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Deutschland

Deutschland ist gut durch die globale Finanz- und Eurokrise gekommen. Um auch die künftigen Herausforderungen zu meistern, bedarf es eines nachhaltigen Ausgleichs von Wirtschaftswachstum und gesellschaftlicher Teilhabe. Das Erreichen dieser Ziele erfordert weitere Reformen und eine Verbesserung der makroökonomischen Rahmenbedingungen. Hier sind Politik, Wirtschaft und Bürger gefordert. DB Research analysiert die ökonomischen und politischen Zielkonflikte und zeigt Lösungswege sowie Perspektiven für Wirtschaft und Politik auf. Diese basieren auf nationalen Branchenanalysen, globalen Finanzmarkt- und Konjunkturprognosen bis hin zur Einschätzung internationaler politischer Entscheidungen.

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3. März 2021
Umsatz im deutschen Einzelhandel sinkt im Januar um 4,5% gg. Vormonat. Im Vorjahresvergleich sogar ein Minus von 8,7%. Weiterhin stark gespreizte Umsatzentwicklung in einzelnen Sparten. * Fehlende Konsummöglichkeiten führen im Lockdown wieder zu höherer Sparquote (Q4: 17,7%, 20J-MW: 10,3%). Mit Lockerungen in Q2 wird der Abbau des Konsumstaus ein Konjunkturtreiber. * Deutscher Arbeitsmarkt im Februar weiterhin stabil. Arbeitslosigkeit steigt saisonbereinigt um 9.000 (Quote: 6%). Erwerbstätigkeit mit Seitwärtsbewegung im Januar, aber noch unter Vorjahr (-1,6%). * Inflationsrate im Februar voraussichtlich 1,3%. Wir erwarten im Jahresdurchschnitt 2%. * Heute nächste Bund-Länder-Beratungen. Wohl Verlängerung vieler Lockdown-Maßnahmen (bis 28. März), aber auch stufenweise Öffnungsschritte (Handel, Kultur, Sport). * Zahl der Neuinfektionen in Deutschland in der zweiten Woche in Folge gestiegen, aber erneut weniger Todesfälle. [mehr]
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3. März 2021
Die Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland haben auch im Winterhalbjahr 2020/21 die Konsummöglichkeiten der privaten Haushalte spürbar eingeschränkt. Die Auflösung des damit verbundenen Konsumstaus wird entscheidend für die konjunkturelle Erholung sein. Aber wie viel Schwung kann von einem Abschmelzen des Konsumstaus erwartet werden? In unserem Basisszenario gehen wir davon aus, dass etwa 30% der zusätzlichen Ersparnisse im Jahr 2021 in den privaten Konsum zurückfließen, während fast 70% in Einlagen oder Vermögenswerten verbleiben. In unserem optimistischen Szenario, in dem 40% der zusätzlichen Ersparnisse bereits 2021 zurückfließen, würde unsere Prognose für den privaten Konsum um gut 1 %-Punkt angehoben, was zusätzlich einen ½ %-Punkt für das deutsche BIP im Jahr 2021 bedeutet. [mehr]
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26. Februar 2021
Im Januar ist die deutsche VPI-Inflationsrate deutlich angestiegen, was auch durch Sondereffekte verursacht wurde. Aufgrund des kräftigen Preisanstiegs bei Waren (ohne Energie) stellt sich dennoch die Frage, ob – trotz weiterhin wirkender preisdämpfender Faktoren – eine höhere Inflationsdynamik aufgrund von Angebotsengpässen ins Haus steht. Insgesamt rechnen wir jetzt mit einer (durchschnittlichen) Jahresinflationsrate von 2,0% im Jahr 2021. Zum Jahresende könnte die Inflationsrate sogar vorübergehend auf bis zu 3% in die Höhe schnellen, ehe sie dann wieder zum ersten Quartal 2022 auf rund 1 ½% zurückfallen dürfte. Angesichts der überraschend hohen Januar-Inflationszahlen sehen wir aber für die Zukunft inzwischen mehr Aufwärts- als Abwärtsrisiken. Insbesondere eine über die Angebotsseite in Gang kommende Inflationsdynamik – gepaart mit einer zu zögerlichen bzw. verspäteten Abkehr von der ultra-expansiven Geld- und Fiskalpolitik – stellt unserer Einschätzung nach ein Hauptrisiko für eine künftig höhere Inflationsdynamik dar. [mehr]
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25. Februar 2021
The Jan print of 1% yoy surprised massively to the upside, in part due to one-offs. But the strong rise in core goods prices begs the question whether the Jan readings could herald stronger underlying inflation dynamics. There are still strong arguments for a continuation of structurally low inflation dynamics. However, we see risk that price dynamics could strengthen more strongly through impaired supply conditions. Overall, we now project the inflation rate to average 2.0% in 2021. Towards the end of 2021 the headline rate could spike to as much as 3% before easing to 1 ½% in Q1 2022. [mehr]
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24. Februar 2021
Verlängerter Lockdown dürfte in Q1 für BIP-Rücksetzer von -2% gg. Vq. sorgen. In Q2 und Q3 dafür aber umso kräftigere Erholung. Für 2021 erwarten wir in Deutschland ein BIP-Wachstum von 4,0%. * Wir haben die Inflationsprognose für 2021 auf +2% angehoben. * ifo Geschäftsklima im Feb. überraschend deutlich auf 92,4 Pkt. (+2,1) gestiegen, vor allem Erwartungen legten kräftig (+2,7 Pkt.) zu. Rückgrat ist die robuste Industriekonjunktur. * ifo Exporterwartungen mit 3-Jahreshoch im Feb. * Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe legt im Dezember um 0,3% gg. Vormonat zu. * Umsatz im Gastgewerbe 2020 um 39% niedriger als 2019. Beherbergung (-46%) schwächer als Gastronomie (-35%). * Abwärtstrend bei 7-Tage-Inzidenz gestoppt (aktueller Wert: 59,3). Virusmutationen als ein Grund. Sorge vor dritter Welle. * Zahl der Intensivpatienten und Todesfälle sinkt weiter. [mehr]
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24. Februar 2021
Der Abwärtstrend bei der 7-Tage-Inzidenz hat sich in Deutschland zuletzt nicht fortgesetzt. Ein Grund hierfür dürfte darin liegen, dass sich die ansteckenderen Virusmutationen in Deutschland zunehmend verbreiten. Auch der schleppende Impfprozess drückt auf die Stimmung. Gleichwohl gibt es Gründe für vorsichtigen Optimismus. So sinken die Todesfallzahlen im Zusammenhang mit Corona, die Zahl der Intensivpatienten sowie die Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen als Folge der Impfungen. Zudem sind viele Gesundheitsämter wieder besser in der Lage, Infektionsketten nachzuverfolgen. Auch bei der Behandlung von COVID-19 wird es Fortschritte geben. Die Politik dürfte angesichts der Risiken durch Virusmutationen weiterhin vorsichtig agieren, aber verstärkt auch andere Corona-Indikatoren als die 7-Tage-Inzididenz berücksichtigen. [mehr]
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19. Februar 2021
Deutsches BIP: Robustes Gesamtjahr 2021, trotz Schwächeanfall in Q1. Der länger als
anfänglich erwartete Lockdown, winterbedingte Verluste in der Bauproduktion und durch die
Lieferprobleme bei Chips verursachte temporäre Produktionsstörungen in der
Automobilindustrie haben uns veranlasst, unsere BIP-Prognose für Q1 auf -2% gg. Vq.
abzusenken (von -0,5%). Wir erwarten aber weiterhin eine deutliche Erholung im
Sommerhalbjahr, die von der kräftigen globalen Nachfrage, der extrem expansiven Geld- und
Fiskalpolitik und nicht zuletzt durch die aufgestaute Konsumnachfrage der deutschen
Haushalte getrieben werden sollte. Nach dem Einbruch um 5% in 2020 dürfte das deutsche BIP
im Jahr 2021 um 4% zulegen. [mehr]
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1. Februar 2021
Damit grüner Wasserstoff einen nennenswerten Beitrag zu einer klimaverträglichen Energieversorgung der Zukunft leisten kann, muss er (1) in großen Mengen, (2) kostengünstig und (3) möglichst CO₂-arm erzeugt werden. Wie dies gelingen soll, ist bislang nur theoretisch beantwortet. Hinzu kommen Herausforderungen bei Transport und Lagerung von Wasserstoff. Grüner Wasserstoff dürfte zunächst vor allem bei ortsgebundenen Großanwendungen eingesetzt werden, etwa in energieintensiven Industrien. Vorerst sind hierfür – wie so oft bei klimaverträglichen Technologien – staatliche Subventionen notwendig. Längerfristig könnte Wasserstoff auch bei einzelnen Verkehrsträgern zum Einsatz kommen (z.B. Luftverkehr, Schifffahrt). Wasserstoff ist theoretisch ein Energie-Multitalent. Nicht zuletzt wegen hoher Kosten dürfte sein Beitrag für die nationale und globale Energiewende in den nächsten ein bis zwei Dekaden jedoch noch überschaubar ausfallen. [mehr]
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25. Januar 2021
Unser Chefvolkswirt für Deutschland Stefan Schneider hat in der aktuellen Folge des Research-Podcasts seine grundsätzlich optimistische Einschätzung für 2021 erneuert. Ab dem Frühjahr sollten dank steigender Impfraten und milderer Temperaturen die Belastungen durch COVID-19 nachlassen, sagt Schneider. Das werde dann auch deutliche Nachholeffekte im privaten Verbrauch freisetzen. Allerdings seien die Annahmen bezüglich der Pandemieentwicklung auch aufgrund der neu aufgetretenen Mutationen unsicher. [mehr]
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19. Januar 2021
Die Corona-Pandemie löst extreme konjunkturelle Schwankungen in der deutschen Automobilindustrie aus. Dennoch bleiben strukturelle Herausforderungen sehr viel relevanter – manche durch regulatorische Rahmenbedingungen ausgelöst (z.B. CO2-Grenzwerte für Pkw), andere basierend auf Marktentwicklungen. Bei klassischen Standortfaktoren wie der Steuerbelastung von Kapitalgesellschaften, Lohnhöhe oder der Flexibilität bei Arbeitszeiten hat sich Deutschlands Position im internationalen Vergleich zuletzt eher verschlechtert. Der Anteil Deutschlands an der globalen, aber auch an der europäischen Automobilproduktion könnte in den kommenden Jahren sinken. Die deutsche Autoindustrie ist besser für die elektromobile Zukunft und andere strukturelle Herausforderungen der Branche gerüstet als der Automobilstandort Deutschland. [mehr]
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