auf unserer Internetseite www.dbresearch.de Dort können Sie sich auch als regelmäßiger Empfänger unserer Publikationen per E-Mail eintragen. Für die Print-Version wenden Sie sich bitte an: Deutsche Bank Research Marketing 60262 Frankfurt am Main Fax: +49 69 910-31877 E-Mail: marketing.dbr@db.com Schneller via E-Mail: marketing.dbr@db.com Im „dbStandpunkt“ analysieren und kommentieren wir aktuelle Wirtschafts- und Finanzthemen und beziehen Position in der öffentlichen Debatte. Über das Tagesgeschehen hinaus wollen wir den Blick auf die strategischen Herausforderungen richten, denen sich Deutschland im 21. Jahrhundert stellen muss.  Hochburg der Stabilität: Was Deutschland so erfolgreich macht .................. 15. Dezember 2016  Die dunklen Seiten des QE: Vergemeinschaftung von Schulden durch die Hintertür, Enteignung der Sparer und Blasenbildung ..................................................... 1. November 2016  Ein schwarzer Tag für Europa .......................................... 23. Juni 2016  Die EZB muss Kurs ändern ................................................. 8. Juni 2016  Flüchtlingszustrom: Eine Chance für Deutschland ................................... 3. November 2016  Falsche Wohnungspolitik erhöht Blasengefahr .................. 28. Mai 2015  Mehr Infrastrukturinvestitionen – trotz fragwürdiger "Lückenanalyse" ........................... 5. Dezember 2014  Temporärer Zuwanderungsboom: Weckruf für die Politik? ...................................................... 28. Juli 2014  Die Ökonomie von Sanktionen: Der Westen kann Härte zeigen .......................................... 19. Mai 2014  Macht Hollande den Schröder – und wird es funktionieren? .......................................... 24. Februar 2014  Große Koalition-kleinmütige Politik .......................16. Dezember2013  DeutscheLeistungsbilanzüberschüsse – Kritik nicht stichhaltig ...............................................12. Dezember 2013  Energiewende 2.0 - Wettbewerbsfähigkeit nicht riskieren ......................26. November 2013  Mindestlohn vonEUR 8,50: Eine falscheWeichenstellung ...................................4. November 2013  So weit, so gut ......................................................................2. Mai 2014  2% Wachstum in 2015 trotz belastender Beschäftigungspolitik ..............................28. Februar 2014  Weiter im Aufwind .........................................................27. Januar 2014  Aufbruch in die Vergangenheit (Aktuelle Themen–Konjunktur) .............................29. November 2013  TrotzWachstum in der Kritik (Research Briefing–Konjunktur) ............................19. November 2013 © Copyright 2016. Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Research, 60262 Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenangabe „Deutsche Bank Research“ gebeten. Die vorstehenden Angaben stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG oder ihrer assoziierten Unternehmen entspricht. Alle Meinungen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die vorstehenden Angaben werden nur zu Informations- zwecken und ohne vertragliche oder sonstige Verpflichtung zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessenheit der vorste- henden Angaben oder Einschätzungen wird keine Gewähr übernommen. In Deutschland wird dieser Bericht von Deutsche Bank AG Frankfurt genehmigt und/oder verbreitet, die über eine Erlaubnis zur Erbringung von Bank- geschäften und Finanzdienstleistungen verfügt und unter der Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleis- tungsaufsicht (BaFin) steht. Im Vereinigten Königreich wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Filiale London, Mitglied der London Stock Exchan- ge, genehmigt und/oder verbreitet, die von der UK Prudential Regulation Authority (PRA) zugelassen wurde und der eingeschränkten Aufsicht der Fi- nancial Conduct Authority (FCA) (unter der Nummer 150018) sowie der PRA unterliegt. In Hongkong wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Hong Kong Branch, in Korea durch Deutsche Securities Korea Co. und in Singapur durch Deutsche Bank AG, Singapore Branch, verbreitet. In Japan wird dieser Bericht durch Deutsche Securities Inc. genehmigt und/oder verbreitet. In Australien sollten Privatkunden eine Kopie der betreffenden Pro- duktinformation (Product Disclosure Statement oder PDS) zu jeglichem in diesem Bericht erwähnten Finanzinstrument beziehen und dieses PDS be- rücksichtigen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen. Druck: HST Offsetdruck Schadt & Tetzlaff GbR, Dieburg
1.3.7